Gender Studies
Kurzportrait des Forschungsbereichs „Gender Studies“
Der Forschungsbereich „Gender Studies“ ist relevant für alle Abteilungen des DIW Berlin. Grundsätzlich geht es um die Einbeziehung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedeutung der Kategorie Geschlecht in sozialwissenschafltiche Analysen. Ziel ist es, strukturelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erkennen und zu verstehen sowie gesellschaftliche Mechanismen der Produktion und Reproduktion von Unterschieden zwischen den Geschlechtern in der Forschungsarbeit aufzudecken und in den Untersuchungen zu berücksichtigen.
Ein Beispiel ist die Aufgabenteilung zwischen Frau und Mann in der Gesellschaft. In der traditionellen Variante ist die Frau für die unbezahlte Haus- und Familienarbeit verantwortlich, während der Mann als Familienernährer hiervon freigestellt ist, um einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Aus diesem Arrangement resultieren institutionelle gesellschaftliche Rahmenbedingungen genauso wie spezifische Vorstellungen und Klischees zu Fähigkeiten und Eigenschaften von Frauen einerseits und Männern andererseits. Diese haben unterschiedliche Auswirkungen beispielsweise auf das Arbeitsangebot, die Arbeitsnachfrage, die Aufstiegschancen und die Entlohnung von Frauen und Männern. Auch andere Märkte können mit einem derartigen Ansatz analysiert werden.
Mit dem neuen Forschungsbereich wird eine breitere Integration des Themas "Gender" im DIW Berlin verankert und über das Netzwerk die interne, regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit gestärkt.
Rückblick 1. Gender Studies Tagung
Am 9. Oktober 2012 fand die 1. Gender Studies Tagung des DIW Berlin zum Thema: „Institutionelle Rahmenbedingungen und Geschlechterverhältnisse: Auswirkungen auf die Lebensrealität von Frauen und Männern" statt.
Einen Rückblick auf die Tagung sowie alle Folien der ReferentInnen zum Download finden Sie auf der Tagungswebsite.

Die Forschungsdirektorin Gender Studies, Elke Holst, in der Sendung
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