03.02.2012
Der Tourismus hat für die deutsche Wirtschaft eine große Bedeutung. 2010 erzielte die Branche eine Wertschöpfung von 97 Milliarden Euro, was rund vier Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland entspricht. 2010 arbeitete rund jeder vierzehnte Erwerbstätige in der Tourismuswirtschaft. Zu dem Ergebnis kommt die DIW econ GmbH in einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V., die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mitfinanziert hat. Die Studie wird heute öffentlich vorgestellt. Die DIW econ GmbH ist ein eigenständiges Tochterunternehmen des DIW Berlin für volkswirtschaftliche Beratung.
01.02.2012
Griechenlands einzige Chance, wieder auf die Beine zu kommen, ist eine Wachstumsstrategie. Insbesondere brauche das Land eine Stärkung seiner industriellen Basis. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Eine Politik, die vor allem auf einen Abbau der Staatsschulden ausgerichtet ist, verkennt dagegen die eigentlichen Probleme und wird deshalb die gesteckten Ziele auch kaum erreichen können“, sagt Karl Brenke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIW Berlin. Um die Wirtschaft Griechenlands zu stärken, empfiehlt Alexander Kritikos, Forschungsdirektor am DIW Berlin, einen „Marshallplan“ aus EU-Mitteln, mit dem vor allem der Aufbau zukunftsträchtiger Industrien gefördert wird.
26.01.2012
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) deutet auf eine Stagnation des realen Bruttoinlandsprodukts im laufenden Vierteljahr hin und unterstreicht, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal leicht geschrumpft ist. „Für das laufende Vierteljahr macht das Konjunkturbarometer Hoffnung auf eine schwarze Null“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.
25.01.2012
Für viele lohnt sich das Risiko der Unternehmensgründung
Die Zahl der Selbständigen hat sich in Deutschland zwischen 1991 und 2009 um 40 Prozent von 3 Millionen auf 4,2 Millionen erhöht. Grund für diese Entwicklung sind vor allem die Nachholprozesse in Ostdeutschland, der Strukturwandel in Richtung Dienstleistungssektor sowie eine hohe Gründungsbereitschaft unter den Akademikern. Insgesamt waren im Jahr 2009 rund elf Prozent der erwerbsfähigen Personen unternehmerisch tätig, im Jahr 1991 lag dieser Anteil noch bei acht Prozent. „Vieles spricht dafür“, sagt DIW-Experte Alexander Kritikos, „dass sich in den letzten 20 Jahren eine unternehmerische Kultur verstärkt etablieren konnte“. Und das mit der Selbständigkeit verbundene Risiko lohnt sich oft: „Vielen Gründern gelingt es, ihre Einkommenssituation zu verbessern“, so Kritikos. Bereits nach drei Jahren hätten 38 Prozent der Gründer ein höheres Einkommen als zuvor in abhängiger Beschäftigung, nur 17 Prozent haben ein geringeres Einkommen.
20.01.2012
DIW-Ökonom an Gutachten zur Wirtschaftspolitik Brandenburgs beteiligt
Der DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke hat gemeinsam mit anderen Ökonomen die Auswirkungen der brandenburgischen Wirtschaftspolitik seit 1990 auf Arbeitsmarkt, Einkommen und Produktion untersucht. Der Versuch, zunächst industrielle Kerne zu sichern und später Unternehmen neu anzusiedeln und regionale Wachstumskerne zu schaffen, sei nur zum Teil erfolgreich gewesen, schreiben die Wissenschaftler in ihrem Gutachten. Die Wertschöpfung der brandenburgischen Unternehmen sei zwar deutlich kräftiger gestiegen als im Schnitt der neuen Bundesländer, die Arbeitsproduktivität aber deutlich langsamer gewachsen.
18.01.2012
Die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert hat einen offenen Brief mitunterzeichnet, in dem 38 Wissenschaftler die Bundesregierung zu einer konsequenteren Energieeffizienz-Politik auffordern. Zwischen den Zielen der Bundesregierung und der tatsächlichen Politik klaffe eine Lücke, die größer zu werden drohe, begründen die Wissenschaftler ihren Brief. „Die Energieeffizienzverbesserung ist eine zentrale und wirtschaftlich effektive Komponente der Energiewende. Ihr wird bisher zu wenig Bedeutung zugemessen“, sagt Kemfert. Sie leitet die Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW Berlin), zudem ist sie Professorin für Energieökonomie an der Hertie School of Governance.
18.01.2012
Im Jahr 2011 hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen und Banken in Deutschland kaum verändert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die DIW-Expertinnen Elke Holst und Julia Schimeta konnten im Vergleich zum Vorjahr keinen nennenswerten Anstieg bei der Zahl der Frauen in Top-Positionen beobachten. „Obwohl das Ziel, mehr Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft zu berücksichtigen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik immer stärkere Beachtung findet, werden Frauen an den maßgeblichen wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen weiterhin kaum beteiligt“, fasst DIW-Forschungsdirektorin Holst zusammen.
