Pressemitteilung/Press Release

Pressemitteilung vom 18.12.2008

Fünftausendste Publikation auf Basis von SOEP-Daten erschienen

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Die Abteilung Sozio-oekonomisches Panel am DIW Berlin konnte die fünftausendste wissenschaftliche Publikation auf Basis von SOEP-Daten registrieren. Die Niederländerin Trudie Schils von der Maastricht University untersucht in ihrer international vergleichenden Studie die Rentenversicherungssysteme in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien.

Im Zentrum ihrer Untersuchung steht die Frage, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Rentenversicherungssysteme auf die Frühverrentungsquote haben. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass mit zunehmender privater Vorsorge der Anteil an Frühverrentungen abnimmt. Allerdings gilt dieser Trend nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen. Mit dem Ausbau der privaten Vorsorge wächst die Ungleichheit im Hinblick auf die Möglichkeit vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Denn diejenigen, die besser verdienen und es sich leisten können, gehen offenbar nach wie vor dann in Rente, wenn es für sie möglich und sinnvoll ist. "Diese Publikation von Trudie Schils ist ein sehr gutes Beispiel für die Bedeutung des SOEP als einem integralen Baustein der internationalen Forschungsinfrastruktur" erklärt Joachim R. Frick, als Data Operations Manager auch verantwortlich für die Integration des SOEP in international vergleichende Datenbasen. Inzwischen werden jedes Jahr weltweit rund 400 SOEP-Studien publiziert. Über 500 Forscher und Forscherinnen aus 35 Ländern arbeiten mit den SOEP-Daten. Die SOEP-Daten werden vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhoben. Von fast allen Forschungsergebnissen, die auf Basis von SOEP-Daten veröffentlicht werden, erhält das SOEP-Team am DIW Berlin ein Belegexemplar. Titel und Themen der erfassten SOEP-Studien können mit Hilfe der frei zugänglichen Literaturdatenbank SOEPlit recherchiert werden. „Early Retirement in Germany, the Netherlands, and the United Kingdom: a longitudinal Analysis of Individual Factors and Institutional Regimes“, Trudie Schils, European Sociological Review, Volume 24, Number 3, 2008, Page 315-329.

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Literaturdatenbank SOEPlit

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenhänge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und berät auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabhängig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Sozio-ökonomisches Panel (SOEP)

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist die größte und am längsten laufende multidisziplinäre Langzeitstudie in Deutschland. Das SOEP im DIW Berlin wird als Teil der Forschungsinfrastruktur in Deutschland unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern gefördert. Für das SOEP werden seit 1984 jedes Jahr vom Umfrageinstitut Kantar Public (zuvor TNS Infratest Sozialforschung) in mehreren tausend Haushalten statistische Daten erhoben. Zurzeit sind es etwa 30.000 Personen in etwa 15.000 Haushalten. Die Daten des SOEP geben unter anderem Auskunft über Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Weil jedes Jahr dieselben Personen befragt werden, können nicht nur langfristige gesellschaftliche Trends, sondern auch die gruppenspezifische Entwicklung von Lebensläufen besonders gut analysiert werden.

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