Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_02.c.288763.de Nachrichten und Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Spotlight: Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Atomausstiegsgesetz http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548402.de Video

Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kommentiert im Spotlight Video-Blog das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Atomausstiegsgesetz:

„Das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts, demzufolge den Energiekonzernen Entschädigungszahlungen für den nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima beschlossenen Atomausstieg zustehen, wird die Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Diese tragen ohnehin schon einen Großteil der finanziellen Risiken, denn die Energiekonzerne können sich mit einer Zahlung in einen Fonds für Rückbau der Atomkraftwerke und Entsorgung des Atommülls von jedweder weiterer Haftung freikaufen. Nun müssen sie auch noch für die Stilllegung der Kraftwerke entschädigt werden. Der Atomausstieg wird für die Allgemeinheit also noch teurer als gedacht.

Das ändert aber nichts daran, dass der beschlossene Atomausstieg wichtig und richtig war. Deutschland braucht die Atomkraft nicht, weder was die Kosten der Energieversorgung noch die Versorgungssicherheit betrifft. Die Atomenergie ist teuer, das ist seit Jahrzehnten bekannt. Nun muss allerdings mehr denn je sichergestellt werden, dass die Kosten gerecht verteilt werden und die Energiekonzerne, die dank der Technologie über Jahrzehnte üppige Gewinne einfahren konnten, nicht weitgehend ungeschoren davonkommen.“

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Weitere Informationen zum Thema Atomausstieg


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Tue, 06 Dec 2016 01:03:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548402.de
Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung "Teilen, tauschen,leihen – Tragfähige Modelle zukünftigen Wirtschaftens?" erschienen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548376.de Teaser_VjH_02-2016_Teilen-Tauschen-Leihen.jpg

















In Wissenschaft, Politik und Wirtschaft wird seit einiger Zeit unter Stichworten wie soziale Innovation, Sharing Economy, Ökonomie des Teilens, kollaborativer Konsum oder Prosuming die Herausbildung alternativer Konsum-muster und Geschäftsmodelle diskutiert. Gemeinsam ist ihnen, dass sich die Aktivitäten auf den Erwerb von Nutzungs- und nicht auf den von Eigentumsrechten gründen und dass verfügbare Ressourcen effizient eingesetzt und genutzt werden sollen.

Die Ideen des Teilens, Tauschens und Leihens sind grundlegende ökonomische Gedanken und daher nicht neu. Die Frage allerdings, wohin führen uns alternative Konsum- und Geschäftsmodelle auf der Basis von Teilen, Tauschen und Leihen ist bislang unzureichend erforscht. Sind die Erwartungen an das Teilen, Tauschen und Leihen als wirtschaftliche Grundprinzipien überschätzt und werden die hiermit verbundenen Gefahren unterschätzt? Mit diesen Fragen befassen sich zwei Bände der Vierteljahrshefte für Wirtschaftsforschung aus ökonomischer und soziologischer Perspektive. Das hier vorliegende Heft 2/2016 versammelt fünf konzeptionelle Beiträge, die insbesondere den Begriff und die Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands sowie die Erklärungsansätze für das Phänomen in den Blick nehmen. Die demnächst vorliegende Ausgabe 3/2016 trägt dann den Titel "Teilen, tauschen, leihen - Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Soziales, Umwelt".

Inhalt der Ausgabe 2/2016:

  • Kornelia Hagen und Jana Rückert-Johns Teilen, tauschen, leihen — Tragfähige Modelle zukünftigen Wirtschaftens?
  • Michaela Haase und Doreén Pick Teilen, Sharing 1 und Sharing 2: Die Sharing Economy im Licht theoretischer Zugänge
  • Georg Hechenberger Einseitig alternativ? Zur Frage des Alternativen im Geld- und Finanzsystem
  • Kai-Uwe Hellmann Auf dem Weg in die „Prosumentengesellschaft“? Über die Stabilisierbarkeit produktiver Konsumentennetzwerke
  • Christian Lerch, Carsten Gandenberger, Niclas Meyer und Matthias Gotsch Grundzüge einer industriell-kollaborativen Wirtschaftsform
  • Harald Trabold und David Weaver Pay What You Want — Möglichkeiten und Grenzen eines alternativen Geschäftsmodells