12.01.2012
Prof. Dr. Gert G. Wagner wurde am 12. Januar 2012 von der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute e.V. (ARGE-Institute) als Nachfolger von Prof. Dr. Ulrich Blum zum Vorsitzenden gewählt.
11.01.2012
Im Jahr 2011 ist die deutsche Wirtschaft um 3,0 Prozent gewachsen. Dies hat das statistische Bundesamt heute mitgeteilt. „Die deutsche Wirtschaft ist in den letzten beiden Jahren sehr kräftig gewachsen“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „In diesem Jahr dürfte das Wachstum aber vor allem wegen der Krise im Euroraum erheblich niedriger ausfallen.“ Im Jahresdurchschnitt 2012 erwartet das DIW Berlin nur eine Wachstumsrate von 0,6 Prozent.
04.01.2012
Nachdem die deutsche Wirtschaft 2011 noch um kräftige drei Prozent gewachsen ist, sind die Aussichten für 2012 durch die Krise im Euroraum überschattet. Dadurch wird der Aufschwung auch in Deutschland kurzzeitig unterbrochen, erwarten die Konjunkturexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in ihrer aktuellen Prognose. Vor allem zum Jahresbeginn 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft sogar leicht schrumpfen, für das Gesamtjahr 2012 ist nach Einschätzung des DIW Berlin nur mit einem Wachstum von 0,6 Prozent zu rechnen. „Dank des ab dem Sommer diesen Jahres einsetzenden Aufholwachstums rechnen wir für 2013 aber wieder mit einem Wachstum von 2,2 Prozent“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Das klappt aber nur, wenn die Politik die Krise im Euroraum in den nächsten Monaten überzeugend in den Griff bekommt“, so Fichtner weiter. Dauert die Krise im Euroraum länger an, wird nach Einschätzung des DIW Berlin der Arbeitsmarkt deutlich stärker von der Konjunkturdelle betroffen werden. „Dann droht wirklich eine Negativ-Spirale aus steigender Arbeitslosigkeit und fallender Nachfrage“, warnt Fichtner. Nach Einschätzung des DIW Berlin könnte es in einem solchen Fall zu einer spürbaren Rezession in Deutschland kommen.
21.12.2011
Das DIW-Konjunkturbarometer zeigt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,2 Prozent an und signalisiert damit im Dezember unverändert eine deutliche Eintrübung der Konjunktur. „Vor allem in der Industrie stehen die Zeichen auf Abschwung“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Ursache für die Nachfrageschwäche dürfte zu einem großen Teil die Zurückhaltung aufgrund der Krise im Euroraum sein“, so Fichtner weiter. Die jüngst leicht verbesserte Stimmung der Konsumenten und Produzenten stellt nach Einschätzung des DIW Berlin noch keine Trendwende dar.
21.12.2011
Im kommenden Jahr werden höchstens noch sechs der derzeit 153 gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben. Die Gesundheitsökonomen Nicolas R. Ziebarth, Hendrik Schmitz und Peter Eibich bedauern dies. „Zusatzbeiträge haben die Preise der gesetzlichen Krankenversicherer transparenter gemacht. Die Bereitschaft vieler Versicherten, auf hohe Preise mit einem Wechsel ihrer Krankenkasse zu reagieren, ist daraufhin deutlich gestiegen“, schreiben die Ökonomen im aktuellen Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Krankenversicherer seien so spürbar verbraucherfreundlicher geworden. Zwar hätte es auch früher schon erhebliche Preisunterschiede zwischen den Krankenkassen gegeben - nur seien diese dem Verbraucher vor der Reform durch schwer verständliche Beitragssatzunterschiede verschleiert worden. Deshalb seien stärkere Anreize wünschenswert, damit die Kassen wieder Zusatzbeiträge und Prämien einsetzen. „Wir schlagen zum Beispiel vor, die Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds künftig auf 95 bis 98 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Kassen zu begrenzen“, sagen die Ökonomen.
21.12.2011
Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im vergangenen Jahr etwa zwölf Prozent ihres Urlaubsanspruchs nicht genutzt. Das zeigt eine Untersuchung des Arbeitsmarktökonomen Daniel Schnitzlein, die jetzt im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erschienen ist. Wer seinen Urlaub nicht voll ausschöpft, kann laut Studie zwar mit kurzfristigen Einkommenszuwächsen rechnen – aber er muss auch eine Einschränkung seiner Lebensqualität in Kauf nehmen.
