Pressemitteilungen des DIW Berlin http://www.diw.de/de/diw_01.c.100319.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen.html Pressemitteilungen de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin http://diw.de/ Einkommensverteilung in Deutschland: Spreizung der Bruttoeinkommen hat seit der Wiedervereinigung zugenommen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.575256.de Die zehn Prozent mit dem höchsten Einkommen erwirtschaften in Deutschland fast genauso viel wie die mittleren 40 Prozent – Oberstes Ein-Prozent steigert Anteil am Volkseinkommen seit 1995 von acht auf 13 Prozent.

Der Anteil der Spitzeneinkommen am Volkseinkommen ist in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre stark gewachsen. Dagegen hat sich der Anteil, den die Hälfte mit den geringsten Bruttoeinkommen erwirtschaftet, seitdem deutlich reduziert. Das sind wesentliche Ergebnisse einer Untersuchung, die die DIW-Ökonomin Charlotte Bartels im Rahmen des World Inequality Reports für Deutschland auf Basis von Einkommensteuerdaten erstellt hat.


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Tue, 16 Jan 2018 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.575256.de
DIW Managerinnen-Barometer 2018: Geschlechterquote für Aufsichtsräte greift, in Vorständen herrscht nahezu Stillstand http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574761.de DIW Berlin analysiert Entwicklung des Frauenanteils in mehr als 500 Unternehmen – Keine Signalwirkung der Geschlechterquote auf Vorstände – Besonderer Aufholbedarf bei Banken und Versicherungen – Gemeinsame Anstrengungen von Politik und Unternehmen nötig

Die Geschlechterquote für Aufsichtsräte in Höhe von 30 Prozent greift: In den Kontrollgremien der gut 100 Unternehmen in Deutschland, die seit 2016 an die Quote gebunden sind, ist der Frauenanteil bis Ende des Jahres 2017 auf durchschnittlich gut 30 Prozent gestiegen. Das sind fast drei Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Erstmals zeigt das Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dass zahlreiche Unternehmen den Frauenanteil in ihrem Aufsichtsrat auch über das vorgegebene Minimum hinaus erhöhen.


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Wed, 10 Jan 2018 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574761.de
Prognose des Bauvolumens: Der Boom im Wohnungsneubau geht zu Ende http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574722.de Bauwirtschaft entwickelt sich weiter sehr positiv – mehr Raum für Modernisierung und Sanierung bestehender Gebäude – Baupreise ziehen kräftig an

Die Baukonjunktur bleibt auch in den kommenden beiden Jahren deutlich aufwärtsgerichtet, so die Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im Rahmen seiner jährlichen Prognose des Bauvolumens im Auftrag des Bundesbauministeriums (BMUB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erarbeitet wird. Allerdings werden die Investitionen stärker in Sanierungen und Modernisierungen und weniger in den Neubau fließen. Die Bautätigkeit der gewerblichen Wirtschaft und die der öffentlichen Hand werden voraussichtlich weiterhin nur moderat steigen.

Deutlich zulegen werden allerdings die Preise für Bauleistungen, weil die Kapazitäten der Branche insgesamt stark ausgelastet sind. Kostensteigerungen bei Löhnen, Energie, Rohstoffen und Grundstücken dürften dementsprechend stark durchschlagen. Den nominalen Steigerungen des Bauvolumens von 373 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 392 Milliarden Euro im Jahr 2018 und 414 Milliarden Euro im Jahr 2019 dürften daher deutlich schwächere reale Zuwächse gegenüberstehen. Die Steigerungsraten dürften 2018 bei 1,8 Prozent und 2019 bei 2,4 Prozent liegen. Weiterhin bildet der Wohnungsbau dabei das Fundament mit Wachstumsraten von real 3,5 Prozent in diesem Jahr und weiteren drei Prozent im Jahr 2019. Der öffentliche Bau wird in realer Rechnung in diesem Jahr deutlich verlieren (-1,6 Prozent) und im darauffolgenden Jahr das Niveau mit 0,6 Prozent nur leicht ausweiten. Der gewerbliche Bau wird im laufenden Jahr stagnieren (0,2 Prozent), im Jahr 2019 allerdings mit einer Ausweitung von zwei Prozent einen spürbaren Beitrag zum Wachstum der Branche leisten.


