DIW Berlin außer Haus
Eindrücke und BerichteJahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2011 in Frankfurt/Main
Die diesjährige Tagung des Vereins für Socialpolitik fand vom 5.-7. September 2011 in der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Unter dem Motto "Die Ordnung der Weltwirtschaft: Lektionen aus der Krise" diskutierten über 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler drei Tage lang zu facettenreichen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Themen. Unter ihnen auch zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DIW Berlin. Der Einladung des Vorstandsvorsitzenden des Instituts, Gert G. Wagner zum traditionellen Mittagsempfang des DIW Berlin folgten auch in diesem Jahr mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
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Ein Team der Kommunikationsabteilung des DIW Berlin war gemeinsam mit Vertretern des Graduate Center vor Ort und informierte mit einem Stand über die Arbeit und Themenschwerpunkte des Hauses.
Mittagsempfang des DIW
Am 5. September, dem ersten Tagungstag, lud das DIW Berlin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum traditionellen Mittagsempfang ein. Im Festsaal Casino Gebäude auf dem Campus Westend gab es die Gelegenheit sich bei einem kleinen Imbiss und Getränken mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Diese Möglichkeit wurde von vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rege genutzt. Nach einem Grußwort von Gert G. Wagner, Vorstandsvorsitzender des DIW Berlin wurde das Podium an die Gastrednerin Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro übergeben. In ihrem Vortrag beleuchtete sie einige Aspekte zu der Frage: „Schulden-, Finanz- und Währungskrisen: Wann hört das endlich auf?"
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Vorträge und Diskussionsveranstaltungen
Insgesamt zwölf DIW-Studien und -Aufsätze wurden für die VfS Jahrestagung angenommen. Dabei waren die Themen breit gefächert: Vorträge aus fünf der neun Forschungsabteilungen des Instituts sowie dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) waren vor Ort vertreten. Spitzenreiter war die Abteilung Staat, die mit Katharina Wrohlich, Richard Ochmann, Stefan Bach, Frank Fossen und Florian Walch gleich fünf Vortragende nach Frankfurt entsandt hatte. Die Sessions mit DIW-Beteiligung waren gut besucht und erfreuten sich reger Diskussionen, was sich auf die hohe Aktualität und Relevanz der Beiträge zurückführen lässt. So referierte Stefan Bach aus der Abteilung Staat beispielsweise zum Thema „Soaking the Rich to Bring Down Public Debt? Revenue and Distributional Effects of a Capital Levy" und kam zu dem Schluss, dass eine sogenannte „Reichensteuer" durchaus eine interessante Alternative zum aktuellen Steuersystem darstellen könnte. Einen völlig anderen - aber nicht minder aktuellen - Themenbereich vertrat Wolf-Peter Schill aus der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt mit seinem Vortrag „Regulated Transmission Expansion in Electricity Networks: The Effects of Fluctuating Demand and Wind Generation" | PDF, 456.69 KB . Er rechnete vor, wie effektiv ein Modell für den Ausbau des europäischen Stromnetzes sein könnte, das sowohl einen kaufmännischen als auch ein regulierenden Ansatz kombiniert.
Insgesamt konnte das DIW Berlin auf der Jahrestagung des VfS sein Themenspektrum sehr gut präsentieren und die eingereichten Beiträge ernteten viel Lob und Interesse. Auch im nächsten Jahr wird das DIW Berlin wieder auf der Jahrestagung vertreten sein: 2012 trifft man sich in Göttingen.

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