PIAAC-L: Kooperative längsschnittliche Weiterverfolgung der PIAAC-Studie in Deutschland

Abteilung(en)/ Infrastruktureinrichtung
Sozio- oekonomisches Panel
Projektstatus
Aktuelles Projekt
Projektlaufzeit
seit/von 2013 bis 2017
Auftraggeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
In Kooperation mit
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften,
NEPS (Nationales Bildungspanel) am LIfBi (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe)
Projektleitung
Jürgen Schupp
Ansprechpartner im DIW Berlin

Beschreibung

Das Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC - auch bekannt als PISA-Studie für Erwachsene) untersucht im Auftrag der OECD die grundlegenden Kompetenzen, die zur erfolgreichen Teilnahme an der Gesellschaft und am Berufsleben notwendig sind. Im Oktober 2013 wurden die Ergebnisse der 2011/2012 erfolgten Erhebung vorgestellt. Rund 98% der ca. 5.400 PIAAC-Befragten stimmten damals zu, an weiteren Befragungen teilzunehmen. Das Kooperationsprojekt PIAAC-L (das jetzt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als 5,7 Millionen Euro Fördergeldern bewilligt wurde) von GESIS, dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) beim zukünftigen Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) sowie dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) im DIW Berlin hat die Überführung der PIAAC-Studie in eine Längsschnittstudie mit drei Wiederholungswellen zum Ziel. Dadurch entsteht eine der weltweit ersten international vergleichbaren Langzeitstudien zu Kompetenzen und deren Bedeutung im Lebenslauf.

Das Projekt sieht drei Erhebungswellen (in 2014, 2015, 2016) mit unterschiedlichen Schwer­punkten vor. Hierbei kommen die SOEP-Kerninstrumente (sowohl Personen- als auch Haus­haltsfragebogen), PIAAC-Instrumente (Kompetenzmessung und Hintergrundfragebogen) sowie Kompetenztests aus NEPS und SOEP zum Einsatz. In der ersten Erhebungswelle werden ausschließlich die SOEP-Kerninstrumente eingesetzt (Haushalts- und Personenfragebogen). Die dritte Wiederholungswelle fokussiert sich auf die Kompetenzmessung sämtlicher Haushaltsmitglieder basierend auf den im SOEP im Jahr 2006 sowie 2012 eingesetzten Kurzskalen zu kognitiven Grundfähigkeiten. Ziel der Erhebungen sind methodisch vergleichende Analysen bezogen auf die in PIAAC-NEPS-SOEP verwandten Kompetenzindikatoren sowie innovative inhaltliche Analysen zu Arbeitsmarkt-, Bildungs- und sozialpolitischen Fragestellungen.

Zum Ende der Projektlaufzeit werden zum einen Ergebnisse zum Einfluss von Kompetenzen auf Bildungs- und Berufskarrieren in Form von wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht und zum anderen die Daten sämtlicher Wellen kumuliert und dokumentiert für die wissenschaftliche Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die inhaltlich ausgerichteten Analysen sollen vor allem den Längsschnittcharakter der neu geschaffenen Datenbasis nutzen und vergleichend zum SOEP angelegt sein. Angestrebt wird ab 2018 eine Überführung der befragungsbereiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von PIAAC-L in eine dauerhafte Langzeitbeobachtung, entweder in das derzeit im Aufbau befindliche SOEP-Innovationssample oder in die NEPS-Erwachsenenkohorte.


Publikationen

Diskussionspapiere extern (2017/06 / 2017)

Weighting in PIAAC-L 2014

Simone Bartsch, Katharina Poschmann, Luise Burkhardt
Aufsätze referiert extern - sonstige (2017)

The PIAAC Longitudinal Study in Germany: Rationale and Design

Beatrice Rammstedt, Silke Martin, Anouk Zabal, Claus Carstensen, Jürgen Schupp