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Wed, 10 Jan 2018 10:58:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574722.de
Gert G. Wagner feiert seinen 65. Geburtstag und beendet seine Tätigkeit im DIW-Vorstand http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574462.de Gert G. Wagner, von 2011 bis 2017 Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), feiert am 5. Januar seinen 65. Geburtstag. Der Ökonom und Sozialwissenschaftler leitete von 1989 bis 2011 die Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin und entwickelte das SOEP zur größten und am längsten laufenden Langzeitstudie zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Zum Jahreswechsel verabschiedete sich Wagner aus dem Vorstand des DIW Berlin, bleibt dem Institut aber auch über seinen offiziellen Ruhestand als Professor an der Technischen Universität Berlin im April 2018 hinaus in der Funktion eines „Visiting Senior Research Fellow“ als Wissenschaftler verbunden. Den Schwerpunkt seiner künftigen Forschungstätigkeit verlagert er zum Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, an dem er bereits seit 2008 als Max Planck Fellow aktiv ist.

„Gert G. Wagner hat dem SOEP und dem DIW Berlin große Dienste erwiesen“, sagt Axel A. Weber, Vorsitzender des Kuratoriums des DIW Berlin. „Das SOEP hat er zusammen mit vielen herausragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu der exzellenten und weltweit anerkannten forschenden Infrastruktureinrichtung gemacht, die es jetzt ist. Im Vorstand des DIW Berlin hat er ebenso erfolgreich ein hohes Maß an Verantwortung für das gesamte Institut übernommen.“

Gert G. Wagner wechselte von der SOEP-Leitung Anfang 2011 in den Vorstand des DIW Berlin. Zusammen mit Cornelius Richter und Georg Weizsäcker führte Wagner als Vorsitzender des Vorstands („Präsident“) das Institut erfolgreich durch die Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft. Nach Amtsantritt als Präsident von Marcel Fratzscher im Februar 2013 blieb Wagner Mitglied im Vorstand des DIW Berlin. Wagners Vorstandsposition hat zum 1. Januar Stefan Liebig übernommen, der gleichzeitig zum Direktor des SOEP ernannt wurde.


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Thu, 04 Jan 2018 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574462.de
DIW Konjunkturbarometer Dezember 2017: Boom hält an – trotz eines Dämpfers zum Jahresausklang http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574069.de Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im Dezember um vier Zähler auf nunmehr 109 Punkte nachgegeben. Der Wert über 100 zeigt aber immer noch ein überdurchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal von gut einem halben Prozent gegenüber dem dritten Quartal an. „Im Schlussquartal wird das Plus bei der Wirtschaftsleistung zwar etwas schwächer ausfallen als zuvor. Die prall gefüllten Auftragsbücher sprechen aber dafür, dass der kräftige Aufschwung anhält“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.


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Thu, 21 Dec 2017 10:25:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.574069.de
Depressionen, Diabetes mellitus, Herzprobleme: Unfaire Löhne gefährden die Gesundheit von Frauen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573742.de Bei Frauen, die ihr Einkommen über einen längeren Zeitraum als ungerecht empfinden, besteht ein stark erhöhtes Risiko, dass sie an Stresserkrankungen wie zum Beispiel Depressionen, Diabetes mellitus oder Herzproblemen erkranken. Bei Männern, die sich unfair entlohnt fühlen, ist dieses Risiko geringer. Das belegt nun eine Studie auf Basis der Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Das Gesundheitswesen“ veröffentlicht.


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Tue, 19 Dec 2017 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573742.de
Neue DIW-Studien unterstreichen die Bedeutung der Kita-Qualität für die Entwicklung von Kindern http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573947.de Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache sind häufig mit anderen solchen Kindern in einer Kita – Politik sollte Anreize für Mindestanteile von Kindern mit Migrationshintergrund abschaffen – Andere Studie zeigt, dass Kita-Qualität das soziale Verhalten von Kindern stark beeinflusst – Bei Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Familien ist der Effekt am stärksten

Mehr und mehr Kinder besuchen in Deutschland eine Kindertageseinrichtung – im Jahr 2016 waren es fast 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren und mit rund 94 Prozent bereits nahezu alle Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Qualität der Kitas und die Zusammensetzung der Kita-Gruppen spielen eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des Verhaltens und der Sprachkompetenzen der Kinder. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt aber, dass Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist, häufig eine Kita besuchen, in der das auch auf viele andere Kinder zutrifft.


