Konjunkturbarometer

Ältere Ausgaben des Konjunkturbarometers

27. Mai 2010

Der Aufschwung gewinnt an Kraft

Nach zwei schwachen Quartalen kommt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wieder in Schwung. Dies ist die zentrale Botschaft des DIW-Konjunkturbarometers. „Wir erwarten für das zweite Quartal ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent", sagte DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin. „Die jüngsten Revisionen des Statistischen Bundesamtes bestätigen im nachhinein unsere etwas optimistischere Einschätzung."

Die wesentlichen Wachstumstreiber liegen in der Industrie und in der Bauwirtschaft. So wuchs das produzierende Gewerbe um ordentliche 3,1 Prozent im ersten Quartal. Die zunehmend positive Auftragslage in der Industrie spricht für eine Fortsetzung dieser Tendenz. Deutliche Zuwächse in den exportgetriebenen Schlüsselindustrien zeugen von einem Aufschwung, der sich zunehmend stabilisiert. Die Belebung in der Bauwirtschaft ist dagegen in erster Linie temporär und wird durch die günstigeren Witterungsbedingungen und die Konjunkturprogramme getrieben.

Auf der Nachfrageseite bleibt der private Verbrauch das Sorgenkind. Jedoch dürfte sich die Dynamik - bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Erholung - im aktuellen Quartal wieder bessern. Belastend wirkt jedoch die weit verbreitete Sorge um den Euro. Ihre realwirtschaftlichen Effekte lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum verlässlich beziffern.



DIW-Konjunkturbarometer vom 27. Mai 2010
Grafik: DIW Berlin