Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin

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30.11.2016

DIW Konjunkturbarometer November 2016: Deutsche Wirtschaft legt trotz Risiken kleinen Jahresendspurt hin

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisiert im November nach wie vor eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zum Jahresende: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Schlussquartal mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal etwas schneller steigen als im dritten Quartal (0,2 Prozent). Der Stand des Barometers liegt mit 101 Punkten knapp über der Marke von 100 Punkten, die einen durchschnittlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung anzeigt.

30.11.2016

Wochenendarbeit in Deutschland: 45 Prozent der Beschäftigten arbeiten auch am Samstag – rund ein Viertel am Sonntag

Insgesamt nimmt die Wochenendarbeit im Land aber eher ab – DIW-Studie zeigt, dass der Anteil der am Wochenende beruflich Aktiven in den letzten Jahren leicht zurückgegangen ist – Es gibt aber Ausnahmen: In einigen Branchen wird zunehmend am Samstag und Sonntag gearbeitet

Immer öfter haben Geschäfte sonntags auf, immer mehr Ältere sind rund um die Uhr auf Pflege angewiesen. Auch deshalb haben viele Menschen den Eindruck, dass die Erwerbstätigkeit am Wochenende zunimmt. Das ist aber nicht der Fall, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt. Im Jahr 2015 arbeiteten fast 45 Prozent aller Erwerbstätigen, sprich 19,3 Millionen Beschäftigte, regelmäßig oder gelegentlich an einem Samstag. Im Jahr 2011 waren es noch drei Prozentpunkte oder 600.000 Personen mehr. Die Zahl der am Sonntag aktiven Erwerbstätigen hat ebenfalls abgenommen, um eine halbe Million. Dabei ergibt sich ein uneinheitliches Bild: In bestimmten Wirtschaftszweigen, bei denen Wochenendarbeit besonders verbreitet ist – etwa dem Handel, der Gastronomie und dem Bereich Gesundheit und Soziales  –  wächst die Beschäftigung kräftig. Dagegen wirkt, dass sich in der Summe der Wirtschaftsbereiche der Personaleinsatz eher weg vom Wochenende hin zu den üblichen Werktagen verschiebt. Das ist zum Beispiel in der Bauwirtschaft, in den Bereichen Verkehr sowie Information und Kommunikation und zum Teil in der Industrie der Fall.

23.11.2016

Ganztagsschule und Hort erhöhen die Erwerbsbeteiligung von Müttern mit Grundschulkindern

Über zehn Prozent der vorher nicht erwerbstätigen Frauen werden berufstätig, wenn ihr Kind nach der Einschulung nachmittags betreut werden kann – Familien- und Bildungspolitik sollten neben Kita-Ausbau auch verstärkt Betreuungssituation der Schulkinder im Blick haben

Werden Kinder nach der Einschulung in Ganztagsschulen oder im Hort auch am Nachmittag betreut, sind Mütter deutlich häufiger und länger berufstätig als zuvor. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basiert. Die Untersuchung gehört zu den wenigen Studien, die für Deutschland die Effekte der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern auf die Erwerbstätigkeit von Müttern analysieren. Demzufolge nehmen mehr als elf Prozent der Frauen, die vor der Einschulung ihres Kindes nicht berufstätig waren, eine Erwerbstätigkeit auf. Mütter, die bereits zuvor einem Job nachgingen, arbeiten aufgrund der Nachmittagsbetreuung ihres Kindes wöchentlich im Schnitt gut zweieinhalb Stunden mehr.

16.11.2016

Smartphone und Internet dominieren die Freizeit Jugendlicher - Die Art der Nutzung hängt von Einkommen und Bildung ab

DIW-Studie zeigt: IT und Kommunikationstechnologien sind im Freizeitverhalten der Jugend  allgegenwärtig – Der Zugang ist für alle gewährleistet, eine Kluft besteht aber in der Nutzung – Bildungspolitik muss auf die IT-Fertigkeiten der jungen Leute aufbauen

Rund 85 Prozent aller 17-Jährigen in Deutschland beschäftigen sich täglich mit dem PC oder Internet. Vor 15 Jahren war es weniger als ein Drittel. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) und des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Studie zeigt, wie allgegenwärtig PC und Smartphones in der Freizeit der Jugendlichen sind: 78 Prozent der 17-Jährigen surfen oder chatten nach eigenen Angaben täglich, 72 Prozent sind jeden Tag in den sozialen Netzwerken unterwegs. Stark nachgelassen hat hingegen die Bedeutung des Fernsehens und des Lesens für die Freizeitgestaltung der Jugendlichen. Haben vor 15 Jahren noch 53 Prozent der 17-Jährigen mindestens einmal wöchentlich gelesen, waren es zwischen 2011 und 2013 nur noch 43 Prozent.