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Tue, 19 Dec 2017 10:38:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573947.de
DIW-Konjunkturprognose: Deutschland in der Hochkonjunktur, aber nicht auf dem Weg in die Überhitzung http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573535.de DIW Berlin erhöht Konjunkturprognose für dieses und nächstes Jahr auf jeweils  2,2 Prozent – Aufschwung der deutschen Wirtschaft nun auf breiterem Fundament – Privater Konsum, Exporte und auch höhere Investitionen tragen das Wachstum – Finanzpolitische Spielräume sollten genutzt werden, um künftige Wachstumsaussichten zu verbessern – Einige globale Risiken sind nicht vom Tisch

Der deutsche Konjunkturmotor läuft weiter rund – sogar mit einer noch etwas höheren Drehzahl als zuletzt erwartet: Die Konsumnachfrage im Inland ist kräftig, nicht zuletzt, weil immer mehr Menschen in Beschäftigung sind. Hinzu kommt, dass aufgrund einer zunehmend florierenden Weltwirtschaft und einer kräftiger wachsenden Wirtschaft im Euroraum auch die Exporte dynamischer steigen als zuvor. Deshalb investieren die Unternehmen hierzulande auch wieder mehr in ihre Maschinen und Anlagen. In seiner neuesten Konjunkturprognose geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) daher davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 2,2 Prozent wachsen wird. Damit erhöhen die Konjunkturforsche­rInnen ihre Prognose gegenüber dem Herbst um einen Viertel-Prozentpunkt. Auch im kommenden Jahr dürfte das Bruttoninlandsprodukt in dieser Größenordnung zunehmen.


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Wed, 13 Dec 2017 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573535.de
Finanzpolitik: Hohe Überschüsse für zukünftigen Wohlstand nutzen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573476.de Hochkonjunktur füllt Staatskasse – Sozialversicherungen durch mehr steuerfinanzierte Zuschüsse stützen und Freibeträge im Niedriglohnsektor gewähren – Große Unklarheit über weitere Ausrichtung der Finanzpolitik

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen werden dieses Jahr voraussichtlich mit einem Überschuss von 47,4 Milliarden Euro abschließen. Im nächsten Jahr dürfte er 46,0 und im übernächsten 54,1 Milliarden Euro betragen. Dies prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf der Basis seiner aktuellen Konjunkturprognose. Zu einem Drittel gehen diese Überschüsse aber auf die Hochkonjunktur zurück. Zudem wird der finanzpolitische Spielraum durch die Niedrigzinsen überzeichnet. Die Politik sollte deshalb nicht aus dem Vollen schöpfen, sondern zukunftsorientiert handeln: „Wir müssen die noch guten Zeiten nutzen, um die Wachstumschancen in der Zukunft zu erhöhen“, sagt DIW Finanzexpertin Kristina van Deuverden. Auf Deutschland kommen wegen seiner schrumpfenden und alternden Bevölkerung magere Jahre zu. In den anstehenden Koalitionsverhandlungen sollte deshalb auf Maßnahmen fokussiert werden, die dem drohenden wirtschaftlichen Abstieg entgegenwirken und die Wachstumschancen mittel- und langfristig erhöhen. Dies wären etwa die Entlastung von Arbeitseinkommen für mehr Arbeitsanreize sowie Investitionen in Infrastruktur und Bildung.


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Wed, 13 Dec 2017 10:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.573476.de
Das Potenzial für umweltfreundliche öffentliche Beschaffung ist in Deutschland noch weitgehend ungenutzt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572804.de Öffentliche Beschaffung kann einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten – Trotz zuletzt steigender Tendenz werden nur 2,4 Prozent aller Beschaffungsverträge nach umweltfreundlichen Kriterien vergeben – Politischer Wille und Handlung notwendig, um Potenzial zu heben

Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung (auch green public procurement oder GPP genannt), bei der die öffentliche Hand Verträge für Produkte und Dienstleistungen nicht nur nach Preis sondern nach Kriterien der Umweltfreundlichkeit vergibt, kommt in Deutschland noch viel zu wenig zum Einsatz, zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Diese Praxis ist in den letzten Jahren zwar zunehmend angewendet worden, ihr Einsatz bleibt aber insgesamt marginal: Im Jahr 2015 berücksichtigten lediglich 2,4 Prozent der öffentlichen Vergaben „grüne“ Kriterien, zeigt die DIW-Analyse auf Basis eines umfangreichen Datensatzes.

