Das DIW Berlin möchte mit seiner sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Expertise dazu beitragen, die Diskussion um den Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland zu versachlichen und auf eine Basis von verifizierbaren Fakten und Zahlen zu stellen. 


Faktencheck



Arbeitsmarkt

Arbeitsplätze
Wie wirkt sich der Zustrom von Zufluchtsuchenden auf die Arbeitssituation aus?
Wird die Arbeitslosigkeit steigen?

Mindestlohn
Wie wirkt sich der Zustrom von Zufluchtsuchenden auf die Löhne aus?
Wird es zu Lohndumping kommen?
Sollte es Ausnahmeregelungen für Flüchtlinge geben?

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Integration

Integrationsmessung
Kann man abschätzen, wie viele (ehemalige) Migranten inzwischen integriert sind, wie schnell sie sich integrieren?

Abschiebung
Wie viel Prozent aller Asylbewerber weist Deutschland schlussendlich ab? Wer darf bleiben, wer wird abgeschoben?

Historischer Vergleich
Wie hoch ist die Zahl der Zufluchtsuchenden im Vergleich zu früheren Einwanderungswellen, zum Beispiel nach dem 2. Weltkrieg?

Illegale
Wie viele der abgelehnten Asylantragsteller verblieben – vermutlich illegal – in Deutschland?

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Wohnraum

Wohnraum
Wie wirkt sich der Zustrom von Zufluchtsuchenden auf den Wohnungsmarkt aus?
Wird der Wohnraum knapp?
Werden die Mieten steigen?
Wie kann Wohnungsleerstand kurzfristig nutzbar gemacht werden?

Zweckentfremdete Gebäude
Wie schnell können die für die Flüchtlingsunterbringung zweckentfremdeten Gebäude wieder genutzt werden (Turnhallen, ...)?

Anwohner
Gibt es unmittelbare finanzielle Auswirkungen von Flüchtlingsheimen auf Anwohner im Sinne von Wertverlust von Immobilien und erhöhter Versicherungspolicen?

Segregation
Wird der Zustrom von Zufluchtsuchenden in Deutschland zu einer Ghettoisierung führen, analog zu den französischen Vorstädten?

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Gesundheits- und Sozialsysteme

Gesundheitssystem
Wie stark belasten die Flüchtlinge unser Gesundheitssystem? Leisten nur gesetzliche oder auch private Krankenkassen einen Beitrag?

Nachhaltige soziale Sicherungssysteme
Werden die sozialen Sicherungssysteme durch Zuwanderer, Flüchtlinge und Asylanten eher gestärkt oder geschwächt?

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Fiskalische Kosten

Fiskalische Kosten
Wie stark belastet der Zustrom an Zufluchtsuchenden die öffentlichen Haushalte?
Müssen mehr Schulden aufgenommen oder die Steuern erhöht werden? (Was sind die Kosten außerhalb der öffentlichen Haushalte?)

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Bildung

Schulklassen
Wie gut kann das Schulsystem mit dem Zustrom von Zufluchtsuchenden umgehen? Wird sich die Betreuung von Schülerinnen und Schülern verschlechtern? Gibt es genug Lehrer? Gibt es genug Klassenzimmer?

Kinderbetreuung
Wie gut kann das Kinderbetreuungssystem mit dem Zustrom von Zufluchtsuchenden umgehen? Wird sich die Betreuung von Kindern in Kitas verschlechtern? Gibt es genug BetreuerInnen? Gibt es genug Kitas?

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Europa, internationales

Lastenteilung in Europa
Werden die Lasten in Europa gerecht verteilt?

Solidarität mit anderen Aufnahmeländern
Inwieweit helfen wir anderen Aufnahmeländern, damit die mit dem Flüchtlingsproblem nicht alleingelassen werden?

Subsidiarität
Was wird auf europäischer, was auf nationalstaatlicher Ebene entschieden?

