Berliner Reden zur Integrationspolitik

„Ein Land für alle – Bemerkungen zur Idee einer solidarischen Einwanderungsgesellschaft“

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Urheber des Mitschnitts: Humboldt-Universität zu Berlin

mit Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE

Mittwoch, 13. September 2017 | 18:00 Uhr
Auditorium Friedrichstraße

Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr. Herbert Brücker, Leiter der Abteilung „Ökonomische Migrations- und Integrationsforschung“ am BIM
Jürgen Kaube, 
Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)
Katja Kipping, 
Vorsitzende der Partei DIE LINKE
Prof. Dr. Jürgen Schupp, Direktor des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin

Moderation durch Esra Kücük, Leiterin Gorki Forum

Begrüßung durch Prof. Dr. Naika Foroutan, stellv. Direktorin des BIM und Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D., Präsident des DIW Berlin

Mehr als eine Million Geflüchtete sind seit Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen. Die sich daraufhin formierende „Willkommenskultur“ hat das bisherige Bild von Deutschland im Ausland verändert. Andererseits führen populistische Tendenzen und radikale Bewegungen sowie islamistischer Terrorismus zunehmend zu Verunsicherung in allen Teilen der Bevölkerung und erfordern politische und gesellschaftliche Handlungsstrategien. Parallel erheben Angehörige der zweiten und dritten Einwanderer-Generation den Anspruch, endlich als „neue Deutsche“ wahrgenommen zu werden und gleichwertig teilzuhaben. Auf der anderen Seite identifizieren sich viele Menschen ohne Migrationsbezüge nicht mit dem Wandel Deutschlands in eine Einwanderungsgesellschaft. Diese gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse führen zu neuen Allianzen aber auch zu starken Polarisierungen. Sie werfen grundlegende Fragen nach den gegenwärtigen und zukünftigen Grundlagen und Bedingungen des Zusammenlebens in einer pluralen Demokratie auf.