Konjunkturbarometer

Ältere Ausgaben des Konjunkturbarometers

25. April 2013

Entwicklung der deutschen Wirtschaft zunächst zögerlich

Die deutsche Wirtschaft ist dem Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge im ersten Quartal 2013 leicht gewachsen. Das Plus dürfte bei rund 0,3 Prozent gelegen haben. Damit lag das Wirtschaftswachstum in den ersten drei Monaten zwar etwas unter den Erwartungen, aber deutlich über dem schwachen Schlußquartal 2012, in dem ein Minus von 0,6 Prozent verzeichnet wurde. Im 2. Quartal 2013 dürfte die deutsche Wirtschaft das Wachstumstempo von 0,3 Prozent halten. "Im Zuge der weltweit gedämpften Nachfrage ist die Erholung in der Industrie bislang ausgeblieben. Erst ab dem Frühjahr dürfte die Industrie allmählich Fahrt aufnehmen", sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. "Die Unternehmensstimmung hat sich zuletzt merklich eingetrübt, entsprechend vorsichtig agieren die Unternehmen: Zum Jahresauftakt dürfte kaum mehr investiert worden sein als im schwachen Schlussquartal 2012".

Die Exporte in den Euroraum stabilisieren sich jedoch zunehmend. „Die Auslandsnachfrage bewerten die Unternehmen zwar noch als schwach, sie blicken aber optimistischer in die Zukunft. Die deutschen Exporteure dürften in den kommenden Monaten von der zögerlichen Erholung der Weltwirtschaft profitieren", so DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. Das günstige Finanzierungsumfeld dürfte dann auch die Investitionen mehr und mehr anschieben.

„Zuversichtlich stimmt vor allem die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt", so Fichtner. „Die Beschäftigung wird auch in den kommenden Monaten weiter aufgebaut." Bei anhaltend kräftigen Lohnsteigerungen werden die Einkommen der privaten Haushalte und damit letztlich der Konsum merklich zulegen. „Trotz des fragilen Umfelds bleiben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft alles in allem gut: In den kommenden Quartalen dürfte sich die Konjunktur spürbar beschleunigen", resümiert Fichtner.




DIW-Konjunkturbarometer vom 25. April 2013
Grafik: DIW Berlin