Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Wege zur Stabilisierung des Rentensystems: Abschläge auf die Frührente sind besser als Nullrunden http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578553.de Automatismus in der Rentenanpassungsformel führt zu pauschalen Rentenkürzungen – Abschläge sind wesentlich schonender – Für gesundheitlich beeinträchtigte Personen sollten Sonderregelungen gelten

Wer vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Rente geht, muss Abschläge zahlen. Die Höhe der Abschläge wird politisch festgelegt und kann ein Instrument sein, das tatsächliche Renteneintrittsalter zu beeinflussen. Denn Abschläge auf die Frührente setzen starke Anreize für einen späteren Renteneintritt und könnten damit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des deutschen Rentensystems leisten. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer aktuellen Studie. Abschläge sind zudem schonender als pauschale Rentenkürzungen, da sie bei gleichen fiskalischen Gewinnen mit wesentlich geringeren individuellen Einkommensverlusten verbunden sind. Eine solche Reform müsste jedoch berücksichtigen, dass erwerbsunfähige oder erwerbsgeminderte Personen nicht die Möglichkeit haben, länger zu arbeiten. Damit sich Abschläge für diese Personengruppe nicht wie reine Rentenkürzungen auswirken, sollten hier Sonderregelungen gelten. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine Erhöhung der derzeitigen Abschläge zu einer weiteren Erhöhung der Lebensarbeitszeit führen würde, wenn man diese Abschläge nicht gleichzeitig wieder durch Maßnahmen wie die 2014 eingeführte abschlagsfreie Rente mit 63 konterkariert“, sagt DIW-Rentenexperte Holger Lüthen. Bei Finanzierungsdruck sei politisches Handeln gefragt, und Anreize für einen späteren Renteneintritt seien möglichen Nullrunden vorzuziehen.


]]>
Wed, 21 Feb 2018 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578553.de
„Wir sind gezwungen, Reformen durchzuführen, weil das derzeitige Rentensystem finanziell nicht stabil ist“: Gespräch mit Holger Lüthen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578555.de Herr Lüthen, das deutsche Rentensystem steht vor einem demografischen Problem: Die Zahl der Rentenempfänger steigt, während die Zahl der Beitragszahler sinkt. Wie wird sich dieses Missverhältnis in den nächsten Jahren entwickeln?

Hier reden wir über den sogenannten Altenquotienten. Momentan haben wir ungefähr 35 Personen im Alter von 65 Jahren und älter auf 100 arbeitsfähige Individuen zwischen 20 und 65. Dieses Verhältnis wird sich in Zukunft stark verschlechtern, und wir landen zum Beispiel im Jahr 2050 bei ungefähr 60 Personen, die 65 und älter sind, auf 100 Arbeitnehmer. [...]

Das Interview mit Holger Lüthen wurde im DIW Wochenbericht Nr. 8/2018 veröffentlicht. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und als Podcast


]]>
Wed, 21 Feb 2018 10:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578555.de
Neuer Newsletter zu den aktuellsten Erkenntnissen der Bildungs- und Familienforschung: Jetzt anmelden! http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578566.de Gebildet und familiär – ab jetzt informiert Sie unser E-Mail-Newsletter vierteljährlich über die neusten Erkenntnisse zur Bildungs- und Familienforschung am DIW Berlin. Jetzt anmelden!

