Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Andreas Thiemann has sucessfully defended his dissertation http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534963.de Andreas Thiemann has sucessfully defended his dissertation on May 9th at the Free University of Berlin.

Prof. Dr. Gerd G. Wagner and Prof. Dr. Helmut Lütkepohl congratulate him on his success!


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Mon, 30 May 2016 02:38:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534963.de
80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger befürworten Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Deutschland http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534689.de „Stimmungsbarometer zu Geflüchteten in Deutschland“ untersucht Einstellungen, Erwartungen und Befürchtungen der Bevölkerung – Großteil der Befragten befürwortet Aufenthaltsrecht gemäß EU-Recht und Genfer Flüchtlingskonvention – Mehrheit plädiert dafür, Flüchtlinge zurückzuschicken, wenn sich die Lage im Herkunftsland gebessert hat

Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland stimmt den geltenden Asylregeln zu. Das zeigt eine Befragung im Rahmen des im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) angesiedelten Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Demnach finden es mehr als 80 Prozent der Befragten richtig, Menschen Zuflucht zu gewähren, die vor einem bewaffneten Konflikt aus ihrem Heimatland fliehen. Zwei Drittel der Befragten sprachen sich auch für die Aufnahme von Flüchtlingen aus, die unter dem Schutz der Genfer Konvention stehen. Allerdings variiert die Zustimmung je nach Fluchtursache: Menschen, die wegen ihres Kampfes für die Menschenrechte oder ihrer Zugehörigkeit zu ethnischen Minderheiten verfolgt werden, können auf breitere Aufnahmebereitschaft hoffen als etwa verfolgte Gewerkschafter. Ebenfalls eine Mehrheit der befragten Bürgerinnen und Bürger (55 Prozent) sprach sich dafür aus, Flüchtlinge zurückzuschicken, wenn sich die Situation im Herkunftsland verbessert hat und die Fluchtursache erloschen ist.


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Wed, 25 May 2016 10:17:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534689.de
"Mehrheit der Bevölkerung steht hinter der Genfer Flüchtlingskonvention": Sechs Fragen an Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534678.de Herr Schupp, die öffentliche Debatte um Flüchtlinge in Deutschland wird zum Teil sehr erhitzt geführt. Sind die Bürger tatsächlich so besorgt, wie es oft den  Anschein hat?

Wenn es darum geht, Flüchtlingen gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention Aufenthalt in Deutschland zu gewähren, sehen wir, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung den Prinzipien der Gewährung von temporärem Schutz zustimmt. Das gilt vor allem dann, wenn es Menschen sind, die vor Bürgerkrieg oder kriegerischen Auseinandersetzungen ihre Heimat verlassen mussten. [...]

Das Interview mit Prof. Dr. Jürgen Schupp ist dem Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 21/2016 entnommen. Es steht sowohl als pdf-Dokument zur Verfügung als auch als O-Ton.

Weitere O-Töne (www.diw.de/interview)

Weitere Wochenberichte


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Wed, 25 May 2016 08:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534678.de
Ist China eine Marktwirtschaft?: Kommentar von Christian Dreger http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534682.de Der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember 2001 hat den Welthandel beschleunigt. Die weitere Öffnung Chinas setzte viele der dortigen Unternehmen unter Druck, sich den neuen Wettbewerbsbedingungen zu stellen, und hat zu strukturellen Anpassungen geführt. Weil die Handelspartner umgekehrt fürchteten, von Produkten aus China überrollt zu werden, wurden in den Beitrittsverhandlungen Sonderregelungen und Übergangsfristen vereinbart. Eine dieser Regelungen ist, dass China den Status einer Marktwirtschaft nicht innerhalb eines Zeitraums von 15 Jahren erhält. Damit können die Handelspartner leichter Anti-dumpingverfahren gegen chinesische Unternehmen einleiten und höhere Strafzölle ansetzen, wenn China zu billige Produkte exportieren sollte. Der Preis in China spielt dabei keine Rolle, weil er in Nichtmarktwirtschaften wenig bedeutet. Die Handelspartner können einen normalen Preis in einem Drittland mit Marktwirtschaft zugrunde legen und auf dieser Basis die Strafzölle festlegen.

