Leibniznetzwerk "Nicht-kognitive Fähigkeiten: Erwerb und ökonomische Konsequenzen"

Abteilung(en)/ Infrastruktureinrichtung
Bildung und Familie
Sozio- oekonomisches Panel
Projektstatus
Abgeschlossenes Projekt
Projektlaufzeit
seit/von 2008 bis 2010
Auftraggeber
Centre for European Economic Research - ZEW Mannheim (Coordination)
Zuwendungsgeber
Leibniz-Gemeinschaft (SAW)
In Kooperation mit
Centre for European Economic Research - ZEW Mannheim (Coordination)
Economic Research Center (ERC), University of Chicago
Centre for the Economics of Education (CEE) at the London School of Economics
Institute for Empirical Research in Economics, University of Zurich
Central Institute of Mental Health, Mannheim
University of Konstanz
Ansprechpartner im DIW Berlin

Dieser Forschungsverbund wird von der Leibnizgemeinschaft im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation gefördert. Das Netzwerk führt ökonomische und psychologische Expertise führender europäischer Forschungseinrichtungen (des Centre for the Economics of Education, London School of Economics; des Sozio-Oekonomisches Panels Berlin; des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim; des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim, des Zentrums für Intentionen und Intentionalität und des Zentrums für quantitative Analysen und Umfrageforschung, beide Universität Konstanz) und der Forschergruppe um den Nobelpreisträger James Heckman sowie des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall einschließlich seiner Bildungseinrichtungen zusammen. Es werden theoretische und praxisrelevante Forschungsansätze der Bildungs- und Arbeitsmarktökonomik, der Motivationspsychologie, der motivationalen Neurowissenschaft sowie der Ökonometrie eingesetzt, um das Verständnis der Humankapitalbildung in der modernen, wissenschaftsbasierten, Volkswirtschaft zu vertiefen. Im Zentrum der multidisziplinären Untersuchung stehen die nicht-kognitiven Fähigkeiten, darunter beispielsweise Geduld, Motivation, Persistenz und Selbstregulation. Optimale Investitionen in diese Fähigkeiten sind ökonomisch noch untererforscht; in psychologischen Forschungsansätzen wiederum werden ökonomische Aspekte, darunter allgemeine Gleichgewichtseffekte und Ressourcenbeschränkungen, zu wenig beachtet. Alle Einrichtungen des Leibniznetzwerks arbeiten mit theoretisch fundierten empirischen Modellen und Methoden (repräsentative Längsschnitterhebungen, repräsentative Experimente und Laborexperimente, Ökonometrie, Simulationen). Die Ergebnisse werden in vier Netzwerkkonferenzen zur Diskussion gestellt. Die erste Netzwerkkonferenz mit 90 TeilnehmerInnen fand vom 15.-17. Mai 2008 am ZEW in Mannheim statt, die zweite vom 19.-21. März 2009 im Kloster Hegne in Konstanz. Die zweite Netzwerkonferenz wurde gemeinsam mit dem Zentrum für Intentionen und Intentionalität der Universität Konstanz (Anja Achtziger, Peter Gollwitzer) ausgerichtet. Die dritte Netzwerkkonferenz ist für die Zeit vom 22.-24. Oktober 2009 am DIW Berlin geplant. Sie wird zusammen mit dem SOEP (Jürgen Schupp, C.Katharina Spieß) ausgerichtet. In einer weiteren Kooperation mit dem Institut für Empirische Wirtschaftsforschung (Ernst Fehr, Universität Zürich) und dem SOEP untersuchen wir Determinanten der Ungeduld bei Kindern und ihren Müttern. Wir möchten die Prioritäten der aktuellen Bildungspolitik vor dem Hintergrund der gewonnenen Erkenntnisse reflektieren. Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationspartner. Ein besonderes Anliegen des Netzwerks ist die Nachwuchsförderung. Wir unterstützen Promotionsvorhaben und fördern die Mobilität junger Wissenschaftler durch Forschungsaufenthalte in den Partnerinstituten.

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