Hier geht es zum Newsletter und zur Anmeldung


]]>
Wed, 21 Feb 2018 10:11:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578566.de
AfD wurde bei der Bundestagswahl häufiger in ländlichen und überalterten Wahlkreisen gewählt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578521.de Studie des DIW Berlin untersucht Zusammenhang zwischen AfD-Zweitstimmenergebnis und verschiedenen ökonomischen und soziodemografischen Variablen auf Wahlkreisebene – In Westdeutschland war die AfD in Wahlkreisen stark, in denen die Einkommen niedrig sind und viele Beschäftigte in der Industrie arbeiten – Im Osten in Wahlkreisen mit hohem Anteil an Älteren und mit hoher Dichte von Handwerksbetrieben

DIW-Präsident Marcel Fratzscher und Ko-Autoren Christian Franz und Alexander Kritikos haben untersucht, wie das Wahlergebnis der Alternative für Deutschland (AfD) bei der letzten Bundestagswahl mit sieben ökonomischen und soziodemografischen Strukturvariablen der Wahlkreise im Zusammenhang steht. Bestimmte Merkmale, zum Beispiel die Arbeitslosenquote oder der Anteil an nichtdeutschen Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkreis, scheinen hierbei kaum eine Rolle zu spielen. Für andere Faktoren ergeben sich positive Korrelationen, das heißt, dass in Wahlkreisen, in denen die AfD stark war, diese Merkmale besonders ausgeprägt sind. Die Muster unterscheiden sich dabei zwischen West- und Ostdeutschland.


]]>
Wed, 21 Feb 2018 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578521.de
Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder – bitte nicht noch ein Flickenteppich: Kommentar von C. Katharina Spieß und Frauke H. Peter http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578552.de So schwer sich die angehenden Koalitionäre aus CDU, CSU und SPD teilweise taten – es gab auch Themen, bei denen die Verhandlungsteams schnell eine Einigung erzielen konnten. Laut Koalitionsvertrag soll es bis 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter geben. Damit würde der bisherige Rechtsanspruch auf Betreuung vom zweiten Lebensjahr bis zur Einschulung weiter ausgeweitet werden. Doch ist das überhaupt realistisch? Und wer soll die Kosten tragen? Schließlich ist bisher noch nicht einmal der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Geburtstag vollständig umgesetzt. Vielerorts fehlen nach wie vor Betreuungsplätze, und die regionalen Unterschiede sind groß. Der Flickenteppich besteht aus Regionen, die qualitativ und quantitativ bereits gut mit Kita-Plätzen versorgt sind, während andernorts massiv Betreuungskapazitäten fehlen und vielfach auch die Qualität noch ausbaufähig ist. [...]

Der vollständige Kommentar von C. Katharina Spieß und Frauke H. Peter aus dem DIW Wochenbericht 8/2018


]]>
Wed, 21 Feb 2018 09:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578552.de
The macroeconomic effects of exchange rate movements http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578409.de The macroeconomic effects of exchange rate movements have been subject to an extensive debate in international economics. Traditionally, much of the discussion was focused on the relation between the effective exchange rate and the trade balance. However, the process of financial globalization has led to a sharp increase in foreign asset and liability positions across countries and also to a greater dispersion in foreign currency positions, with many countries being either large net creditors or net debtors in foreign currency. This has shifted the focus of the discussion from the trade balance to the external balance sheets of countries. This Roundup provides a brief overview of the literature on the macroeconomic impact of exchange rate movements.


]]>
Tue, 20 Feb 2018 02:03:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578409.de
What determines the Costs of Fiscal Consolidations? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578375.de Recent studies have proposed several factors that determine how fiscal consolidations affect the economy. This Roundup focuses on several of these determinants. Namely, it discusses how the composition of the consolidation measure, the state of the business cycle, the level of private indebtedness and the amount of fiscal stress during which the measure is implemented influences the consequences of austerity. It seems reasonable to consider these factors more carefully when deciding about the type and timing of fiscal consolidation plans.


]]>
Mon, 19 Feb 2018 12:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578375.de
The GC Welcomes Jürgen Schupp as the New Vice Dean http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578320.de The DIW Graduate Center is happy to welcome its new vice dean, Prof. Dr. Jürgen Schupp. He currently holds a position as Professor at the Free University of Berlin Institute of Sociology. His research interests include survey methodology, social structures analysis and social inequalities.

Prof. Schupp has a long history of working at the Socio-Economic Panel Study (SOEP) of the DIW. He played an important role in further developing the study and served as its director of research from 2013 until now.

