Forschungsprojekt

Berliner-Studienberechtigten-Panel (BEST-UP)

Abteilung(en)/ Infrastruktureinrichtung
Bildung und Familie
Projektstatus
Abgeschlossenes Projekt
Projektlaufzeit
seit/von 2012 bis 2016
Auftraggeber
Einstein-Stiftung Berlin
In Kooperation mit
Prof. Dr. Heike Solga (Co-Projektleitung), WZB
Projektleitung
C. Katharina Spieß, Frauke H. Peter
Ansprechpartner im DIW Berlin

Beschreibung

Studierende aus Familien ohne Hochschulerfahrung sind an deutschen Universitäten nach wie vor unterrepräsentiert, obwohl auch sie vielfach eine Studienzugangsberechtigung erwerben. Welche bildungspolitischen Maßnahmen können dazu führen, dass sie sich häufiger als bisher für ein Studium entscheiden? Dieser Frage geht ein neues gemeinsames Forschungsprojekt des DIW Berlin und des WZB nach.

In der bildungsökonomischen und -soziologischen Literatur wird eine Vielzahl an Gründen diskutiert, warum sich Studienberechtigte aus Familien, in denen kein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, gegen ein Hochschulstudium entscheiden. Forschungsziel des Projekts ist es, bildungspolitische Maßnahmen zu identifizieren, die dazu führen können, dass sich diese Jugendlichen für ein Studium entscheiden. Zum einen können Informationsdefizite dazu führen, dass sie wenig darüber wissen, was ein Studium im Vergleich zur Ausbildung wert ist, wie ein Studium finanziert werden kann und wie man gegebenenfalls den gewünschten Studienplatz erhält. Zum anderen können finanzielle Gründe gegen ein Studium sprechen. Während ein Studium kostet, wird eine betriebliche Ausbildung mit einer Ausbildungsvergütung entgolten. Vor diesem Hintergrund sollen mögliche „Gegenmaßnahmen", mit denen die Studienaufnahme von Studienberechtigten aus Familien ohne Hochschulabschluss erhöht werden können, identifiziert werden.

Die Forschungsfragen sollen am Beispiel Berlins untersucht werden. Ausgangspunkt der Analyse ist ein Berliner-Studienberechtigten-Panel, das Schüler und Schülerinnen bereits vor dem Abitur zu ihren Studienabsichten befragt. Diese Jugendlichen werden für mindestens fünf weitere Jahre in ihrem Lebensweg mit Online-Befragungen begleitet. Darüber hinaus soll in dem Projekt auch der Einfluss von Auswahlverfahren an den Hochschulen auf die Studienentscheidung untersucht werden.

Das Forschungsprojekt wird durch die Einstein-Stiftung Berlin gefördert und ist eine Kooperation von zwei Professorinnen der FU Berlin und ihren Teams, die am DIW Berlin und WZB Berlin angesiedelt sind. Die Feldbetreuung erfolgt durch TNS Infratest Sozialforschung.

mehr Informationen finden Sie auf: http://www.best-up.eu


Publikationen

Aufsätze referiert extern - ISI (2017)

Intended College Enrollment and Educational Inequality: Do Students Lack Information?

Frauke H. Peter, Vaishali Zambre
Aufsätze in sonstigen Zeitschriften (3 / 2016)

Die Bereitstellung von Informationen beeinflusst die Bildungsentscheidung von Abiturientinnen und Abiturienten

Frauke H. Peter, Vaishali Zambre, C. Katharina Spieß
Aufsätze in sonstigen Zeitschriften (153 / 2016)

Anschubfinanzierung reicht nicht: Neue Studie untersucht, was zur Entscheidung fürs Studium beiträgt

Frauke Peter, Alessandra Rusconi, Heike Solga, C. Katharina Spieß
Diskussionspapiere/ Discussion Papers (2016)

Intended College Enrollment and Educational Inequality: Do Students Lack Information?

Frauke H. Peter, Vaishali Zambre
DIW Wochenbericht (26 / 2016)

Informationen zum Studium verringern soziale Unterschiede bei der Studienabsicht von AbiturientInnen

Frauke H. Peter, Alessandra Rusconi, Heike Solga, C. Katharina Spieß, Vaishali Zambre