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2/2016



Bild: Natalie Oritz / Flickr.com


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Tue, 06 Dec 2016 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548376.de
DIW Europe Lecture mit Barry Eichengreen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548379.de Am Dienstag, 13. Dezember 2016, findet die 3. DIW Europe Lecture zum Thema „The Populist Turn in American Politics: Implications for Europe” statt. In seinem Vortrag wird Barry Eichengreen, Professor für Volks- und Politikwissenschaft an der University of California in Berkeley, die populistische Wendung der amerikanischen Politik vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den heutigen Tagen thematisieren.

Die DIW Europe Lecture ist eine Veranstaltungsreihe mit führenden EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Wissenschaft zur Zukunft Europas. Ziel ist es, Debatten zu Kernfragen der europäischen Politik nach Berlin zu bringen.

Die Veranstaltung findet von 17:30 bis 19:00 Uhr im DIW Berlin, Mohrenstraße 58, statt. Bitte melden Sie sich bis Freitag, 09. Dezember, unter events@diw.de zur Veranstaltung an.


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Tue, 06 Dec 2016 08:32:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548379.de
Call for Papers "Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung": EU Capital Markets Union – alluring opportunity or blind alley? http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548329.de Im September 2015 verabschiedete die Europäische Kommission einen Aktionsplan für eine Europäische Kapitalmarktunion. Der Kommissionsvorschlag zielt auf die Schaffung eines stärker kapitalmarktorientierten Finanzierungssystems innerhalb der Europäischen Union ab. Im Grünpapier der Kommission heißt es, die Stärkung der Kapitalmärkte würde die Banken als Finanzierungsquelle ergänzen, und mehr Investitionsmittel für alle Unternehmen, insbesondere KMU, sowie für Infrastrukturprojekte freisetzen. Darüber hinaus würde eine Kapitalmarktunion mehr Investitionen aus dem Rest der Welt anziehen, und das Finanzsystem durch eine breitere Palette von Finanzierungsquellen  stabiler machen. Das geplante Vierteljahrsheft will fakten- und evidenzbasiert die derzeitigen Pläne zur europäischen Kapitalmarktunion und ihre Auswirkungen untersuchen.

HerausgeberIn: Hans-Helmut Kotz und Dorothea Schäfer

Call for Papers der Ausgabe 1/2017 Download

Allgemeine Informationen zum "Vierteljahrshefte" hier

Informationen für die AutorInnen hier


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Mon, 05 Dec 2016 12:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548329.de
"Ex post Merger Evaluation in the U.K. Retail Market for Books" für den Antitrust Writing Award nominiert http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548280.de Tomaso Dusos Artikel "Ex post Merger Evaluation in the U.K. Retail Market for Books" (zusammen mit Luca Aguzzoni, Elena Argentesi, Lorenzo Ciari und Massimo Tognoni), veröffentlicht im Journal of Industrial Economics, 2016, 64, 1, 170-200, wurde in die engere Wahl gezogen für den "Antitrust Writing Award" in der Kategorie "Best Academic Articles - Economics".

Weitere Informationen zu den Antitrust Writing Awards finden Sie hier: http://awards.concurrences.com/


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Fri, 02 Dec 2016 03:02:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548280.de
Neue Studie vorgestellt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548259.de Gute Gründe für gute Kitas!
Wer nutzt welche Qualität von Kindertageseinrichtungen und was bedeutet sie für die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit?

Pia S. Schober, C. Katharina Spieß, Juliane F. Stahl. - Berlin : Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Politik und Gesellschaft, 2016.