We wish him a good start and look forward to having him as vice dean!


]]>
Thu, 15 Feb 2018 11:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578320.de
The Graduate Center Has New Student Representatives http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578314.de We are happy to announce that GC students across all cohorts have voted for Daniel Graeber (GC class 2015) and Felicitas Schikora (GC class 2016) as their new representatives in 2018!

We thank Marica and Daniel for their excellent work last year and look forward to a continued great collaboration with the new representatives.

The two Student’s Representatives serve as spokespersons for the doctoral students. Every doctoral student is entitled to nominate and vote for two candidates, with elections held once a year.


]]>
Thu, 15 Feb 2018 10:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578314.de
Mietpreisbremse ist besser als ihr Ruf, kann Wohnungsmarktproblem aber nicht allein lösen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578224.de DIW-Studie liefert neue Erkenntnisse zur Frage, wo die Mietpreisbremse wirkt – Regulierung greift aufgrund der Mechanik der Preisbremse nur, wenn Mieten zuvor durchschnittlich um mindestens 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen sind – Politik sollte Anreize für Wohnungsbau weiter erhöhen

Die Mietpreisbremse kann in ihrer bisherigen Form nur dann wirken, wenn die Neuvertragsmieten in einer Region in den vier Jahren vor der Einführung im Durchschnitt um mindestens 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen sind. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Hintergrund ist die konkrete Ausgestaltung der Mietpreisbremse, die derzeit in 313 von rund 11.000 Städten und Gemeinden in Deutschland gilt, in denen etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt. Der Maßstab für die maximal zulässige Neuvertragsmiete ist die ortsübliche Vergleichsmiete, die als Durchschnittswert auf Basis abgeschlossener Mietverträge aus den vorangegangenen vier Jahren berechnet wird, zuzüglich zehn Prozent. Dieser Spielraum zur Mieterhöhung auf Seiten der VermieterInnen sorgt dafür, dass die Regulierung rein rechnerisch erst ab der 3,9-Prozent-Schwelle greifen kann, wie die Studienautoren errechneten.


]]>
Wed, 14 Feb 2018 09:14:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578224.de
„Die Politik muss noch mehr für den Wohnungsbau tun“: Interview mit Claus Michelsen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578235.de Herr Michelsen, die Mietpreisbremse sieht vor, dass die Miete bei neu geschlossenen Verträgen das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete um nicht mehr als zehn Prozent übersteigen darf. Die in diese Maßnahme gesetzten Hoffnungen wurden aber bislang nicht wirklich erfüllt. Ist die Mietpreisbremse eine Fehlkonstruktion?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die Mietpreisbremse hat gewisse Schwächen und hat möglicherweise Hoffnungen geweckt, die sie in dieser Form nicht erfüllen konnte. Eine zentrale Erkenntnis aus unserer Analyse ist, dass die Mietpreisbremse in vielen Regionen keine Wirkung entfalten kann, weil die Mietdynamik, die vor der Einführung der Mietpreisbremse dort stattgefunden hat, nicht so kräftig war, dass die Regulierung tatsächlich eine Veränderung des Trends hätte herbeiführen können. [...]

Das Interview mit Claus Michelsen wurde im DIW Wochenbericht Nr. 7/2018 veröffentlicht. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und als Podcast


]]>
Wed, 14 Feb 2018 08:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578235.de
DIW Wochenbericht präsentiert sich in neuem Gewand http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578231.de Seit 1928, also seit 90 Jahren, ist der DIW Wochenbericht die Flaggschiffpublikation des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Er präsentiert wöchentlich aktuelle und politisch relevante Forschungsergebnisse – kompakt, fundiert und gut verständlich. Im Laufe der Zeit wurden dabei das Erscheinungsbild und das Format der Veröffentlichung immer wieder angepasst, um die Inhalte bestmöglich zur Geltung zu bringen.