„Die Tendenz ist ermutigend aber insgesamt bleibt das Potenzial für grüne öffentliche Beschaffung weitgehend unbenutzt“, so Olga Chiappinelli, Ko-Autorin der Studie. „Dabei ist grüne Beschaffung für die öffentliche Hand ein vielversprechender Ansatz, um zur Dekarbonisierung der Wirtschaft beizutragen: Es erlaubt dem Staat, die negativen Umwelteinflüsse seiner Anschaffungen zu reduzieren, einen Markt für grüne Technologien und Produkte zu schaffen und mit gutem Beispiel voranzugehen.“     

Öffentliche Beschaffung macht in Deutschland 18 Prozent des gesamten Konsums und elf Prozent der Investitionen aus, in einigen Bereichen wie Gesundheit und Verkehrsinfrastruktur halten öffentliche Auftraggeber bedeutende Marktanteile. Die Einkäufe des Staates eignen sich daher bestens, um die Wirtschaft Richtung mehr Nachhaltigkeit einzulenken – und das ist in Deutschland dringend geboten, angesichts der Gefahr einer Verfehlung der Klimaziele für 2020. 


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Thu, 07 Dec 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572804.de
Rund 1,8 Millionen Beschäftigte, die Anspruch auf den Mindestlohn haben, bekommen weniger http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572687.de Mindestlohn hat zu bedeutenden Lohnsteigerungen geführt - Noch bekommen aber ungefähr sieben Prozent der anspruchsberechtigten ArbeitnehmerInnen weniger als den Mindestlohn, Mini-JobberInnen und Beschäftigte in kleinen Firmen sind besonders betroffen –– Berücksichtigt man auch Erwerbstätige ohne Anspruch auf den Mindestlohn, wie Selbständige, verdienten im Jahr 2016 insgesamt etwa 4,4 Millionen Menschen in Deutschland weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde ––Handlungsbedarf bei den Kontroll- und Sanktionsmechanismen zum Mindestlohn sowie bei der Aufzeichnung der Arbeitszeiten

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Universität Potsdam zeigt, dass der Mindestlohn zwar zu einer starken Steigerung niedriger Löhne geführt hat, aber dass längst nicht alle, die einen Anspruch darauf haben, ihn auch bekommen.


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Wed, 06 Dec 2017 11:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572687.de
Expansive Geldpolitik der EZB: Frühzeitiger Ausstieg dürfte Wachstum und Inflation bremsen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572595.de DIW-Studie untersucht Effekte verschiedener Ausstiegsszenarien aus EZB-Anleihekaufprogramm auf europäische Wirtschaft – Frühzeitiger Abbau würde vor allem auf Inflationsrate drücken

Was wäre, wenn die EZB ihr Anleihekaufprogramm noch stärker als Ende Oktober angekündigt reduziert oder den Bestand schneller oder frühzeitiger abbaut? Welche Auswirkungen dies für das Wirtschaftswachstum und die Inflation im Euroraum hätte, haben die DIW-Ökonomen Marius Clemens, Stefan Gebauer und Malte Rieth untersucht.

Seit Januar 2015 kauft die Europäische Zentralbank vor dem Hintergrund sehr schwacher Preisdynamik Staatsanleihen von Eurostaaten auf. Der Bestand in den Händen der EZB ist inzwischen auf knapp zwei Billionen Euro angewachsen. Die Notenbank wird im Januar das monatliche Ankaufvolumen von 60 auf 30 Milliarden Euro reduzieren. „Nach und nach wird die EZB nicht nur den Ankauf noch weiter zurückfahren, sondern auch den Bestand abbauen müssen“, sagt Studienautor Marius Clemens. „Das kann sie tun, indem sie das Geld aus auslaufenden Anleihen nicht reinvestiert oder sogar die Anleihen vor Fälligkeit verkauft.“