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Fri, 02 Dec 2016 10:54:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548259.de
Öffentliche Anhörung des Ausschusses für die Angelegenheiten der EU zum Thema "Europäischer Fonds für strategische Investitionen" http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548084.de Experten haben am Montag, 28. November 2016, im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union eine erste, überwiegend positive Zwischenbilanz des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) gezogen, jedoch auch vor möglichen Mitnahme- und Verdrängungseffekten gewarnt. Prof. Dr. Martin Gornig, stellvertretender Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte am DIW Berlin, war einer der geladenen Sachverständigen. Weitere Informationen sowie die Live-Aufzeichnung können Sie hier abrufen: Mediathek des Deutschen Bundestages


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Wed, 30 Nov 2016 11:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548084.de
DIW Konjunkturbarometer November 2016: Deutsche Wirtschaft legt trotz Risiken kleinen Jahresendspurt hin http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548068.de Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisiert im November nach wie vor eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zum Jahresende: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Schlussquartal mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal etwas schneller steigen als im dritten Quartal (0,2 Prozent). Der Stand des Barometers liegt mit 101 Punkten knapp über der Marke von 100 Punkten, die einen durchschnittlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung anzeigt.


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Wed, 30 Nov 2016 10:39:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548068.de
Wochenendarbeit in Deutschland: 45 Prozent der Beschäftigten arbeiten auch am Samstag – rund ein Viertel am Sonntag http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548004.de Insgesamt nimmt die Wochenendarbeit im Land aber eher ab – DIW-Studie zeigt, dass der Anteil der am Wochenende beruflich Aktiven in den letzten Jahren leicht zurückgegangen ist – Es gibt aber Ausnahmen: In einigen Branchen wird zunehmend am Samstag und Sonntag gearbeitet

Immer öfter haben Geschäfte sonntags auf, immer mehr Ältere sind rund um die Uhr auf Pflege angewiesen. Auch deshalb haben viele Menschen den Eindruck, dass die Erwerbstätigkeit am Wochenende zunimmt. Das ist aber nicht der Fall, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt. Im Jahr 2015 arbeiteten fast 45 Prozent aller Erwerbstätigen, sprich 19,3 Millionen Beschäftigte, regelmäßig oder gelegentlich an einem Samstag. Im Jahr 2011 waren es noch drei Prozentpunkte oder 600.000 Personen mehr. Die Zahl der am Sonntag aktiven Erwerbstätigen hat ebenfalls abgenommen, um eine halbe Million. Dabei ergibt sich ein uneinheitliches Bild: In bestimmten Wirtschaftszweigen, bei denen Wochenendarbeit besonders verbreitet ist – etwa dem Handel, der Gastronomie und dem Bereich Gesundheit und Soziales  –  wächst die Beschäftigung kräftig. Dagegen wirkt, dass sich in der Summe der Wirtschaftsbereiche der Personaleinsatz eher weg vom Wochenende hin zu den üblichen Werktagen verschiebt. Das ist zum Beispiel in der Bauwirtschaft, in den Bereichen Verkehr sowie Information und Kommunikation und zum Teil in der Industrie der Fall.


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Wed, 30 Nov 2016 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.548004.de
"Jüngere arbeiten häufiger am Wochenende": Interview mit Karl Brenke http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547989.de Herr Brenke, als KonsumentIn muss man sich am Wochenende immer weniger einschränken, die Industrieproduktion verlangt Schichtarbeit und Kranke und Pflegebedürftige müssen natürlich auch am Wochenende versorgt werden. Gehört das freie Wochenende nicht der Vergangenheit an?

Ich bin auch mit dieser Hypothese in die Untersuchung hineingegangen und dachte, alles spricht eigentlich dafür, dass Wochenendarbeit sich mehr und mehr ausbreitet, aber tatsächlich ist das nicht der Fall. Zwar hat die Arbeit am Wochenende bei den abhängig Beschäftigten etwa bis 2007/2008 zugenommen, seitdem aber können wir feststellen, dass der Anteil derjenigen, die am Wochenende arbeiten, kleiner geworden ist. Ein ähnliches Phänomen sieht man zum Teil schon länger bei den Selbständigen. Bei den Selbständigen mit Beschäftigten war die Zahl der am Wochenende Tätigen lange Zeit konstant, zuletzt aber ist sie rückläufig gewesen, und bei den sogenannten Soloselbständigen haben wir schon seit Längerem den Trend, dass Wochenendarbeit eher an Bedeutung verliert. Insgesamt ist es nicht so, dass Arbeit immer mehr entgrenzt wird, dass also die Arbeitskräfte dazu gezwungen sind, am Wochenende tätig zu sein. [...]

