Nachrichten des SOEP http://www.diw.de/de/diw_02.c.221179.de/news_and_events.html Nachrichten, Pressemitteilungen und Stellenangebote des SOEP de-de http://diw.de/sixcms/media.php/37/thumbnails/soep-logo_kl.jpeg.458933.jpeg SOEP (DIW Berlin) http://www.diw.de/de/soep Menschen in den oberen Einkommensschichten sind zunehmend in regulären Arbeitsverhältnissen, in den unteren Schichten verbreiteten sich seit 1995 atypische Erwerbsformen zu Lasten der Nicht-Erwerbstätigkeit http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561006.de DIW Berlin untersucht Entwicklung der Einkommensschichtung im Zusammenspiel mit Entwicklung der Erwerbsformen – Anteil der Bevölkerung in Deutschland mit mittlerem Einkommen ist zwischen 1995 und 2015 gesunken, Anteil der Armutsbedrohten und der Reichen hat zugenommen – In unteren Einkommensschichten sind niedrig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse mehr verbreitet als noch vor 20 Jahren, in oberen Schichten haben mehr Menschen reguläre Stellen 

Nicht alle in Deutschland haben vom Beschäftigungsboom der letzten Jahre gleich profitiert. Trotz deutlichem Rückgang der Arbeitslosigkeit sind die Einkommen heute ungleicher verteilt als noch vor 20 Jahren, was im Wesentlichen an einer Zunahme der Ungleichheit bis zum Jahr 2005 liegt. Zudem sind in unteren Einkommensschichten Niedriglöhne weiter verbreitet als früher, während reguläre Arbeitsverhältnisse in den oberen Einkommensschichten häufiger sind als vor 20 Jahren. Das sind die Kernergebnisse einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die frühere Analysen des DIW Berlin und anderer Forscher aufgreift und verfeinert.

Auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) haben die Autoren Peter Krause, Christian Franz und Marcel Fratzscher die Entwicklung der Einkommensverteilung sowie der Erwerbsformen der Menschen in Deutschland zwischen 1995 und 2015 untersucht. Die Verknüpfung der Einkommens- und Erwerbsbetrachtung erlaubt es, Verschiebungen der Erwerbsformen innerhalb der Einkommensgruppen zu identifizieren. Hierbei wurde sehr feinmaschig mit 15 verschiedenen Erwerbsformen gearbeitet. Eine Besonderheit der Studie ist auch, dass sie die gesamte Bevölkerung betrachtet, und nicht, wie in Bezug auf Erwerbsformen oft der Fall, nur 25- bis 64-Jährige.


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Wed, 05 Jul 2017 10:22:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561006.de
In Deutschland werden zwischen 2012 und 2027 bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr verschenkt und vererbt werden, gut ein Viertel mehr als bisher angenommen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560993.de DIW-Studie schätzt Erbvolumen für einen Zeitraum von 15 Jahren unter Berücksichtigung von regelmäßigem Sparen und wahrscheinlichen Wertänderungen

Bisherige Studien und Schätzungen zum Erbvolumen in Deutschland berücksichtigen weder Wertänderungen des Vermögens noch das regelmäßige Sparen der Erblasserinnen und Erblasser. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung bezieht diese Elemente ein und kommt zu dem Ergebnis, dass in einem Zeitraum von 15 Jahren (2012 bis 2027) vermutlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr vererbt und verschenkt werden könnten. Das ist über ein Viertel mehr als bislang in entsprechenden Studien angenommen wurde.

Für die Studie wurde als Basisszenario der Vermögensbestand der über 70-Jährigen im Jahr 2012 betrachtet, ausgehend von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Aus diesem Szenario ergibt sich ein potentielles Erbvolumen von 87 Milliarden Euro pro Jahr für die nächsten 15 Jahre. Unter Berücksichtigung regelmäßigen Sparens, das nach Einkommenssituation der Betroffenen variiert – die Wohlhabendsten sparen mehr als die, die wenig Einkommen zur Verfügung haben – und einer angenommenen Wertsteigerung des Vermögens von jährlich zwei Prozent, erhöht sich dieses Volumen bis 2027 um 28 Prozent auf 112 Milliarden Euro pro Jahr. Hochgerechnet auf die ganze Bevölkerung – denn es vererben und verschenken nicht nur über 70-Jährige – ergibt sich, basierend auf existierende Schätzungen, ein Erbvolumen von bis zu 400 Milliarden pro Jahr.