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Wed, 06 Dec 2017 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572595.de
Stefan Liebig ab Januar 2018 neues Vorstandsmitglied des DIW Berlin http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572076.de Stefan Liebig übernimmt ab 1. Januar 2018 Leitung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und Sitz im Vorstand des DIW Berlin

Stefan Liebig, Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld, wird zum 1. Januar 2018 Gert G. Wagner (64) als Vorstandsmitglied ablösen, der diese Position planmäßig altersbedingt abgeben wird. Im Vorstand des DIW Berlin verbleiben weiterhin Marcel Fratzscher als Präsident und Angelica E. Röhr als Geschäftsführerin. Zudem wird Stefan Liebig ab Anfang 2018 Direktor der Infrastruktureinrichtung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. Gert G. Wagner wird ab 1. Januar 2018 „Visiting Senior Research Fellow“, der gegenwärtige Direktor, Jürgen Schupp, Vize-Direktor des SOEP.  

Der 54-jährige Liebig ist seit 2007 Research Fellow am SOEP und nutzt bei seinen Forschungsarbeiten mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse seit vielen Jahren SOEP-Daten. Er ist Mitglied des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) und des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII). Seit 2008 ist er Professor an der Universität Bielefeld; zuvor war er nach seiner Habilitation im Jahr 2004 an der Ludwigs-Maximilians-Universität München an den Universitäten Trier und Duisburg-Essen als Hochschullehrer tätig.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir Stefan Liebig als weiteres wissenschaftliches Vorstandsmitglied des DIW Berlin gewinnen konnten und er das SOEP – eine außerordentlich erfolgreiche Infrastruktureinrichtung – gemeinsam mit Jürgen Schupp weiterentwickelt“, so Axel Weber, Vorsitzender des Kuratoriums des DIW Berlin. „Ich danke auch Gert G. Wagner für seinen unermüdlichen Einsatz für das SOEP und das DIW Berlin.“

„Mit Stefan Liebig konnten wir einen hervorragenden Wissenschaftler für den Vorstand des DIW Berlin und die Leitung des SOEP gewinnen. Ich freue mich auf sein Kommen und danke zugleich Gert G. Wagner für die sehr gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre“, so DIW-Präsident Marcel Fratzscher.


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Fri, 01 Dec 2017 09:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.572076.de
DIW Konjunkturbarometer November 2017: Euphorische Erwartungen signalisieren starken Jahresausklang http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.571972.de Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt für das Schlussquartal 2017 erneut ein außerordentlich kräftiges Wachstum an: Der Indexstand klettert auf 113 Punkte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach mit gut 0,8 Prozent im vierten Quartal weiterhin überdurchschnittlich zulegen. „Bei der Interpretation der in den letzten beiden Monaten geradezu euphorischen Stimmungsindikatoren ist Vorsicht geboten“, warnt allerdings DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Nach der Wahl dürften viele Unternehmen mit spürbaren Impulsen der Wirtschaftspolitik gerechnet haben – und ob das nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung noch gilt, bleibt abzuwarten.“ Indikatoren, die die aktuelle Lage widerspiegeln, haben zudem etwas nachgegeben; auch die Industrieproduktion war zuletzt rückläufig.


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Wed, 29 Nov 2017 10:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.571972.de
Mehr Beschäftigung und mehr Geld in der Rentenkasse http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.571874.de Zwei DIW-Studien zu Teilzeitrente und Anhebung der Regelaltersgrenze: Simulationen zeigen positive Beschäftigungseffekte und fiskalische Auswirkungen

Eine Regelaltersgrenze, die relativ zur Zunahme der Lebenserwartung nach dem Jahr 2030 stiege, könnte helfen, die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten, ohne dass das Rentenniveau weiter sinkt. Auch eine Teilzeitrente könnte je nach Szenario die Rentenkassen entlasten und die Beschäftigungsquoten erhöhen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus zwei DIW-Studien, die sich aktuell dem Thema Rente widmen.


