Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Die Austeritätspolitik in Spanien, Portugal und Italien war kontraproduktiv http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.553175.de DIW-Studie zeigt: Drastische Sparmaßnahmen haben die Effekte von Strukturreformen teils aufgehoben und die betroffenen Länder zurück in die Rezession geführt, ohne die Lage der öffentlichen Finanzen zu verbessern – Ein ausgewogener Politikmix wäre der bessere Weg gewesen.

Die ab 2010 eingeleiteten Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen haben in Spanien, Portugal und Italien nicht wie erhofft die Staatsverschuldung gesenkt, sondern dazu beigetragen, dass die drei Volkswirtschaften zurück in die Rezession getrieben wurden. Die Erfolglosigkeit des  Konsolidierungskurses ist entgegen einer verbreiteten Meinung nicht die Folge mangelnden Reformeifers der jeweiligen Regierungen - vielmehr haben die drastischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen verhindert, dass die unternommenen Reformen ihre volle Wirkung entfalten. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die die Wirkungskanäle der Austeritätspolitik in Spanien, Portugal und Italien für den Zeitraum 2010 bis 2014 untersucht.


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Wed, 22 Feb 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.553175.de
"Ein ausgewogener Politikmix würde bessere Ergebnisse zeigen": Interview mit Philipp Engler und Mathias Klein http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.553179.de Herr Engler, Herr Klein, in mehreren europäischen Ländern wurden ab 2010 Austeritätsmaßnahmen ergriffen, um die Staatsschulden zu reduzieren. Von diesen Ländern haben Sie exemplarisch die südeuropäischen Länder Spanien, Portugal und Italien untersucht. Inwieweit hat diese Sparpolitik die gewünschten Erfolge gezeigt?

Philipp Engler: Diese Sparmaßnahmen haben wenig Erfolg gezeigt. Die absolute Staatsverschuldung ist weiter gestiegen, und die Verschuldung relativ zum BIP ist in diesen drei Ländern weiter gestiegen. Deshalb kann man noch nicht von einem Erfolg dieser Sparpolitik sprechen.

Das Interview mit Philipp Engler und Mathias Klein ist aus dem DIW Wochenbericht 8/2017. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und Podcast.


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Wed, 22 Feb 2017 09:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.553179.de
"Wissenschaftliche Qualitätskriterien und die Relevanz des »Postfaktischen«": Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.553185.de Die Wahl des Begriffs postfaktisch zum „Wort des Jahres“ durch die Gesellschaft für deutsche Sprache führt bei empirisch wissenschaftlich Forschenden zu großer Nachdenklichkeit. Welche Rolle wird der evidenzbasierten Forschung heute noch beigemessen? Bedroht das postfaktische Zeitalter die Wissenschaft? Haben Gefühle oder Stimmungen mehr Einfluss auf die politische Wirklichkeit als Fakten? In einer ausschließlich auf Empfindungen aufgebauten Wirklichkeit werden seriöse Daten und Statistiken entbehrlich. Eine solche Entwicklung stellt in der Tat die Rolle der empirisch forschenden Wissenschaft grundsätzlich in Frage. [...]

Der vollständige Kommentar von Jürgen Schupp in: DIW Wochenbericht 8/2017


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Wed, 22 Feb 2017 09:28:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.553185.de
Der deutsche Sparirrsinn http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552899.de Dieser Beitrag ist am 17. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Deutschland erwirtschaftet große Exportüberschüsse, der Gewinn aber wird im Ausland verzockt. Die Lösung lautet: in Deutschland investieren.

Seit dem Jahr 2000 hat jeder Deutsche einen durchschnittlichen Verlust von durchschnittlich 7.500 Euro im Ausland erlitten. Wie? Hat unser Land volkswirtschaftlich betrachtet wegen der Rekord-Exportüberschüsse nicht viel mehr Geld von seinen ausländischen Partnern eingenommen als umgekehrt? Ja, die deutschen Unternehmen und somit auch die Bürgerinnen und Bürger haben 2.200 Milliarden Euro mehr an Gütern und Dienstleistungen produziert und exportiert als verbraucht. Soweit zur positiven Handelsbilanz.

