Statement

Statement vom 14.06.2017

„Abschaffung der EU-Roaminggebühren ist ein wichtiger Schritt - hat aber potentielle Nachteile“

DIW Berlin / B.Dietl (Copyright) Tomaso Duso
Copyright: DIW Berlin / B.Dietl

Zum Wegfall der Roaminggebühren innerhalb der Europäischen Union ab dem 15. Juni äußert sich Tomaso Duso, Leiter der Abteilung Unternehen und Märkte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), wie folgt:

Die diese Woche in Kraft tretende Abschaffung der Roaminggebühren innerhalb der EU ist ein wichtiger Schritt in Richtung digitalem Binnenmarkt und wird für viele Verbraucherinnen und Verbraucher, insbesondere diejenigen, die viel in Europa unterwegs sind, erhebliche Einsparungen bedeuten, wenn sie von zu Hause angerufen werden oder dort anrufen. Allerdings bleiben die Kosten für Telefonate aus Deutschland ins EU-Ausland unverändert. Zudem ist es unklar, inwiefern Mobilfunkanbieter an anderer Stelle – für Inlandgespräche oder für Roaming in anderen Regionen der Welt - die Tarife möglicherweise erhöhen werden, um den Gewinnverlust zu kompensieren und ihre Gewinne insgesamt konstant zu halten. Solche Verschiebungen, in der Wissenschaft Wasserbett-Effekte genannt, hat es zum Beispiel nachweislich in zahlreichen OECD-Ländern gegeben, als Festnetz-zu-Mobil-Gebühren zwischen 2000 und 2010 reguliert wurden.

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