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Wed, 05 Jul 2017 09:44:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560993.de
„Reguläre Arbeitsverhältnisse haben weiterhin eine hohe Bedeutung“: Interview mit Peter Krause und Christian Franz http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561001.de Herr Krause, Sie haben die Schichtung der Einkommen in Deutschland untersucht. Was war die Zielsetzung dieser Untersuchung?

Peter Krause: Zielsetzung dieser Untersuchung war, zwei Diskussionsstränge zusammenzubringen. Der eine Diskussionsstrang beschäftigt sich mit der langfristigen Entwicklung der Ungleichheit bei der Verteilung der Haushaltseinkommen, der andere mit Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung. Bis Mitte der 2000er Jahre gab es bei den verfügbaren Haushaltseinkommen eine zunehmende Ungleichheit, die seitdem auf dem erhöhten Niveau stagnierte. Gleichzeitig sehen wir bei der Erwerbsbeteiligung einen starken Zuwachs. Es sind viel mehr Menschen in Arbeit als vorher. Die Frage ist dabei: Wie haben sich die Erwerbsformen in den jeweiligen Einkommensschichten verändert? [...]

Das Interview mit Peter Krause und Christian Franz ist aus dem DIW Wochenbericht 27/2017


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Wed, 05 Jul 2017 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.561001.de
Soeben veröffentlicht: Der SOEP Wave Report 2016 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560582.de Wir haben soeben den SOEP Wave Report 2016 veröffentlicht. Er enthält einen Blick auf die wichtigen Entwicklungen bei den SOEP-Studien im letzten Jahr, die aktuellen Methodenberichte von Kantar Public, Projekte und Aktivitäten des Forschungsdatenzentrums des SOEP und ausgewählte Publikationen des letzten Jahres, die die SOEP-Daten nutzen - alles in englischer Sprache.

Bitte hier herunterladen.


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Tue, 27 Jun 2017 02:48:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.560582.de
In einem Drittel aller deutschen Landkreise werden die Marktwerte für Eigentumswohnungen bis 2030 um 25 Prozent sinken http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559799.de Schrumpfende Bevölkerung und eine veränderte Altersstruktur dürften zu einer wachsenden regionalen Polarisierung der Immobilienpreise in Deutschland führen – In vielen Landkreisen, vor allem im Osten, werden die Preise weiter sinken

Die Bevölkerung in Deutschland wird zwischen 2015 und 2030 voraussichtlich um 2,1 Millionen Personen schrumpfen. Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Immobilien werden die Marktwerte für selbstgenutzte Eigentumswohnungen bis 2030 in einem Drittel aller deutschen Kreise und kreisfreien Städten um mehr als 25 Prozent sinken. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern dürfte das in einem Viertel aller Kreise der Fall sein. Vor allem ländliche Regionen in Ostdeutschland werden betroffen sein. In und um Ballungszentren wie München, Frankfurt oder Hamburg  ist dagegen mit weiteren Preisanstiegen zu rechnen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Modellrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Die schrumpfende Bevölkerung wirkt sich auch auf die Immobilienpreise aus, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Eine Polarisierung der Immobilienpreise kann die Ungleichheit bei dieser Vermögenskomponente verstärken. Dabei stellt der selbstgenutzte Immobilienbesitz zugleich den wichtigsten Vermögensbestandteil der privaten Haushalte dar“, sagt DIW-Verteilungsforscher Markus Grabka.


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Thu, 08 Jun 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559799.de
„Die schrumpfende Bevölkerung wird sich auch auf die regionalen Immobilienpreise auswirken“: Interview mit Markus M. Grabka http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559731.de Herr Grabka, Sie haben die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Immobilienpreise in Deutschland untersucht. Wie wird sich die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahrzehnten entwickeln?

