Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE)

Abteilung(en)/ Infrastruktureinrichtung
Bildung und Familie
Sozio- oekonomisches Panel
Projektstatus
Aktuelles Projekt
Projektlaufzeit
seit/von 2016 bis 2020
Zuwendungsgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
In Kooperation mit
Leibniz-Institut für die Pädagogik der
Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Universität Bremen
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi)
Freie Universität Berlin
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin
Projektleitung
Sprecher des Projektverbundes:
Prof. Dr. Olaf Köller, IPN
Prof. Dr. Franz Petermann, Universität Bremen

Projektleitungen im DIW Berlin:
Prof. Dr. Jürgen Schupp
Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Ansprechpartner im DIW Berlin

Teilvorhaben am DIW Berlin: SOEP-Design und Kosten-Effektivitätsanalysen



Die Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE) ist eine Langzeitstudie, die systematisch Effekte frühkindlicher Förderung untersucht.

BRISE begleitet für mehrere Jahre etwa 1.000 Familien in Bremen, die zwischen Frühjahr 2017 und Ende 2018 ein Kind erwarten. Alltagsintegrierte, zumeist bereits in Bremen vorhandene Angebote zur frühkindlichen und vorschulischen Förderung in den Familien und in den Kindertageseinrichtungen werden systematisch zu einer Maßnahmenkette verknüpft.  Die Begleitung setzt bereits während der Schwangerschaft ein und soll bis zum Schuleintritt des Kindes reichen.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für zunächst vier Jahre geförderte wissenschaftliche Begleitforschung von BRISE geht der Frage nach, welche kumulativen Effekte ein koordiniertes Förderprogramm auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder hat; die Programmplanung sieht eine zweite vierjährige Förderphase vor. Als Vergleichsgruppe werden Kinder betrachtet, deren Familien nach eigenem Ermessen die Förderangebote in der Stadtgemeinde Bremen nutzen. Über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren werden insgesamt etwa 1000 sozial und kulturell benachteiligte Bremer Familien als BRISE-Familien in unsere Stichprobe aufgenommen. Durch die Anbindung sowohl an das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) als auch an das Nationale Bildungspanel (NEPS) kann BRISE auf weitere hochwertige Vergleichsdaten zurückgreifen und auch die Frage der Übertragbarkeit und Verallgemeinerung der Bremer Befunde beantworten.

Das Verbundvorhaben wird primär vom Partner IPN wissenschaftlich koordiniert, der Feldzugang erfolgt in Bremen. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung unterstützt den Aufbau der Forschungsinfrastruktur (BabyLab) am Standort Bremen. Wissenschaftlich setzen die koordinierenden Partner Schwerpunkte im Bereich der Professionalisierung des pädagogischen Personals und domänenspezifischen Prozessen im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften bzw. auf entwicklungspsychologische und entwicklungspsychopathologische Fragestellungen. Die Abteilung Bildung und Familie führt eine Kosten-Effektivitäts-Analyse der Maßnahmen durch, zudem übernimmt das DIW Berlin die Verzahnung von BRISE und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Hierzu werden innovative Wege der SOEP-Datenerhebung im Bremer Studienzentrum eingesetzt werde. Die Verzahnung von BRISE mit dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) wird gemeinschaftlich durch die Verbundpartner Universität Bamberg und Leibniz-Institut für Bildungsverläufe verantwortet. Mit beiden Panelstudien werden vergleichende Analysen angestellt. Der Verbundpartner Universität Heidelberg betreibt an Meilensteinen orientierte frühkindliche Entwicklungsdiagnostik. Der Verbundpartner Freie Universität Berlin schließlich fokussiert die Interaktionsqualität in Familien und Kindertagesstätten.

Mehr Details finden Sie auf der BRISE Homepage: http://www.brise-bremen.de