DIW Glossar

Das DIW Glossar ist eine Sammlung von Begriffen, die in der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts häufig verwendet werden. Die hier gelieferten Definitionen sollen dem besseren Verständnis der DIW-Publikationen dienen und wichtige Begriffe aus der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung so prägnant wie möglich erklären. Das Glossar hat keinen Anspruch auf lexikalische Vollständigkeit.

Forschungsintensive Industrie

Als forschungsintensive Industrie bezeichnet man die Branchen im verarbeitenden Gewerbe, in denen besonders viel Forschung und Entwicklung betrieben wird. Die forschungsintensive Industrie stellt Güter der Spitzentechnologie und der hochwertigen Technologie (Hochtechnologie) her, die wie folgt definiert werden:

  • Die Spitzentechnologie umfasst Waren, bei deren Herstellung jahresdurchschnittlich mehr als sieben Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aufgewendet werden.
  • Hochwertige Technologiegüter sind Waren, bei deren Herstellung jahresdurchschnittlich mehr als 2,5 Prozent, aber weniger als 7 Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aufgewendet werden.


Deutschland ist im Vergleich zu anderen großen Industrieländern am stärksten auf die Produktion forschungsintensiver Güter ausgerichtet. Auch im deutschen Außenhandel spielen forschungsintensive Güter mit einem Anteil von gut zwei Dritteln an den Exporten eine zentrale Rolle - Deutschland ist hier regelmäßig unter den Spitzenreitern.

In Deutschland werden Studien und wissenschaftliche Analysen in dem Bereich überwiegend auf Basis der regelmäßig aktualisierten  Listen von NIW/ISI und ZEW durchgeführt.

Siehe auch wissensintensive Dienstleistungen

Lesen Sie mehr zum Thema:
DIW Wochenbericht 31/2015 | PDF, 1.06 MB "Forschung und Entwicklung in der Industrie: Unternehmen stehen besser da denn je"
DIW Wochenbericht 45/2016 | PDF, 0.95 MB "Unternehmen forschen nicht immer dort, wo die öffentliche Forschung stark ist"