Statement

Statement vom 13.09.2017 von Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D.

„Euro-Einführung in allen EU-Ländern ist über die nächsten zehn bis 15 Jahre sinnvoll“

DIW Berlin/B. Dietl (Copyright) Marcel Fratzscher
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In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute bekräftigt, dass nahezu alle EU-Mitgliedsländer den Euro als Währung einführen sollten. Dazu äußert sich Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), wie folgt:

Fast alle Länder der Europäischen Union haben sich rechtlich ohnehin dazu verpflichtet, den Euro in ihrem Land einzuführen. Es ist sicherlich nicht sinnvoll, dies überall sofort umzusetzen, denn die Länder müssen strikte Kriterien erfüllen. Ich halte es aber wirtschaftlich für richtig und sinnvoll, dass über die nächsten zehn bis 15 Jahre alle EU-Länder den Euro einführen. Der Euro war und ist eine starke und stabile Währung, die vielen Ländern während der Finanzkrise Sicherheit und Stabilität geboten hat. Die baltischen Länder sind sogar während der europäischen Finanzkrise dem Euro beigetreten, um die Sicherheit und Stärke des Euro nutzen zu können. Der Euro hat vor allem den Handel und die Direktinvestitionen in Europa deutlich erhöht. Auch Deutschland ist ein großer Gewinner des Euro.

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