16.11.2016

Mangelnde Gleichberechtigung bei Finanzentscheidungen trägt zu geringerer Finanzbildung von Frauen bei

DIW Berlin untersucht für mehrere Länder die Ursachen für die geringere Finanzbildung von Frauen – Neben Einkommen, Bildung und Erfahrung spielen kulturelle Faktoren eine wesentliche Rolle – Durch bessere Finanzbildung könnten Frauen effektiver für das Alter vorsorgen

In den meisten Ländern der Welt wissen Frauen weniger über Finanzen als Männer. Sozio-demographische Faktoren wie Einkommen, Alter und Bildung sowie die Erfahrung mit Finanzangelegenheiten liefern Erklärungen für diesen Gender Gap in der finanziellen Bildung. Insbesondere spielen kulturelle Faktoren wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Studie untersucht insbesondere Deutschland, die USA und Thailand. Frauen in Deutschland und den USA schneiden bei Tests zur finanziellen Bildung schlechter ab als Männer, auch diejenigen mit hoher Bildung oder Alleinstehende. In Thailand dagegen wissen Frauen genauso viel, und teilweise mehr, über Finanzen und Geld als Männer. „Kulturell bedingt übernehmen in Thailand Frauen oft die finanzielle Verantwortung im Haushalt, in diesem Punkt herrscht dort mehr Gleichberechtigung als bei uns“, erklärt Studienautorin Antonia Grohmann.

15.11.2016

Erste repräsentative Befragung von seit 2013 eingereisten Geflüchteten: Geflüchtete Menschen haben eine hohe Bildungsorientierung

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Die seit 2013 eingereisten Geflüchteten zeigen eine hohe Bildungsorientierung. Es gibt viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen. Die häufigsten Fluchtursachen sind Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 2.300 geflüchteten Menschen über 18 Jahren, die gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt wurde.

09.11.2016

Die meisten Selbständigen betreiben Altersvorsorge oder haben Vermögen, aber etwa 700.000 sorgen nicht genügend für das Alter vor

Die überwiegende Zahl der Selbständigen zahlt nicht regelmäßig in eine obligatorische Rentenkasse ein, viele sorgen aber privat vor

Mehr als die Hälfte der Selbständigen in Deutschland ist nicht bei einer obligatorischen Rentenkasse (gesetzliche Rentenversicherung oder berufsständische Versorgungswerke) versichert. Das bedeutet aber nicht, dass der Großteil finanziell unzureichend auf den Ruhestand vorbereitet ist. Denn mehr als die Hälfte der nicht obligatorisch versicherten Selbständigen hat eine Kapitallebensversicherung oder eine private Rentenversicherung. Vor allem ist aber oft Immobilien- sowie Anlagevermögen vorhanden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über eine mögliche gesetzlich vorgeschriebene obligatorische Vorsorge für Selbständige. „Mit den Ergebnissen auf Basis der Mikrozensus-Erhebung wird die aktuelle Diskussion über die Altersvorsorge der Selbständigen auf ein festeres Fundament gestellt – nicht mehr und nicht weniger", so Karl Brenke, Autor der Studie.

09.11.2016

Unternehmen forschen nicht immer dort, wo die öffentliche Forschung stark ist

Forschung und Entwicklung ist in Deutschland stark auf Ballungszentren konzentriert ­– dynamische Entwicklung der öffentlichen Forschung

Für die private Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland spielt die räumliche Nähe zur Industrieproduktion eine stärkere Rolle als die Nähe zu öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Die Politik sollte deswegen die überregionale Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen vorantreiben“, sagt DIW-Ökonom Alexander Eickelpasch. Wenn die Forschung mit der Industrie überregional zusammenarbeitet, können insbesondere Regionen mit einem schwachen Industriebesatz davon profitieren. Darüber hinaus könnten Regionen mit starker öffentlicher Forschung ihre Wissenspotentiale besser für sich nutzen, wenn die regionale Industrie etwa im Rahmen von Ansiedlungs- und Bestandspolitik unterstützt wird.