Die Übergangsfrist läuft Ende des Jahres aus. Ob China dann den Status einer Marktwirtschaft automatisch erhält oder ob weitere Verhandlungsrunden notwendig sind, ist aus heutiger Sicht noch unklar.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 21/2016


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Wed, 25 May 2016 08:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534682.de
Die neue Basler Liquiditätsregulierung: Ausgestaltung und Fallstricke http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534684.de Nach der Finanzkrise von 2008/2009 erließ der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht einen neuen Vorschriftenkatalog zur Bankenregulierung (Basel III). Erstmals seit der Einführung internationaler Standards zur Bankenregulierung im Jahr 1988 werden darin verbindliche Vorgaben zur Liquiditätsregulierung formuliert. Eckpfeiler dieser Regelungen sind zwei Bilanzkennzahlen, mit denen die Liquiditäts- und Fristentransformation der Banken verringert werden soll. Auch wenn eine Regulierung des Liquiditätsrisikos im Bankensektor zu begrüßen ist, so bergen die neuen Vorschriften doch diverse Fallstricke. Erstens beruhen die beiden Kennzahlen auf unterschiedlichen Definitionen von Liquidität und Finanzierungsstabilität; dadurch wird das Regelwerk unnötig kompliziert und intransparent. Zweitens ist fraglich, ob sich Liquiditätsprobleme im Bankensektor mit einem auf Kennzahlen basierenden Ansatz am effektivsten und effizientesten lösen lassen. Drittens können die neuen Liquiditätsvorschriften die
Umsetzung der Geldpolitik der Zentralbanken beeinträchtigen und gegebenenfalls einer reibungslosen Steuerung der Leitzinsen im Wege stehen.

Der gesamte Bericht von Philipp König und David Pothier in:
DIW Wochenbericht 21/2016


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Wed, 25 May 2016 08:15:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534684.de
Staatsfonds in Zeiten niedriger Rohstoffpreise http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534160.de Unter Sovereign Wealth Funds (SWF) oder Staatsfonds werden Fonds verstanden, die im Auftrag eines Staates Geld anlegen und verwalten. Die Fonds speisen sich häufig aus Ressourcen, insbesondere aus Einnahmen von Öl- und Gasexporten. Sie sollen in rohstoffexportierenden Ländern dazu beitragen, mögliche Preisschwankungen auf internationalen Rohstoffmärkten abzufedern oder finanzielle Reserven für künftige Generationen zu bilden. Lange Zeit hatten steigende Energiepreise zu einer rasanten Zunahme des Fondsvolumens auf weltweit insgesamt über sieben Billionen US-Dollar gesorgt und die Länder somit mit einem beachtlichen finanziellen Puffer ausgestattet. Mit dem Rückgang des Ölpreises seit Mitte 2014 wurde diese Dynamik jedoch unterbrochen. Einige der ölexportierenden Staaten müssen in Zeiten sinkender Exporteinnahmen und angespannter Haushalte zur Deckung ihrer Defizite nun sogar auf Mittel ihrer Staatsfonds zurückgreifen. Dieses DIW Roundup beleuchtet Funktionen, Bedeutung sowie die Entwicklung von SWF in Zeiten niedriger Energiepreise.


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Tue, 24 May 2016 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534160.de
Private versus kommunale Energieversorger: Kein genereller Trend zur Rekommunalisierung und keine Effizienzunterschiede http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534047.de DIW Berlin untersucht in drei Studien Entwicklungen der Energie- und Wasserversorgung ­– Private Versorger arbeiten nicht effizienter als öffentliche – Konsolidierung der Trinkwasserbranche bringt kaum Vorteile