Einmal mehr hat die Redaktion des DIW Wochenberichts das Layout grundlegend überarbeitet. Neue Elemente sollen eine noch schnellere Orientierung zu den Inhalten einzelner Berichte ermöglichen. Dazu dient neben einer kurzen Zusammenfassung der Kernergebnisse bereits auf der Titelseite vor allem eine neue Seite vor jedem Bericht, die einen Überblick über die wesentlichen Inhalte bietet, häufig auch in Form einer Infografik. Diese Infografik und alle anderen grafischen Elemente des Wochenberichts profitieren ab sofort auch von der neuen Vierfarbigkeit, die bessere Möglichkeiten der Aufbereitung von Informationen in den Abbildungen schafft. Darüber hinaus werden die einzelnen Berichte einer Ausgabe nun farblich voneinander abgegrenzt. Ergänzende Verbesserungen im Schriftbild und im Satz sorgen für eine noch bessere Lesbarkeit – ob am Bildschirm oder auf Papier. Zudem ist eine verbesserte digitale Darstellung des DIW Wochenberichts in Vorbereitung, die im Laufe des Jahres im Rahmen eines Relaunchs der Website des Instituts umgesetzt werden wird. Dazu gehört auch, dass jeder Wochenbericht demnächst einen eindeutigen digitalen Objektbezeichner (DOI) bekommt, unter dem er dauerhaft erreichbar ist. In diesem Jahr blicken wir darüber hinaus anlässlich des 90-jährigen Jubiläums auf der zweiten Seite des Wochenberichts immer auf eine Ausgabe des ersten Jahrgangs 1928 zurück.

Was sich nicht ändert: Auch in Zukunft bietet der DIW Wochenbericht jede Woche qualitätsgeprüfte, forschungsbasierte und zitierfähige Berichte, die auf aktuellen Studien des DIW Berlin basieren oder spezifisch für den DIW Wochenbericht erstellt wurden. Und weiterhin gibt es die für ein internationales Publikum relevantesten Berichte auch in englischer Sprache. Um die Verwandtschaft mit dem Wochenbericht zu betonen, heißt die englische Schwesterpublikation seit diesem Jahr „DIW Weekly Report – A policy bulletin from the German Institute for Economic Research“. Auch der Weekly Report wird ab sofort im neuen und verbesserten Layout erscheinen.


Links

DIW Wochenbericht 7/2018

Anmeldung zum DIW- und Wochenberichts-Newsletter


]]>
Wed, 14 Feb 2018 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578231.de
Drei Jahre Tsipras und Stillstand ohne Ende?: Kommentar von Alexander S. Kritikos http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578233.de Alexis Tsipras ist seit drei Jahren an der Macht, so lange wie kein griechischer Regierungschef vor ihm seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Diese drei Jahre konnten unterschiedlicher nicht sein. Das erste Jahr erinnerte an den Film „… denn sie wissen nicht, was sie tun“. Nur rasten die Troika in gepanzerter Limousine und im Trabant Tsipras und Varoufakis aufeinander zu. Immerhin brachte diese Konstellation den beiden Rebellen täglich Meldungen auf allen deutschen Kanälen. Das war noch keinem griechischen Politiker gelungen. Ihr kompromissloses Gebaren führte das Land allerdings an den Abgrund, mit bekanntem Ausgang: In letzter Sekunde stoppte Tsipras den Trabant, schickte zum Wohle Griechenlands seinen Beifahrer in die Wüste. Aber im Chaos dieses ersten Jahres war der Keim des 2014 begonnenen Aufschwungs erstickt. [...]

