Die Lange Nacht der Wissenschaften im DIW Berlin

Zum dritten Mal hat das DIW Berlin an der Langen Nacht der Wissenschaften teilgenommen. Auch diesmal haben unsere Referenten mit spannenden Vorträgen zahlreiche Besucher angelockt. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu unserem Programm, unseren Referenten und die Präsentationen zum Nachlesen.

Unser Programm am 2. Juni 2012

Forschen am sozialen Leben

INFOSTAND| 17.00 - 1.00 Uhr | Joan Robinson-Lounge im 1. OG 

Jugendliche bleiben am liebsten in der Nähe von Mama und Papa. Im Laufe ihres Lebens werden die Deutschen zunehmend religiöser. Ungerechte Löhne begünstigen Herzerkrankungen. Diese Ergebnisse basieren auf Daten des SOEP - der größten und am längsten laufenden sozialwissenschaftlichen Erhebung in Deutschland.


Für das SOEP beantworten Jahr für Jahr etwa 20 000 Menschen Fragen zu ihrer Arbeit und Gesundheit, zu ihrem Einkommen, ihrer Familie und ihrer Lebenszufriedenheit. In dieser Nacht tauschen wir Rollen: Forscher und Macher der Studie geben die Antworten. Wer möchte, kann außerdem selbst den Fragebogen beantworten und bei einem Verhaltensexperiment mitmachen - und so ein Stückchen mehr über sich erfahren.

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Graduate Center of Economic and Social Research

INFOSTAND| 17.00 - 1.00 Uhr | Joan Robinson-Lounge im 1. OG 

Das Graduate Center des DIW Berlin richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden aus aller Welt und bietet exzellente Ausbildung in Volkswirtschaftslehre und Methoden der angewandten Sozialwissenschaften. Wie ist das PhD Programm aufgebaut, welche Chancen bietet es? Fragen Sie unsere Doktorandinnen und Doktoranden!

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Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende

VORTRAG | 18.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG

Die Energiewende ist realisierbar. Aber ist sie auch ökonomisch sinnvoll? Oder isoliert sich Deutschland dabei völlig? Müssen wir mit Blackouts und mit Strompreisexplosionen leben? Und: Wer trägt die Kosten? Prof. Dr. Claudia Kemfert beantwortet diese Fragen und unterstreicht die wirtschaftlichen Chancen, die in einer klugen Energiewende liegen.
Hintergrund: Fossile Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle sind endlich und verursachen klimagefährliche Treibhausgase. Die Katastrophe in Japan hat in Deutschland zu einem Umdenken in der Atompolitik geführt. Das Ziel der Bundesregierung, in den kommenden vier Jahrzehnten den Anteil der erneuerbaren Energien von heute 17 Prozent auf 80 Prozent zu erhöhen, ist jedoch grundsätzlich machbar.

Wochenbericht Nr. 12/2012:  | PDF, 226.31 KB Solarstromförderung:
     Drastische Einschnitte nicht sinnvoll


Referentin: Prof. Dr. Claudia Kemfert


Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG).

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Was läuft falsch im Bankensektor?

VORTRAG | 19.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG

Warum sind die Banken heute größer als vor der Krise, und was kann die Politik dagegen tun? Das gefährliche Wachstum der Banken wird überwiegend durch Fremdkapital finanziert („Hebelung"). Prof. Dr. Dorothea Schäfer erklärt, wie eine funktionierende Regulierung aussehen müsste und warum die Hoffnung auf das neue Regelwerk Basel III trügerisch ist.
Fremdfinanziertes Wachstum war einer der Hauptauslöser der Finanzkrise. Außerdem erhöht sich dadurch die Zahl der systemrelevanten Banken, die allein aufgrund ihrer Größe im Krisenfall die Rettung durch den Steuerzahler erzwingen können. Um dieser Geiselhaft zu entkommen und das gesamte Finanzsystem stabiler zu machen, ist eine Erhöhung der Eigenkapitalquote der Banken dringend geboten.

Präsentation | PDF, 359.81 KB


Referentin: Prof. Dr. Mechthild Schrooten


Prof. Dr. Mechthild Schrooten ist Forschungsprofessorin am DIW Berlin und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Bremen.

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Zehn Jahre Riester-Rente: Ein Grund zum Feiern?

VORTRAG | 20.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG 

Fehlende Transparenz und hohe Kosten - die Kritik an der Riester-Rente ist vielfältig und so alt wie das Gesetz selbst. Kornelia Hagen (DIW Berlin) und Dorothea Mohn (vzbv) erläutern das Riester-Sparen, decken die Unzulänglichkeiten der Riester-Produkte auf und schlagen Alternativen zur gesetzlichen Regulierung vor (keine Einzelfallberatung).

Präsentation | PDF, 171.08 KB (Dorothea Mohn)
Präsentation | PDF, 0.63 MB (Kornelia Hagen)


Referentinnen: Kornelia Hagen und Dorothea Mohn



Kornelia Hagen ist Verbraucherforscherin am DIW Berlin und hat mit ihrer im DIW Wochenbericht (Nr.47/2011) erschienenen Studie eine bis heute anhaltende Debatte über die Riester-Altersvorsorge angestoßen.
Dorothea Mohn, Referentin für Altersvorsorge und Kapitalanlage beim Verbraucherzentrale Bundesverband, erklärt, welche Maßnahmen der vzbv zum Schutz der Verbraucher von der Politik fordert.