Wir greifen auf die koordinierte Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Bundesamtes zurück, die derzeit bis zum Jahr 2060 reicht. In dieser Vorausrechnung wird davon ausgegangen, dass die Bevölkerung bis zu diesem Zeitpunkt, je nach Zuwanderung, um etwa acht bis 13 Millionen Personen in Deutschland schrumpfen wird. [...]

Das Interview mit Markus M. Grabka ist aus dem DIW Wochenbericht 23/2017. Hier gibt es das Interview als PDF-Dokument und als Podcast


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Thu, 08 Jun 2017 09:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559731.de
Die Macht des Konkreten http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559551.de Dieser Beitrag von Nico Siegel, Marco Giesselmann und Gert G. Wagner ist am 31. Mai bei ZEIT ONLINE erschienen.

Um Wahlen zu gewinnen, müssen Parteien den Volkswillen ergründen. Warum Schulz und die SPD mit Gerechtigkeit derzeit nicht punkten? Die Bürger haben andere Probleme.

Den sogenannten Volkswillens und die Lebensqualität der Menschen zu erforschen, ist alles andere als einfach. Umfragedaten aus den letzten Jahrzehnten zur Bedeutung von Politikzielen und zur Lebensqualität zeigen, dass grundsätzlich Fragen der Demokratie, des Friedens, der (sozialen) Gerechtigkeit und der Verhinderung von Arbeitslosigkeit langfristig den meisten Menschen besonders wichtig sind.

Derzeit sieht es jedoch anders aus. Zum Jahresanfang nannte ungefähr die Hälfte der Befragten einer repräsentativen Umfrage als wichtigstes politisches Problem ein Stichwort, das mit Fluchtzuwanderung und Migration zusammenhängt. Weitere zehn Prozent nannten die Innere Sicherheit als wichtigstes Problem. Sind diese auf den ersten Blick widersprüchlichen Resultate zur lang- und kurzfristigen Prioritätensetzung miteinander kompatibel? Ja, durchaus: Den Wählerinnen und Wählern ist Gerechtigkeit grundsätzlich wichtig – wobei Menschen darunter aber ganz unterschiedliche Dinge verstehen.

So kann selbstverständlich auch der Umgang mit Fluchtzuwanderung vor dem Hintergrund von Gerechtigkeitsfragen verstanden werden: Die einen halten es für gerecht, wenn sie hart begrenzt wird. Die anderen wollen, dass denen, die hierherkommen, Gerechtigkeit wiederfährt: in Form von „fairen“ rechtsstaatlichen Verfahren, die über das Bleiberecht entscheiden, und dass der Staat denjenigen, die hier in Deutschland bleiben dürfen, möglichst tatkräftig bei der Integration unter die Arme greift.

Gerechtigkeit nur allgemein zu thematisieren, ist keine gute Idee.

Die vielen weiteren Ausdrucksformen von Ungleichheit, seien es die Verteilung von Einkommen und Vermögen, Fragen zur Bildung, zur Rente und auch zur Situation der Geschlechter spielen als Top-Themen derzeit für die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler keine überragende Rolle. Es ist daher nicht erstaunlich, dass Martin Schulz keine große Resonanz erfährt, wenn er – bis dato – eher allgemein von Gerechtigkeit spricht oder manche politische Parteien pauschal von einer Gerechtigkeitslücke. Und mehr als die Hälfte der Menschen hierzulande stimmt bei aktuellen Befragungen von Infratest dimap der Aussage zu, dass es in Deutschland alles in allem eher gerecht zugehe. Selbst in Bundesländern, die unterdurchschnittliche wirtschaftliche Leistungskraft und überdurchschnittliche Armutsrisikoquoten aufzeigen, trifft dies zu. Wer also einen allgemeinen „Gerechtigkeitsnarrativ“ ins Zentrum seines politischen Wahlkampfs stellt, der ist nicht gut beraten.