02.11.2016

Klimaschutz in Europa ist ohne Atomkraft möglich

Simulationen des DIW Berlin: Erneuerbare Energien können bis 2050 Atomstrom vollständig ersetzen, ohne die Klimaschutzziele oder die Versorgungssicherheit zu gefährden – Atomkraft ist nicht wettbewerbsfähig und wäre auch künftig die teuerste Variante der Stromproduktion

Europa ist auf die Stromproduktion durch Atomkraftwerke nicht angewiesen: Die Klimaschutzziele lassen sich bis 2050 gänzlich ohne Atomstrom realisieren – bei einer gleichzeitig sicheren Energieversorgung. Hinzu kommt, dass Atomkraft auch künftig die mit Abstand teuerste Variante wäre, Strom zu erzeugen. Das ergeben aktuelle Simulationen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf früheren Szenarioberechnungen aufbauen und um aktuelle Daten und Rahmenbedingungen ergänzt wurden. „Die Atomkraft ist eine Technologie der Vergangenheit, die ohne Subventionen nicht wettbewerbsfähig war und es auch niemals sein wird – selbst dann nicht, wenn man die Umweltrisiken und die Entsorgung des Atommülls außen vor lässt“, sagt die Energieökonomin Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin. Der Studie zufolge kostet die Stromproduktion durch Atomkraft selbst bei einem sehr hohen CO2-Preis von 100 Euro pro Tonne mit gut zwölf Cent pro Kilowattstunde deutlich mehr als die Stromerzeugung in Kohle- und Gaskraftwerken oder durch erneuerbare Energien.

Während Deutschland und einige andere westeuropäische Länder wie Italien, Österreich oder Belgien den Atomausstieg beschlossen oder sogar bereits vollzogen haben, planen osteuropäische Länder wie Litauen oder Polen mehr oder weniger konkret einen Ausbau der Atomkraft. Obwohl es oftmals Widerstände in der Bevölkerung gibt und die Finanzierung ungewiss ist, weist auch die Europäische Kommission in ihrem aktuellen Referenzszenario aus dem Jahr 2016 einen hohen Anteil von Atomenergie am europäischen Strommix der Zukunft aus. Für den Zeitraum von 2030 bis 2050 sieht das Szenario den Neubau von Atomkraftwerken mit einer Erzeugungskapazität von über 50 Gigawatt vor – ein Gigawatt entspricht dabei in etwa einem Atomkraftwerk.

27.10.2016

DIW Konjunkturbarometer Oktober 2016: Deutsche Wirtschaft beschleunigt leicht

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) steigt im Oktober auf 103 Punkte und deutet damit auf eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im Schlussquartal 2016 hin. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann um 0,4 Prozent zunehmen, im Vergleich zu 0,3 Prozent im dritten Quartal. „Die deutsche Wirtschaft hält Kurs, trotz hoher Unsicherheiten wie der anhaltenden Ungewissheit über die Folgen des Brexit-Votums, der angespannten Situation in Teilen des europäischen Bankensektors und der zahlreichen geopolitischen Risiken, etwa der Lage in der Türkei, dem Krieg in Syrien, einer sich abzeichnenden Zunahme des Protektionismus und nicht zuletzt des noch ungewissen Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

26.10.2016

Erzieherinnen sind überwiegend zufrieden mit ihrer Arbeit, aber weniger mit dem Lohn

DIW-Studie auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels: Viele Erzieherinnen möchten ihre Arbeitszeit gerne erhöhen – Mehr Investitionen in die frühe Bildung könnten Belastung der Erzieherinnen senken und Anerkennung erhöhen

Erzieherinnen sind mit ihrer Arbeit zufriedener als Beschäftigte vieler anderer Berufsgruppen. Ihr Gehalt empfinden sie – im Vergleich zu einigen anderen Berufsgruppen – häufiger aber als nicht so angemessen. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) der Jahre 2008 bis 2014 basiert. Analysiert wurden nur Erzieherinnen, nicht aber Erzieher, weil Männer diesen Beruf selten ergreifen und die Fallzahl in der Stichprobenerhebung für aussagekräftige Analysen zu gering ist. Die Analysen zeigen, dass Erzieherinnen mit ihrer Arbeit ähnlich hohe Zufriedenheitswerte wie Grundschullehrerinnen erreichen und höhere Werte als Verwaltungsfachfrauen und andere erwerbstätige Frauen mit berufsqualifizierendem Abschluss. Obwohl sich Erzieherinnen insgesamt nicht überdurchschnittlich stark belastet fühlen und beispielsweise nicht häufiger über Zeitdruck klagen als andere Beschäftigte, macht ihnen die zunehmende Arbeitsintensität zu schaffen.