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Innere Sicherheit

Kriminalität
Führt der Zurstrom von Geflüchteten zu einer Zunahme an Kriminalität?

Terrorismus
Wie verhindern wir, dass aus dem Irak, Syrien und anderen Ländern unerkannt Islamisten einreisen?

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Sozioökonomik Geflüchtete

Fluchtursachen
Was sind die Gründe für die Menschen, ihre Heimat zu verlassen? Kommen überwiegend Wirtschaftsflüchtlinge oder eher politisch sowie ethnisch Verfolgte?

Herkunftsländer
Woher kommen die Flüchtlinge überhaupt?

Qualifikationen
Welche Qualifikationen haben Asylbewerber und Flüchtlinge?

Bildungsstand
Welchen Bildungsstand haben die Flüchtlinge?

sonstige Sozioökonomik
Wie alt sind die Flüchtlinge? Welches Geschlecht? Berufe? Kriminelle?

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Staatliche Leistungen

Leistungen, Bedürftigenvergleich
Welche Sach- und Geldleistungen erhalten Flüchtlinge?
Wie viel Leistungen bekommen Geflüchtete im Vergleich zu Hartz IV Empfängern, Pflegebedürftigen oder anderen Bedürftigengruppen?

Gesundheitsversorgung
Welche Versorgung wird Flüchtlingen zuteil, sind sie kranken- oder unfallversichert?
Bekommt ein Flüchtling etwa eine Krebstherapie in Deutschland?

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DIW Publikationen zum Themenschwerpunkt

Integration von Flüchtlingen – eine langfristig lohnende Investition
DIW Wochenbericht 45/2015 | PDF, 225.61 KB

Der starke Zustrom von Flüchtlingen heizt die Diskussionen in Deutschland an. Dabei wird oft nur auf kurzfristige Kosten geschaut, die in den kommenden Jahren zweifellos massiv sein werden. Dies versperrt den Blick auf potentielle Chancen, die die Zuwanderung – oftmals junger Menschen – der deutschen Gesellschaft bietet. Gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt, werden die anfänglichen Ausgaben zu einer Investition in die Zukunft.

Keine Sonderregelungen für Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt: Kommentar von Karl Brenke
DIW Wochenbericht 45/2015 | PDF, 115.69 KB

Flüchtlinge und der deutsche Wohnungsmarkt: Neue Realität und alte Lösungen
DIW Roundup 80 | PDF, 0.68 MB

In den vergangenen zwei Jahren ist die Migration nach Deutschland erheblich gestiegen. Dies ist vor allem auf den außergewöhnlich starken Zuzug von Flüchtlingen zurückzuführen, die in Deutschland Asyl beantragen.Um die wohnungsmarktpolitischen Herausforderungen zu bewältigen, werden derzeit zahlreiche Maßnahmen diskutiert, die sich bereits in der Vergangenheit, als Deutschland ähnlichen Herausforderungen gegenüberstand, bewährt haben.

Flüchtlinge sind sehr ungleich auf die EU-Länder verteilt – auch bezogen auf die Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl
DIW Wochenbericht 39/2015 | PDF, 418.63 KB

In die Europäische Union kommen derzeit so viele Asylbewerber wie noch nie. Dabei sind die Schutzsuchenden recht ungleich auf die Mitgliedstaaten der EU verteilt. Deutschland nimmt ebenfalls überdurchschnittlich viele Asylsuchende auf – gemessen an der Einwohnerzahl fast dreimal so viele und gemessen an der Wirtschaftskraft etwa doppelt so viele wie bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle EU-Länder. Daher ist es dringend erforderlich, dass sich die EU-Staaten auf eine gleichmäßigere und somit als faire wahrgenommene Verteilung der Flüchtlinge einigen.

"Deutschland ist vom aktuellen Flüchtlingsstrom besonders betroffen" Fünf Fragen an Karl Brenke
DIW Wochenbericht 39/2015 | PDF, 99.49 KB

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Linksammlung externer Infoseiten

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