Die Menschen sorgen sich um Pflege, Rente und Einkommensunterschiede

Ganz anders sieht es aus, wenn man die Menschen hierzulande nach konkreten sozialen Problemen fragt: Dann stimmen nämlich 70 Prozent der Aussage zu, dass die Einkommensunterschiede in Deutschland zu groß seien, und eine robuste Mehrheit der Menschen wünscht sich ganz konkret bessere sozialstaatliche Absicherung fürs Alter und bessere Qualität bei den sozialen Dienstleistungen; vor allem in Bereichen wie Kinderbetreuung und Pflege – die beide bei keiner Partei an der Spitze der Prioritätenliste stehen.

In einer vertiefenden Studie haben wir zu Beginn des Jahres gut 1.000 Wahlberechtigte telefonisch danach befragt, was das gegenwärtig wichtigste politische Problem sei. Die offenen Antworten wurden mit Stichworten notiert – viele davon hängen mit Fluchtzuwanderung zusammen. Über die Analyse der Worte hinaus haben wir die Themen codiert und können so statistische Aussagen über die Bedeutung unterschiedlicher Politikfelder machen.

Fluchtzuwanderung und Migration im Allgemeinen wurden Anfang Januar von 48 Prozent der befragten Wählerinnen und Wähler als wichtigstes politisches Problem genannt; darunter belegen weniger als 5 Prozent den Begriff Flüchtling ausdrücklich negativ. Auf der anderen Seite äußerten ganz wenige Befragte ausdrücklich die Sorge, dass mit Geflüchteten nicht menschenwürdig umgegangen wird.

Als zweithäufigstes Problem wurde von knapp 15 Prozent die Innere Sicherheit angegeben. Nur gut 10 Prozent nannten fehlende soziale Gerechtigkeit als wichtigstes Problem und 8 Prozent Parteiversagen.

Wie schwierig es ist, punktuelle Erhebungen zu interpretieren, zeigt ein Test, den wir in unsere Telefonumfrage eingebaut hatten: Einer Hälfte der Befragten wurde die Frage nach dem wichtigsten politischen Problem gleich am Anfang gestellt, der anderen Hälfte erst, nachdem sie die 20 Fragen zur Bedeutung spezifischer Politikfelder beantwortet hatten. Das Ergebnis war wie erwartet: Wenn die Leute die Frage nach dem wichtigsten Problem gleich zu Anfang gestellt bekommen, geben sie häufiger Fluchtzuwanderung an (51 Prozent) als diejenigen, die sich vorher Gedanken über verschiedene Politikfelder machen mussten. Nur noch 45 Prozent geben dann Fluchtzuwanderung und Migration an.

Das Thema Fluchtzuwanderung muss nicht wahlentscheidend sein

Die große aktuelle Bedeutung der Fluchtzuwanderung überrascht nicht, heißt aber nicht, dass dieses Thema für die meisten Menschen wahlentscheidend ist. Das kann man unter anderem erkennen, wenn man das aktuelle Ergebnis mit den Zahlen vergleicht, die im Frühjahr 2015 von uns ermittelt wurden. Damals wurden Fluchtzuwanderung und Migration im Allgemeinen von 45 Prozent der befragten Wählerinnen und Wähler als wichtigstes politisches Problem genannt. Als zweithäufigstes Problem wurde von gut 18 Prozent fehlende soziale Gerechtigkeit angegeben und von 8 Prozent Parteiversagen (was oft auch mit mangelnder Gerechtigkeit gleichgesetzt wird). Nur vier Prozent nannten damals die Innere Sicherheit als Problem.

Im Jahr 2015 haben wir die Menschen in Deutschland auch danach gefragt, was ihnen wichtig im Leben ist und was vor allem die Lebensqualität in Deutschland ausmacht. Dabei spielen die Antworten zur Begrenzung der Zuwanderung oder die der Zahl Geflüchteter so gut wie keine Rolle. Dies liegt natürlich auch an den beiden Fragen, die nicht auf aktuelle politische Probleme abzielten. Gleichwohl zeigt sich: Die Begrenzung der Zahl Geflüchteter ist kein Thema „an sich“. Den Menschen ist (sozialer) Frieden und „Gerechtigkeit“ wichtig – sie sind (nicht nur) in Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität und der Lebenszufriedenheit.