Das Interview mit Karl Brenke ist aus dem DIW Wochenbericht 48/2016: hier als PDF-Dokument und Podcast.


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Wed, 30 Nov 2016 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547989.de
Datenschutz und Wettbewerb: Genaue Prüfung des Falls Microsoft/LinkedIn notwendig. Kommentar von Nicola Jentzsch http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547991.de Die nächste Großfusion in der IT-Welt steht vor der Tür: Microsoft hat im Juni den Kauf des Netzwerks LinkedIn angekündigt. Bei der Europäischen Kommission traf das Vorhaben zunächst auf Bedenken. Diesen kommt Microsoft jetzt mit Zugeständnissen entgegen, die sich auf bestimmte Geschäftsbereiche (Hardware und Software) beziehen. Eine eingehende Prüfung des Falles wäre aber insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes angezeigt.

Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 48/2016


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Wed, 30 Nov 2016 08:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547991.de
Masterarbeit mit Tiburtius-Preis ausgezeichnet http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547973.de Die Masterarbeit von Herrn Moritz Niemeyer, ehemaliger studentischer Mitarbeiter am DIW Berlin, wurde mit dem Tiburtius-Preis 2016 ausgezeichnet (2. Preis).

Die Arbeit mit dem Titel "Möglichkeiten der Bereitstellung von Regelleistung durch Elektrofahrzeuge" wurde von Herrn Niemeyer während seiner Zeit am DIW Berlin im Rahmen des Forschungsprojekts ImpRES erstellt. Die Arbeit wurde an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin eingereicht. Erstbetreuer war Dr. Wolf-Peter Schill, Zweitbetreuer Prof. Dr. Stefan Klinski . Aus der Arbeit gingen eine Weiterentwicklung des Open-Source-Modells Dieter sowie ein Artikel in der Zeitschrift für Energiewirtschaft hervor.

Im Rahmen des Tiburtius-Preises verleiht die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen jährlich drei Preise sowie zusätzlich drei Anerkennungspreise an Doktorandinnen und Doktoranden der Berliner Hochschulen für hervorragende Dissertationen und drei Preise an Absolventinnen und Absolventen der Berliner Fachhochschulen für hervorragende Masterarbeiten. Wir gratulieren Herrn Niemeyer herzlich zu diesem Erfolg!


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Tue, 29 Nov 2016 01:33:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547973.de
Tax evasion and the impact of international regulation: a summary of empirical results http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547771.de While combating tax evasion ranks highly on the international policy agenda and journalists are covering leak after leak, the economics profession at large has somewhat neglected the subject until recently. In the last years, however, a combination of better international financial data and ingenious identification strategies in several pioneering studies has made the subject popular in empirical economics. These contributions are summarized below.             


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Tue, 29 Nov 2016 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547771.de
DFG-Sonderforschungsbereich „Rationalität und Wettbewerb“: DIW-Abteilungsleiter Haan und Menkhoff leiten Teilprojekte http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547689.de Preise, Löhne, Kaufentscheidungen und Finanzinvestitionen: Wie beeinflussen verzerrte Erwartungen die wirtschaftlichen Entscheidungen von privaten Haushalten? Diesem Fragenkomplex werden sich im Rahmen des neuen Sonderforschungsbereichs „Rationalität und Wettbewerb“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die DIW-Abteilungsleiter Peter Haan und Lukas Menkhoff als Teilprojektleiter widmen.