Was aber geschah mit dem Geld, das die deutsche Volkswirtschaft eingenommen hat? Es wurde von deutschen Unternehmen, vor allem von deutsche Banken und andere Finanzinstitutionen, bevorzugt im Ausland investiert. Die dort angelegten Ersparnisse haben in den vergangenen Jahrzehnten aber hohe Verluste gemacht. Netto wurden so 2.200 Milliarden Euro seit dem Jahr 2000 im Ausland investiert und angelegt, dieses Auslandsvermögen beträgt heute jedoch nur noch 1.600 Milliarden Euro, oder durchschnittlich 20.000 Euro pro Kopf. Es wurden also hohe Verluste auf diese Auslandsinvestitionen gemacht. Sie belaufen sich auf 600 Milliarden Euro, das sind die 7.500 Euro pro Kopf.

Steuerzahler haben schludrige Banken gerettet

Wie konnte es dazu kommen? Die Antwort ist: Allen voran die deutschen Banken haben ungeheuer viel Geld im Ausland sehr schlecht investiert. Es ging nicht nur sehr viel Geld verloren, der deutsche Steuerzahler musste auch noch viele der betroffenen Institute retten. In fast keinem Land Europas haben die Banken während der globalen Finanzkrise mehr Verluste gemacht und ist der Steuerzahler mit höheren Summen eingesprungen als in Deutschland.

Das war nicht nur der globalen Finanzkrise geschuldet. Deutsche Unternehmen und Finanzinstitutionen waren in der Vergangenheit schon schlecht darin, ihr Geld im Ausland gewinnbringend zu investieren. So kauften viele deutsche Unternehmen in den 1990er Jahren amerikanische Technologieunternehmen zu völlig überhöhten Preisen, um dann einen großen Teil dieser Investitionen durch das Platzen der Dotcom-Blase zu verlieren.

Diese riesigen Verluste sind umso erstaunlicher, weil die Zinsen auf Deutschlands eigene Verpflichtungen gegenüber Ausländern obendrein noch sehr niedrig sind. Diese halten zu einem ungewöhnlich hohen Anteil sichere deutsche Staatsanleihen, die zurzeit sogar meist negative Zinsen anbieten. Ein Grund für das katastrophale Scheitern deutscher Finanzinstitutionen und Unternehmen im Ausland mag in fehlender Kompetenz und auch in der schieren Größe dieser Summe liegen.

Was wäre die Alternative zum Sparen?

Aber ist es nicht eigentlich richtig, Ersparnisse aufzubauen? Die Antwort ist ein klares Nein. Sparen macht nur dann Sinn, wenn der Sparer etwas davon in der Zukunft hat und er dieses Geld nicht verzockt. Genau dies trifft jedoch auf Deutschland nicht zu. Deutschland verspielt seine Zukunft durch seinen Sparirrsinn.

Für uns Deutsche ist das Sparen etwas moralisch Gutes, und Schulden sind verwerflich. Dieses Phänomen scheint tief in unserer Psyche verankert zu sein. Nicht umsonst leitet sich das Wort "Schulden" von "Schuld" ab. Dabei sind weder das Sparen noch Schulden per se etwas Gutes oder Schlechtes, Richtiges oder Falsches. Sparen bedeutet einen Verzicht auf Wohlstand heute in der Hoffnung, diesen Wohlstand für die Zukunft zu wahren oder gar zu erhöhen. Und Schulden sind nicht zwingendermaßen schlecht, wenn sie klug in die Zukunft investiert und somit in mehr künftigen Wohlstand verwandelt werden.

Keine Ersparnisse für die unteren 40 Prozent

Dass deutsche Ersparnisse im Ausland verzockt werden, ist schlimm genug. Es ist aber noch problematischer, weil die deutschen Ersparnisse ungleicher verteilt sind als in fast allen anderen westlichen Ländern. Die unteren 40 Prozent der deutschen Haushalte haben praktisch keine Nettoersparnis, also nichts, was sie für die Bildung ihrer Kinder oder für die eigene Vorsorge im Alter nutzen können. Die oberen 10 Prozent besitzen dagegen über 60 Prozent der gesamten Nettovermögen der Deutschen.

Aber was sollte Deutschland mit seinem Geld tun, statt es zu sparen? Die ungleich bessere Option, als das Geld im Ausland anzulegen und zu verzocken wäre, den größten Teil dieser Ersparnis in Deutschland zu investieren. Wenn der deutsche Staat, die Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger das Geld in Bildung, in Innovation und in eine gute Infrastruktur investieren würden, dann würde dies ganz direkt und unmittelbar den Menschen zugutekommen und auch den künftigen Generationen helfen. Investitionen in Deutschland zu steigern, würde die Produktivität verbessern, mehr gute Jobs schaffen, höhere Einkommen ermöglichen, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland langfristig sichern und somit auch den Wohlstand erhöhen.

