Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Kathleen Ngangoué has successfully defended her dissertation http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562302.de Kathleen Ngangoue, who works at the Competition and Consumers department, has successfully defended her dissertation at the Humboldt University Berlin.

The dissertation with the title "Decision-Making in Markets" was supervised by Prof. Georg Weizsäcker, Ph.D. (DIW Berlin, Humboldt University Berlin) and Prof. Antonio Guarino, Ph.D. (University College London).

We congratulate Kathleen on her success and wish her all the best for her future career.


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Fri, 21 Jul 2017 10:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562302.de
Unionsparteien und SPD werden sich in der Struktur ihrer Wählerschaft immer ähnlicher http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562071.de Nichtwählende haben kaum vom Einkommenswachstum der letzten 15 Jahre profitiert – Zufriedenheit mit der eigenen materiellen Lage ist an den politischen Rändern am geringsten

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zusammensetzung der Wählerschaft der Parteien in Deutschland zum Teil erheblich gewandelt. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer aktuellen Studie. „Die Alterung der Gesellschaft und der Wandel der Arbeitswelt wirken sich auch auf die Wählerpräferenzen aus, sodass manch altes Muster wie etwa das von der SPD als klassischer Arbeiterpartei verblasst ist“, sagt DIW-Forschungsdirektor Alexander Kritikos. „Die Wählerschaften von Union und SPD ähneln sich dagegen immer mehr.“


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Wed, 19 Jul 2017 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562071.de
Die Wählerstrukturen der beiden Volksparteien nähern sich einander an: Interview mit Alexander S. Kritikos http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562070.de Herr Kritikos, stimmen die alten Klischees noch, zum Beispiel, dass die SPD vornehmlich von Arbeiterinnen und Arbeitern, die FDP von den Besserverdienenden oder Bündnis90/Die Grünen von jungen Alternativen gewählt wird?

Ich denke, diese Klischees stimmen kaum. Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Wählerschaft dieser Parteien sind, über die letzten 15 Jahre betrachtet, zum Teil erheblich. Bei den Grünen ist die Wählerschaft zusammen mit ihrer Partei älter geworden. Bei der SPD kann man nicht mehr sagen, dass sie eine Arbeiterpartei ist. Zwar ist der Anteil der Arbeiterinnen und Arbeitern unter allen Arbeitskräften enorm zurückgegangen, aber wir sehen bei der SPD einen überproportionalen Rückgang bei dieser Berufsgruppe. Bei der FDP stimmt dieses eine Klischee noch am ehesten. Hier gibt es überproportional viele Menschen, die mehr als der Median, also die Mitte der Bevölkerung, verdient. Es gilt aber gleichzeitig, dass das Einkommen auch dieser Wählerschaft relativ breit gestreut ist. [...]

Das Interview mit Alexander S. Kritikos ist aus dem DIW Wochenbericht 29/2017. Hier gibt es das komplette Interview als PDF-Dokument und als Podcast


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Wed, 19 Jul 2017 09:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562070.de
EU-Kartellstrafe: Was bedeutet der Fall Google? Kommentar von Tomaso Duso und Hannes Ullrich http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562068.de Nach sieben Jahren und viel Gemunkel ist es raus: Google muss knapp 2,4 Milliarden Euro Strafe wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung im Markt für Internet-Suchmaschinen bezahlen. Dies ist die bei weitem höchste Strafe in der Geschichte des EU-Kartellrechts. Sofort wurde die Entscheidung gefeiert und kritisiert zugleich.

Worum geht es? 2010 leitete die EU-Kommission ein Verfahren gegen Google ein, das sein Angebot Google Shopping an der Spitze seiner Suchergebnisse platzierte. Zentrales Argument war die Tatsache, dass Google seinen Algorithmus, der die Rangfolge von Suchergebnissen nach Relevanz festlegt, nicht für Google Shopping benutzte. Als Konsequenz sollen Wettbewerber und Verbraucher benachteiligt und geschädigt worden sein. Obwohl die Details noch nicht veröffentlicht sind, können die bereits bekannten Kernelemente der Entscheidung unter die Lupe genommen werden. [...]