Immer mehr Städte und Gemeinden in Deutschland erzeugen und vertreiben wieder Strom, Gas und Wärme in Eigenregie: Die Zahl der öffentlichen Energieversorger ist in den Jahren 2003 bis 2012 um 17 Prozent gestiegen. Allerdings nahm die Zahl der privaten Versorger im selben Zeitraum um 49 Prozent zu und damit fast dreimal so stark. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor. „Von einer Verdrängung privater Energieversorger durch Rekommunalisierungen kann keine Rede sein“, sagt Astrid Cullmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Unternehmen und Märkte des DIW Berlin. Gemeinsam mit ihren KollegInnen Maria Nieswand, Stefan Seifert und Caroline Stiel hat sie erstmals verfügbare Daten von Energiestatistiken, Jahresabschlüssen öffentlicher Fonds, Einrichtungen und Unternehmen sowie das Unternehmensregister ausgewertet. Auch die Umsatzentwicklung der Unternehmen liefert keine Anzeichen für einen Rekommunalisierungstrend. Im Gegenteil: Die öffentlichen Versorger haben weitere Umsatzanteile verloren. Sie erwirtschafteten im Jahr 2012 nur noch etwas mehr als ein Viertel der Umsätze im Energiesektor, obwohl sie die Mehrheit der Unternehmen stellen.


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Thu, 19 May 2016 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534047.de
"Private Energieversorger arbeiten nicht effizienter als öffentliche": Sechs Fragen an Astrid Cullmann http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534055.de Frau Cullmann, in den letzten Jahren erwarben viele Kommunen zuvor privatisierte Anteile an Energieversorgungsunternehmen zurück. Gibt es einen Trend zur Rekommunalisierung von Energieversorgungsunternehmen?

Wir haben einen neuen Mikrodatensatz von deutschen Energieversorgungsunternehmen erstellt, um diese Frage erstmals deutschlandweit zu analysieren. Wir konnten anhand unserer empirischen Analysen zwar erkennen, dass die Zahl und auch die Umsätze der öffentlichen Unternehmen in der Energieversorgung gestiegen sind. Diese Änderungen haben wir aber auch mit der Entwicklung der privaten Unternehmen in diesem Sektor verglichen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass man dann nicht mehr von einem starken Trend der Rekommunalisierung reden kann. [...]

Das Interview mit Astrid Cullmann ist dem Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 20/2016 entnommen. Es steht sowohl als pdf-Dokument  zur Verfügung als auch als O-Ton

Weitere O-Töne (www.diw.de/interview)

Weitere Wochenberichte


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Thu, 19 May 2016 10:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534055.de
Günstige Zeiten für einen arbeitnehmerfreundlichen Ausstieg aus der Braunkohle. Kommentar von Luke Haywood http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534042.de Der Kampf um die Klimapolitik in Deutschland ist zurzeit ein Kampf um die Braunkohle. Dabei geht es inzwischen nur noch um eine Frage: Wann ist Schluss? Den Klimaaktivisten, die sich letztes Wochenende in der Lausitz versammelten, um für einen schnellen Braunkohleausstieg zu werben, stehen die Landesregierungen und Gewerkschaften entgegen. Diese kannten im Rahmen des geplanten Verkaufs von Vattenfalls Braunkohleaktivitäten nur ein Mantra: Möglichst lange die Beschäftigung in der Braunkohle retten! Wichtiger für die Beschäftigten ist jedoch eine geregelte Verkleinerung der Braunkohlewirtschaft zur rechten Zeit. Die Zeiten für einen Strukturwandel waren noch nie so günstig, und der größte Teil ist schon geschehen – 90 Prozent der Arbeitsplätze in der Lausitzer Braunkohle sind bereits weggefallen.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 20/2016


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Thu, 19 May 2016 10:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.534042.de
US-amerikanische Schieferölproduktion schwächt Marktmacht der OPEC http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533662.de DIW-Analyse: Flexibles Schieferölangebot setzt die Organisation erdölexportierender Länder unter Druck – Ölpreise könnten längere Zeit niedrig bleiben

Die Schieferölproduktion in den USA schränkt die Marktmacht der in der OPEC organisierten Ölförderländer zunehmend ein. Zu diesem Schluss kommen der Energieökonom Aleksandar Zaklan und Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), in einer aktuellen Analyse. Weil die unkonventionelle Ölförderung über das sogenannte Fracking flexibler sei als die konventionelle Ölförderung und zudem immer effizienter werde, könnten die OPEC-Staaten nicht mehr so leicht wie früher den Marktpreis beeinflussen, indem sie ihre Fördermengen strategisch anpassen.