19.10.2016

Für hohe Vermögen in Deutschland spielen neben Selbständigkeit und Unternehmertum auch Erbschaften und Schenkungen eine große Rolle

DIW-Studie beleuchtet die weltweit  bislang nur wenig erforschte Lebenssituation von Hochvermögenden

Auf Basis einer nicht repräsentativen Erhebung des DIW Berlin und der Universität Potsdam wurde die Lebenssituation von Hochvermögenden in Deutschland erstmals näher untersucht. Diese sind Personen in Haushalten mit einem Geldvermögen von mehr als einer Million Euro. Sie sind typischerweise männlich, im höheren Lebensalter und überdurchschnittlich gut gebildet. Die Erhebung wurde im Rahmen des 5. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durchgeführt. 

29.09.2016

Gemeinschaftsdiagnose im Herbst 2016: Deutsche Wirtschaft gut ausgelastet – Wirtschaftspolitik neu ausrichten

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem moderaten Aufschwung, der von einem stabilen Arbeitsmarkt und kräftigen Konsum gestützt wird. Davon gehen die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute aus. Das Bruttoinlandsprodukt wird demnach im nächsten Jahr um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent wachsen. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum von 1,9 Prozent erwartet, so die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gemeinschaftsdiagnose. Im Frühjahr gingen die Institute noch von einem Wachstum von 1,6 Prozent für dieses und 1,5 Prozent für nächstes Jahr aus.

29.09.2016

Zweifache Auszeichnung für Claudia Kemfert

Die Energieökonomin Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG), wird in diesen Tagen gleich zweimal für ihre Leistungen ausgezeichnet. Zum einen verleiht ihr EUROSOLAR wegen ihres konsequenten und nachhaltigen Einsatzes für eine an Fakten orientierte Energiepolitik zusammen mit der EnergieAgentur.NRW am 8. Oktober 2016 den Deutschen Solarpreis 2016 in der Kategorie „Sonderpreis für persönliches Engagement“. Zum anderen wird sie am 20. Oktober 2016 vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft als eine der prominentesten und präsentesten VerfechterInnen einer ökologischen Steuerreform, des Verursacherprinzips und einer nachhaltigen Energiewirtschaft mit dem Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik geehrt.

28.09.2016

In Deutschland hohe und stabile Solidaritätsbereitschaft mit notleidenden EU-Ländern

DIW-Studie zeigt: Fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland findet Hilfe für EU-Krisenländer richtig – Rund 30 Prozent  lehnen sie ab – Kürzungen von Sozialausgaben in den Krisenländern werden auch hierzulande kritisch bewertet

Entgegen dem oft propagierten Bild unterstützen viele Bürgerinnen und Bürger die deutschen Hilfen für finanziell in Not geratene EU-Länder. Im zweiten Halbjahr 2015 hielten es 48 Prozent der Erwachsenen für richtig, dass Deutschland anderen EU-Mitgliedsländern finanziell hilft. Rund 30 Prozent lehnten dies ab und etwa 20 Prozent waren indifferent. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Universität Leipzig auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Im Vergleich mit früheren Befragungen des Eurobarometer seit 2010 hat die Unterstützung der Bevölkerung nicht nachgelassen. „Obwohl sich die Krise in einigen südeuropäischen Ländern in dieser Zeit deutlich verschärft hat und bestimmte Jahre, etwa während der Griechenlandkrise, von negativen Schlagzeilen geprägt waren, ist die Bereitschaft zur Solidarität weiterhin hoch“, fassen die Autoren Holger Lengfeld, Professor für Soziologie der Universität Leipzig, und Martin Kroh, stellvertretender SOEP-Leiter, das Ergebnis der Studie zusammen.

28.09.2016

Wärmemonitor Deutschland 2015: Mit der Erfahrung kommt der Sanierungserfolg

Weiter sinkender Energiebedarf – Wohnungswirtschaft nimmt Vorreiterrolle ein – Kleinere Unternehmen und Private brauchen mehr Unterstützung

Der Trend zum sinkenden Energiebedarf in Deutschland setzt sich fort. Dies bestätigt der vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Grundlage von Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland GmbH berechnete Wärmemonitor 2015. Demnach ist der Heizenergiebedarf von Mehrfamilienhäusern in Deutschland seit dem Jahr 2003 insgesamt um rund 18 Prozent gesunken. Die Auswertungen des Wärmemonitors zeigen, dass die Energiepreise je Kilowattstunde in der abgelaufenen Heizperiode 2015 im deutschlandweiten Durchschnitt abermals kräftig um gut sechs Prozent gegenüber der Vorperiode gesunken sind. Im Zweijahresvergleich zahlten die privaten Haushalte im Jahr 2015 durchschnittlich gut 14 Prozent weniger an Heizkosten. Unterschiede beim Energiebedarf gibt es trotz einer allmählichen Annäherung nach wie vor zwischen den alten und neuen Ländern: In den alten Ländern lag der Heizenergiebedarf nach vorläufigen Berechnungen für die Heizperiode 2015 rund 6,5 Prozent über dem durchschnittlichen Verbrauch in den neuen Ländern. Zuletzt ist auch das Gefälle zwischen den Bundesländern mit einem hohen durchschnittlichen Heizenergiebedarf im Norden und den Ländern im Süden etwas kleiner geworden.