Der Transregio-Sonderforschungsbereich „Rationalität und Wettbewerb“ (TRR 190) ist an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt und hat vorläufig ein Volumen von über neun Millionen Euro; die erste Förderperiode läuft von 2017 bis 2020. Neben den finanziellen Investitionen stehen Ausbildung, Gesundheit, Arbeitsangebot sowie der Kauf von langlebigen Konsumgütern im Fokus der Wissenschaft, und zwar immer unter besonderer Berücksichtigung von Wettbewerbssituationen auf den Märkten. Peter Haan, Abteilungsleiter Staat am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), untersucht, wie verzerrte Erwartungen über Preise und Löhne die Entscheidungen von Menschen beeinflussen und welche wirtschaftspolitischen Implikationen sich daraus ergeben. Lukas Menkhoff, Abteilungsleiter Weltwirtschaft, geht der Frage nach, ob Verhaltensverzerrungen schlechte Finanzentscheidungen mit verursachen und welche Bedeutung dabei der finanziellen Bildung zukommt. Konkret will er die Wirkung von verzerrten Ertragserwartungen, Selbstkontrolle und Sozialvergleich auf zu hohe und überteuerte Kreditaufnahme analysieren. Für die empirischen Analysen werden Laborexperimente und ökonometrische Analysen genutzt.

Von zentraler Bedeutung für beide Projekte sind Informationen über die Erwartungen von Haushalten, die mit einer neuen Stichprobe der am DIW Berlin angesiedelten Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) gewonnen werden. Die neue SOEP-Stichprobe wird von der DFG kofinanziert und auch von weiteren am SFB beteiligten Projekten genutzt werden. Um selektives Antwortverhalten sowie Messfehler in den Befragungsdaten besser zu berücksichtigen als bislang, werden auch neue ökonometrische Methoden entwickelt. 


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Thu, 24 Nov 2016 01:11:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547689.de
Ganztagsschule und Hort erhöhen die Erwerbsbeteiligung von Müttern mit Grundschulkindern http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547605.de Über zehn Prozent der vorher nicht erwerbstätigen Frauen werden berufstätig, wenn ihr Kind nach der Einschulung nachmittags betreut werden kann – Familien- und Bildungspolitik sollten neben Kita-Ausbau auch verstärkt Betreuungssituation der Schulkinder im Blick haben

Werden Kinder nach der Einschulung in Ganztagsschulen oder im Hort auch am Nachmittag betreut, sind Mütter deutlich häufiger und länger berufstätig als zuvor. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basiert. Die Untersuchung gehört zu den wenigen Studien, die für Deutschland die Effekte der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern auf die Erwerbstätigkeit von Müttern analysieren. Demzufolge nehmen mehr als elf Prozent der Frauen, die vor der Einschulung ihres Kindes nicht berufstätig waren, eine Erwerbstätigkeit auf. Mütter, die bereits zuvor einem Job nachgingen, arbeiten aufgrund der Nachmittagsbetreuung ihres Kindes wöchentlich im Schnitt gut zweieinhalb Stunden mehr.


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Wed, 23 Nov 2016 09:36:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547605.de
"Die Betreuungsproblematik endet nicht mit der Einschulung": Interview mit Jan Marcus http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547569.de Herr Marcus, Sie haben untersucht, welchen Effekt die Kinderbetreuung in Ganztagsschulen und Horten auf die Erwerbsbeteiligung von Müttern hat. Warum haben Sie sich auf die Nachmittagsbetreuung fokussiert?

Deutschland ist eines der wenigen Länder, wo die Grundschule bislang nur vormittags bis zum Mittagessen stattfand, und selbst das wurde in der Grundschule nicht bereitgestellt. Bislang stand vor allen Dingen die frühkindliche Betreuungssituation im Fokus. Mit dem Ausbau der Ganztagsschule sind jetzt auch die Grundschulkinder in den Fokus gerückt. [...]

Das Interview mit Jan Marcus ist aus dem DIW Wochenbericht 47/2016. Hier gibt es das Interview als pdf-Dokument und Podcast.