Helfen ja, aber nicht zum Nachteil der eigenen Bevölkerung

Sich abzugrenzen und zu begrenzen sind keineswegs wichtige Ziele für die Menschen – aber sie möchten auch nicht, dass ihnen Nachteile aus der Zuwanderung erwachsen. Weitere Befragungen zeigen, dass es der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wichtig ist, dass mit Geflüchteten menschenwürdig umgegangen wird. Zugleich möchten sie nicht, dass es ihnen dadurch schlechter geht – zumal die Menschen in Deutschland im Moment so zufrieden mit ihrem Leben sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Insofern besteht im Hinblick auf Fluchtzuwanderung die politische Kunst darin, die Wählerinnen und Wähler davon zu überzeugen, dass ihnen – nach allem, was wir aus der Vergangenheit wissen – aus der Aufnahme Geflüchteter möglichst wenige Nachteile erwachsen.

Falls das den Politikern gelingt, stellt sich die offene Frage, welche der vielen Themen, die die Menschen mit (sozialer) Gerechtigkeit verbinden, die im Wahlkampf konkret auf einzelne, gut verständliche Themen heruntergebrochen und angeboten werden, von den Wählerinnen und Wählern im Herbst diesen Jahres als besonders wichtig angesehen werden. Unsere Erhebung im Januar hat auch die Relevanz verschiedener Politikbereiche explizit abgefragt. An der Spitze stehen nach dem Erhalt der Demokratie (dazu kann man auch den Frieden zählen) die Verbesserung der Pflegequalität alter Menschen, die Bekämpfung der Kriminalität und das Schaffen von Arbeit. Wirtschaftliche Gerechtigkeit rangiert nur im Mittelfeld.


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Fri, 02 Jun 2017 01:01:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559551.de
Neue Stiftungsprofessur zur Soziologie der Sozialpolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin - BMAS fördert Professur für fünf Jahre http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559267.de Am Institut für Sozialwissenschaften (ISW) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wird eine neue Professur für „Soziologie der Sozialpolitik“ eingerichtet. Die in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem dort ansässigen Sozio-oekonomischen Panel (DIW Berlin/SOEP) auf Dauer eingerichtete Stiftungsprofessur wird in den ersten fünf Jahren mit mehr als einer Million Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Damit soll ein Beitrag zur Stärkung von Forschung und Lehre im Bereich der Sozialpolitik an deutschen Hochschulen geleistet werden. Die Professur wurde in einem wettbewerblichen Verfahren eingeworben und ist eine von drei bundesweit vom BMAS geförderten Professuren. Nach Auslaufen der BMAS-Förderung wird die Professur gemeinsam durch das SOEP und das ISW fortgeführt und gemeinsam getragen.


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Tue, 30 May 2017 01:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559267.de
Die vor zehn Jahren eingeführten Rauchverbote haben die Gesundheit von Passivrauchern und -raucherinnen verbessert – das gilt vor allem für die Gesundheit junger Menschen http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559188.de Die seit 2007 eingeführten Rauchverbote in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden haben dazu geführt, dass sich die Gesundheit von Nichtrauchern und Nichtraucherinnen in Deutschland verbessert hat. Das belegt eine Studie auf Basis der für Deutschland repräsentativen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) im DIW Berlin, die Ökonomen der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erstellt haben. Die Studie wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Health Economics“ veröffentlicht.


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Tue, 30 May 2017 08:10:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559188.de
Nutzen Sie die IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter für eigene Forschungsfragen - Deadline 30. September 2017 für die Erhebung 2018 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559134.de Wir bieten Forscherinnen und Forschern an Universitäten und Forschungsinstituten weltweit die Möglichkeit, die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten für ihre Forschungsvorhaben zu nutzen.