Wir Deutschen sollten realisieren, dass wir klüger mit unserem Reichtum und unserer Ersparnis umgehen müssen als bisher. Die Handelsüberschüsse Deutschlands sind schlecht, nicht, weil wir zu viel exportieren, sondern weil wir zu wenig in Deutschland investieren und zudem unsere Ersparnisse im Ausland in das Falsche investieren. Nur mit einem Abbau der Handelsüberschüsse und mehr Investitionen in Deutschland kann sowohl die wirtschaftliche Zukunft gesichert werden, als auch mehr Menschen im Land ermöglicht werden, eigene Ersparnisse aufzubauen und damit mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.


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Fri, 17 Feb 2017 03:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552899.de
Wanderungssalden der deutschen Metropolen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552844.de Renaissance oder Decadence der großen Städte?

Nachdem in den 1990er Jahren viel Suburbanisierung stattgefunden hat, ist seit 2001 immer wieder von einer Renaissance der Großstädte die Rede. Ob man davon heute noch ausgehen kann, gilt es zu überprüfen. Im Folgenden werden die Zu- und Auswanderungen in den sieben Metropolen Deutschlands zwischen 1995 und 2014 untersucht. Besonders die letzten zehn Jahre sind durch starke Bevölkerungsbewegungen geprägt.

Der vollständige Artikel von Konstantin A. Kholodilin ist im "Der Landkreis" Ausgabe 1-2/2017 erschienen.


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Thu, 16 Feb 2017 05:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552844.de
Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung "Teilen, tauschen,leihen – Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Umwelt, Soziales" erschienen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552657.de Teaser_VjH_02-2016_Teilen-Tauschen-Leihen.jpg



















Neue Konsumformen, die auf Teilen, Tauschen, Leihen und nicht auf Eigentumserwerb basieren und über digitale Plattformen vermittelt werden, finden zunehmend Eingang in die gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskussion über zukünftigen Wohlstand und Lebensqualität. Einerseits wird ihnen zugesprochen, zur Entkopplung von Wohlstand und Umweltverbrauch, zu einer faireren Wohlstandsverteilung und zur Verbesserung des Gemeinwohls beitragen zu können. Andererseits erwarten Kritiker insbesondere von einem Teil der Modelle, den gewinnorientiert agierenden Vermittlungsplattformen, auch negative Auswirkungen. Der gesellschaftlich erwünschte effiziente und suffiziente Ressourcenverbrauch würde ebenso wenig eintreten wie die faire Verteilung von Ressourcen. Es gäbe sogar schwerwiegende, nichtintendierte Nebenwirkungen. So würden diese Modelle den fairen Wettbewerb aushebeln und gewachsene Märkte durch Unterlaufen oder Missachtung von Marktregularien zerstören. Befürchtet wird zudem, dass durch digitale Netzwerke und Apps für Smartphones die Grenzen zwischen professionellen und amateurhaften Leistungen verwischt werden. Eine solche Entwicklung könnte mit einem Aufweichen oder Aushebeln der bewährten arbeitsmarkt-, einkommens- und steuerpolitischen Regelungen und Standards unserer so-zialen Marktwirtschaft einhergehen. Das vorliegende Heft diskutiert die Konsequenzen der neuen Konsumformen für das Verhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern und die Auswirkungen des Teilens, Tauschens und Leihens auf Konsumgütermärkte, den Arbeitsmarkt und auf die Umwelt.

Inhalt der Ausgabe3/2016:

  • Kornelia Hagen und Jana Rückert-Johns Teilen, tauschen, leihen – Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Umwelt, Soziales
  • Michael Arnold, Ferdinand Pavel und Katharina Weber Arbeiten auf Onlineplattformen: Selbständig oder abhängig?
  • Nora S. Stampfl Arbeiten in der Sharing Economy: Die „Uberisierung“ der Arbeitswelt?
  • Martin Gsell, Bettina Brohmann, Günter Dehoust, Hannah Förster, Friederike Hülsmann und Martin Peter Collaborative Economy: Neue Geschäftsmodelle bedingungslos vorteilhaft?
  • Andreas Hirseland und Florian Engel „Ich meine, das reicht hinten und vorne nicht“ – Ansätze nachhaltigen Wirtschaftens bei Hartz-IV-Beziehenden
  • Georg Reischauer Zum Teilen anregen: Konzeptionelle Überlegungen aus einer Netzwerkperspektive