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Wed, 11 May 2016 10:34:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533662.de
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist in Deutschland kein Auslaufmodell http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533653.de Bedeutung „normaler“ Arbeitsverhältnisse in Voll- oder Teilzeit ist gemessen an allen Erwerbsfähigen seit 1984 nicht gesunken – Zwar sind anteilig mehr Menschen als früher prekär beschäftigt, dafür aber weniger nicht-erwerbstätig – Ökonomen schlagen Maßnahmen für bessere Absicherung vor

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sind einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge in Deutschland nach wie vor die Regel. Gemessen an allen erwerbsfähigen Personen im Alter von 18 bis 67 Jahren war im Jahr 2013 mehr als die Hälfte der ArbeitnehmerInnen „normal“ beschäftigt. Dazu zählen Angestellte und BeamtInnen, die Vollzeit- und Teilzeitjobs ab 18 Stunden pro Woche ausüben, Auszubildende und Personen, die sich in Mutterschutz oder Elternzeit befinden. Im Vergleich zum Jahr 1984 ist ihr Anteil bis 2013 sogar um drei Prozentpunkte auf 54 Prozent gestiegen und dürfte heute noch höher liegen. „Zwar sind mehr Menschen prekär beschäftigt als noch vor der Jahrtausendwende, in Mini-Jobs oder als Solo-Selbständige“, sagt Gert G. Wagner, Vorstandsmitglied beim DIW Berlin. „Allerdings ging das nicht zulasten der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.“ Denn: Immer mehr Menschen im erwerbsfähigen Alter sind auch tatsächlich berufstätig – der Anteil der Nicht-Erwerbstätigen ist von 32 Prozent im Jahr 1984 (Westdeutschland) auf 20 Prozent im Jahr 2013 gesunken. Vor allem Frauen, die früher oft zu Hause blieben und sich überwiegend um Familie und Haushalt kümmerten, gehen heute häufiger einer bezahlten und statistisch auch erfassten Erwerbstätigkeit nach.


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Wed, 11 May 2016 09:43:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533653.de
"Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist alles andere als ein Auslaufmodell": Acht Fragen an Gert G. Wagner http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533649.de Herr Wagner, der Soziologe Ulrich Beck hat in den 80er Jahren in seinem Buch „Risikogesellschaft“ unterstellt, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung werde sinken und die „prekäre“ Beschäftigung steigen. Ist es so gekommen?

Nein. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse kommen zwar insbesondere seit der Jahrtausendwende häufiger vor, trotzdem ist die sozialversicherungspflichtige Be­schäftigung nicht geschrumpft. In den letzten Jahren hat sie sogar deutlich zugenommen. [...]

Das Interview mit Gert G. Wagner ist dem Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 19/2016 entnommen. Es steht als pdf-Dokument zur Verfügung.

Weitere O-Töne (www.diw.de/interview)

Weitere Wochenberichte


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Wed, 11 May 2016 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533649.de
Erbschaftsteuer: die bayerische Demontage: Kommentar von Stefan Bach http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533651.de

Die Erbschaftsteuer dient auch dem Zwecke, die Ansamm­lung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhin­dern.“ Hört sich an wie Karl Marx oder Thomas Piketty, steht aber so in Artikel 123, Absatz 3, Satz 1 der Verfassung des Freistaates Bayern.

Das ist bemerkenswert, bemüht sich doch die bayerische Landesregierung seit Jahren nach Kräften, die Erbschaft­steuer als letzte verbliebene Steuer auf hohe Vermögen zu demontieren. Bei der Reform 2008 drohten die maßgeb­lichen CSU-Granden mit einer Abschaffung der Erbschaft­steuer und setzten großzügige Privilegien für Familien­heime und Unternehmensübertragungen durch. Seitdem werden Riesenvermögen gering bis gar nicht belastet, während Normalbürger auf größere Immobilien- und Finanzvermögen schnell spürbare Erbschaftsteuer bezahlen, vor allem, wenn sie von entfernteren Verwandten oder Freunden stammen.


Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 19/2016

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Wed, 11 May 2016 08:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533651.de
Einkommensmittelschichten schrumpfen in Deutschland und den USA etwa gleich schnell http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533738.de Bitte beachten Sie: Diese Pressemitteilung ist eine korrigierte Version.

Studie des DIW Berlin vergleicht die Anteile der BezieherInnen mittlerer Einkommen in den USA und in Deutschland im zeitlichen Verlauf – Die Anteile am Gesamteinkommen sinken in beiden Ländern – Auch die Höhe der mittleren Einkommen ist seit dem Jahr 2000 gesunken

In Deutschland und den USA schrumpfen die Mittelschichten. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Um mehr als fünf Prozentpunkte sank zwischen 1991 und 2013 in beiden Ländern der Anteil der Mittelschicht an der Gesamtbevölkerung. Zur Einkommensmittelschicht zählen alle Erwachsenen, deren gesamtes Haushaltseinkommen vor Steuern und Sozialabgaben zwischen 67 und 200 Prozent des Medians beträgt. Der Median trennt die einkommensstärkere von der einkommensschwächeren Bevölkerungshälfte. In Deutschland zählten vor allem die ausländischen BürgerInnen zu den AbsteigerInnen aus der Mitte der Einkommensverteilung. In den USA waren es überwiegend aus Lateinamerika eingewanderte Menschen, die abstiegen. Weiße US-BürgerInnen schafften hingegen überdurchschnittlich oft den Sprung in die Gruppe der hohen Einkommen. Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Beschäftigungsaufbau habe in Deutschland nicht zu einer Stabilisierung der mittleren Einkommen beigetragen, sagen die SOEP-Verteilungsexperten am DIW Berlin, Markus M. Grabka, Jan Goebel, Carsten Schröder und Jürgen Schupp.


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Fri, 06 May 2016 05:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533738.de
KORREKTUR | Einkommensmittelschichten schrumpfen in Deutschland und den USA etwa gleich schnell http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533695.de Korrektur der Pressemitteilung vom 06.05.2016

Bitte beachten Sie: Bei der Anpassung der in Deutschland üblichen Bezugsgrößen an die in der amerikanischen Vergleichsstudie verwendete Methode ist uns im DIW Wochenbericht Nr. 18/2016 ein Fehler in der Berechnung unterlaufen, den wir hiermit berichtigen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

An den Kernaussagen des Berichtes ändert sich nichts: Die Einkommensmittelschichten schrumpfen in Deutschland und den USA in etwa gleichem Tempo. Bei den Niveaus ergeben sich jedoch teils deutliche Unterschiede.

Der Wortlaut der Pressemitteilung ist unverändert, die korrigierten Zahlen sind fett gedruckt. Zur Verdeutlichung der unterschiedlichen Messverfahren finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung zusätzliche Erläuterungen. Auch bei Verwendung des in Deutschland üblichen und in früheren DIW Wochenberichten verwendeten Konzepts zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Zum Vergleich finden Sie diese Werte ebenfalls in der Tabelle am Ende dieser Pressemitteilung.


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Fri, 06 May 2016 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533695.de
"Trotz starkem Arbeitsmarkt ist der Anteil mittlerer Einkommensbezieher in Deutschland nicht gestiegen": Sechs Fragen an Markus M. Grabka http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533134.de Herr Grabka, Sie haben den Anteil der mittleren Ein­kommensbezieher in den USA und in Deutschland untersucht. Warum haben Sie diese beiden Länder miteinander verglichen?

Im Dezember 2015 hat das PEW-Institut in den USA Berechnungen zur Entwicklung der Einkommensmittelschicht vorgelegt, die nicht nur in den USA auf sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit gestoßen sind. Das war für uns die Anregung, diese Berechnungen auch für Deutschland mit vergleichenden Einkommenskonzepten durchzuführen. [...]

