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    Fünf Fragen an Georg Meran über
die Qualitätskontrolle am DIW Berlin
   
   
26. März 2007 Prof. Dr. Georg Meran ist Vizepräsident
des DIW Berlin und Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre an der
Technischen Universität Berlin.
   
  Ausführlich
Vita
   
  Frage: Herr
Meran, wie stellt das DIW Berlin sicher, dass die Qualität seiner veröffentlichten
Forschungsergebnisse immer auf dem höchsten Niveau ist?
   
  Meran: Alle
Produkte des Hauses durchlaufen eine strenge Qualitätskontrolle. Wir
veröffentlichen nichts, was nicht vorher auf seine wissenschaftliche
Qualität überprüft wurde.
   
  Frage: Wie sieht
so eine Qualitätskontrolle aus?
   
  Meran: Nehmen
wir als Beispiel unsere Publikation „Wochenbericht des DIW Berlin“.
Hier wird das Manuskript zunächst von dem jeweiligen Abteilungsleiter
geprüft, das ist die erste Kontrolle. Dann fließt der Beitrag
in den internen Redaktionsprozess ein. Für jeden Bericht gibt es einen
Lektor, der die wissenschaftliche Qualität prüft und gegebenenfalls
Anregungen für Ergänzungen oder Korrekturen gibt. Die Lektoren
sind alles Wissenschaftler des DIW Berlin, die mit der Thematik des jeweiligen
Berichtes vertraut sind. Sie prüfen, ob die Methoden, Modelle und Datensätze
auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sind. Daneben wird der Bericht
von einem Redakteur sprachlich überarbeitet. In einer Redaktionskonferenz
werden alle inhaltlichen Anregungen und sprachlichen Korrekturen in das
Manuskript eingearbeitet. Schließlich muss der Bericht auch vom Herausgebergremium
„abgesegnet“ werden.
   
  Frage: Ist dieser
Prozess bei allen gleich?
   
  Meran: Nein,
der Kontrollprozess variiert im Einzelnen. Aber für jede Publikation
gibt es einen Lektoratsprozess, der den hohen wissenschaftlichen Anspruch
unseres Hauses garantiert. Das gilt im Übrigen auch für die Politikberatung.
Gutachten für die Bundesregierung, die EU oder andere Auftraggeber
werden ebenfalls lektoriert.
   
  Frage: Überprüfen
Sie auch die Qualität der Aussagen Ihrer Wissenschaftler in der öffentlichen
Diskussion?
   
  Meran: Sicher.
Hier haben wir eine klare Regelung, dass die Wissenschaftler des DIW Berlin
sich nur zu den Themen gegenüber der Presse oder bei Veranstaltungen
äußern können, zu denen Sie auch geforscht haben. Da wir
alle Forschungsergebnisse publizieren, wissen wir, dass diese Äußerungen
dann bereits die Qualitätskontrolle der Publikationen durchlaufen haben.
   
  Frage: Seit
wann gibt es diese Qualitätssicherung beim DIW Berlin?
   
  Meran: Bei den
Wochenberichten gibt es sie seit Beginn dieser Reihe, also seit 1928. Der
Prozess wurde freilich immer stärker verfeinert. Bei den anderen Publikationen
gab es im Prinzip auch immer eine Qualitätskontrolle, indem das Manuskript
einem Kollegen gegeben wurde, der es geprüft hat. Diese Kontrolle war
aber nicht institutionalisiert. Wir haben dann aber 2003 alle Publikations-
und damit Qualitätssicherungsprozesse optimiert und dokumentiert. Seitdem
wissen wir genau, dass alle Forschungsergebnisse in höchster Qualität
an die Öffentlichkeit gehen.
   
   
  Die Fragen stellte Dörte Höppner,
DIW Berlin.