Bildung und Familie

Die Abteilung im Überblick.

Kurzportrait

Die Frage, inwiefern sich in modernen Volkswirtschaften alle Potentiale optimal entwickeln können, ist von zentraler Bedeutung sowohl für die gesamte Gesellschaft als auch das Individuum. Hier setzt die Abteilung Bildung und Familie an, wenn es darum geht diese und angrenzende Fragen auf der Basis repräsentativer Mikrodaten zu beantworten.

Im Bereich Bildung beschäftigt sich die Abteilung einerseits mit dem Erwerb von Fähigkeiten über den Lebenszyklus und andererseits mit Wirkungsanalysen institutioneller Rahmenbedingungen des Bildungssystems. Dabei werden auch Fragen von Bildungsungleichheiten und ihren Hintergründen, insbesondere hinsichtlich der Bedeutung von Information, analysiert. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Bildungsinstitutionen mit „freiwilliger“ Teilnahme, von frühkindlichen Bildungsangeboten über Ganztagsschulen bis hin zur tertiären Bildung.

Im Bereich Familie liegt der Fokus einerseits auf der Analyse familiärer Prozesse, wie z.B. Erwerbsbeteiligung beider Elternteile und der informellen und formalen Kinderbetreuung und andererseits auf Wirkungsanalysen familienpolitischer Rahmenbedingungen. Ein Ziel ist Antworten zu finden auf die Frage, wie im Kontext moderner demographischer Entwicklungen familienpolitische Maßnahmen auf Familien und Kinder wirken.

Die empirischen Untersuchungen der Abteilung basieren auf Längsschnittdaten, insbesondere den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und anderen Längsschnittdaten sowie unter der Leitung der Abteilung durchgeführten eigenen Panelerhebungen. Ein weiteres Spezifikum der Abteilung ist ihre interdisziplinäre Ausrichtung. Gegenwärtige Projekte basieren auf Kooperationen mit Partnern aus der Soziologie, der Erziehungswissenschaft und der Psychologie. In der Abteilung ist auch die Koordinationsstelle des Berlin Interdisciplinary Education Research Network (BIEN) angesiedelt.