Konjunkturbarometer

Ältere Ausgaben des Konjunkturbarometers

27. Oktober 2010

Robustes Wachstum trotz Verlangsamung

Ungeachtet einer leichten Abschwächung bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland auch im zweiten Halbjahr intakt. Für das dritte Quartal 2010 signalisiert das DIW-Konjunkturbarometer einen Zuwachs des preis- und saisonbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 0,8 Prozent. Im letzten Quartal des laufenden Jahres wird ein annährend gleich starkes Wachstum von 0,7 Prozent erwartet.

Im August legte die Produktion in vielen Industriezweigen nach einer kurzen Verschnaufpause wieder zu, auch die Auftragseingänge haben inzwischen wieder merklich angezogen. „Die wichtigsten Indikatoren im Produzierenden Gewerbe legen eine Verstetigung des Aufwärtstrends nahe", so DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin. Darüber hinaus stütze die Verbesserung der Stimmungen von Unternehmen und den privaten Verbraucher die positive Grundtendenz. Angesichts der besseren Beschäftigungsperspektiven dürfte sich der private Konsum in den nächsten Quartalen zur entscheidenden Triebkraft der Konjunktur entwickeln.

Dies ist auch notwendig. Denn das äußerst günstige konjunkturelle Umfeld ist bis jetzt vor allem durch die Exportwirtschaft getragen worden. „Im weiteren Verlauf ist es von großer Bedeutung, dass der Aufschwung sich auch in der Kaufkraft der Verbraucher niederschlägt und die optimistischen Erwartungen nicht enttäuscht werden", sagte DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner. „Nur so kann die Entwicklung zu einem selbst tragenden und nachhaltigen Aufschwung führen", so Fichtner weiter.




DIW-Konjunkturbarometer vom 27. Oktober 2010
Grafik: DIW Berlin