Konjunkturbarometer

Ältere Ausgaben des Konjunkturbarometers

30. März 2011

Starkes erstes Quartal - nur geringe Auswirkungen der Katastrophe in Japan

Die konjunkturellen Aussichten haben sich zum Jahresanfang wieder aufgehellt. Nach dem relativ schwachen letzten Quartal 2010 erwartet das DIW Berlin für das erste Vierteljahr 2011 ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Laut DIW Konjunkturbarometer wird es preis- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent ansteigen.

Dominiert wird die Dynamik von starken Nachholeffekten in der Baubranche. So konnte das Bauhauptgewerbe im Januar um eindrucksvolle 36 Prozent gegenüber dem Vormonat zulegen und damit den heftigen wetterbedingten Einbruch zu Winterbeginn mehr als wettmachen.

Aber auch die Industrie liefert zum Jahresauftakt einen kräftigen Impuls. „Insbesondere ein deutlicher Anstieg der Bestellungen von Vorleistungsgütern weist darauf hin, dass der Aufwärtstrend ungebrochen ist", sagte DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin. Dabei haben insbesondere die Bestellungen aus dem Inland angezogen. „Ein gutes Signal für eine solide Binnenkonjunktur", so der DIW-Experte.

Auch die mittelfristigen Perspektiven der deutschen Wirtschaft sind laut DIW Konjunkturbarometer günstig. Die Katastrophe in Japan wird nach dem derzeitigen Stand keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland haben. „Erfahrungsgemäß sind die Einflüsse von Naturkatastrophen auf die Weltwirtschaft gering", sagte Ferdinand Fichtner, Leiter Konjunkturpolitik am DIW. Die deutsche Exportwirtschaft sei robust und flexibel. „Deswegen ist die Befürchtung einer breiten wirt-schaftlichen Eintrübung in Deutschland nach unserer Einschätzung unbegründet", so Fichtner weiter.




DIW-Konjunkturbarometer vom 30. März 2011
Grafik: DIW Berlin