Zukünftige Altersarmut in Deutschland – Perspektive und Reformoptionen

Abteilung(en)/ Infrastruktureinrichtung
Staat
Projektstatus
Abgeschlossenes Projekt
Projektlaufzeit
seit/von 2016 bis 2017
Auftraggeber
Bertelsmann Stiftung
Zuwendungsgeber
Bertelsmann Stiftung
In Kooperation mit
ZEW
Ansprechpartner im DIW Berlin

Beschreibung

Seit einigen Jahren gibt es eine verstärkte sozialpolitische Diskussion zur Gefahr einer zunehmenden Altersarmut (für einen Überblick, siehe Geyer 2014). Die wichtigsten Faktoren für diesen erwarteten Trend sind die Rentenreformen der vergangenen Jahre und Entwicklungen am Arbeitsmarkt (u.a. unterbrochene Erwerbsbiografien, Arbeitslosigkeit, Niedriglohn, versicherungsfreie Beschäftigung). Durch die Rentenreformen wird das Rentenniveau in den nächsten Jahren kontinuierlich sinken, während die private Vorsorge eine entsprechend höhere Bedeutung bei der Einkommenssicherung im Alter erlangen wird. Aus sozialpolitischer Sicht stellt sich die Frage, ob es durch diese Entwicklungen zu einer Kumulation von Risiken für Altersarmut bei bestimmten Gruppen kommt (z.B. Geringqualifizierte, alleinstehende/geschiedene Frauen, Langzeitarbeitslose, Solo-Selbständige). Bisher fehlen Studien, die den gesamten Einkommensmix im Alter und damit das Armutsrisiko unter realistischen Annahmen für die Zukunft fortschreiben. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es:

  • Das Risiko der Altersarmut für die Jahrgänge, die zwischen 1949 und 1970 geboren wurden, zu quantifizieren und die entsprechenden Risikofaktoren für Altersarmut empirisch zu identifizieren.
  • Ausgehend von den Ergebnissen der Simulation und der aktuellen politischen Diskussion, die Verteilungswirkungen möglicher Reformoptionen zu evaluieren.


Publikationen

Monographien/ Sammelwerke extern (2017)

Entwicklung der Altersarmut bis 2036: Trends, Risikogruppen und Politikszenarien

Peter Haan, Holger Stichnoth, Maximilian Blömer, Hermann Buslei, Johannes Geyer, Garla Krolage, Kai-Uwe Müller