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Wed, 29 Nov 2017 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.571874.de
Deutsche Unternehmen stärken Forschung und Entwicklung – im Inland wie im Ausland http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.570223.de DIW-Studie: FuE-Aufwendungen deutscher Unternehmen im Ausland gegenüber 2003 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig stiegen aber auch ihre inländischen Investitionen stark – Gros entfällt auf den Kraftfahrzeugbau und die Pharmaindustrie – Anteil ausländischer Unternehmen an den FuE-Investitionen in Deutschland sinkt.

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren verstärkt im Ausland in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Zwischen 2003 und 2015 hat sich das jährliche Volumen im Ausland von 10,9 auf 24 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der Auslandsanteil an den gesamten FuE-Investitionen deutscher Unternehmen betrug damit 35 Prozent. Doch auch im Inland stiegen ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 76 Prozent auf knapp 45 Milliarden Euro. Insgesamt entfielen 60 Prozent der zusätzlichen FuE-Investitionen auf Standorte in Deutschland und 40 Prozent auf das Ausland.


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Wed, 22 Nov 2017 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.570223.de
Computer, Smartphone, Playstation: Wer noch zu später Stunde vor einem Bildschirm sitzt, schläft weniger und schlechter als andere http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569965.de Egal ob Computer, Smartphone, Playstation oder Fernseher – Menschen, die dank eines schnellen DSL-Zugangs noch  bis zur Schlafenszeit vor einem Bildschirm sitzen, schlafen signifikant weniger und sind insgesamt weniger zufrieden mit ihrem Schlaf. Das belegt nun erstmals eine Studie auf Basis der Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin. Demnach leiden vor allem junge DSL-NutzerInnen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren unter einem die Gesundheit beeinträchtigenden Schlafmangel. Die Studie wurde kürzlich als SOEPpaper Nr. 934 veröffentlicht.


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Wed, 22 Nov 2017 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569965.de
Bundesländervergleich Erneuerbare Energien: Baden-Württemberg neuer Spitzenreiter vor Mecklenburg-Vorpommern und Bayern http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569458.de Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), des Zentrums für Solarenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind im Bereich der Erneuerbaren Energien die führenden Bundesländer. Das ist das Ergebnis des heute veröffentlichten Bundesländervergleichs, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag von und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zum fünften Mal erstellt haben. Die Analyse bewertet auf Basis von 59 Indikatoren detailliert die politischen Anstrengungen und Erfolge der Länder bei der Nutzung von Erneuerbaren Energien sowie beim damit verbundenen wirtschaftlich-technischen Wandel. Am Ende der Rangliste stehen Hessen, Berlin und das Saarland.


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Thu, 16 Nov 2017 02:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569458.de
Absolvent des DIW Graduate Centers zum Lebenszeitprofessor an der Cornell University ernannt http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569218.de Nicolas R. Ziebarth (35), Mitglied des ersten Doktoranden-Jahrgangs des DIW Graduate Centers, wurde im Department „Policy Analysis and Management” an der renommierten Cornell University (Bundesstaat New York) zum Professor auf Lebenszeit („Associate Professor with indefinite tenure“) ernannt. Nicolas Ziebarth’s Forschungsgebiete sind die angewandte Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomie.


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Mon, 13 Nov 2017 03:21:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.569218.de
Ursache für Frauenmangel in MINT-Berufen? Mädchen unterschätzen ihre Fähigkeiten im Schulfach Mathematik http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.568725.de Jungen halten sich in Mathe für begabter, als es die Noten rechtfertigen – Mädchen bescheinigen sich eher sprachliche Fähigkeiten – Unterschiede sind bereits in der fünften Klasse deutlich und bleiben in höheren Jahrgangsstufen bestehen.

Jungen schreiben sich im Schulfach Mathematik größere Fähigkeiten zu als Mädchen – in einem Ausmaß, das durch die tatsächlichen Schulnoten nicht gerechtfertigt ist. Die entsprechenden Selbsteinschätzungen von Schülerinnen und Schülern, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) untersucht hat, weichen bereits in der fünften Klasse deutlich voneinander ab. Bis einschließlich zur zwölften Jahrgangsstufe bleiben die Unterschiede weitgehend bestehen. Das geht aus einer aktuellen Studie des DIW-Bildungsforschers Felix Weinhardt hervor, der für Deutschland repräsentative Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) ausgewertet hat.


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Wed, 08 Nov 2017 10:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.568725.de