Wir bieten für externe, grundlagenorientierte Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit, Einfluss auf die Befragung zu nehmen. Im Rahmen des Projektes möchten wir Sie, die Forschenden, ermuntern diese Möglichkeit zu nutzen. Wenn Sie z.B. Informationen auf Haushaltsebene bzw. Informationen von Geflüchteten und/ oder ihren Familien benötigen, die für Ihre Forschung relevant sind, bieten wir Ihnen die Möglichkeit diese zu erhalten.

Das Forschungsvorhaben eignet sich für Kurzzeitexperimente, aber vor allem auch für Langzeit-Erhebungen, die bisher nicht in der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten erhoben worden sind. Sie haben die Möglichkeit eigene Forschungsinteressen in die Erhebung einzubringen.

Nähere Informationen


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Wed, 24 May 2017 02:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.559134.de
Viele Kinder von Geflüchteten gehen in die Kita oder zur Schule – bei unter Dreijährigen und der Sprachförderung von Schulkindern gibt es aber Nachholbedarf http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.558012.de Repräsentative Befragung von IAB, BAMF und SOEP unter Geflüchteten: Vier von fünf Kindern im Alter von drei oder mehr Jahren gehen in eine Kita, aber nur jedes sechste im Alter unter drei Jahren – In der Schule bekommt etwa die Hälfte der Kinder eine Sprachförderung

Kinder von nach Deutschland geflüchteten Menschen gehen im Alter von drei oder mehr Jahren kaum seltener in eine Kindertageseinrichtung als andere in Deutschland lebende Kinder. Deutlichen Nachholbedarf gibt es jedoch im frühkindlichen Alter unter drei Jahren: In dieser Altersgruppe besucht nur jedes sechste Kind von Geflüchteten eine Kita – etwa halb so viele wie unter allen in Deutschland lebenden Kindern, die jünger als drei Jahre sind. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, die erstmals repräsentativ für Deutschland Auskunft gibt über die Bildungsbeteiligung von Kindern mit Fluchthintergrund. Die Daten basieren auf der IAB-BAMF-SOEP Befragung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter mehr als 4.500 erwachsenen Geflüchteten, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland kamen. Demzufolge nutzen Geflüchtete für ihre unter drei Jahre alten Kinder zu einem Anteil von gut 15 Prozent eine Kita, während die Nutzungsquote unter allen Kindern in Deutschland bei über 28 Prozent liegt.


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Wed, 10 May 2017 09:05:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.558012.de
SOEP-IS: Datenweitergabe 2015 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556878.de Die Daten der Befragung 2015 der SOEP-Innovationsstichprobe wurden veröffentlicht und können von SOEP-NutzerInnen bestellt werden. Die aktuelle Datenweitergabe enthält die Daten der Innovationsmodule, die von 2011 bis 2014 durchgeführt wurden.

Nähere Informationen


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Wed, 26 Apr 2017 01:45:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556878.de
Hilfsbereitschaft für Geflüchtete trotz steigender Sorgen auf hohem Niveau http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556830.de Stimmungsbarometer zu Geflüchteten: Ungeachtet geäußerter Sorgen ist ein nicht unerheblicher Teil der Gesellschaft bereit, Geflüchtete zu unterstützen – 30 Prozent spendeten 2016 für Geflüchtete, zehn Prozent halfen vor Ort – Sorge über Zuwanderung nimmt zu

