Konjunkturbarometer

Aktuelle detaillierte Ergebnisse vom 26. August 2015

DIW Konjunkturbarometer August 2015: Deutsche Wirtschaft trotz unruhigen Fahrwassers auf Kurs

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) fällt für das dritte Quartal 2015 im August leicht schwächer aus als noch im Vormonat Juli. Mit 103,80 Punkten verbleibt es jedoch weiterhin deutlich über der neutralen Marke von 100 Punkten, die dem langjährigen mittleren Quartalswachstum von 0,3 Prozent entspricht. Es zeigt damit auch für das dritte Quartal eine günstige Dynamik der deutschen Wirtschaft an. Aus den drei Hauptbereichen des Barometers kommen dabei unterschiedliche Signale: Während die Vorlaufindikatoren aus der Industrie eher auf eine Abkühlung hinweisen, kommen positive Wachstumssignale aus dem Dienstleistungsbereich und insbesondere vom Arbeitsmarkt. Auf Basis dieser Entwicklung rechnen die Forscher des DIW Berlin mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal von gut 0,4 Prozent.


Im Quartalsverlauf deutet das Konjunkturbarometer des DIW Berlin auf eine leichte Abschwächung der Konjunktur hin, hält sich aber weiterhin deutlich über dem Schwellenwert von 100 Punkten, der auf ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft hinweist (Abbildung 2). Positive Impulse kommen dabei vor allem von den neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt, die auf eine weiterhin steigende Beschäftigung hindeuten. Auch die Signale aus dem Dienstleistungssektor weisen nach wie vor auf eine dynamische Entwicklung hin. Ein Wachstumstreiber wird dabei die kräftige Binnennachfrage sein, die in diesem Quartal auch von den erneut fallenden Energiepreisen profitiert.


DIW Konjunkturbarometer - historische Werte auf Quartalsbasis

Erste Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung kommen dagegen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Vorlaufindikatoren wie Auftragseingänge oder Industrieproduktion fallen auf Monatsbasis schwächer aus als zuletzt (Abbildung 3). Auch die jüngsten Finanzmarktzahlen haben einen dämpfenden Einfluss auf das Barometer. Hier spiegelt sich vor allem die gestiegene Unsicherheit über die Entwicklung der Weltkonjunktur und insbesondere der chinesischen Wirtschaft wider. Insgesamt bleibt das Barometer auf monatlicher Frequenz, getrieben von den positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt, mit einem Wert von knapp 35 Punkten auch im August noch deutlich über dem neutralen Wert von 33 Punkten.


DIW Konjunkturbarometer - historische Werte auf Monatsbasis