Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin

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13.03.2018

DIW-Ökonom Jan Marcus gewinnt Deutschen Wirtschaftspreis in der Kategorie „Nachwuchswissenschaftler“

Mit seiner Forschung zu den gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit für die PartnerInnen der Betroffenen hat Jan Marcus die Jury der Joachim Herz Stiftung überzeugt und den mit 25.000 Euro dotierten Preis gewonnen. Marcus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Familie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Juniorprofessor an der Universität Hamburg.

In seiner preisgekrönten Arbeit beschäftigt sich Jan Marcus auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) mit der Frage, welche gesundheitlichen Folgen Arbeitslosigkeit für die PartnerInnen der Betroffenen hat. Er stellt fest, dass die PartnerInnen von Arbeitslosen in ähnlichem Ausmaß unter einem Jobverlust leiden, wie die Betroffenen selbst.

07.03.2018

Gender Pay Gap sinkt, Frauenanteil in Aufsichtsräten steigt - zur Gleichstellung dennoch ein weiter Weg

Gender Pay Gap in Deutschland in den letzten 30 Jahren gesunken – Lücke am oberen Rand der Lohnverteilung am höchsten – Frauenanteil in Aufsichtsräten stieg mit Einführung der Geschlechterquote stark an – Weiterhin Handlungsbedarf bei Gleichstellung von Frauen und Männern in Wirtschaft und Gesellschaft

Im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März und des Equal Pay Days, der am 18. März die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen markiert, unterstreichen zwei Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) die Notwendigkeit von weiteren Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern.

02.03.2018

Leibniz-WissenschaftsCampi mit dem Berlin Centre for Consumer Policies zum Ausbau empfohlen

Förderinstrument der Leibniz-Gemeinschaft positiv evaluiert – Berliner Campus war einer von drei bewerteten Fallstudien

Gerade einmal drei Jahre alt ist das Berlin Centre for Consumer Policies (BCCP), das im Juni 2015 aus einer Kooperation zwischen den beiden Leibniz-Instituten DIW Berlin und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), den drei Berliner Universitäten Technische Universität, Humboldt-Universität und Freie Universität sowie den privaten Hochschulen ESMT Berlin und Hertie School of Governance entstand. Nun wurde das Zentrum als eines von drei Fallbeispielen aus insgesamt 19 WissenschaftsCampi der Leibniz-Gemeinschaft genauer unter die Lupe genommen: Ende 2017 führte der österreichische Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) im Auftrag der Leibniz-Gemeinschaft eine Evaluierung ihrer Maßnahmen zur strategischen Vernetzung – Leibniz-WissenschaftsCampi und Leibniz-Forschungsverbünde – durch.

28.02.2018

DIW Konjunkturbarometer Februar 2018: Deutsche Konjunktur zum Jahresauftakt weiter kräftig

Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal dieses Jahres noch einmal Fahrt aufnehmen – und das, obwohl sie schon im vergangenen Jahr ein hohes Tempo vorgelegt hat. Das signalisiert das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das mit 113 Punkten zwar etwas niedriger liegt als im Januar, aber immer noch weit über der 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum in Höhe von 0,3 Prozent steht. Dementsprechend dürfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Vierteljahr um 0,7 Prozent höher ausfallen als im vorangegangenen Quartal, in dem es um 0,6 Prozent zugelegt hatte.

28.02.2018

Die Ungleichheit bei Bruttostundenlöhnen sinkt, nicht aber bei Monats- und -jahreslöhnen

Durchschnittlicher realer Bruttostundenlohn ist zwischen 2013 und 2016 um fünf Prozent gestiegen, im untersten Dezil wesentlich stärker Ungleichheit sinkt bei Bruttostundenlöhnen seit 2014, bei Bruttomonats- und -jahreslöhnen stagniert sie Trotz Einführung des gesetzlichen Mindestlohns steigen Bruttomonats- und -jahreslöhne im untersten Dezil kaum.