Nach wie vor ist ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland bereit, sich für Geflüchtete zu engagieren – obwohl die Zahl der Hilfsbereiten im vergangenen Jahr leicht gesunken ist und immer mehr mit Blick auf die Zuwanderung Sorgen äußern. Das geht aus dem neuesten Stimmungsbarometer für Geflüchtete und den aktuellsten verfügbaren Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor. Demnach hat sich im Durchschnitt des vergangenen Jahres rund ein Drittel der Menschen in Deutschland in Form von Geld- und Sachspenden engagiert. Zehn Prozent halfen vor Ort, etwa indem sie Geflüchtete bei Behördengängen oder beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützten. Im Jahresverlauf ist die Hilfsbereitschaft jedoch leicht gesunken: Immer weniger der befragten Personen äußerten die Absicht, sich künftig engagieren zu wollen. Gaben im Februar und März 2016 noch rund 40 Prozent der Befragten an, in Zukunft spenden zu wollen, waren es am Jahresende 2016 noch 32 Prozent. Die Bereitschaft, sich künftig vor Ort zu engagieren, sank im selben Zeitraum von rund 20 auf elf Prozent. „Möglicherweise geht dieser Rückgang auf die Wahrnehmung zurück, dass Hilfe angesichts der vor allem im Vergleich zum Jahr 2015 stark gesunkenen Zuwanderungszahlen derzeit weniger dringend ist“, sagt SOEP-Direktor Jürgen Schupp.


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Wed, 26 Apr 2017 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556830.de
„Ostdeutsche schätzen die Folgen von Fluchtzuwanderung negativer ein als Westdeutsche“: Interview mit Philipp Eisnecker http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556732.de Herr Eisnecker, haben die Sorgen der Bevölkerung bezüglich der Flüchtlingszuwanderung zu- oder abgenommen?

Wir können klar sagen, dass in den Jahren 2015 und 2016 die Sorgen der Bevölkerung zu den Themenfeldern Zuwanderung und Migration, aber auch zu Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass deutlich zugenommen haben. Das sehen wir anhand der Zahlen der Langzeiterhebung Sozio-oekonomisches Panel, die zu verschiedenen Themen die Sorgen der Bevölkerung schon seit Jahren erhebt. [...]

Das Interview mit Philipp Eisnecker ist aus dem Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 17/2017. Hier gibt es das Interview als pdf-Dokument und Podcast

Weitere Podcasts

Weitere Wochenberichte


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Wed, 26 Apr 2017 09:29:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556732.de
Am 25. April feiert Wolfgang Zapf in Berlin seinen 80. Geburtstag http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556658.de Wolfgang Zapf, Professor für Soziologie, organisierte an der Johann Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt am Main in den frühen 1970er Jahren zusammen mit dem SOEP-Gründer Hans-Jürgen Krupp das SPES Projekt („Sozialpolitisches Entscheidungs- und Indikatorensystem“, gefördert von der DFG), das dann 1979 in den Sonderforschungsbereich 3 "Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik" Frankfurt/Mannheim mündete. Im Sfb 3 startete dann 1983 das Teilprojekt "Das Sozio-ökonomische Panel" mit den Vorbereitungen der Studie, die seit Anfang der 90er Jahre  „Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel" (SOEP) genannt wird. Zu Wolfgang Zapfs Verdiensten für das SOEP zählt neben seiner Beteiligung an der konzeptionellen Vorbereitung des Panels vor allem die Integration und Einbeziehung der Indikatoren zum subjektiven Wohlbefinden. 1988 übernahm Wolfgang Zapf, inzwischen war er Präsident des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung  Berlin (WZB) geworden, zudem für ein knappes Jahr die interimistische wissenschaftliche Leitung des SOEP, nach dem der damalige SOEP-Leiter und Präsident des DIW Berlin Hans-Jürgen Krupp das Amt des Wirtschaftssenators der Freien und Hansestadt Hamburg angetreten hatte.

Das gesamte SOEP-Team wünscht Wolfgang Zapf zu seinem runden Geburtstag alles Liebe, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

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Tue, 25 Apr 2017 09:36:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556658.de
Daniel Schnitzlein ist in den Beirat des Thailand Vietnam Socio-Economic Panel berufen worden http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556601.de Daniel Schnitzlein ist in den Beirat des Thailand Vietnam Socio-Economic Panel (www.tvsep.de) berufen worden.
Das TVSEP ist eine längsschnittliche Haushaltsbefragung in Thailand und Vietnam (teilweise angelehnt ans SOEP) und wird aus Hannover und Göttingen geleitet. Das Projekt ist für 10 Jahre (2015-2024) von der DFG als Langzeitvorhaben finanziert.