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Wed, 23 Nov 2016 08:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547569.de
Menschen mit Migrationshintergrund zahlen elf Euro mehr Miete pro Monat http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547571.de Seit 2006 gilt in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – auch für den Wohnungsmarkt. Die vorliegenden Berechnungen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels zeigen jedoch, dass Mieterinnen und Mieter mit Migrationshintergrund deutschlandweit im Jahr 2013 durchschnittlich knapp elf Euro höhere Mieten pro Monat zahlten als Haushalte ohne Migrationshintergrund. Und das, obwohl ihre Wohnungen im Schnitt über weniger Zimmer pro Person verfügten und in Nachbarschaften mit höherer Arbeitslosigkeit sowie geringerer Kaufkraft lagen.

Der gesamte Wochenbericht von Tim Winke in: DIW Wochenbericht 47


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Wed, 23 Nov 2016 08:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547571.de
"Länger arbeiten? Aber bitte nur bei wirksamem Schutz vor Altersarmut": Kommentar von Johannes Geyer und Peter Haan http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547577.de Lebt man länger, sollte man auch länger arbeiten. So die eigentlich ziemlich einleuchtende Idee hinter dem jüngsten Vorschlag der Union, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, um die gesetzliche Rentenversicherung zu stabilisieren. Ohne zusätzliche Maßnahmen wäre aber eine solche Reform zu kurz gegriffen.

Der vollständige Kommentar von Johannes Geyer und Peter Haan in: DIW Wochenbericht 47/2016


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Wed, 23 Nov 2016 08:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547577.de
Mangelnde Gleichberechtigung bei Finanzentscheidungen trägt zu geringerer Finanzbildung von Frauen bei http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547261.de DIW Berlin untersucht für mehrere Länder die Ursachen für die geringere Finanzbildung von Frauen – Neben Einkommen, Bildung und Erfahrung spielen kulturelle Faktoren eine wesentliche Rolle – Durch bessere Finanzbildung könnten Frauen effektiver für das Alter vorsorgen

In den meisten Ländern der Welt wissen Frauen weniger über Finanzen als Männer. Sozio-demographische Faktoren wie Einkommen, Alter und Bildung sowie die Erfahrung mit Finanzangelegenheiten liefern Erklärungen für diesen Gender Gap in der finanziellen Bildung. Insbesondere spielen kulturelle Faktoren wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Studie untersucht insbesondere Deutschland, die USA und Thailand. Frauen in Deutschland und den USA schneiden bei Tests zur finanziellen Bildung schlechter ab als Männer, auch diejenigen mit hoher Bildung oder Alleinstehende. In Thailand dagegen wissen Frauen genauso viel, und teilweise mehr, über Finanzen und Geld als Männer. „Kulturell bedingt übernehmen in Thailand Frauen oft die finanzielle Verantwortung im Haushalt, in diesem Punkt herrscht dort mehr Gleichberechtigung als bei uns“, erklärt Studienautorin Antonia Grohmann.


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Wed, 16 Nov 2016 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547261.de
Smartphone und Internet dominieren die Freizeit Jugendlicher - Die Art der Nutzung hängt von Einkommen und Bildung ab http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547264.de DIW-Studie zeigt: IT und Kommunikationstechnologien sind im Freizeitverhalten der Jugend  allgegenwärtig – Der Zugang ist für alle gewährleistet, eine Kluft besteht aber in der Nutzung – Bildungspolitik muss auf die IT-Fertigkeiten der jungen Leute aufbauen

Rund 85 Prozent aller 17-Jährigen in Deutschland beschäftigen sich täglich mit dem PC oder Internet. Vor 15 Jahren war es weniger als ein Drittel. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) und des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Studie zeigt, wie allgegenwärtig PC und Smartphones in der Freizeit der Jugendlichen sind: 78 Prozent der 17-Jährigen surfen oder chatten nach eigenen Angaben täglich, 72 Prozent sind jeden Tag in den sozialen Netzwerken unterwegs. Stark nachgelassen hat hingegen die Bedeutung des Fernsehens und des Lesens für die Freizeitgestaltung der Jugendlichen. Haben vor 15 Jahren noch 53 Prozent der 17-Jährigen mindestens einmal wöchentlich gelesen, waren es zwischen 2011 und 2013 nur noch 43 Prozent.


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Wed, 16 Nov 2016 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.547264.de