Bernd Leitner (Copyright)  Mehrwertsteuer Mehrwertsteuern Umsatzsteuer
Medienbeitrag, 29.05.2017

Dieser Beitrag ist am 26. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen. Glaubt man den politischen Parteien, dann scheint die Steuerlast in Deutschland ungerecht verteilt zu sein. Sie überbieten sich im Bundestagswahlkampf mit Versprechen von ... mehr

www.verbraucher-papst.de/pixelio.de (Copyright)  Mindestlohn Geld Scheine
Pressemitteilung, 24.05.2017

Nur mittlere Löhne wachsen zuletzt unterdurchschnittlich Die realen Bruttostundenlöhne der Beschäftigten in Deutschland sind für die unteren 40 Prozent der Lohnverteilung seit 1995 real gefallen, für die oberen 50 Prozent dagegen gestiegen. Nach der Finanzkrise haben die ... mehr

Lara (Copyright)  Geld Cash Finanzen
Interview, 24.05.2017

Herr Kritikos, Sie haben die Entwicklung der realen Bruttostundenverdienste in Deutschland untersucht. Wie haben sich die Stundenlöhne seit der Wiedervereinigung entwickelt? In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung gab es zunächst durchaus größere Lohnzuwächse. Das ... mehr

puje (Copyright)  Lernen Studentin Studentinnen
Pressemitteilung, 24.05.2017

Um ein Jahr verkürzte Gymnasialschulzeit sorgt für weniger Studierende, spätere Einschreibungen und unregelmäßigere Studienverläufe – Ziel, dass Abiturientinnen und Abiturienten früher studieren, wird dennoch erreicht – Rückkehr zu G9 ist daher ... mehr

Lutz Wallroth (Copyright)  Asien Indien Bombay
Kommentar, 24.05.2017

Wer schon einmal auf einem Elefanten geritten ist, weiß, dass sich dieser von einem Moment zum anderen aus seinem gemütlichen Trott reißen kann und anfangen, loszurennen, weil er am Rand der Lichtung Wasser oder Bambussprossen sieht. Ähnlich kann und wird es hoffentlich dem ... mehr

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von Karl Brenke, Alexander S. Kritikos, in DIW Wochenbericht

Lange Zeit kamen in Deutschland nur die besser bezahlten Arbeitskräfte in den Genuss von Reallohnsteigerungen. Die abhängig Beschäftigten mit niedrigen Stundenentgelten mussten dagegen erhebliche Reallohnverluste hinnehmen und zeitweilig breitete sich der Niedriglohnsektor immer mehr aus. Diese Trends setzen sich etwa seit Beginn dieses Jahrzehnts nicht mehr fort. Die verschiedenen Lohngruppen profitieren nun gleichmäßiger vom durchschnittlichen Lohnanstieg, wenngleich jetzt die Arbeitskräfte mit mittleren Stundenentgelten bei der Lohnentwicklung etwas hinterherhinken. Entsprechend hat sich die Schere zumindest zwischen hohen und geringen Löhnen seitdem nicht weiter geöffnet. Diese Entwicklung ist keineswegs selbstverständlich, da sich die Struktur der Arbeitsplätze weiter hin zu höher qualifizierten Tätigkeiten verschiebt. Nach wie vor schneiden die Beschäftigten mit höheren Stundenverdiensten relativ gut bei der Lohnentwicklung ab; das gilt nicht nur für den längerfristigen Trend, sondern auch für die jüngere Entwicklung. Eine Längsschnittanalyse anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt, dass es vielen Geringverdienern gelingt, über die Zeit auf deutlich höhere Stundenlöhne zu kommen. So zählte von denjenigen 20 Prozent der Arbeitskräfte mit den niedrigsten Löhnen im Jahr 2010, die in einer Beschäftigung blieben, mehr als die Hälfte fünf Jahre später nicht mehr zu den Geringentlohnten. Besonders starke Lohnanhebungen konnten hier die Vollzeitkräfte erzielen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Stundenlöhne nach der Finanzkrise real durchweg zugenommen haben und der Anstieg gleichmäßiger als früher verteilt war. Dennoch haben diese Steigerungen die Reallohnverluste in den unteren vier Dezilen aus den 15 Jahren zuvor nicht wettgemacht.

von Jan Marcus, Vaishali Zambre, in DIW Wochenbericht

Abiturientinnen und Abiturienten, die ihren Abschluss nach zwölf statt 13 Schuljahren erreichen (G8-Reform), nehmen nach dem Abitur seltener ein Studium auf: Um sechs Prozentpunkte sinkt im Vergleich zu einem Referenzszenario ohne G8-Reform der Anteil derer, die im Jahr des Abiturs oder im Folgejahr beginnen zu studieren. Diejenigen, die sich für ein Studium entscheiden, legen vor dem Uni-Start häufiger eine Pause ein und wechseln innerhalb des ersten Studienjahres mit einer höheren Wahrscheinlichkeit das Studienfach oder brechen ihr Studium ab. Das zeigt die vorliegende Studie des DIW Berlin, die auf Daten der amtlichen Studentenstatistik für die Abiturjahrgänge 2002 bis 2013 basiert. Während sich bisherige Untersuchungen in erster Linie auf die Auswirkungen der G8-Reform während der Schulzeit konzentrierten, nimmt diese Studie als eine der ersten später auftretende Effekte der verkürzten Gymnasialschulzeit in den Blick. Ein wichtiges Ziel der Reform, dass Abiturientinnen und Abiturienten früher mit dem Studium beginnen und somit auch eher in den Arbeitsmarkt eintreten können, wird unter dem Strich erreicht, auch wenn ein Teil des „gewonnenen“ Jahres aufgezehrt wird. Eine Empfehlung für eine Rückkehr zu G9 lässt sich aus den Ergebnissen daher nicht ableiten.

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Aktuelle Tweets des DIW Berlin:

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26.05.
Der indische Haushalt f. 2018 hat Potenzial, die Bedeutung zu steigern
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26.05.
„Seit 2010 legen die unteren & oberen Dezile bei den mehr zu“– mit A. Kritikos
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24.05.
Durch -Reform sinkt Anteil derer, die im -Jahr oder im Folgejahr ein aufnehmen, um 6 Prozentpkt.
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24.05.
: „Seit 2010 haben die der Menschen mit geringen stärker zugenommen."
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24.05.
DIW Analyse: Schere zw. hohen & geringen geht nicht weiter auseinander, hat sich aber auch nicht geschlossen
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