14.12.2011
Zehn Jahre nach Eintritt Chinas in die Welthandelsorganisation (WTO) hat sich die chinesische Wirtschaft derart positiv entwickelt, dass man China nicht mehr als Schwellenland bezeichnen sollte. Zu diesem Schluss kommt der Experte für Wirtschaftsentwicklung Georg Erber im aktuellen Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Die Einordnung Chinas bei internationalen Förderprogrammen der Entwicklungshilfe sollte auf den Prüfstand gestellt werden“, sagt Erber. Innerhalb Chinas hat sich die Inflation zu einem vorrangigen Problem der Wirtschaft entwickelt. Die Makroökonomen Christian Dreger und Yanqun Zhang zeigen in ihrer Analyse, dass die Ursachen der steigenden Inflation in China zunehmend hausgemacht sind.
12.12.2011
Die Deutsche Gesellschaft Club of Rome hat die Energieökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert als neues Mitglied aufgenommen. Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, hieß sie anlässlich einer Expertentagung am 12. Dezember 2011 im DIW Berlin offiziell willkommen. „Ich freue mich und bin überaus stolz darauf, dass wir Frau Professor Kemfert in unserem Think Tank begrüßen dürfen“, sagte Max Schön. „Frau Professor Kemfert zählt insgesamt vielleicht zu den öffentlich profiliertesten deutschen Wissenschaftlerinnen im Energiesektor. Der Club of Rome gewinnt mit ihr einen wichtigen Impulsgeber für seine Diskussionsprozesse und praktischen Initiativen.“
12.12.2011
Der Vermittlungsaussschuss berät am 14. Dezember 2011 erneut über das Gesetz zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen. Im November hatte der Ausschuss seinen ersten Einigungsversuch zu diesem Thema ergebnislos abgebrochen.
„Die Politiker im Vermittlungsausschuss müssen diesen Mittwoch ein klares Signal setzen und sich darauf einigen, wie sie Investitionen in die energetische Sanierung von Wohngebäuden steuerlich begünstigen werden. Nur wenn die Politik sich jetzt zügig auf die konkreten Förderbedingungen für die nächsten Jahre einigt, werden die Investoren in der Bauwirtschaft ihre Zurückhaltung aufgeben.“ Das fordert Martin Gornig, Experte für Bauwirtschaft am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
07.12.2011
Die deutsche Industrie wird nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Winterhalbjahr 2011/12 ihre Produktion zurückfahren. Ab dem Frühjahr, so prognostiziert die DIW-Industrieexpertin Dorothea Lucke, sollte sich die Stimmung jedoch wieder aufhellen - zumindest wenn die Schuldenkrise im Euro-Raum nicht ausufere. „Im vergangenen Sommer hat die deutsche Industrieproduktion ihr Vorkrisenniveau erreicht. Für das Gesamtjahr 2011 rechnen wir mit einem Plus von fast acht Prozent“, urteilt die Expertin. Für 2012 hingegen prognostiziert sie im aktuellen DIW-Wochenbericht insgesamt eine Stagnation und ist damit deutlich zurückhaltender als die Verbandsvertreter, die im Schnitt mit einem Plus von zwei Prozent rechnen.
30.11.2011
Das laufende Jahr wird für die Bauwirtschaft zu einem Rekordjahr werden. Das haben Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergeben. Mit einem Zuwachs von real mehr als fünf Prozent wird 2011 zu den wachstumsstärksten Jahren seit der Wiedervereinigung zählen. Das starke Wachstum wird sich im kommenden Jahr jedoch nicht wiederholen. Für 2012 prognostizieren die DIW-Experten für Bauwirtschaft Martin Gornig und Hendrik Hagedorn im aktuellen Wochenbericht eine Stagnation auf hohem Niveau. „Im laufenden Jahr haben Konjunktur, Konjunkturprogramme und Witterungsbedingungen den Bauboom gemeinsam angekurbelt. Im kommenden Jahr rechnen wir jedoch – unter anderem wegen der noch unklaren Abschreibungsmöglichkeiten für energetische Sanierungen – mit mehr Zurückhaltung“, so das Fazit der Forscher.
30.11.2011
Keine guten Nachrichten für die deutsche Wirtschaft: Laut DIW-Konjunkturbarometer dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal erstmals seit der Rezession 2009 wieder leicht sinken. Der zu erwartende Rückgang um 0,2 Prozent geht dabei maßgeblich auf die Industrie zurück, die in den letzten drei Monaten des Jahres deutlich weniger produzieren dürfte als noch im starken dritten Quartal. „Die Eurokrise schlägt mehr und mehr auf die deutsche Wirtschaft durch“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Deshalb ist auch zum Jahresauftakt im ersten Quartal 2012 ein weiteres Minus beim Wachstum nicht ausgeschlossen.“
25.11.2011
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) baut seine Konjunkturexpertise weiter aus. Ab Anfang 2012 wird Kristina van Deuverden die Abteilung Konjunkturpolitik verstärken. Die renommierte Wissenschaftlerin ist eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Steuern und Staatsfinanzen.
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