Der vollständige Kommentar von Tomaso Duso und Hannes Ullrich im: DIW Wochenbericht 29/2017


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Wed, 19 Jul 2017 09:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562068.de
Anteil von Frauen in Führungspositionen nimmt nur noch langsam zu, Gleichstellung liegt in weiter Ferne http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562048.de „Führungskräfte-Monitor 2017“ gibt umfassenden Einblick in das Leben von Führungskräften – Große Unterschiede beim Frauenanteil zwischen Ost- und Westdeutschland – Gender Pay Gap bei Führungspositionen ist mit durchschnittlich 23 Prozent nach wie vor erheblich

Der Anteil von Frauen unter den angestellten Führungskräften in Privatunternehmen ist in den Jahren 1995 bis 2015 um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Das geht aus dem neuen „Führungskräfte-Monitor 2017“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, der erstmals einen Zeitraum von 20 Jahren abdeckt und somit auch langfristige Entwicklungen aufzeigt. Der Führungskräfte-Monitor betrachtet dabei Führungspositionen in einem weiten Sinne: Einbezogen werden nicht nur VorständInnen und AufsichtsrätInnen, sondern auch niedrigere Führungsebenen und allgemein Angestellte, die hochqualifizierte Tätigkeiten ausüben.


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Tue, 18 Jul 2017 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.562048.de
Gutachten veröffentlicht - Personalisierung von Preisen und Produkten: Gut oder schlecht für VerbraucherInnen? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561171.de Mit dem Einzug digitaler Technologien in alle Lebensbereiche ist es heute schon möglich, Preise, Produkte und Dienstleistungen in einem erheblich höheren Ausmaß als bisher zu personalisieren. So können Unternehmen auf Basis der Analyse von Massendaten (Big Data) die Zahlungsbereitschaft von KundInnen sehr viel präziser schätzen. Webseiten können auf Basis von Persönlichkeitsprofilen so variiert werden, dass die Kaufwahrscheinlichkeit der Website-BesucherInnen steigt. Ist diese Entwicklung – wohlfahrtsökonomisch gesehen – gut oder schlecht für die VerbraucherInnen?

Diese Frage steht im Zentrum eines Gutachtens des DIW Berlin für die Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel "Wohlfahrts- und Verteilungswirkungen personalisierter Preise und Produkte". Für die Metastudie wertete die Autorin, Dr. Nicola Jentzsch (Abteilung Wettbewerb und Verbraucher), über 50 theoretische und empirische Papiere (Labor- und Feldstudien) sowie Umfragen unter VerbraucherInnen aus.

Eines der Hauptresultate der Studie ist, dass Unternehmen im Monopol wie auch im Wettbewerb einen Anreiz zur Personalisierung haben. Im Wettbewerb stellen sie sich aber nicht unbedingt besser – in gewissen Fällen wird dieser sogar intensiviert. Davon profitieren die VerbraucherInnen. Diese theoretischen Ergebnisse werden weitgehend durch empirische Laborstudien bestätigt. Im Feld sind dagegen bislang nur vereinzelt Untersuchungen durchgeführt worden. Diese zeigen ein geringes Ausmaß der Personalisierung von Preisen. Viele Firmen befinden sich derzeit noch in der Orientierungsphase in welchem Ausmaß Personalisierung tatsächlich eingeführt werden kann, ohne verärgerte Kundenreaktionen hervorzurufen. Insgesamt kann Personalisierung also weder für Unternehmen noch für VerbraucherInnen durchweg positiv oder durchweg negativ bewertet werden – die Vor- und Nachteile hängen ganz von den Umständen ab. Es wäre allerdings von Vorteil, künftig sicherzustellen, dass VerbraucherInnen und Unternehmen gleichermaßen von den neuen Möglichkeiten der Informationsauswertung profitieren.

Download: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/13457-20170704.pdf


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Wed, 12 Jul 2017 03:11:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561171.de
Julia Rechlitz granted Heinrich Böll Foundation Scholarship http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561582.de Julia Rechlitz has been granted a scholarship from the Heinrich Böll Foundation from August 2017 on.

The dean of the GC, Prof. Weizsäcker, congratulates her on her success!


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Wed, 12 Jul 2017 01:43:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561582.de
Neue Eigenkapitalregeln könnten einige europäische Banken in Bedrängnis bringen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561525.de DIW-Studie: Von der Bankenaufsicht angedachten verschärften Eigenkapitalvorschriften für Staatsanleihen würden weitreichende Folgen haben - Vor allem für Italien könnten die neuen Richtlinien zur weiteren Belastung werden

Italienische Banken würden die größte Summe an zusätzlichem Eigenkapital brauchen, wenn die internationale Bankenaufsicht ihre Pläne verwirklicht und das Eigenkapitalprivileg für EU-Staatsanleihen entfällt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).


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Wed, 12 Jul 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561525.de
Eine Eigenkapitalunterlegung nur für Neukäufe von Staatsanleihen könnte sinnvoll sein: Interview mit Dorothea Schäfer http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561528.de Frau Schäfer, seit dem Jahr 2013 verhandelt der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht ein Reformpaket Basel III. Inwiefern herrscht Einigkeit bei der Erhöhung der Eigenkapitalforderungen für EU-Staatsanleihen, die bislang zu 100 Prozent mit Fremdkapital finanziert werden können?