Das vollständige Interview mit Markus Grabka ist dem Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 18/2016 entnommen. Es steht sowohl als PDF-Dokument zur Verfügung als auch als O-Ton

Weitere O-Töne (www.diw.de/interview)

Weitere Wochenberichte


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Fri, 06 May 2016 09:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533134.de
Welcher Zusammenhang besteht zwischen öffentlichen und privaten Investitionen? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533147.de Die Investitionstätigkeit der Unternehmen ist ein Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Trotz günstiger Finanzierungsbedingungen hielten sich die Firmen in den vergangenen Jahren in Deutschland und im Euroraum aber weitgehend zurück, wenn es darum ging, in ihre Produktionsanlagen zu investieren. Dies könnte auch an einer verhältnismäßig schwachen öffentlichen Investitionstätigkeit liegen. Inwieweit besteht ein solcher Zusammenhang zwischen öffentlichen und privaten Investitionen? Für diesen Bericht wurde im Gegensatz zur sonst üblichen Vorgehensweise ein sogenanntes Strom-Bestands-Modell herangezogen, in das nicht nur die Investitionen, sondern auch die Kapitalbestände der beiden Sektoren Privatwirtschaft und Staat einfließen. Da zwischen den Kapitalbeständen ein langfristiger Zusammenhang besteht, kann das Investitionsverhalten der Unternehmen so besser erklärt werden. Es zeigt sich, dass eine geringe staatliche Investitionstätigkeit die privaten Investitionen schwächt und damit auch das wirtschaftliche Wachstum.

Der gesamte Bericht von Christian Dreger und Hans-Eggert Reimers in:
DIW Wochenbericht 18/2016


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Fri, 06 May 2016 09:02:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533147.de
Ein Plädoyer für einen gelassenen Umgang mit Unternehmensdaten für statistische Zwecke: Kommentar von Tomaso Duso und Hannes Ullrich http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533149.de

Am 28. April hat der Bundestag den Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesstatistikgesetzes und anderer Statistikgesetze beschlossen. Diese Modernisierung hin zu einer effizienten Gestaltung der Nutzung von Verwaltungsdaten war aus Sicht der Wissenschaft überfällig. Denn der Zugang zu reichhaltigen Daten der Administration zum Zweck der evidenz- und wissenschaftsbasierten Politikberatung in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wichtiger geworden.

Die beschlossene Änderung des Bundesstatistikgesetzes trägt insgesamt zu einer Verbesserung der Datenlage bei. In einem Punkt erschwert sie jedoch die wissenschaftliche Arbeit. Demnach müssen anonymisierte Identifikationsnummern des Unternehmensregisters nach 30 Jahren gelöscht werden. Diese Verknüpfungsnummern sind allerdings eine essentielle Voraussetzung für Längsschnittstudien, die Unternehmen über einen längeren Zeitraum betrachten.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 18/2016


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Fri, 06 May 2016 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.533149.de
„Wir würden vor Großbritannien auf die Knie fallen, um sie in der EU zu halten“ http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.532922.de Die Rolle Großbritanniens in Europa ist auf der Veranstaltung „Britain’s Role in Europe“ am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) diskutiert worden. Joschka Fischer, David Lidington, Judy Dempsey und Marcel Fratzscher waren sich einig: Ein Brexit schadet ganz Europa.

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Die Europäische Union steht vor einer historische Entscheidung: Am 23. Juni 2016 sind alle BritInnen aufgerufen, über den Verbleib ihres Landes in der EU abzustimmen. Am Donnerstagabend, 28. April, wurden im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verschiedene „Horrorszenarien“ gezeichnet. Der britische Europaminister David Lidington warnte vor „chaotischen Zuständen“ für den Fall eines Brexits: „Es kann mehr als zehn Jahre dauern, bis Großbritannien ein neues Handelsabkommen mit der EU ausgehandelt hat.“ Die EU-Verträge sähen dafür aber nur zwei Jahre vor. Judy Dempsey, Chefredakteurin von Strategic Europe, verwies an dieser Stelle auf die Aussage von US-Präsident Barack Obama: Großbritannien werde von den USA nicht mit offenen Armen empfangen, sollte sich das Land gegen seine europäischen Bündnispartner entscheiden.