Der vollständige Kommentar von Alexander S. Kritikos aus dem DIW Wochenbericht 7/2018


]]>
Wed, 14 Feb 2018 08:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.578233.de
Solidarisches Grundeinkommen: alternatives Instrument für mehr Teilhabe http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577895.de Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat sich für die Einführung eines solidarischen Grundeinkommens ausgesprochen. Ein solches, durch öffentliche Mittel finanziertes Grundeinkommen soll an die Aufnahme einer „gesellschaftlich relevanten“ Erwerbstätigkeit geknüpft werden. Ziel der Initiative ist, künftig „Teilhabe“ statt „Ausschluss“ zu finanzieren, und den Zusammenhalt in Zeiten von Modernisierung und Digitalisierung zu stärken. Dieser Beitrag präsentiert die zentralen Elemente des Reformvorschlags und stellt eine Abschätzung der unmittelbaren Einkommenswirkungen und fiskalischen Kosten vor. Die Berechnungen zu den fiskalischen Wirkungen zeigen, dass bei Inanspruchnahme von bundesweit 100.000 bis 150.000 Fällen – dies erscheint angesichts der Modellausgestaltung und der aktuellen Arbeitsmarktlage realistisch – für die öffentlichen Haushalte mit jährlichen Kosten in Höhe von 500 bis 750 Millionen Euro gerechnet werden müsste. Monetär schwer quantifizierbar sind positive individuelle wie gesellschaftliche Effekte der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit durch Menschen, die lange vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen waren.


]]>
Tue, 13 Feb 2018 02:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577895.de
Jan Berkes Receives a Grant from the German Academic Scholarship Foundation http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577943.de Jan Berkes, from the Education and Family department, has been granted a scholarship from the German Academic Scholarship Foundation (Studienstiftung des deutschen Volkes) from February 2018 on.

The Dean of the Graduate Center, Prof. Weizsäcker congratulates him on his success!


]]>
Mon, 12 Feb 2018 02:49:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577943.de
Haushaltsstrompreise: Durch Tarifwechsel sind große Einsparungen möglich http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577708.de Einzelhandelsstrompreise entwickeln sich je nach Anbieter und Tarif sehr unterschiedlich – Grundversorgungstarife sind zwischen 2007 und 2014 stark gestiegen, günstigste Markttarife dagegen weitgehend konstant geblieben – Sinkende Großhandelspreise wurden von den Anbietern in verschiedenem Maß an die Haushalte weitergegeben

Die durchschnittlichen Strompreise für deutsche Haushalte sind seit 2007 fast kontinuierlich gestiegen, aber der Anstieg der Einzelhandelspreise hat Verbraucherinnen und Verbraucher unterschiedlich stark betroffen. Während sich die Grundversorgungstarife – die teuersten Tarife im Markt – bis 2014 um 50 Prozent erhöhten, blieben die günstigsten Tarife im Markt in der Regel unverändert. Die Grundversorger sind gesetzlich verpflichtet, in ihren jeweiligen Versorgungsgebieten Energie zu einem Grundversorgungstarif an alle Haushalte zu verkaufen. Ein Tarifwechsel von diesem Grundversorgungstarif zum günstigsten Lieferanten hätte den Verbraucherinnen und Verbrauchern viel Geld gespart. Im Jahr 2014 wäre bei einem mittleren Stromverbrauch (2800 Kilowattstunden pro Jahr) eine durchschnittliche Ersparnis von fast 400 Euro möglich gewesen. Trotzdem wechseln immer noch relativ wenige Haushalte den Anbieter.


]]>
Wed, 07 Feb 2018 09:48:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577708.de
„Die Grundversorger haben die Kostenersparnisse sehr begrenzt an die Kunden weitergegeben“: Interview mit Tomaso Duso http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577421.de Herr Duso, wie haben sich die Strompreise in den letzten Jahren in Deutschland entwickelt?

Die Einzelhandelsstrompreis für deutsche Haushalte sind im letzten Jahrzehnt kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2007 lagen sie im Schnitt noch bei rund 20 Cent/kWh und sind bis 2017 auf knapp 30 Cent/kWh gestiegen. [...]