Es herrscht wohl Einigkeit darüber, dass man in Zukunft Eigenkapitalanforderungen für EU-Staatsanleihen einführen will. Über die Details ist bislang nichts bekannt geworden. [...]

Das Interview mit Dorothea Schäfer ist aus dem DIW Wochenbericht 28/2017. Hier gibt es das komplette Interview als PDF-Dokument und als Podcast


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Wed, 12 Jul 2017 08:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561528.de
Nachhaltiges Entwicklungsziel Trinkwasser: Faire Gestaltung der Grundversorgung durch Blocktarife http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561542.de Beim Hamburger G20-Gipfel im Juli 2017 standen unter anderem die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im Mittelpunkt – auch im Bereich Wasser: Trotz Fortschritten haben bis heute weltweit circa 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu einer adäquaten Trinkwasserversorgung. Ein verbreitetes Instrument zur Förderung der Trinkwasserversorgung ärmerer Bevölkerungsschichten sind steigende Blocktarife, bei denen der Preis des Wassers mit der konsumierten Menge stufenweise ansteigt. Hierbei wird durch einen sehr günstigen ersten Block die Trinkwasserversorgung der ärmeren Bevölkerung sichergestellt. Diese Tarifbildung gilt in neoklassischen Theorieansätzen jedoch oftmals als ineffizient und es wird von ihrer Anwendung abgeraten. Aus verhaltensökonomischer Perspektive weisen diese Tarife jedoch einige Vorteile auf, wie dieser Bericht zeigt. Neben ihrer leichteren Umsetzbarkeit entsprechen sie vor allem eher einem in der Öffentlichkeit verbreiteten Verständnis von Fairness: Ärmere Bevölkerungsschichten sollen weniger für lebenswichtige Güter bezahlen. [...]

Der vollständige Bericht von Christian von Hirschhausen, Maya Flekstad, Georg Meran und Greta Sundermann: DIW Wochenbericht 28/2017


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Wed, 12 Jul 2017 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561542.de
Altersarmut – das Risiko nimmt zu, es gilt gezielt gegenzusteuern! http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561514.de Dieser Beitrag von Johannes Geyer ist am 11. Juli 2017 bei Huffington Post Deutschland erschienen.

Über Altersarmut wird in Deutschland seit Jahren kontrovers diskutiert. In unregelmäßigen Abständen wurden in den letzten Jahren Abschätzungen zur Entwicklung der Altersarmut veröffentlicht. Dabei ist klar, dass Altersarmut eine besondere sozialpolitische Herausforderung darstellt: Arme ältere Menschen sind einem hohen Risiko ausgesetzt, dauerhaft arm zu bleiben.

In der Debatte wird insbesondere radikal negativen Prognosen viel Aufmerksamkeit zuteil. Dass Meldungen wie „Jedem zweiten Neurentner droht 2030 die Altersarmut" (z. B. vom WDR 2016 verbreitet und jüngst wiederholt durch ver.di) in der Öffentlichkeit überhaupt ernst genommen werden, zeigt, wie groß die Verunsicherung hinsichtlich der Einkommenssicherung im Alter ist; der gut begründeten Kritik an den Methoden der Berechnungen wurde jedenfalls weniger Aufmerksamkeit geschenkt.

Wenn man die üblichen Methoden zur Messung der Altersarmut verwendet, also Inanspruchnahme der Grundsicherung oder die sogenannte Armutsrisikoquote, dann gibt es zwar begründete Erwartungen, dass die Armut unter älteren Menschen zunehmen wird, aber eben nicht in dem skizzierten extremen Ausmaß.

Der Fehlschluss der genannten apokalyptischen Studien liegt darin, dass von der heutigen Verteilung der individuellen Bruttoeinkommen auf die Rente geschlossen wird.

Gegen dieses Vorgehen sprechen zwei Dinge: Erstens verändert sich die Einkommensposition im Lebensverlauf und zweitens muss das Armutsrisiko im Haushaltszusammenhang betrachtet werden. Es ist beispielsweise schon heute so, dass viele Altersrenten unterhalb des Grundsicherungsniveaus liegen. Gleichzeitig gelten die meisten dieser Menschen nicht als arm, da sie über andere eigene Einkommen oder Einkommen von ihrem Partner verfügen.