Schon vor Einführung des allgemeinen Mindestlohns sind die Bruttostundenlöhne nach vielen Jahren des Rückgangs und anschließender Stagnation wieder gestiegen. Vor allem die Stundenlöhne am unteren Ende der Verteilung haben zugelegt und befinden sich wieder auf dem Niveau von 1992. Entsprechend ist auch die Lohnungleichheit vor Steuern gesunken. Das beschleunigte Wachstum im unteren Lohnsegment spiegelt sich allerdings nicht in den Bruttomonats- und -jahreslöhnen wider. Diese liegen gerade in den unteren Dezilen immer noch weit unter dem Niveau von 1992. Die unterschiedliche Entwicklung von Stunden- sowie Monats- und Jahreslöhnen ist auf eine verringerte bezahlte Arbeitszeit sowie rückläufige Sonderzahlungen zurückzuführen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen DIW-Studie, für die die Ökonomen Markus Grabka und Carsten Schröder Daten auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels für die Jahre 1992 bis 2016 ausgewertet haben.

21.02.2018

Wege zur Stabilisierung des Rentensystems: Abschläge auf die Frührente sind besser als Nullrunden

Automatismus in der Rentenanpassungsformel führt zu pauschalen Rentenkürzungen – Abschläge sind wesentlich schonender – Für gesundheitlich beeinträchtigte Personen sollten Sonderregelungen gelten

Wer vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Rente geht, muss Abschläge zahlen. Die Höhe der Abschläge wird politisch festgelegt und kann ein Instrument sein, das tatsächliche Renteneintrittsalter zu beeinflussen. Denn Abschläge auf die Frührente setzen starke Anreize für einen späteren Renteneintritt und könnten damit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des deutschen Rentensystems leisten. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer aktuellen Studie. Abschläge sind zudem schonender als pauschale Rentenkürzungen, da sie bei gleichen fiskalischen Gewinnen mit wesentlich geringeren individuellen Einkommensverlusten verbunden sind. Eine solche Reform müsste jedoch berücksichtigen, dass erwerbsunfähige oder erwerbsgeminderte Personen nicht die Möglichkeit haben, länger zu arbeiten. Damit sich Abschläge für diese Personengruppe nicht wie reine Rentenkürzungen auswirken, sollten hier Sonderregelungen gelten. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine Erhöhung der derzeitigen Abschläge zu einer weiteren Erhöhung der Lebensarbeitszeit führen würde, wenn man diese Abschläge nicht gleichzeitig wieder durch Maßnahmen wie die 2014 eingeführte abschlagsfreie Rente mit 63 konterkariert“, sagt DIW-Rentenexperte Holger Lüthen. Bei Finanzierungsdruck sei politisches Handeln gefragt, und Anreize für einen späteren Renteneintritt seien möglichen Nullrunden vorzuziehen.

21.02.2018

AfD wurde bei der Bundestagswahl häufiger in ländlichen und überalterten Wahlkreisen gewählt

Studie des DIW Berlin untersucht Zusammenhang zwischen AfD-Zweitstimmenergebnis und verschiedenen ökonomischen und soziodemografischen Variablen auf Wahlkreisebene – In Westdeutschland war die AfD in Wahlkreisen stark, in denen die Einkommen niedrig sind und viele Beschäftigte in der Industrie arbeiten – Im Osten in Wahlkreisen mit hohem Anteil an Älteren und mit hoher Dichte von Handwerksbetrieben

DIW-Präsident Marcel Fratzscher und Ko-Autoren Christian Franz und Alexander Kritikos haben untersucht, wie das Wahlergebnis der Alternative für Deutschland (AfD) bei der letzten Bundestagswahl mit sieben ökonomischen und soziodemografischen Strukturvariablen der Wahlkreise im Zusammenhang steht. Bestimmte Merkmale, zum Beispiel die Arbeitslosenquote oder der Anteil an nichtdeutschen Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkreis, scheinen hierbei kaum eine Rolle zu spielen. Für andere Faktoren ergeben sich positive Korrelationen, das heißt, dass in Wahlkreisen, in denen die AfD stark war, diese Merkmale besonders ausgeprägt sind. Die Muster unterscheiden sich dabei zwischen West- und Ostdeutschland.

