Vorsorge bei Gesundheits- und Erwerbsminderungsrisiken (Family Ties)

Abteilung(en)/ Infrastruktureinrichtung
Staat
Projektstatus
Aktuelles Projekt
Projektlaufzeit
seit/von 2014 bis 2017
Zuwendungsgeber
Fritz Thyssen Stiftung
Ansprechpartner im DIW Berlin

Vorsorge bei Gesundheits- und Erwerbsminderungsrisiken | Dr. Daniel kemptner, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, befasst sich mit »Family Ties and Household Behavior as Insurance against Health Risks and their Interaction with Public Insurance Mechanisms – Empirical Analysis on the Basis of Dynamic Life Cycle Models for Germany«.

Es wird untersucht, wie Lebenspartner und erwachsene Kinder reagieren, wenn ein Mitglied der Familie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in vollem Umfang am Erwerbsleben teilnehmen kann oder sogar zum Pflegefall wird. Als mögliche Anpassungsreaktionen kommen Änderungen im Arbeitsangebot zur Pflege der Angehörigen oder zur Kompensation von Einkommenseinbußen an.

Ein besonderer Fokus wird auf folgende Mechanismen gelegt: erstens kurzfristige Arbeitsnachfragerestriktionen sowie die mittel- und langfristigen Folgekosten von Erwerbsunterbrechungen, die sich aus der Abschreibung des eigenen Humankapitals ergeben; zweitens die private Vorsorge durch Ersparnisse. In diesem Zusammenhang wird auch der Möglichkeit nachgegangen, dass staatliche Absicherung private Vorsorge verdrängen kann.

Zudem wird untersucht, welchen Einfluss die Politik auf das Verhalten und das Wohlergehen der Haushalte nimmt. Im Rahmen von Simulationen wird die Wirkung einer Subvention von Ersparnissen, einer großzügigeren Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung und neuer Anrechnungsregeln von Pflegezeiten in der Rentenversicherung analysiert.