Erhöhtes Armutsrisiko

Im Juni 2017 wurden zwei weitere Studien zum Thema Altersarmut veröffentlicht, die versucht haben, die Altersarmut im Haushaltskontext abzuschätzen (durch die Bertelsmann Stiftung – hier war auch der Autor dieses Textes beteiligt – und durch das Deutsche Institut für Altersvorsorge).

Bei allen Unterschieden im Detail kommen die beiden Studien in der Tendenz zu durchaus vergleichbaren Ergebnissen. Beide Studien prognostizieren einen Anstieg der durchschnittlichen Armutsrisikoquote bis in die 2030er Jahre um gut 10 bis 20% auf etwa 20 Prozentpunkte.

Allerdings zeigt sich in beiden Studien, dass es ganz konkrete Gruppen gibt, die in der Zukunft einem stark erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt sind: Ostdeutsche, die von der schlechten Arbeitsmarktsituation nach der Wende betroffen waren, geringqualifizierte Personen, Langzeitarbeitslose, alleinstehende Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit einer Erwerbsminderung, die also aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr arbeiten können. Als weitere gefährdete Gruppe werden versicherungsfreie Solo-Selbständige mit geringen Einkünften genannt.

Dass sich das Altersarmutsrisiko in diesen Gruppen stark erhöht, ist nicht überraschend. Die Einkommens- und Vermögensposition im Alter ist Ergebnis des vorherigen Erwerbslebens und wird maßgeblich durch die Ansprüche an die gesetzlichen Alterssicherungssysteme bestimmt.

Daneben sind auch die betriebliche und die private Alterssicherung relevant. Für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung spielt auch das Einkommen der sonstigen Haushaltsmitglieder eine wesentliche Rolle bei der Einkommenssicherung. Was sind also die zentralen Ursachen für die erwartete Zunahme der Altersarmut?

Ursachen für die Zunahme von Altersarmut

Ein wichtiger Faktor sind die Änderungen der Erwerbsbiografien jüngerer Geburtsjahrgänge. Wir beobachten eine Zunahme unsteter Erwerbsbiografien, ein Anwachsen des Niedriglohnsektors und eine Zunahme der versicherungsfreien Beschäftigung mit geringem Entgelt.

Wichtig ist auch die hohe und lang anhaltende Arbeitslosigkeit in der ehemaligen DDR, die erst in den letzten Jahren abgebaut werden konnte. Ob solche Phasen am Ende des Erwerbslebens zu niedrigen Alterseinkommen führen, hängt davon, ob es den Menschen gelingt, diese Brüche auszugleichen.

Gerade für gering qualifizierte Menschen ist dies in den letzten Jahrzehnten immer schwieriger geworden. Ein weiterer Aspekt sind die veränderten Haushaltsstrukturen: Die Zunahme von alleinlebenden Menschen erhöht tendenziell das Armutsrisiko.

Der zweite Faktor, der für eine Zunahme der Altersarmut spricht, sind die Rentenreformen der letzten zwanzig Jahre. Mit wenigen Ausnahmen – z. B. bei den Leistungen für Kindererziehungszeiten – zielten sie auf eine Reduktion des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente, um den Beitragssatz zu stabilisieren. Prominent wird zurzeit die Senkung des Rentenniveaus durch den Nachhaltigkeitsfaktor diskutiert.

Aber es gab auch andere Reformen im Leistungsrecht, die das Sicherungsniveau gesenkt haben. Zum Ausgleich wurde die freiwillige private und betriebliche Altersvorsorge ausgebaut und staatlich gefördert. Hier gab es zwar gewisse Mobilisierungseffekte, aber der Verbreitungsgrad in den unteren Einkommensgruppen ist unterdurchschnittlich; dazu kommt, dass viele Riester-Verträge überhaupt nicht mehr bespart werden.

Altersarmut vorbeugen

In Kombination mit den Änderungen am Arbeitsmarkt vermehren sich für bestimmte Gruppen die Einkommensrisiken im Alter. Das zeigt sich exemplarisch am Beispiel des Mindestlohnes im Kontext der Absenkung des Rentenniveaus. Seit Januar 2017 liegt er bei 8,84 Euro. Eine Vollzeit arbeitende, alleinlebende Person kann mit dem Mindestlohn mit großer Wahrscheinlichkeit Bedürftigkeit, also Hartz IV, vermeiden.

Der Lohn müsste aber schon heute deutlich höher liegen, um auch im Alter nach 45 Jahren Erwerbstätigkeit mit den Ansprüchen an die Rentenversicherung die Grundsicherungsschwelle zu überwinden – eher bei ca. 11 Euro. Bei einem sinkenden Rentenniveau in der Zukunft würde ein entsprechend höherer Stundenlohn nötig sein.

