Karl König

Präsident des DIW Berlin von 1975 bis 1979


Dr. rer.pol. Karl König war ab 1960 Vorstand und Direktor der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und war ab 1965 zehn Jahre lang als Wirtschaftssenator von Berlin tätig. Von 1975 bis 1979 fungierte er als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin. Dem Vorstand des DIW Berlin gehörte er bereits seit 1966 an.


Zitat

„Karl König war kein bequemer Typ [...]. Doch hinter dieser rauen Schale entdeckte man nach einiger Zeit den ehrlichen und verlässlichen Mann, den aufrechten Sozialdemokraten.“  (Nachruf)


Biografie


9. Mai 1910

Geburt in Alsenz/Rheinhessen


1930

Karl König legt sein Abitur ab. Schon früh wird er Mitglied der SPD.


1930-1933

Er studiert Volkswirtschaft an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin, am Institut für Zeitungskunde und an der Hochschule für Politik.


1933-36

Wegen „Vorbereitung zum Landesverrat“ beschuldigt, sitzt Karl König im Gefängnis. Der Zugang zur Universität wird ihm in der Folgezeit verwehrt.


1937-1942

Als Buchhalter und Bauleiter arbeitet er in einem Berliner Bauunternehmen.


1942-1944

Während des 2.Weltkriegs ist er Soldat im Strafbataillon 999. Karl König gerät in sowjetische Kriegsgefangenschaft.


1949

Spätheimkehrer. Nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft nimmt er sein Studium wieder auf.


1950

Examen als Diplom-Volkswirt


1951

Promotion


1953-1959

Mitglied der Geschäftsleitung der Berliner Elektrizitätswerke (BEWAG)


1960

Vorstand der Berliner Verkehrs-Gesellschaft (BVG)


1964

Erster Direktor der BVG


1963

Abgeordneter in Berlin


1965-1975

Senator für Wirtschaft


1966

Vorstand des DIW Berlin


1969

Gründung der Berlin Consult GmbH


1975-79

Präsident des DIW Berlin


14. März 1979

Karl König stirbt auf dem Weg von Leipzig nach Berlin an einem Herzschlag.