Konjunkturbarometer

Ältere Ausgaben des Konjunkturbarometers

30. April

Kräftige Aufwärtsbewegung nur vorübergehend gedämpft

Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Vierteljahr mit gut 0,7 Prozent kräftig gewachsen sein; dies zeigt das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) unverändert an. Für das zweite Quartal deutet das Barometer jedoch auf eine Abkühlung der Dynamik hin. Die schwächere Entwicklung im laufenden Quartal hängt dabei vor allem mit einer Normalisierung der Bauproduktion zusammen, die zum Jahresauftakt durch den milden Winter kräftig angekurbelt worden war. „Auch abgesehen vom Baugewerbe hat die Industrie die Produktion merklich ausgeweitet", so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Angesichts der nach wie vor guten Unternehmensstimmung ist nur mit einer leichten und vorübergehenden Abkühlung zu rechnen." Entsprechend erwarten die Berliner Konjunkturforscher für das zweite Quartal ein solides Wachstum von 0,4 Prozent.

Positive Impulse kamen zudem nicht nur aus der Industrie: „Der Konsum der privaten Haushalte dürfte zuletzt kräftig zugelegt haben", so DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. Darauf deuten die deutlich gestiegenen Umsatzzahlen in den konsumnahen Bereichen und insbesondere die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hin: die Beschäftigung dürfte weiter steigen und die Löhne die derzeit niedrige Inflation mehr als ausgleichen.

Auch die Exporte werden sich im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung wohl recht dynamisch entwickeln. In diesem Umfeld dürfte auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen etwas Fahrt aufnehmen. Die Krise in der Ukraine bleibt zwar ein Risiko, konnte die optimistische Stimmung in der Industrie zuletzt aber kaum trüben: „Unter dem Strich erwarten wir eine Belebung der Investitionstätigkeit", so Junker weiter.




DIW-Konjunkturbarometer vom 30. April 2014
Grafik: DIW Berlin