Er wurde außerdem in den Bildungsökonomischen Ausschuss des Vereins für Socialpolitik (VfS) aufgenommen.


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Mon, 24 Apr 2017 09:44:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556601.de
Andreas Franken unterstützt das SOEP-Team http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556593.de Andreas Franken unterstützt das SOEP-Team seit Anfang April in der Datenaufbereitung. Insbesondere soll die Erstellung und Dokumentation von SOEPlong in seine Hände übergeben werden. Andreas hat zuletzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover gearbeitet und zuvor am Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bamberg, wo er auch ein Studium der Soziologie abgeschlossen hat.


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Mon, 24 Apr 2017 09:39:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556593.de
SOEPnewsletter 115 veröffentlicht http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556475.de Wir freuen uns, dass der neue SOEPnewsletter 115, April 2017 erschienen ist.

Er informiert über

  • die Datenweitergabe der SOEP-IS-Daten 2015,
  • Neuigkeiten zu SOEPinfo 2.0,
  • die Ergebnisse des SOEP User Surveys,
  • brandaktuelle SOEP-Core-Dokumentationen

und einiges mehr.


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Thu, 20 Apr 2017 08:43:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.556475.de
Gibt es auch eine „Rendite“ kultureller Bildung? Kommentar von Jürgen Schupp http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.555154.de Die Bildungsdebatten der letzten Jahre waren durch eine Verengung des Bildungsbegriffs auf den Erwerb kognitiver Fähigkeiten geprägt, die sich anhand von Tests quantifizieren lassen, wie etwa das Lösen von Rechenaufgaben. Dagegen fanden der Erwerb von ästhetischen Erfahrungen, Kenntnissen und Fähigkeiten sowie die Aneignung kultureller, aber auch physischer Bildung weniger Beachtung, obwohl diese für die Entwicklung der Persönlichkeit von zentraler Bedeutung sein können. Diese Einstellung hat dann vielfach auch darin ihre Entsprechung gefunden, dass der musisch geprägte Schulunterricht zu einem Schattendasein in einem übervollen Stundenplan zu verkommen droht und oftmals von einem Lehrermangel in den musischen Fächern und überdurchschnittlichem Unterrichtsausfall begleitet wird. [...]

Der vollständige Kommentar von Jürgen Schupp im Wochenbericht 13/2017


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Wed, 29 Mar 2017 09:28:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.555154.de
Veränderung der Erwerbs- und Familienbiografien lässt einen Rückgang des Gender-Pension-Gap erwarten http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.554871.de Die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Rentenzahlbetrag der Gesetzlichen Rentenversicherung werden sich im Kohortenvergleich verringern. Während in der Kriegskohorte der 1936 bis 1945 Geborenen der so genannte Gender-Pension-Gap noch 56 Prozent in West- und 34 Prozent in Ostdeutschland beträgt, wird er sich basierend auf einem vom DIW Berlin entwickelten Fortschreibungsmodell zur Simulation von Erwerbs- und Familienbiografien bei der Kohorte der 1966 bis 1970 Geborenen auf 43 beziehungsweise 18 Prozent reduzieren. Mitverantwortlich für diesen Trend ist, dass Männer im Kohortenvergleich kürzere Phasen ihres Erwerbslebens in Vollzeit arbeiten werden. Bei westdeutschen Frauen dagegen ist eine starke Zunahme von Teilzeitbeschäftigung bei gleichzeitigem Rückgang von Phasen der Hausfrauentätigkeit zu beobachten. Aber auch ostdeutsche Frauen werden in zunehmenden Maße Teilzeittätigkeiten aufnehmen. Allerdings weisen sie längere Phasen von Vollzeiterwerbstätigkeit auf und weichen damit weiterhin von westdeutschen Frauen ab.

Der vollständige Bericht von Christian Westermeier, Markus M. Grabka, Björn Jotzo und Anika Rasner im DIW Wochenbericht 12/2017       


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Wed, 22 Mar 2017 09:28:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.554871.de