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Die neue Attraktivität Berlins und ihre Folgen

VORTRAG | 21.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG 

Wenn der eigene Kiez sich plötzlich zum Szeneviertel mausert, ergreifen alteingesessene Berliner auf der Suche nach Authentizität und bezahlbaren Mieten nicht selten die Flucht. Die Regionalforscher Dr. Kurt Geppert und Prof. Dr. Martin Gornig erläutern aktuelle Trends und Probleme der Stadtentwicklungspolitik in Berlin.

Hintergrund: Berlin gewinnt sowohl als Wohnort als auch als Unternehmensstandort mehr und mehr an Attraktivität. Während in den vergangenen zehn Jahren die Beschäftigung in den großen Städten um fast vier Prozent zunahm, war in Deutschland insgesamt eine Stagnation zu verzeichnen. Die demografischen und ökonomischen Trends bedingen sich also gegenseitig. Welche Folgen hat das für die Hauptstadt?

Präsentation | PDF, 0.77 MB


Referenten: Dr. Kurt Geppert und Prof. Dr. Martin Gornig




Dr. Kurt Geppert ist Chefredakteur des DIW Wochenberichts und leitet seit 2011 die Serviceabteilung Kommunikation. Seit 1977 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIW Berlin beschäftigt .

 Prof. Dr. Martin Gornig ist kommissarischer Leiter der Abteilung Innovation, Industrie, Dienstleistung am DIW Berlin und Honorarprofessor für Stadt- und Regionalökonomie an der Technischen Universität Berlin. Martin Gornig arbeitet seit 1988 als Wissenschaftler am DIW Berlin.

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Deutsche Führungsetagen: Männliche Monokulturen?

VORTRAG | 22.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG 

Das Ziel, mehr Frauen für Spitzenpositionen der Wirtschaft zu berücksichtigen, findet sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik immer stärkere Beachtung. PD Dr. Elke Holst untersucht, wie sich die Zahl der weiblichen Führungskräfte bis heute entwickelt hat und geht der Frage nach: Brauchen wir eine Frauenquote?

Hintergrund: Der angestrebte Zweck der Frauenquote ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Da dies bislang nur im Schneckentempo vorangeht, gibt es nun Rückenwind aus Brüssel: EU-Justizkommissarin Viviane Reding droht der Privatwirtschaft mit einer europaweiten Quote, um die gläserne Decke in den bislang von Männern dominierten Führungsetagen zu durchbrechen.

Präsentation | PDF, 264.83 KB


Referentin: PD Dr. Elke Holst


PD Dr. Elke Holst ist Forschungsdirektorin des DIW Querschnittsbereichs Gender Studies. Sie arbeitet seit 1987 als Volkswirtin am DIW Berlin, seit 1990 in der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Ihre Forschungsinteressen liegen auf dem Gebiet der Arbeitsmarktökonomik und der Gender Economics, aktueller Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Thema Frauen in Führungspositionen.

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Konjunkturprognose: Zwischen Modell und Wirklichkeit

VORTRAG | 23.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG

Von der schwersten Rezession der Nachkriegszeit hat sich die deutsche Wirtschaft gut erholt. Nun bewegt sie sich erneut in unruhigem Fahrwasser. DIW-Deutschlandexperte Dr. Simon Junker erläutert die Zusammenhänge zwischen Binnen- und Weltwirtschaft und erklärt, warum es so schwierig ist, die wirtschaftliche Entwicklung vorauszusagen.

Aufgabe der Konjunkturforschung ist es, die Schwankungen ökonomischer Größen wie Beschäftigung, Produktion und Preisen zu prognostizieren, um so der Politik entsprechende Handlungsempfehlungen zu unterbreiten. Die Prognose wird gestützt durch Modelle, jedoch reichen diese in der Regel nicht aus, um Unsicherheiten und einschneidende Ereignisse - wie etwa die Euro-Krise - abzubilden.

Wochenbericht Nr. 22/2012: | PDF, 0.53 MB Die Einkommensverteilung:
     Eine wichtige Größe für die Konjunkturprognose


Referent: Dr. Simon Junker


Dr. Simon Junker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konjunkturpolitik am DIW Berlin.

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Wer wird Fußball-Europameister 2012? Zur Ökonomie des Sports.

VORTRAG | 0.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG 

Im TV wurde Krake Paul für seine Prognosen berühmt. Aber können auch Wirtschaftsforscher Sportergebnisse prognostizieren? Prof. Dr. Gert G. Wagner und der Soziologe Prof. Dr. Jürgen Gerhards haben auf Basis ökonomischer Analysen den Ausgang der letzten zwei Fussballwelt- und der letzten Europameisterschaften richtig prognostiziert. Gelingt es auch 2012, den Fußball-Europameister vor dem Anpfiff zu küren? Um Mitternacht treten die beiden Forscher und Dr. Michael Mutz erneut den Beweis an, dass Sport und Ökonomie mehr verbindet als man vermuten mag.

Präsentation | PDF, 1.2 MB

Bericht des rbb-Fernsehens am 8.6.2012


Referenten: Prof. Dr. Gert G. Wagner, Prof. Dr. Jürgen Gerhards und Dr. des. Michael Mutz



Prof. Dr. Gert G. Wagner ist Vorsitzender des Vorstands des DIW Berlin. Zuvor hat er das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am DIW Berlin geleitet. Gert G. Wagner ist Lehrstuhlinhaber für Empirische Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik an der TU Berlin, sowie Max Planck Fellow am MPI für Bildungsforschung (Berlin).

Prof. Dr. Jürgen Gerhards ist Professor und geschäftsführender Direktor am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin. Er ist außerdem Forschungsprofessor am DIW Berlin.

 Dr. des. Michael Mutz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin.

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