14.02.2018

Mietpreisbremse ist besser als ihr Ruf, kann Wohnungsmarktproblem aber nicht allein lösen

DIW-Studie liefert neue Erkenntnisse zur Frage, wo die Mietpreisbremse wirkt – Regulierung greift aufgrund der Mechanik der Preisbremse nur, wenn Mieten zuvor durchschnittlich um mindestens 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen sind – Politik sollte Anreize für Wohnungsbau weiter erhöhen

Die Mietpreisbremse kann in ihrer bisherigen Form nur dann wirken, wenn die Neuvertragsmieten in einer Region in den vier Jahren vor der Einführung im Durchschnitt um mindestens 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen sind. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Hintergrund ist die konkrete Ausgestaltung der Mietpreisbremse, die derzeit in 313 von rund 11.000 Städten und Gemeinden in Deutschland gilt, in denen etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt. Der Maßstab für die maximal zulässige Neuvertragsmiete ist die ortsübliche Vergleichsmiete, die als Durchschnittswert auf Basis abgeschlossener Mietverträge aus den vorangegangenen vier Jahren berechnet wird, zuzüglich zehn Prozent. Dieser Spielraum zur Mieterhöhung auf Seiten der VermieterInnen sorgt dafür, dass die Regulierung rein rechnerisch erst ab der 3,9-Prozent-Schwelle greifen kann, wie die Studienautoren errechneten.

07.02.2018

Haushaltsstrompreise: Durch Tarifwechsel sind große Einsparungen möglich

Einzelhandelsstrompreise entwickeln sich je nach Anbieter und Tarif sehr unterschiedlich – Grundversorgungstarife sind zwischen 2007 und 2014 stark gestiegen, günstigste Markttarife dagegen weitgehend konstant geblieben – Sinkende Großhandelspreise wurden von den Anbietern in verschiedenem Maß an die Haushalte weitergegeben

Die durchschnittlichen Strompreise für deutsche Haushalte sind seit 2007 fast kontinuierlich gestiegen, aber der Anstieg der Einzelhandelspreise hat Verbraucherinnen und Verbraucher unterschiedlich stark betroffen. Während sich die Grundversorgungstarife – die teuersten Tarife im Markt – bis 2014 um 50 Prozent erhöhten, blieben die günstigsten Tarife im Markt in der Regel unverändert. Die Grundversorger sind gesetzlich verpflichtet, in ihren jeweiligen Versorgungsgebieten Energie zu einem Grundversorgungstarif an alle Haushalte zu verkaufen. Ein Tarifwechsel von diesem Grundversorgungstarif zum günstigsten Lieferanten hätte den Verbraucherinnen und Verbrauchern viel Geld gespart. Im Jahr 2014 wäre bei einem mittleren Stromverbrauch (2800 Kilowattstunden pro Jahr) eine durchschnittliche Ersparnis von fast 400 Euro möglich gewesen. Trotzdem wechseln immer noch relativ wenige Haushalte den Anbieter.

31.01.2018

DIW Konjunkturbarometer Januar 2018: Deutsche Konjunktur im Höhenflug

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht weiter: Zum Jahresauftakt ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte – das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017. Damit liegt das Konjunkturbarometer weit über der 100-Punkte-Marke, bei der ein Wachstum von 0,3 Prozent, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht, zu erwarten wäre. Dementsprechend dürfte die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr deutlich kräftiger zulegen – nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2017 um voraussichtlich 0,7 Prozent im ersten Quartal 2018, jeweils im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr.

31.01.2018

Arbeitsprogramm der neuen Großen Koalition: DIW Berlin sieht in vielen Bereichen Nachbesserungsbedarf

In wichtigen Bereichen wie Steuerpolitik, Bildung und Energie muss die zukünftige Große Koalition deutlich ambitionierter sein – Reformbedarf in Deutschland wird unzureichend angepackt

Deutschlands nächste Regierung wird höchstwahrscheinlich erneut eine Große Koalition. Die Ergebnisse der Sondierungen zwischen Unionsparteien und SPD, die als Basis für die gegenwärtigen Verhandlungen dienen, adressieren den großen Reformbedarf in Deutschland aber nur unzureichend. Das ist das Fazit mehrerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Es gibt bei den Sondierungsergebnissen gute Ansätze, aber zu Europa, in der Steuerpolitik, in der Bildung, bei den Investitionen und auch in anderen Bereichen fehlt es an Visionen und Ambitionen“, fasst DIW-Präsident Marcel Fratzscher zusammen. „Die Koalitionsverhandlungen sollten mehr als nur ein Absegnen der erreichten Einigung bringen. Sie sollten dafür genutzt werden, an vielen Stellen nachzubessern. Deutschland mag es wirtschaftlich gut gehen, aber das Land braucht dringend Reformen. Gerade jetzt ist die Zeit, sie anzustoßen, um nicht weitere vier Jahre zu verschenken.“