Das Interview mit Tomaso Duso wurde im DIW Wochenbericht Nr. 6/2018 veröffentlicht. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und als Podcast


]]>
Wed, 07 Feb 2018 08:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577421.de
Umfragebasierte Studien: „Fake-Interviews“ bleiben die Ausnahme: Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577420.de Letzte Woche hat ein Rechercheteam von SPIEGEL Online ausführlich über Manipulationen in der Marktforschung berichtet und Belege eines selbstbekennenden früheren Mitarbeiters angeführt, die belegen sollen, dass Ergebnisse von auf Umfragen basierenden Studien mitunter frei erfunden sind. Die Reportage beansprucht zu zeigen, dass offensichtlich in der Marktforschung Unternehmen mit Kenntnis von deren Leitungspersonen in betrügerischer Absicht sowie mit krimineller Energie Fälschungen vorgenommen haben oder mit Hilfe von an dritte Unternehmen weitergegebenen Aufträgen manipulierte Datensätze erstellt und Kunden in Rechnung gestellt wurden. Gefälschte Interviews schaden nicht allein denjenigen Unternehmen, die empirische Studien beauftragt haben und anschließend Entscheidungen auf der Basis von Datenmüll getroffen haben, sondern nähren auch Zweifel am generellen Renommee von Umfragen und stellen somit einen Vertrauensschaden für viele korrekt arbeitende Befragungsinstitute dar. Inwieweit die Anschuldigungen wirklich zutreffen und vor allem auch mehr Fälle in der Marktforschung betroffen und zur Generalisierung auf die ganze Branche geeignet sind, wird sicherlich noch Gegenstand weiterer Recherchen von Instituten wie Kunden bleiben. [...]

Der vollständige Kommentar von Jürgen Schupp aus dem DIW Wochenbericht 6/2018


]]>
Wed, 07 Feb 2018 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.577420.de
DIW Konjunkturbarometer Januar 2018: Deutsche Konjunktur im Höhenflug http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.576149.de Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht weiter: Zum Jahresauftakt ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte – das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017. Damit liegt das Konjunkturbarometer weit über der 100-Punkte-Marke, bei der ein Wachstum von 0,3 Prozent, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht, zu erwarten wäre. Dementsprechend dürfte die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr deutlich kräftiger zulegen – nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2017 um voraussichtlich 0,7 Prozent im ersten Quartal 2018, jeweils im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr.


]]>
Wed, 31 Jan 2018 10:31:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.576149.de
Arbeitsprogramm der neuen Großen Koalition: DIW Berlin sieht in vielen Bereichen Nachbesserungsbedarf http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.576059.de In wichtigen Bereichen wie Steuerpolitik, Bildung und Energie muss die zukünftige Große Koalition deutlich ambitionierter sein – Reformbedarf in Deutschland wird unzureichend angepackt

Deutschlands nächste Regierung wird höchstwahrscheinlich erneut eine Große Koalition. Die Ergebnisse der Sondierungen zwischen Unionsparteien und SPD, die als Basis für die gegenwärtigen Verhandlungen dienen, adressieren den großen Reformbedarf in Deutschland aber nur unzureichend. Das ist das Fazit mehrerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Es gibt bei den Sondierungsergebnissen gute Ansätze, aber zu Europa, in der Steuerpolitik, in der Bildung, bei den Investitionen und auch in anderen Bereichen fehlt es an Visionen und Ambitionen“, fasst DIW-Präsident Marcel Fratzscher zusammen. „Die Koalitionsverhandlungen sollten mehr als nur ein Absegnen der erreichten Einigung bringen. Sie sollten dafür genutzt werden, an vielen Stellen nachzubessern. Deutschland mag es wirtschaftlich gut gehen, aber das Land braucht dringend Reformen. Gerade jetzt ist die Zeit, sie anzustoßen, um nicht weitere vier Jahre zu verschenken.“


]]>
Wed, 31 Jan 2018 10:04:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.576059.de