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 3/2016



Bild: Natalie Oritz / Flickr.com


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Wed, 15 Feb 2017 10:37:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552657.de
Leben in Deutschland - Die neue SOEP-Broschüre zum Online-Lesen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552469.de Wer in kompakter Form wissen möchte, zu welchen Themen mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) geforscht wird und welche Erkenntnisse sich mit den Daten gewinnen lassen, für den ist unsere neue Broschüre "Leben in Deutschland" gedacht. Darin präsentiert das SOEP eine Auswahl der für Gesellschaft und Politik wichtigsten Ergebnisse aus den mehr als 7.000 Publikationen auf Basis der SOEP-Daten. Die Broschüre stellt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt vor, die mit den SOEP-Daten forschen. Auch die wichtigsten Etappen der Geschichte des Sozio-oekonomischen Panels sind Thema des Heftes.

Die Broschüre löst die vor knapp zehn Jahren aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des SOEP erstellte ab und ist jetzt in pdf- und epub-Format online verfügbar, gern können Sie auch ein gedrucktes Exemplar erhalten (Anfragen an soepmail@diw.de).


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Mon, 13 Feb 2017 01:41:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552469.de
Donald Trump paralysiert http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552398.de Dieser Beitrag ist am 10. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

US-Präsident Donald Trump hat bereits in den ersten zwei Wochen seiner Amtszeit für viel Wirbel gesorgt. Die Risiken für die Weltwirtschaft lassen sich unter den drei P zusammenfassen: Populismus, Protektionismus und Paralyse. Dabei sind die ersten beiden eher kurzfristige Gefahren. Die Paralyse, sprich die drohende Lähmung der Wirtschafts- und Sozialpolitik, ist dagegen das größte und gefährlichste Risiko.

Donald Trump geht es weniger um Inhalte als um einen Politikstil, bei dem Demagogie und eine marktfeindliche und illiberale Wirtschafts- und Sozialpolitik im Mittelpunkt stehen. Zudem hat Trump viele Stimmen mit seinen Attacken gegen die politische und wirtschaftliche Elite gewinnen können, gerade bei den Menschen, die wirtschaftlich abgehängt sind oder sich – zu Recht – große Sorgen um ihre Zukunft machen.

Ein solcher Populismus ist Gift für jede Ökonomie, denn er verunsichert. Durch ihn werden die Nachfrage und das Wachstum reduziert und Investitionen und Jobs ins Ausland getrieben. Das Problem: Europa befindet sich nach wie vor in einer tiefen Krise, mit hoher Arbeitslosigkeit und niedrigen Einkommen vor allem in Südeuropa. Trumps Politik könnte dafür sorgen, dass die wirtschaftliche Erholung im Euroraum zum Erliegen kommt. Deutschland befindet sich zurzeit zwar in einer wirtschaftlich guten Lage, würde jedoch unweigerlich mit in den Sog einer erneuten europäischen Krise gezogen.

Zur Verunsicherung gesellt sich Trumps Protektionismus, der auf Isolation, internationale Konfrontation und eine Renationalisierung der Wirtschaftspolitik setzt. Beruhigend ist, dass Donald Trump nur wenige seiner protektionistischen Pläne wird umsetzen können. Denn die Globalisierung von Handel, Investitionen und Finanzmärkten ist so weit fortgeschritten, dass es praktisch keine nationalen Märkte mehr gibt. Die USA wären das größte Opfer einer solchen Politik. Selbst wenn eine Trump-Regierung das nicht erkennen sollte, wird ein mächtiger US-Kongress sie hoffentlich daran hindern. Trotzdem werden mit Trump die weltweiten Währungskonflikte wahrscheinlich zunehmen. Immer mehr Länder könnten der Versuchung erliegen, sich durch gezielte Abwertungen oder Kapitalverkehrskontrollen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Wie akut diese Bedrohung ist, hat selbst Donald Trump verstanden, dessen Wirtschaftsberater Deutschland eine Währungsmanipulation unterstellt. Dies ist zwar falsch und unsinnig, zeigt aber, in welche Richtung dieser Konflikt gehen könnte.

Für Europa wäre eine solche Entwicklung mehr als problematisch: Der europäische Binnenmarkt kann nur durch eine enge Kooperation seiner Mitgliedsländer funktionieren. In den vergangenen Jahren hat bereits eine Renationalisierung der Wirtschaftspolitik eingesetzt und großen Schaden angerichtet. So wird Deutschland von den europäischen Nachbarn für seine riesigen Handelsüberschüsse, seine Austeritätspolitik, für seine Ablehnung der Einlagensicherung der Bankenunion und für seine Angriffe gegen die Geldpolitik der EZB kritisiert – manchmal, aber nicht immer zu Unrecht. Trump könnte diese Debatte verschärfen. Die mögliche Folge: Der Euro und Europa werden zu großen Wahlkampfthemen in Deutschland, bei denen nicht nur die rechtsextremen Parteien versuchen, mit blinder Kritik Stimmen zu gewinnen.