Würde die Person zusätzlich riestern, könnte sie vermutlich auch beim gegenwärtigen Niveau des Mindestlohns etwa das Niveau der Grundsicherung im Alter erreichen – allerdings ist es zweifelhaft, ob es gerade diesen Geringverdienern gelingt, regelmäßig in erforderlicher Höhe zu sparen.

Wenn man das Risiko der Altersarmut reduzieren will, dann gibt es drei Felder, in denen man ansetzen könnte: Erstens gilt es, während des Erwerbslebens dem Risiko der Altersarmut vorzubeugen. Also beispielsweise verbesserte Chancen am Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose und gering qualifizierte Personen.

Zweitens gilt es, im Rentenrecht zu überlegen, wie mit versicherungsfreier Beschäftigung insbesondere bei Selbständigen umgegangen wird. Ob dies in Form der Pflichtversicherung oder in einer Pflicht zum Nachweis einer Versicherung umgesetzt wird, müsste geprüft werden.

Drittens gibt es bei Menschen, die schon älter sind und ein hohes Armutsrisiko aufweisen, nur noch die Möglichkeit, durch umverteilende Maßnahmen deren Einkommenssituation zu verbessern. So könnte die Grundsicherung oder auch der Freibetrag für andere Einkommen und Vermögen angehoben werden.


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Tue, 11 Jul 2017 03:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561514.de
Stefan Seifert and Marica Valente receive Prize and Research Scholarship from the AAWE http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561529.de Stefan Seifert and Marica Valente have been granted a research scholarship from the American Association of Economists (AAWE), as well as receiving a prize for their paper "An offer that you can’t refuse? Agrimafias and Migrant Labor on Vineyards in Southern Italy." Both were presented at the annual AAWE conference in Pedua, Italy.

The dean of the GC, Prof. Weizsäcker, congratulates them on their success!


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Tue, 11 Jul 2017 02:46:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561529.de
Abteilung Bildung und Familie stellt Wissenschaft zwei neue Datensätze zu Kita-Qualität und zur Ausbildungs- und Studienentscheidung von Studienberechtigten zur Verfügung http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561076.de Data Documentations finden Sie hier:

http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.561179.de/diw_datadoc_2017-090.pdf

http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.561222.de/diw_datadoc_2017-091.pdf


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Thu, 06 Jul 2017 10:53:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561076.de
Menschen in den oberen Einkommensschichten sind zunehmend in regulären Arbeitsverhältnissen, in den unteren Schichten verbreiteten sich seit 1995 atypische Erwerbsformen zu Lasten der Nicht-Erwerbstätigkeit http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561006.de DIW Berlin untersucht Entwicklung der Einkommensschichtung im Zusammenspiel mit Entwicklung der Erwerbsformen – Anteil der Bevölkerung in Deutschland mit mittlerem Einkommen ist zwischen 1995 und 2015 gesunken, Anteil der Armutsbedrohten und der Reichen hat zugenommen – In unteren Einkommensschichten sind niedrig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse mehr verbreitet als noch vor 20 Jahren, in oberen Schichten haben mehr Menschen reguläre Stellen 

Nicht alle in Deutschland haben vom Beschäftigungsboom der letzten Jahre gleich profitiert. Trotz deutlichem Rückgang der Arbeitslosigkeit sind die Einkommen heute ungleicher verteilt als noch vor 20 Jahren, was im Wesentlichen an einer Zunahme der Ungleichheit bis zum Jahr 2005 liegt. Zudem sind in unteren Einkommensschichten Niedriglöhne weiter verbreitet als früher, während reguläre Arbeitsverhältnisse in den oberen Einkommensschichten häufiger sind als vor 20 Jahren. Das sind die Kernergebnisse einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die frühere Analysen des DIW Berlin und anderer Forscher aufgreift und verfeinert.

Auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) haben die Autoren Peter Krause, Christian Franz und Marcel Fratzscher die Entwicklung der Einkommensverteilung sowie der Erwerbsformen der Menschen in Deutschland zwischen 1995 und 2015 untersucht. Die Verknüpfung der Einkommens- und Erwerbsbetrachtung erlaubt es, Verschiebungen der Erwerbsformen innerhalb der Einkommensgruppen zu identifizieren. Hierbei wurde sehr feinmaschig mit 15 verschiedenen Erwerbsformen gearbeitet. Eine Besonderheit der Studie ist auch, dass sie die gesamte Bevölkerung betrachtet, und nicht, wie in Bezug auf Erwerbsformen oft der Fall, nur 25- bis 64-Jährige.


