Konjunkturbarometer

Aktuelle Ergebnisse vom 31. Januar 2018

DIW Konjunkturbarometer Januar 2018: Deutsche Konjunktur im Höhenflug

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht weiter: Zum Jahresauftakt ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte – das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017. Damit liegt das Konjunkturbarometer weit über der 100-Punkte-Marke, bei der ein Wachstum von 0,3 Prozent, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht, zu erwarten wäre. Dementsprechend dürfte die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr deutlich kräftiger zulegen – nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2017 um voraussichtlich 0,7 Prozent im ersten Quartal 2018, jeweils im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr.

Angesichts hoher Auftragsbestände und reger Nachfrage aus dem In- und Ausland schätzen die Industrieunternehmen ihre Lage derzeit so rosig ein wie nie zuvor, sind aber mit Blick auf die künftige Entwicklung etwas zurückhaltender. Ähnlich sieht es bei den Dienstleistern aus. „Die Konjunktur läuft derzeit auf vollen Touren“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner, „die Zuwächse dürften aber künftig nicht so hoch ausfallen wie derzeit – die Luft wird dünner.“

Die deutsche Wirtschaft profitiert von einem kräftigen weltweiten Aufschwung, der mittlerweile auch den Euroraum erfasst hat. Dennoch dürfte es in diesem Tempo nicht weitergehen: So ist zuletzt der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar gestiegen, was Exporte aus der Währungsunion verteuert. Zudem wird die chinesische Wirtschaft, die sich bislang erfreulich robust gezeigt hat, aufgrund des Strukturwandels hin zu mehr Konsumausgaben an Fahrt verlieren. Ein Anzeichen dafür, dass sich dies wohl auch auf die deutsche Wirtschaft auswirken wird, sind die rückläufigen Exporterwartungen. „Mit nachlassenden Impulsen von der Auslandsnachfrage wird auch der Beschäftigungsaufbau hierzulande etwas schwächer ausfallen als in den vergangenen Jahren und auch zu etwas moderateren Zuwächsen beim Konsum führen“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland.

Abbildung 1


Alle Bereiche tragen nach einer kurzen Verschnaufpause zur Jahresmitte 2017 mittlerweile wieder zunehmend zum hohen Stand des Konjunkturbarometers bei, wobei insbesondere die Impulse aus der Industrie zugelegt haben (Abbildung 1). Antrieb gaben zuletzt die starken Produktions- und Umsatzindizes (Abbildung 2); die Beschäftigungserwartungen sind überwiegend positiv, nur in wenigen Bereichen ist dies anders. Unterm Strich gibt es kaum dämpfende Faktoren, allenfalls in wenigen Bereichen haben sich die Aufträge zuletzt etwas schwächer entwickelt als in den übrigen Bereichen.


Abbildung 2

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