28.09.2016

DIW Konjunkturbarometer September 2016: Deutsche Wirtschaft setzt Aufwärtsbewegung fort

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im September von 100 auf 98 Punkte. Damit signalisiert es nur noch knapp einen durchschnittlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung im dritten Vierteljahr. Diese Abschwächung dürfte allerdings die Entwicklung im dritten Quartal unterschätzen, denn sie ist wohl vor allem den deutlichen Rückgängen bei der Industrieproduktion und bei den Ausfuhren geschuldet. Diese dürften wiederum maßgeblich der frühen Lage der Werksferien bei einigen Unternehmen geschuldet sein – diese fanden dieses Jahr bereits im Juli statt. Es gibt bereits Anzeichen, dass die Ausfälle im August aufgeholt wurden. Daher dürfte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im zu Ende gehenden dritten Quartal wohl unterm Strich mit einem Zuwachs von knapp 0,3 Prozent nur geringfügig schwächer ausfallen als im zweiten Quartal; in diesem war das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent gestiegen. Die deutsche Wirtschaft folgt damit weiter ihrem stabilen Aufwärtstrend.

23.09.2016

„Shopping for a better World“ funktioniert nur bedingt

Kauf aus reinen Imagegründen kann sogar die Standards senken

Ob der Einkauf von ökologischen und fair gehandelten Produkten tatsächlich für bessere Produktionsstandards oder nur für ein gutes Gewissen sorgt, hängt davon ab, mit welcher Motivation diese Produkte gekauft werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Der steigende Absatz von nachhaltig gelabelten Produkten allein führt nicht automatisch zu höheren Produktionsstandards“, sagt Jana Friedrichsen, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Wettbewerb und Verbraucher am DIW Berlin. Nur wenn ein echtes Interesse an alternativen Produktionsprozessen hinter der Kaufentscheidung steht und der Hersteller darauf reagiert, verbessern sich auch die Produktionsbedingungen. Wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch mit dem Kauf nachhaltiger Produkte nur an ihrem „grünen“ beziehungsweise sozialen Image interessiert sind, wird der Hersteller darauf reagieren – und nicht unbedingt seine Produktionsbedingungen verbessern. Im ungünstigsten Fall kann der Einkauf von nachhaltigen Produkten sogar dazu beitragen, dass die Produktpalette weniger nachhaltig wird. Die Studie liefert somit wichtige Hinweise für die Gestaltung von Maßnahmen zur Förderung nachhaltigen Konsums.

21.09.2016

C. Katharina Spieß in den erweiterten Vorstand des Vereins für Socialpolitik gewählt

Die Bildungs- und Familienökonomin C. Katharina Spieß, Leiterin der Abteilung Bildung und Familie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Familien- und Bildungsökonomie an der Freien Universität Berlin, ist in den erweiterten Vorstand des Vereins für Socialpolitik (VfS) gewählt worden. Spieß wird dem erweiterten Vorstand ab 1. Januar 2017 für einen Zeitraum von vier Jahren angehören. „Die Berufung ist in erster Linie eine hervorragende Auszeichnung für die wissenschaftliche Arbeit von Frau Spieß, aber auch ein Beleg für die Relevanz des DIW Berlin in der wirtschaftspolitischen Beratung und Forschung“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

14.09.2016

Chancen auf eine hohe Führungsposition: Im Finanzsektor ist die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern am größten

Die Möglichkeit zur Vollzeitarbeit ist in allen Branchen immer noch eine zentrale Voraussetzung für den Aufstieg

Frauen haben in Deutschland deutlich schlechtere Chancen auf eine hohe Führungsposition als Männer, im Geschlechtervergleich lagen sie im Finanzsektor am meisten zurück. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für die Jahre 2001 bis 2014. Obwohl es in der Finanzbranche vergleichsweise viele hohe Führungspositionen gibt, profitierten hiervon hauptsächlich Männer. Eine der größten Karrierehemmnisse für Frauen ist Forschungsdirektorin Elke Holst zufolge die Teilzeitarbeit. „Unternehmen präferieren nach wie vor Vollzeitkräfte in Führungspositionen“, so Holst und führt fort, „wenn flexible Arbeitszeitmodelle in der Rushhour des Lebens nicht als Karrierekiller enden sollen, ist ein Umdenken notwendig“.

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