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Wed, 05 Jul 2017 10:22:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561006.de
In Deutschland werden zwischen 2012 und 2027 bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt werden, gut ein Viertel mehr als bisher angenommen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560993.de DIW-Studie schätzt Erbvolumen für einen Zeitraum von 15 Jahren unter Berücksichtigung von regelmäßigem Sparen und wahrscheinlichen Wertänderungen

Bisherige Studien und Schätzungen zum Erbvolumen in Deutschland berücksichtigen weder Wertänderungen des Vermögens noch das regelmäßige Sparen der Erblasserinnen und Erblasser. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung bezieht diese Elemente ein und kommt zu dem Ergebnis, dass in einem Zeitraum von 15 Jahren (2012 bis 2027) vermutlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr vererbt und verschenkt werden könnten. Das ist über ein Viertel mehr als bislang in entsprechenden Studien angenommen wurde.

Für die Studie wurde als Basisszenario der Vermögensbestand der über 70-Jährigen im Jahr 2012 betrachtet, ausgehend von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Aus diesem Szenario ergibt sich ein potentielles Erbvolumen von 87 Milliarden Euro pro Jahr für die nächsten 15 Jahre. Unter Berücksichtigung regelmäßigen Sparens, das nach Einkommenssituation der Betroffenen variiert – die Wohlhabendsten sparen mehr als die, die wenig Einkommen zur Verfügung haben – und einer angenommenen Wertsteigerung des Vermögens von jährlich zwei Prozent, erhöht sich dieses Volumen bis 2027 um 28 Prozent auf 112 Milliarden Euro pro Jahr. Hochgerechnet auf die ganze Bevölkerung – denn es vererben und verschenken nicht nur über 70-Jährige – ergibt sich, basierend auf existierende Schätzungen, ein Erbvolumen von bis zu 400 Milliarden pro Jahr.


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Wed, 05 Jul 2017 09:44:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560993.de
„Reguläre Arbeitsverhältnisse haben weiterhin eine hohe Bedeutung“: Interview mit Peter Krause und Christian Franz http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561001.de Herr Krause, Sie haben die Schichtung der Einkommen in Deutschland untersucht. Was war die Zielsetzung dieser Untersuchung?

Peter Krause: Zielsetzung dieser Untersuchung war, zwei Diskussionsstränge zusammenzubringen. Der eine Diskussionsstrang beschäftigt sich mit der langfristigen Entwicklung der Ungleichheit bei der Verteilung der Haushaltseinkommen, der andere mit Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung. Bis Mitte der 2000er Jahre gab es bei den verfügbaren Haushaltseinkommen eine zunehmende Ungleichheit, die seitdem auf dem erhöhten Niveau stagnierte. Gleichzeitig sehen wir bei der Erwerbsbeteiligung einen starken Zuwachs. Es sind viel mehr Menschen in Arbeit als vorher. Die Frage ist dabei: Wie haben sich die Erwerbsformen in den jeweiligen Einkommensschichten verändert? [...]

Das Interview mit Peter Krause und Christian Franz ist aus dem DIW Wochenbericht 27/2017


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Wed, 05 Jul 2017 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561001.de
Wer im Glashaus sitzt ... : Kommentar von Dorothea Schäfer http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561009.de Zwei von der EZB beaufsichtigte italienische Banken, die Veneto Banca und die Banca Popolare di Vicenza, werden zerschlagen. Die „guten“ Teile gehen für einen symbolischen Euro an die Großbank Intesa Sanpaolo. Die Verlustbringer kommen in eine Bad Bank. Der Rettungsfonds der italienischen Banken Atlante hat nach dem Stresstest 2014 mehrere Milliarden Euro Eigenkapital in die beiden Banken eingeschossen. Mit der Abwicklung verliert der Fonds, wie die anderen Aktionäre auch, seine Anteile. Zusätzlich werden die Besitzer von nachrangigen Bankanleihen herangezogen. Zum vollständigen Bail-In fehlen die vorrangigen Anleihebesitzer und die Einleger mit mehr als 100.000 Euro auf den Konten. Von letzteren dürfte es allerdings ohnehin nicht allzu viele geben. Die meisten Privatanleger haben wohl ihre Gelder  längst über mehrere Banken gestreut, wenn sie denn in der glücklichen Position sind, mehr als die Summe zu besitzen, die pro Bank durch die Einlagensicherung abgesichert ist.

Beide Krisenbanken wurden 2014 als „bedeutend“ eingestuft und stehen seither unter EZB-Aufsicht. Trotzdem wird der Europäische Abwicklungsfonds nicht tätig. Stattdessen werden die Banken unter Anwendung nationaler Insolvenzregeln und unter massiver staatlicher Verlustübernahme abgewickelt. Das ist ein klarer Verstoß gegen den Geist der europäischen Bail-In-Regeln.