24.01.2018

Produktivität der Unternehmen steigt mit mehr Wissenskapital

Erstmalige Untersuchung mit amtlichen Unternehmensdaten – Mehr Wissenskapital erhöht die Produktivität – Industrie investiert bereits heute mehr in Wissen als in Maschinen und Bauten – Wirtschaftspolitik muss bei Investitionen ganzheitlichen Ansatz verfolgen

In Deutschland werden jährlich rund 200 Milliarden Euro in wissensbasiertes Kapital investiert, wie etwa Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken, Marketing und Werbung oder technisches Design. Diese Investitionen erhöhen nicht nur die Produktivität von Unternehmen, sondern machen Investitionen in klassische Investitionsgüter wie Maschinen oder Gebäude effektiver. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf der Basis eines Datensatzes mit fast zwei Millionen amtlichen Unternehmensdaten. „Wir haben ähnlich starke produktivitätssteigernde Wirkungen festgestellt, egal ob in Forschung und Entwicklung, in Organisationslösungen oder Software investiert wurde“, sagt Alexander Schiersch, der das Projekt leitete.

17.01.2018

Deutsch-französisches Reformkonzept für die Europäische Währungsunion: Marktdisziplin und Risikoteilung unter einem Hut

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich, der auch Marcel Fratzscher (Präsident des DIW Berlin) und Clemens Fuest (Präsident des ifo Instituts) angehören, schlägt heute ein Reformpaket für die Europäische Währungsunion vor. Dessen Umsetzung würde den Euroraum robuster und krisenresistenter machen, für solidere Staatsfinanzen sorgen und mehr Wirtschaftswachstum ermöglichen. 

Nach beinahe zehn Jahren Stagnation geht es für die europäische Wirtschaft wieder aufwärts. Gleichzeitig bleibt das Banken- und Finanzsystem der Währungsunion anfällig für Krisen, der Euroraum ist wirtschaftlich und politisch gespalten und nicht in der Lage, sein Wachstumspotential auszuschöpfen. Es ist höchste Zeit für eine Reform der finanziellen, fiskalischen und institutionellen Architektur des Euroraums.

16.01.2018

Einkommensverteilung in Deutschland: Spreizung der Bruttoeinkommen hat seit der Wiedervereinigung zugenommen

Die zehn Prozent mit dem höchsten Einkommen erwirtschaften in Deutschland fast genauso viel wie die mittleren 40 Prozent – Oberstes Ein-Prozent steigert Anteil am Volkseinkommen seit 1995 von acht auf 13 Prozent.

Der Anteil der Spitzeneinkommen am Volkseinkommen ist in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre stark gewachsen. Dagegen hat sich der Anteil, den die Hälfte mit den geringsten Bruttoeinkommen erwirtschaftet, seitdem deutlich reduziert. Das sind wesentliche Ergebnisse einer Untersuchung, die die DIW-Ökonomin Charlotte Bartels im Rahmen des World Inequality Reports für Deutschland auf Basis von Einkommensteuerdaten erstellt hat.

10.01.2018

DIW Managerinnen-Barometer 2018: Geschlechterquote für Aufsichtsräte greift, in Vorständen herrscht nahezu Stillstand

DIW Berlin analysiert Entwicklung des Frauenanteils in mehr als 500 Unternehmen – Keine Signalwirkung der Geschlechterquote auf Vorstände – Besonderer Aufholbedarf bei Banken und Versicherungen – Gemeinsame Anstrengungen von Politik und Unternehmen nötig

Die Geschlechterquote für Aufsichtsräte in Höhe von 30 Prozent greift: In den Kontrollgremien der gut 100 Unternehmen in Deutschland, die seit 2016 an die Quote gebunden sind, ist der Frauenanteil bis Ende des Jahres 2017 auf durchschnittlich gut 30 Prozent gestiegen. Das sind fast drei Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Erstmals zeigt das Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dass zahlreiche Unternehmen den Frauenanteil in ihrem Aufsichtsrat auch über das vorgegebene Minimum hinaus erhöhen.

10.01.2018

Prognose des Bauvolumens: Der Boom im Wohnungsneubau geht zu Ende

Bauwirtschaft entwickelt sich weiter sehr positiv – mehr Raum für Modernisierung und Sanierung bestehender Gebäude – Baupreise ziehen kräftig an

Die Baukonjunktur bleibt auch in den kommenden beiden Jahren deutlich aufwärtsgerichtet, so die Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im Rahmen seiner jährlichen Prognose des Bauvolumens im Auftrag des Bundesbauministeriums (BMUB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erarbeitet wird. Allerdings werden die Investitionen stärker in Sanierungen und Modernisierungen und weniger in den Neubau fließen. Die Bautätigkeit der gewerblichen Wirtschaft und die der öffentlichen Hand werden voraussichtlich weiterhin nur moderat steigen.