 Kaum ein Land ist so stark von seinen Exporten abhängig wie Deutschland. Fast jeder zweite Job hängt direkt oder indirekt von unseren Ausfuhren ab, von denen fast zwei Drittel nach Europa gehen. Die gemeinsame Währung ist nicht etwa ein Vorwand, um Geld aus Deutschland in andere Länder zu transferieren, sondern sie hält den Kern Europas zusammen und sichert letztlich deutsche Exporte.

Und hier kommen wir zur Paralyse, dem größten Trump-Risiko: Die Globalisierung zwingt uns, die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam zu lösen. Die Umwelt- und Klimapolitik, der Kampf gegen die Steuerflucht, die Regulierung der Finanzmärkte – all dies erfordert eine enge globale Kooperation. Und genau das scheint unter einem US-Präsidenten Donald Trump ein Ding der Unmöglichkeit.

In Europa könnte eine solche globale Lähmung dringend notwendige Wirtschaftsreformen verhindern oder zumindest verzögern. Die Krisenländer Europas haben in den vergangenen Jahren wichtige Reformen angestoßen. Weitere müssen folgen, um neue Jobs zu schaffen, Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben und die hohe soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Nur wenn der Populismus obsiegt, ist das wenig wahrscheinlich.

Nur noch Klientelpolitik

Nehmen wir beispielhaft Deutschland: Fast alle Parteien erklären die AfD zu ihrem wichtigsten politischen Gegner. Und sie versuchen, den Populismus der AfD mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Das ist der größte Fehler, den sie machen können. Denn damit wird nicht nur der AfD Auftrieb gegeben, sondern die Paralyse nur noch verschärft.

So sind Steuersenkungen, Rentenerhöhungen und die Ablehnung von Europa und dem Euro zu den drei dominanten wirtschafts- und sozialpolitischen Themen im aufkeimenden Wahlkampf geworden. Die etablierten Parteien versuchen, mit großen Wahlversprechen Stimmen zu gewinnen. Ihre jeweilige Klientel soll auf Kosten anderer besser gestellt werden. Die wirklichen Probleme – die zunehmende soziale Ungleichheit und geringe Chancengleichheit, die fehlende Teilhabe von immer mehr Menschen in Zeiten der Globalisierung und des technologischen Wandels – werden durch keine dieser Maßnahmen adressiert.

Trumps Ideen erfolgreich zu bekämpfen, erfordert in Wahrheit eine grundlegend andere Wirtschafts- und Sozialpolitik. Mehr Menschen muss über bessere Bildung und Qualifizierung und durch eine gezieltere Arbeits- und Sozialpolitik eine Zukunftsperspektive eröffnet werden. Das müssen die etablierten Parteien endlich begreifen.


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Fri, 10 Feb 2017 01:13:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552398.de
Kohleausstieg: Vorhandene ostdeutsche Braunkohletagebaue reichen bis zum Ausstieg aus – Handlungsbedarf bei langfristiger Finanzierung und Strukturwandel in der Region http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552303.de Simulationen der DIW-EnergieökonomInnen zeigen: Werden die deutschen Klimaschutzziele eingehalten, braucht es keine Braunkohletagebauerweiterungen – Höhe und Insolvenzsicherheit der Rückstellungen für Rekultivierung unsicher – Braunkohleausstieg sollte frühzeitig und sozialverträglich geplant werden.

Will Deutschland seinen Klimaschutzverpflichtungen gerecht werden, muss es sich Schritt für Schritt von der Braunkohleverstromung, der CO2-intensivsten Art der Stromproduktion, verabschieden. Der Ausstieg aus der Braunkohle muss frühzeitig eingeleitet und sorgfältig geplant sein.

Eine Studie von EnergieexpertInnen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, dass die Braunkohlemengen in den bereits genehmigten ost- und mitteldeutschen Tagebauen ausreichen, um eine Stromerzeugung zu ermöglichen im Einklang mit Deutschlands Klimazielen bis zum Jahr 2030.

