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DIW aktuell, 08.12.2017

Am 11 . Dezember 2017 jährt sich die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls zum 20. Mal. Grund genug, zurückzublicken auf die Implementierung dieses ersten bedeutenden Klimaschutzabkommens und zu fragen, welche Erfahrungen gemacht und Lehren daraus gezogen wurden. Die wichtigste davon: Die ... mehr

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Pressemitteilung, 07.12.2017

Öffentliche Beschaffung kann einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten – Trotz zuletzt steigender Tendenz werden nur 2,4 Prozent aller Beschaffungsverträge nach umweltfreundlichen Kriterien vergeben – Politischer Wille und Handlung notwendig, um ... mehr

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Roundup, 07.12.2017

Die weltweiten Kapitalflüsse sind seit den 1980er Jahren bis zum Ausbruch der Finanzkrise stark gestiegen. Im Zuge dessen sind etwa die Auslandsinvestitionen Deutschlands auf rund 250 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, die Investitionen des Auslands in Deutschland auf etwa 200 ... mehr

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Pressemitteilung, 06.12.2017

Mindestlohn hat zu bedeutenden Lohnsteigerungen geführt - Noch bekommen aber ungefähr sieben Prozent der anspruchsberechtigten ArbeitnehmerInnen weniger als den Mindestlohn, Mini-JobberInnen und Beschäftigte in kleinen Firmen sind besonders betroffen –– Berücksichtigt ... mehr

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Interview, 06.12.2017

Frau Fedorets, im Januar 2015 wurde der Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Wie haben sich die niedrigen Löhne seitdem entwickelt? Unsere Ergebnisse zeigen tatsächlich, dass nach der Einführung des Mindestlohns ein starkes Wachstum im unteren Lohnsegment zu beobachten ist. ... mehr

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von Patrick Burauel, Marco Caliendo, Alexandra Fedorets, Markus M. Grabka, Carsten Schröder, Jürgen Schupp, Linda Wittbrodt, in DIW Wochenbericht

Berechnungen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen, dass sich nach der Einführung des Mindestlohns im Januar 2015 das Lohnwachstum der anspruchsberechtigten Beschäftigten mit niedrigen Löhnen deutlich beschleunigt hat: So lag das nominale Wachstum bei den vertraglichen Stundenlöhnen im unteren Dezil, das heißt im untersten Zehntel der Lohnverteilung, vor der Reform bei weniger als 2 Prozent im langfristigen zweijährigen Mittel, während es von 2014 bis 2016 bei ungefähr 15 Prozent lag. Dennoch lag auch im ersten Halbjahr 2016 der vertragliche Stundenlohn von rund 1,8 Millionen anspruchsberechtigten Beschäftigten noch immer unterhalb der gesetzlichen Grenze von 8,50 Euro brutto pro Stunde. Im Jahr 2015 waren es noch ungefähr 2,1 Millionen und im Jahr vor der Einführung knapp 2,8 Millionen Beschäftigte. Die hier ausgewiesenen Werte für 2015 und 2016 liegen damit höher als die entsprechenden Zahlen aus Unternehmensbefragungen. Berücksichtigt man auch Erwerbstätige ohne Anspruch auf den Mindestlohn, wie Selbständige, verdienten im Jahr 2016 sogar etwa 4,4 Millionen Menschen weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde. Trotz des überproportionalen Lohnanstiegs im untersten Lohndezil ist es also nicht gelungen, für alle anspruchsberechtigten Beschäftigten einen Bruttolohn von mindesten 8,50 Euro pro Stunde sicherzustellen. Vor allem bei der Gruppe der geringfügig Beschäftigten werden die Ziele des Mindestlohngesetzes vielfach nicht erreicht. Als Instrumente für eine bessere Durchsetzung des Mindestlohngesetzes kommen häufigere Kontrollen, eine schärfere Sanktionierung, wirksamere Beschwerdemöglichkeiten für die Beschäftigten sowie höhere Anforderungen bei den Dokumentationssystemen (insbesondere bei der Zeiterfassung) in Betracht.

von Olga Chiappinelli, Vera Zipperer, in DIW Wochenbericht

Die öffentliche Hand gibt große Anteile des Bruttoinlandsprodukts für Waren und Dienstleistungen aus und ist somit für einen erheblichen Anteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Angesichts dieser beträchtlichen Auswirkungen steht der Staat einerseits in der Verantwortung, möglichst emissionsarm einzukaufen, und verfügt andererseits über das Potenzial, Märkte zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen. Die sogenannte „umweltfreundliche öffentliche Beschaffung“ (Green Public Procurement, GPP) zeichnet sich dadurch aus, dass umweltrelevante Kriterien bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden. In Deutschland – Europas größter Volkswirtschaft – machen staatliche Einkäufe 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Trotz steigender Zahlen bleibt GPP in der öffentlichen Auftragsvergabe jedoch weiterhin die Ausnahme. Einer weitergehenden Umsetzung steht vor allem die Wahrnehmung entgegen, dass die Berücksichtigung von Umweltkriterien zu höheren Beschaffungskosten führt. Außerdem fehlt es der Verwaltung an Kapazitäten, um sich die juristische und technische Expertise für GPP anzueignen. Ein klares politisches Mandat zur Finanzierung der durch die Umweltauswirkungen der beschafften Waren und Dienstleistungen entstehenden Mehrkosten sowie spezielle Fortbildungen für das Personal der Beschaffungsstellen können dazu beitragen, dass GPP zukünftig vermehrt zur Anwendung kommt.

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Aktuelle Tweets des DIW Berlin:

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11.12.
: Das SOEP sucht eine Teamassistentin / einen Teamassistenten. sind bis zum 31. Dezember möglich:
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11.12.
„Dass 1,8 Mio. Menschen, die einen Anspruch darauf haben, noch immer weniger als den verdienen, sollte ein dringender Weckruf an die Politik sein.“ Die -Kolumne von : Die dazugehörige DIW-Studie:
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08.12.
Das wird 20 Jahre alt. Eine neue -Ausgabe zeigt, welche Lehren daraus gezogen wurden. Die wichtigste: Die internationale Formulierung von Emissionsminderungszielen reicht für eine effektive nicht aus.
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08.12.
„Diskussionen um Leistungsbilanzungleichgewichte sollten vermehrt im Kontext des kräftigen Anstiegs der geführt werden“:
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07.12.
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