Lidington nannte Wirtschaft, Sicherheit, die Provokationen aus Russland und die Instabilität des Mittleren Ostens und einiger afrikanischer Staaten die Hauptherausforderungen in Europa, bei denen Großbritannien Europa brauche und umgekehrt. Der Europaminister bezeichnete den europäischen Binnenmarkt als eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union. Wer die britische Bevölkerung glauben lasse, auch nach dem Brexit alle Vorteile dieses gemeinsamen Marktes nutzen zu können, der erzähle „Märchen“. Jeder einzelne Haushalt auf der Insel wäre langfristig betroffen.

Ein Brexit schadet ganz Europa

Doch nicht nur die wirtschaftliche Perspektive auf einen möglichen Brexit wurde an dem Abend diskutiert. Joschka Fischer, Europakenner und ehemaliger deutscher Außenminister, sprach von „geopolitischen Realitäten“, vor denen niemand die Augen verschließen könne. Europa brauche eine effiziente und funktionierende Grenzpolitik wegen der hohen Zahl an Menschen, die nach Europa flüchten. Als weitere Herausforderung für Europa nannte der Grünen-Politiker den Umgang mit Russland: „Dabei geht es auch um Ideologie.“ Wie zur Zeit des Kalten Krieges sei es die Aufgabe der europäischen Staaten für ihre gemeinsamen Werte einzustehen und diese zu verteidigen. „Ich hoffe auf den britischen Praktizismus“, sagte Fischer. „Wir würden vor Großbritannien auf die Knie fallen, um sie in der EU zu halten.“

DIW-Präsident Marcel Fratzscher moderierte die Diskussion und zeigte sich über die Isolation Deutschlands in Europa und den Trend zum Nationalismus besorgt. Ein Brexit mache „Deutschland verletzlich“, attestierte auch Dempsey. Es scheine populär zu sein, Europa die Schuld an vielem zu geben, sagte die Journalistin. Außerdem werde die britische Rolle für die europäische Sicherheitspolitik in Europa „vollkommen unterschätzt“. Die drei Diskutierenden legten zwar unterschiedliche Schwerpunkt, waren sich aber einig, dass das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ein Verlust für alle Beteiligten wäre: „Wir alle würden etwas Wichtiges verlieren“, sagte Dempsey und erhielt Zustimmung von den drei anderen Europa-Befürwortern.

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Marcel Fratzscher, Joschka Fischer, David Lidington, Judy Dempsey (v.l.n.r.)


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Tue, 03 May 2016 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.532922.de
Demand response in Germany: Technical potential, benefits and regulatory challenges http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.532689.de An increased flexibility of the electricity demand side through demand response (DR) is an opportunity to support the integration of renewable energies. By optimising the use of the generation, transmission and distribution infrastructure, DR reduces the need for costly investments and contributes to system security. There is a significant technical DR potential for load reduction from industrial production processes in Germany, as well as from cross-cutting technologies in industry and the tertiary sector.

The availability of demand response as a system resource depends on the underlying type of demand. Already today energy-intensive industries market significant demand capacity in the German minute reserve. The DR literature reveals that there is a potential of several gigawatts of additional capacity available for at least one hour in Germany. Demand can also cover longer periods, but this often requires investment, for example in storage capacity for intermediate products.

To enable the effective use and full remuneration of demand response, further improvements in power market design are discussed: (i) Enabling third parties (referred to as Demand Side Management Companies) to help business customers realise their flexibility potential; (ii) creating robust intraday and balancing prices in auction platforms as reference prices for longer-term contracts to stabilise revenue streams of flexibility providers; (iii) it needs to be further assessed whether additional catalysing instruments are necessary to initiate investment in new business processes or storage capacity.


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Mon, 02 May 2016 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.532689.de