Der vollständige Kommentar von Dorothea Schäfer im Wochenbericht 27/2017 


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Wed, 05 Jul 2017 08:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561009.de
Die Wohlstands-Gefährder http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560939.de Populisten setzen auf Abschottung - das verhindert eine Verteilungspolitik, von der alle profitieren.

Seit Trumps Wahlsieg wurde es oft wiederholt: Seine Wählerschaft setze sich mehrheitlich aus den "Verlierern der Globalisierung" zusammen, Menschen also, deren Löhne seit Jahren stagnierten und die kaum mehr von ihrer Hände Arbeit leben könnten. Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird über die Stagnation der Löhne in der unteren Hälfte der Verteilung diskutiert. Denn seit zwei Jahrzehnten sind die Lohnzuwächse ungleich verteilt - das belegen Studien.

Angelockt wurden die Wähler in den USA mit Aussagen, wonach Einwanderung, Globalisierung und Klimaschutz der Ursprung allen Übels sei. Auch in Europa gehen populistische Bewegungen mit solchen Behauptungen auf Stimmenfang. Die Populisten kommen aus allen politischen Richtungen. Es geht nicht mehr um "rechts" gegen "links", sondern um "offen" versus "geschlossen": offene Grenzen, Offenheit für Innovation und für Freihandel, offene Arbeits- und Kapitalströme. Oder eben geschlossen.

Die US-Regierung hat sich für "Schließen" entschieden und will die amerikanische Schifffahrts-, Stahl- und sogar die Kohleindustrie wiederbeleben. Wie teuer und wenig wirkungsvoll solche rückwärtsgewandten und über staatliche Subventionen finanzierten Politikmaßnahmen sind, wissen wir in Deutschland zur Genüge. Im Ruhrgebiet hat man vor 30 Jahren vergeblich versucht, mittels Subventionen das Rad des Strukturwandels aufzuhalten und die Montanindustrie künstlich am Leben zu erhalten. Produktionsprozesse, die in kostengünstigere Länder verlagert wurden, wird man nur verbunden mit geringerer Produktqualität, höheren Preisen und ausufernden Staatsausgaben zurückholen können. Länder, die eine solche Politik verfolgen, werden erhebliche Wohlstandsverluste erleiden. Ob Regierende ihre Versprechen an die "Verlierer der Globalisierung" so halten können, ist mehr als fraglich.

Aus dem Silicon Valley kommt ein anderer Vorschlag: Roboter zu besteuern, die Menschen Arbeitsplätze "wegnehmen". Die Steuereinnahmen sollen ein bedingungsloses Grundeinkommen für diejenigen finanzieren, die aufgrund der Roboter ohne Arbeit sind. Klingt wie ein Perpetuum Mobile. Eine ähnliche "Maschinensteuer" wurde vor Jahrzehnten diskutiert; aber so werden lediglich Kapitalkosten erhöht und der technologische Fortschritt verlangsamt, mit negativen Folgen für die Produktivität, die Reallöhne, die Investitionstätigkeit und auch für die Beschäftigung.

Wissen muss sich noch besser über Grenzen hinweg verbreiten können


Für den sozialen Frieden und die Stabilität in einem Land ist es entscheidend, dass alle am zunehmenden Wohlstand teilhaben. Die zentrale Frage ist also, warum nicht jeder von den Chancen der Globalisierung profitiert. Es fällt auf, dass trotz vieler grundlegender Innovationen das Wirtschaftswachstum in den vergangenen 20 Jahren überraschend schwach verlaufen ist. Der Grund: Während global agierende Firmen auf der Basis der Innovationen ein robustes Produktivitätswachstum verzeichnen, hat sich die Kluft zwischen den Weltmarktführern und anderen Firmen erhöht. Das liegt daran, dass der Wissenstransfer von diesen Weltmarktführern zu anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) nur noch schlecht funktioniert. Gleichzeitig investieren diese KMUs immer weniger in Forschung und Entwicklung, um eigenes Wissen zu generieren.

Es sind also nicht Innovationen per se, die das gegenwärtige Wirtschaftswachstum so schwach und das Einkommenswachstum so ungleich machen. Es ist der ungleich verteilte Zugang zu Innovationen und der verlangsamte Prozess der Verbreitung von Innovationen von Innovationsführern zu anderen Firmen. Folgt man den Populisten und schließt seine Grenzen, so wird sich die Verbreitung von Innovationen zusätzlich verlangsamen, mit negativen Folgen für Wachstum und Löhne.

