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Der 1000. SOEP-Nutzer forscht in Kanada
Nachricht vom 23.05.2005
Mehr als zwanzig Jahre SOEP-Daten
Die am DIW Berlin beheimatete Längsschnittstudie Sozio-ökonomisches Panel (SOEP) erhebt seit 1984 Daten zur sozialen Lage in Deutschland, die von möglichst vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern analysiert werden sollen. Jetzt hat sich der 1000. aktive Nutzer registriert: Dr. Blair Wheaton von der University of Toronto in Kanada setzt die SOEP-Daten im Rahmen seines Forschungsprojekts zu den beruflichen Vorstellungen junger Menschen ein ("Adolescents' future occupational plans: What are the intervening processes that matter?").
Mikrodaten für weltweite Forschung
Das SOEP ist eine Serviceeinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Die Daten aus über 12.000 zufällig ausgewählten Privathaushalten, in denen etwa 30.000 Personen leben, sind Teil der weltweiten Forschungs-Infrastruktur der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Psychologie. Sie werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für eigene Forschungsarbeiten in Form „anonymisierter Mikrodaten“, die den Datenschutz voll wahren, zur Verfügung gestellt.
Mit SOEP-Daten Theorien prüfen
Professor Gert G. Wagner, Leiter des SOEP, sagt dazu: „Das SOEP beobachtet den sozialen Kosmos. Und ähnlich wie Astronomen weltweit auf die Beobachtungsdaten von Teleskopen zugreifen können, werden die SOEP-Daten global analysiert, da sie nicht nur etwas über die Entwicklungen in Deutschland aussagen, sondern man mit Hilfe der Daten ausgezeichnet wissenschaftliche Theorien prüfen kann. So haben amerikanische Psychologen mit Hilfe der SOEP-Daten gezeigt, dass die psychologische Theorie nicht stimmt, dass unsere Lebenszufriedenheit genetisch festgelegt ist und die Lebensverhältnisse sie nicht ändern können.“
Jährlich verschicken das DIW Berlin und das für die Betreuung der Übersee-Nutzer zuständige Partner-Institut an der Cornell University/USA über 300 neue CDs mit den anonymisierten SOEP-Daten an Universitäten und Forschungseinrichtungen in 33 Ländern.

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