„Die Aufgabe der Politik, und insbesondere des Landes Brandenburg, ist es, frühzeitig, also am besten schon jetzt, einen Plan für einen sozialverträglichen Kohleausstieg zu erarbeiten“, so DIW-Energieökonomin Claudia Kemfert. „Dort sollte unter anderem festgeschrieben werden, dass man wirklich keine neuen Tagebauerweiterungen erschließt.“


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Thu, 09 Feb 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552303.de
"Man muss sich in Deutschland Schritt für Schritt von der Braunkohle verabschieden": Interview mit Claudia Kemfert http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552309.de Frau Kemfert, welche Rolle spielt die Braunkohle zukünftig für die Energieversorgung Deutschlands?  

Zukünftig wird die Rolle der Braunkohle für die Energieversorgung  in Deutschland abnehmen, weil wir in Deutschland die  Klimaziele erfüllen wollen und eine Energiewende anstreben, die einen Anteil der erneuerbaren Energien von  mindestens 80 Prozent bis 2050 zum Ziel hat. Deshalb  wird der Anteil von Braunkohlestrom in Zukunft deutlich  abnehmen. [...]

Das Interview mit Claudia Kemfert ist aus dem DIW Wochenbericht 6-7/2017. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und Podcast.


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Thu, 09 Feb 2017 09:28:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552309.de
25 Jahre Maastricht: Zeit für ein neues Projekt und bessere Anreizstrukturen: Kommentar von Alexander Kritikos http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552311.de

Auch im neunten Jahr der Wirtschaftskrise ist Griechenland von einer Genesung immer noch weit entfernt. Kein gutes Zeugnis, weder für die griechischen Regierungen, sieben an der Zahl, noch für die EU. Keine der drei wichtigsten Reformen zur Stärkung der Wirtschaft – eine effizientere Verwaltung, ein verlässliches Steuersystem und eine Justizreform zur Beschleunigung von Gerichtsverfahren – steht bis heute so richtig auf der Agenda. Die Tatsache, dass das Offensichtliche kaum angegangen wird, weist auf fehlende Anreize und mangelndes institutionelles Wissen hin.

Griechenland ist aber nur ein Beispiel für ein Grundproblem der EU. Sie steckt ähnlich wie vor 30 Jahren in der Krise. Kern der Krise damals wie heute: Die Integration in den Mitgliedstaaten stagniert. Seit dem Einbruch der Finanzmärkte 2008 driftet die Eurozone auseinander. Und die Rettungsprogramme der EU setzen dieser Entwicklung zu wenig entgegen.

Der vollständige Kommentar von Alexander S. Kritikos im Wochenbericht 6-7/2017

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Thu, 09 Feb 2017 09:26:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552311.de
Sarah Dahmann hat erfolgreich ihre Dissertation verteidigt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552243.de Sarah Dahmann hat im Dezember erfolgreich ihre Dissertation zum Thema "Human Capital Returns to Education - Three Essays on the Causal Effects of Schooling on Skills and Health" an der Freien Universität Berlin verteidigt. Am selben Tag erhielt sie -  zusammen mit 15 anderen Graduierten des  DIW Graduate Center, darunter drei ehemalige SOEP-Mitgliedern (Elisabeth Church (nee Bügelmayer), Adrian Hille und Nina Vogel) - ihr Zertifikat Rahmen der DIW Graduation Ceremony.

Sarah beginnt in Kürze ihre Tätigkeit als Forscherin an der University of Sydney. Wir wünschen ihr alles Gute und einen erfolgreichen Start in Down Under.


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Wed, 08 Feb 2017 09:34:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.552243.de
DIW Berlin lässt seine Geschichte erforschen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551881.de Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) lässt seine Geschichte wissenschaftlich aufarbeiten, im ersten Schritt von der Gründung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1925 als Institut für Konjunkturforschung (IfK) gegründet und 1941 umbenannt, möchte das Institut insbesondere seine Rolle als Institution und die seiner Verantwortlichen in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch beleuchten.


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Fri, 03 Feb 2017 09:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551881.de
Call for papers: Growth and inequality: Challenges for EU economies http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551888.de Euroframe Conference on Economic Policy  Issues in the European Union
Growth and inequality: Challenges for EU economies 
Friday, 9 June 2017, Berlin 

The EUROFRAME group of research institutes (CASE, CPB, DIW, ESRI, ETLA, IfW, NIESR, OFCE, PROMETEIA, WIFO) will hold its fourteenth annual Conference on Economic Policy Issues in the European Union in Berlin on Friday 9 June 2017. The aim of the conference is to provide an economic forum for debate on economic policy issues relevant in the European context.