04.01.2018

Gert G. Wagner feiert seinen 65. Geburtstag und beendet seine Tätigkeit im DIW-Vorstand

Gert G. Wagner, von 2011 bis 2017 Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), feiert am 5. Januar seinen 65. Geburtstag. Der Ökonom und Sozialwissenschaftler leitete von 1989 bis 2011 die Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin und entwickelte das SOEP zur größten und am längsten laufenden Langzeitstudie zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Zum Jahreswechsel verabschiedete sich Wagner aus dem Vorstand des DIW Berlin, bleibt dem Institut aber auch über seinen offiziellen Ruhestand als Professor an der Technischen Universität Berlin im April 2018 hinaus in der Funktion eines „Visiting Senior Research Fellow“ als Wissenschaftler verbunden. Den Schwerpunkt seiner künftigen Forschungstätigkeit verlagert er zum Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, an dem er bereits seit 2008 als Max Planck Fellow aktiv ist.

21.12.2017

DIW Konjunkturbarometer Dezember 2017: Boom hält an – trotz eines Dämpfers zum Jahresausklang

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im Dezember um vier Zähler auf nunmehr 109 Punkte nachgegeben. Der Wert über 100 zeigt aber immer noch ein überdurchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal von gut einem halben Prozent gegenüber dem dritten Quartal an. „Im Schlussquartal wird das Plus bei der Wirtschaftsleistung zwar etwas schwächer ausfallen als zuvor. Die prall gefüllten Auftragsbücher sprechen aber dafür, dass der kräftige Aufschwung anhält“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

19.12.2017

Neue DIW-Studien unterstreichen die Bedeutung der Kita-Qualität für die Entwicklung von Kindern

Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache sind häufig mit anderen solchen Kindern in einer Kita – Politik sollte Anreize für Mindestanteile von Kindern mit Migrationshintergrund abschaffen – Andere Studie zeigt, dass Kita-Qualität das soziale Verhalten von Kindern stark beeinflusst – Bei Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Familien ist der Effekt am stärksten

Mehr und mehr Kinder besuchen in Deutschland eine Kindertageseinrichtung – im Jahr 2016 waren es fast 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren und mit rund 94 Prozent bereits nahezu alle Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Qualität der Kitas und die Zusammensetzung der Kita-Gruppen spielen eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des Verhaltens und der Sprachkompetenzen der Kinder. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt aber, dass Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist, häufig eine Kita besuchen, in der das auch auf viele andere Kinder zutrifft.

13.12.2017

DIW-Konjunkturprognose: Deutschland in der Hochkonjunktur, aber nicht auf dem Weg in die Überhitzung

DIW Berlin erhöht Konjunkturprognose für dieses und nächstes Jahr auf jeweils  2,2 Prozent – Aufschwung der deutschen Wirtschaft nun auf breiterem Fundament – Privater Konsum, Exporte und auch höhere Investitionen tragen das Wachstum – Finanzpolitische Spielräume sollten genutzt werden, um künftige Wachstumsaussichten zu verbessern – Einige globale Risiken sind nicht vom Tisch

Der deutsche Konjunkturmotor läuft weiter rund – sogar mit einer noch etwas höheren Drehzahl als zuletzt erwartet: Die Konsumnachfrage im Inland ist kräftig, nicht zuletzt, weil immer mehr Menschen in Beschäftigung sind. Hinzu kommt, dass aufgrund einer zunehmend florierenden Weltwirtschaft und einer kräftiger wachsenden Wirtschaft im Euroraum auch die Exporte dynamischer steigen als zuvor. Deshalb investieren die Unternehmen hierzulande auch wieder mehr in ihre Maschinen und Anlagen. In seiner neuesten Konjunkturprognose geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) daher davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 2,2 Prozent wachsen wird. Damit erhöhen die Konjunkturforsche­rInnen ihre Prognose gegenüber dem Herbst um einen Viertel-Prozentpunkt. Auch im kommenden Jahr dürfte das Bruttoninlandsprodukt in dieser Größenordnung zunehmen.

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