Offenheit ist also essenziell für ein höheres Wirtschaftswachstum. Wissen, die Grundvoraussetzung für Innovationen, muss sich besser über Grenzen hinweg und zwischen Innovationsführern und kleineren Firmen verbreiten, sodass mehr Menschen an einer dann stärker wachsenden Wirtschaft teilnehmen können. Was heißt das für die Politik? In Deutschland wollen nahezu alle demokratischen Parteien mit Innovation punkten. Für einen besser funktionierenden "Markt der Ideen" müssen sie also die Verbreitung von Wissen und Innovation mehr fördern, und nicht nur Innovationen per se. Auf Unternehmensseite etwa, indem KMUs besseren Zugang als bisher zu den Ergebnissen staatlich geförderter Forschung und Entwicklung (F&E) bekommen. Auch benötigen Mittelständler stärkere Anreize für private Investitionen in F&E, sie fallen dort seit Jahren gegenüber Großunternehmen zurück. Ebenso muss man über Reformen zum Schutz des geistigen Eigentums nachdenken, aber in die Richtung, dass der Wissenstransfer eher gewährleistet wird.

Es müssen auch mehr Netzwerke zwischen Universitäten, Forschungsinstituten und Start-ups ausgebaut werden, sodass aus Forschungsergebnissen neue, schnell wachsende Unternehmen und damit zusätzliche Arbeitsplätze entstehen können, ein Schwachpunkt in Deutschland und Europa. Dafür brauchen kleinere Unternehmen nach wie vor auch einen besseren Zugang zu Risikokapital.

Auf Seite der Beschäftigten stehen drei Maßnahmen an: Zum einen mehr Gewinnbeteiligung, gerade für Beschäftigte, deren Löhne im unteren Bereich der Einkommensverteilung liegen, um diese Menschen an positiver wirtschaftlicher Entwicklung teilhaben zu lassen. Zum anderen muss der Zugang zu Wissen verbessert werden. Die derzeit Beschäftigten benötigen Zugang zu neuen Formen der Weiterbildung, die auf ihren Bedarf zugeschnitten sind und ihnen bessere Jobperspektiven eröffnen. Für die zukünftig Beschäftigten muss Deutschland daran arbeiten, die Quote von mehr als zehn Prozent aller Arbeitskräfte ohne Berufsabschluss im Arbeitsmarkt zu senken. Berufsrelevantes praktisches Wissen wird immer nötiger werden. Dafür bedarf es einer Ausbildungsstrategie, die bereits in der Schule ansetzt.

Gelingt es mit diesem Politikmix, die Produktivität eben nicht nur bei den globalen Weltmarktführern zu erhöhen, so resultieren daraus eine verbesserte Spezialisierung, ein stärkeres Wirtschaftswachstum, aber auch mehr und besser bezahlte Jobs, auch für Menschen, die sich derzeit abgehängt fühlen.

Der Wohlstand muss in Zukunft besser aufgeteilt werden. Hierfür lohnt es, nicht erst bei einer nachträglichen Umverteilung anzusetzen, sondern viel früher, nämlich bei einem besseren Zugang zu Wissen und Innovationen.

Dieser Beitrag von Alexander S. Kritikos ist am 3. Juli 2017 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.


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Tue, 04 Jul 2017 12:36:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560939.de
Michael Hachula has successfully defended his dissertation http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560829.de Michael Hachula, who works at the department of Forecasting and Economic Policy, has successfully defended his dissertation at the Freie Universität Berlin.

The dissertation with the title "Essays on Unconventional Monetary Policy, Inflation Expectations, and Commodity Prices" was supervised by Prof. Dr. Dieter Nautz (Freie Universität Berlin) and Dr. Christian J. Offermanns (Deutsche Bundesbank).

We congratulate Michael on his success and wish him all the best for his future career.


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Fri, 30 Jun 2017 02:56:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560829.de
Benjamin Beckers has successfully defended his dissertation http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560822.de Benjamin Beckers, who works at the Macroeconomics department, has successfully defended his dissertation at the Freie Universität Berlin.

The dissertation with the title "Booms and Busts in Asset Prices: Risk Modeling, Bubble Detection, and the Role of Monetary Policy" was supervised by Prof. Dr. Helmut Lütkepohl (DIW Berlin, Freie Universität Berlin) and Prof. Dr. Kerstin Bernoth (DIW Berlin, Hertie School of Governance).

We congratulate Benjamin on his success and wish him all the best for his future career.


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Fri, 30 Jun 2017 02:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560822.de