The Conference will focus on two main challenges: Economic growth and inequality.

Promoting high and socially inclusive growth has been a key issue on the European political agenda since many years. However, economic developments have also affected the distribution of income and wealth, with rising inequalities in a number of EU countries. The EUROFRAME group  welcomes contributions related, but not limited to, the following questions: What is the relationship between economic growth and inequality? What are the effects of international trade, globalization, and structural change on inequality and growth? What are the impacts of structural reforms on growth and inequality? What are the impacts of labour market institutions and financial regulation/deregulation on growth and inequality? What are the effects of fiscal and monetary policies on inequality? Is it politically sustainable to accept more inequality or should inequalities be reduced in the EU and if so, how?

Submission Procedure

Extended abstracts (2 pages) should be submitted by e-mail until 15 February 2017 to euroframe.conference@ofce.sciences-po.fr. Abstracts should contain: paper’s title, authors’ names and affiliations, and contact details of the corresponding author. Paper acceptance or rejection will be notified to corresponding authors by email by end-March. Full papers should be received by 22 May. Selected papers will be published after a reviewing process in a Conference Proceedings – Special issue of the Revue de l’OFCE.

Scientific Committee

Christoph Badelt (WIFO), Marek Dabrowski (CASE), Klaus-Jürgen Gern (IFW), Mathias Klein (DIW Berlin), Markku Kotilainen (ETLA), Kieran McQuinn (ESRI), Gerdien Meijerink (CPB), Paolo Onofri (PROMETEIA), Rebecca Piggott (NIESR), Henri Sterdyniak (OFCE), Catherine Mathieu (OFCE, Scientific Secretary).

Local Organising Committee (DIW Berlin)

Prof. Dr. Kerstin Bernoth, Prof. Dr. Christian Dreger, Mathias Klein

Contacts - Abstract and paper submissions

Catherine Mathieu: catherine.mathieu@ofce.sciences-po.fr, tel.: +33 (0) 1 44 18 54 37

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Fri, 03 Feb 2017 08:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551888.de
Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesetzlichen Rentenversicherung werden kleiner, aber vor allem aufgrund sinkender Rentenanwartschaften von Männern http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551703.de Vergleich der Geburtsjahrgänge zeigt, dass Veränderungen der Erwerbs- und Familienbiografien die Ungleichheit der Anwartschaften zwar reduziert haben, diese jedoch weiterhin groß ist – „Gender Pension Gap“ in Westdeutschland deutlich größer als in Ostdeutschland

Im Jahr 2014 betrug die durchschnittliche monatliche Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) bei den Bestandsrentnern (also denjenigen, die bereits seit mehr als einem Jahr Rente beziehen) in Westdeutschland 994 Euro (Ostdeutschland 1057 Euro) und bei den Bestandsrentnerinnen 576 Euro (Ostdeutschland 818 Euro) – jeweils ohne Hinterbliebenenrente. Daraus ergibt sich eine geschlechtsspezifische Rentenlücke (auch Gender Pension Gap genannt) von 42 Prozent in West- beziehungsweise 23 Prozent in Ostdeutschland zu Lasten der Frauen. Für die in den Jahren 1966 bis 1970 Geborenen wird der Gender Pension Gap voraussichtlich um 15 Prozentpunkte kleiner sein als für die in den Jahren 1936 bis 1945 Geborenen. Dies sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.


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Wed, 01 Feb 2017 09:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551703.de
"Rentenpunkte auf die Erziehungszeiten verringern den Gender Pension Gap nur leicht": Interview mit Christian Westermeier http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551642.de Herr Westermeier, Männer verdienen im Durchschnitt mehr als Frauen und bekommen dementsprechend im Alter auch mehr Rente. Welche Gründe gibt es noch, die diesen sogenannten Gender Pension Gap erklären?

Neben dem Gender Pay Gap, also der Tatsache, dass Frauen weniger verdienen als Männer, wenn sie im selben Beruf tätig sind, arbeiten Frauen auch häufiger in Berufen, die niedriger bezahlt sind, zum Beispiel im Dienstleistungssektor. Zwar ist die Erwerbsquote für Frauen in den letzten Jahren gestiegen, aber dennoch arbeiten sie auch häufiger in Teilzeit als Männer, die über 90 Prozent in Vollzeit arbeiten. Zusätzlich schlagen sich familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und die Kindererziehung in den späteren Rentenzahlungen nieder, auch wenn diese durch die Rentenversicherungen angerechnet werden. [...]

