Konjunkturbarometer

Aktuelle detaillierte Ergebnisse vom 26. Juni 2015

DIW Konjunkturbarometer Juni 2015: Dienstleistungsbereiche tragen das Wachstum

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau und deutet damit auf ein dynamisches zweites Quartal 2015 hin. Verglichen mit dem Vormonat Mai stieg der Wert des Barometers für das zweite Quartal dabei im Juni um 2,2 Punkte auf 108,4 Punkte. Damit liegt das DIW Konjunkturbarometer deutlich über der neutralen Marke von 100, die dem langjährigen mittleren Quartalswachstum von 0,3 Prozent entspricht.  Auf Basis dieser Entwicklung rechnen die DIW-Forscher für das zweite Quartal mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von gut 0,5 Prozent.


Anders als im unerwartet schwachen ersten Quartal stützt auch die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe das Wachstum (Abbildung 2); dies gilt allerdings vor allem für das Frühjahr – zuletzt hat sich die Dynamik im verarbeitenden Gewerbe wieder etwas abgeschwächt (Abbildung 3). Kräftige Zuwächse sind hier somit für den weiteren Verlauf nicht zu erwarten.


DIW Konjunkturbarometer - historische Werte auf Quartalsbasis

Aus den Dienstleistungsbereichen kommen merkliche Impulse (Abbildung 2). Wachstumstreiber ist dabei die kräftige Binnennachfrage, die zuletzt von den gesunkenen Energiepreisen profitiert  hat. Auch hier weist das DIW-Konjunkturbarometer auf ein geringeres Tempo im weiteren Verlauf hin: Auf Monatsbasis haben sich die Wachstumsbeiträge der Dienstleistungen abgeschwächt (Abbildung 3). Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Preise mittlerweile wieder etwas anziehen.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt hingegen günstig: Im weiteren Verlauf dürfte sich der Beschäftigungsaufbau merklich fortsetzen. Die Finanzmarktzahlen für Mai und Juni haben, wohl bedingt durch die gestiegenen Risiken rund um Griechenland, einen dämpfenden Einfluss. Im Umfeld weiterhin beträchtlicher Risiken dürften die Unternehmen vorsichtig disponieren.

Alles in allem bleibt das Barometer auch auf monatlicher Frequenz, insbesondere getrieben von positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt, mit einem Wert von 34,91 Punkten noch deutlich über dem neutralen Niveau von 33 Punkten.


DIW Konjunkturbarometer - historische Werte auf Monatsbasis