Pressemitteilung/Press Release

Pressemitteilung vom 18.07.2012

Marcel Fratzscher als neuer Vorsitzender für die DIW-Spitze vorgeschlagen

DIW Berlin (Copyright)  DIW Berlin Mohrenstrasse DIW Berlin (Copyright)  DIW Berlin Mohrenstrasse

Marcel Fratzscher ist der Kandidat, der dem Kuratorium des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) für die Nachfolge an der Spitze des Instituts vorgeschlagen wird. Dies hat die Findungskommission unter Leitung des Vorsitzenden des Kuratoriums, Bert Rürup, heute einmütig beschlossen. Marcel Fratzscher leitet derzeit die Abteilung International Policy Analysis (Internationale wirtschaftspolitische Analysen) der Europäischen Zentralbank.

„Marcel Fratzscher ist ein hervorragend ausgewiesener Wirtschaftswissenschaftler, von dem neue Impulse für einen Ausbau der makroökonomischen Kompetenz des Instituts wie für die theoriegeleitete und empirisch fundierte Politikberatung zu erwarten sind“, begründet Rürup die Empfehlung der Kommission.

Die Findungskommission, der Vertreter der Zuwendungsgeber und der drei Berliner Universitäten sowie weitere international ausgewiesene Wirtschaftswissenschaftler und die Personalvertretung des DIW Berlin angehören, hat damit ihre Aufgabe abgeschlossen. Die Empfehlung der Kommission wird nun dem Kuratorium des DIW Berlin vorgelegt, das zeitnah entscheiden wird. Gert G. Wagner wird solange das Institut als Vorsitzender des Vorstands leiten, bis der Nachfolger seine Arbeit aufnimmt.

"Das DIW Berlin ist auf einem sehr guten Weg. Es verbindet wissenschaftliche Stärke mit der für die Beratung so wichtigen politischen Unabhängigkeit. Das Institut ist ein attraktiver Arbeitsplatz für erstrangige Ökonomen. Ich begrüße, dass die Findungskommission ihre gute Arbeit abgeschlossen hat“, sagt Karl Ulrich Mayer. Er ist der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, der das DIW Berlin angehört.


Hintergrund: Das Profil des DIW Berlin

Forschung: Zahl und Qualität der wissenschaftlichen Publikationen des DIW Berlin sind in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. 82 Artikel haben DIW-Wissenschaftler im Jahr 2011 in anerkannten und referierten Fachzeitschriften veröffentlicht. In mehreren wissenschaftlichen Disziplinen konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DIW Berlin in den vergangenen Jahren Artikel in top-gerankten Journalen vorweisen, so im American Economic Review und PNAS (Proceedings of the American Academy of Science). Mit mehr als 200 Vorträgen waren Wissenschaftler des DIW Berlin im Jahr 2011 zudem auf hochrangigen internationalen wissenschaftlichen Konferenzen vertreten.

Politikberatung: Die Zahl der bearbeiteten Drittmittelprojekte ist von 88 im Jahr 2010 auf 99 im Jahr 2011 gestiegen. Die Forschungs- und Beratungsaktivitäten richten sich vor allem auf die Gebiete Konjunktur und Arbeitsmarkt, Energie und Klima, Innovation und Wettbewerb, Steuern und Verteilung sowie Familie und Bildung.

Forschungsinfrastruktur: Die Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) wurde zuletzt Ende 2009 vom Wissenschaftsrat sehr gut evaluiert.

Nachwuchsförderung: Das Graduate Center des DIW Berlin bietet ein renommiertes, international ausgerichtetes Doktorandenprogramm an und arbeitet dabei eng mit den Berliner Universitäten zusammen. Insgesamt werden in diesem  Programm mehr als 50 Promovierende betreut. Zudem werden die Aktivitäten für Fortbildung und wissenschaftlichen Austausch stetig ausgebaut.

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