Das Interview mit Christian Westermeier ist aus dem DIW Wochenbericht 5/2017. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und Podcast.


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Wed, 01 Feb 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551642.de
"Diskussionen um die Rente sind sinnvoll, denn sie erhöhen ihre Verlässlichkeit": Kommentar von Gert G. Wagner http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551644.de Die Rente könnte wieder einmal ein Wahlkampfthema werden. Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, wenn ein komplexes Thema, bei dem es kein Richtig oder Falsch gibt, sondern ein Ausgleich zwischen unterschiedlichen Zielen gefunden werden muss, im Wahlkampf diskutiert und verschiedene Optionen zur Abstimmung gestellt werden. Genauso ein Thema ist die Rente. Da geht es zum Beispiel darum, wie hoch einerseits der Beitragssatz maximal sein soll und wie stark andererseits das Rentenniveau sinken kann, ohne dass es zu mehr Altersarmut und schwerer Unzufriedenheit unter den RentnerInnen kommt. Zu den großen Fragen gehört auch, wo einerseits die Altersgrenze liegt, ab der man in Rente gehen kann, und wie viele Versicherte wegen Krankheit (oder gar Tod) diese Grenze nicht erreichen. Daneben gibt es zig Detailfragen, etwa zur betrieblichen Altersvorsorge oder zur Versicherungspflicht von Selbständigen, von denen viele ihre Freiheit bei der Vorsorge nicht aufgeben wollen, aber von der Solidargemeinschaft sozial aufgefangen werden, wenn sie im Alter oder als Erwerbsgeminderte ohne ausreichendes Einkommen und bezahlbaren Krankenversicherungsschutz dastehen. Auch wenn im Wahlkampf Wahlgeschenke drohen, gibt es unter dem Strich also keine Alternative zu politischen Entscheidungen bei der Gestaltung der Altersvorsorge. [...]

Der vollständige Kommentar von Gert G. Wagner in: DIW Wochenbericht 5/2017


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Wed, 01 Feb 2017 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551644.de
Florian Mölders wins the Journal of International Trade and Economic Development Best Paper Prize 2016 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.538310.de Florian Mölders, a DIW Graduate Center alumnus, has received the Journal of International Trade and Economic Development Best Paper Prize 2016 for your article ‘International knowledge spillovers through high-tech imports and R&D of foreign-owned firms’, published in volume 25, issue 4. together with Heike Belitz.


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Wed, 01 Feb 2017 12:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.538310.de
DIW Konjunkturbarometer Januar 2017: Deutsche Wirtschaft durchläuft kräftiges Winterhalbjahr http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551538.de Zum Jahresauftakt signalisiert das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kräftige Zuwachsraten bei der Wirtschaftsleistung. Das Barometer liegt im ersten Vierteljahr bei 110 Punkten, nachdem es bereits für das Schlussquartal des vergangenen Jahres mit 106 Punkten deutlich über der Marke von 100 Punkten liegt, die einen durchschnittlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung anzeigt. „Die deutsche Wirtschaft dürfte sich im Winterhalbjahr ausgesprochen gut schlagen – trotz der erheblichen wirtschaftspolitischen Unsicherheiten, insbesondere mit Blick auf die künftige Ausrichtung der amerikanischen Politik und das EU-Austrittsverfahren des Vereinigten Königreichs“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2016 wohl 0,5 Prozent höher als im Vorquartal ausgefallen sein, und die Zuwachsrate dürfte sich im ersten Quartal 2017 auf 0,6 Prozent beschleunigen.


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Tue, 31 Jan 2017 09:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551538.de
The Natural Rate of Interest II: Empirical Overview http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551089.de The concept of the natural rate of interest (NRI) dates back to Wicksell (1898) and has since then been highly debated in the economic literature. In practice, estimates of the NRI can be employed as a versatile tool for macroeconomic analysis and are a core element within the popular neo-Wicksellian (or New-Keynesian) framework. The real rate gap, i.e. the difference between the actual interest rate and the NRI, provides valuable information about the state of the economy and can help policy makers to adjust the monetary policy stance. However, the NRI cannot be directly observed and has to be calculated from other economic data. While the empirical literature provides various estimation approaches, all of them are subject to serious measurement problems and yield fairly uncertain estimates. This Roundup reviews the advantages and shortcomings of the most popular measurement methods and presents an estimation of the NRI and the real rate gap based on the Laubach and Williams (2003) model. 


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Mon, 30 Jan 2017 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.551089.de