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| Wochenbericht des DIW Berlin 10/00 Internationaler Reiseverkehr weiterhin lebhaft | |||
| Bearbeiter | Renate Filip-Köhn | ||
| Gelegentlich wird die Befürchtung geäußert, Deutschland sei im Wettbewerb um ausländische Besucher nicht attraktiv genug. Immerhin zeigten die deutschen Reiseeinnahmen in den letzten Jahren eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Zwar ist der strukturelle Negativsaldo Deutschlands im internationalen Reiseverkehr nach wie vor hoch; im Jahre 1999 lag er schätzungsweise bei 56 Mrd. DM - rund 2,6 Mrd. DM mehr als im Jahr zuvor. [1] Von 1995 bis 1999 ist aber der "Incoming Tourism" nicht nur im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, sondern auch gegenüber den Reiseausgaben der Deutschen [2] im Ausland ("Outgoing Tourism") etwas gestiegen. Werden Einnahmen aus der grenzüberschreitenden Personenbeförderung einbezogen [3], so liegt der dem Tourismus zuzurechnende Export im Jahre 1999 bei rund 43 Mrd. DM - also bei etwa 3,8 % des Gesamtexports. Die entsprechenden Ausgaben Deutschlands im Ausland erreichten im abgelaufenen Jahr schätzungsweise 97 Mrd. DM und damit etwa 9 % des gesamten Imports. Die Reisebilanz stellt einen wichtigen Gegenposten zu den hohen Überschüssen Deutschlands in der Handelsbilanz dar. | |||
| Bedeutung des internationalen Reiseverkehrs für Deutschland | Nach Berechnungen des DIW im Rahmen des IOTEA [4] trugen die Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr einschließlich Positionen der Transportbilanz 1995 gut 0,8 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands bei; für den Tourismus insgesamt - einschließlich der Inlandsreisen - liegt dieser Wert bei 8 %. Dabei sind Investitionen in touristische Anlagen noch nicht berücksichtigt. Die Ausgaben im Ausland, ebenfalls einschließlich Positionen der Transportbilanz, erreichten knapp ein Viertel der gesamten touristischen Ausgaben Deutscher. In der Tabelle 1 sind die Entwicklungen der Zahlungsströme im internationalen Reiseverkehr dargestellt. Betrachtet man nur die Zeitspanne von 1995 bis 1999, so zeigt sich, dass die Einnahmen Deutschlands etwas mehr stiegen (17,2 %) als die Ausgaben von Deutschen im Ausland (15,8 %) und beide stärker als das nominale Bruttoinlandsprodukt (9,7 %). Werden die Relationen für das statistisch besser abgesicherte Jahr 1998 betrachtet, so zeigt sich ein ganz ähnliches Ergebnis. Nach dem Abflachen Mitte der 90er Jahre ist somit wieder ein leichter Gewinn Deutschlands in Bezug auf den "Incoming Tourism" zu verzeichnen. Im Verhältnis zum BIP stiegen die Einnahmen (ohne Transportleistungen) von gut 0,7 % im Jahre 1995 auf knapp 0,8 % im Jahre 1999. Berücksichtigt man den direkten und indirekten Import von Vorleistungen im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Reiseverkehr, so errechnet sich ein Beitrag der Tourismuseinnahmen zur Bruttowertschöpfung in Deutschland in Höhe von knapp 0,7 %. | ||
| Reisebilanz als Gegenposten zur Handelsbilanz | Trotz der vergleichsweise kräftigen Zunahme der Tourismuseinnahmen Deutschlands in den letzten Jahren weist die Reisebilanz immer noch einen hohen Negativsaldo aus (1999 rund 56 Mrd. DM). Wenn dies beklagt wird, dann wird übersehen, dass die Abflüsse bzw. Zuflüsse - je nach Blickrichtung - Quelle wiederum von Nachfrage des Auslands nach deutschen Erzeugnissen sind. Es besteht sogar ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Reiseausgaben im Ausland und den Exporten Deutschlands: Von Reisebussen bis zu deutschen Zeitungen oder gar "unverzichtbaren" Nahrungs- und Genussmitteln, die für die Touristen aus deren Heimatland importiert werden müssen, ist der Gehalt von deutschen Erzeugnissen im Preis dessen, was im Ausland für Unterkunft, Transport und Mitbringsel gezahlt wird, nicht unerheblich. Aber diese Ausgaben gelten zahlungsbilanzstatistisch vollständig als Reiseausgaben der Deutschen im Ausland. Welcher Anteil der gut 86 Mrd. DM Reiseausgaben von Deutschen im Ausland auf diese Weise nach Deutschland zurückfließt, kann hier nicht untersucht werden. Aber nicht nur der mit den Tourismusausgaben Deutschlands in unmittelbarem Zusammenhang zu sehende Import der Zielländer bzw. Export Deutschlands ist zu berücksichtigen. Auch den sonstigen, direkten und indirekten Rückflüssen, die als Nachfrage des Auslands nach deutschen Leistungen unsere Exportwirtschaft beleben, muss Rechnung getragen werden. Reiseausgaben im Ausland sind zwar zunächst ein Entzug von Nachfrage, bei funktionierenden weltwirtschaftlichen Mechanismen stellen sie aber kein Problem dar. Deutschland erzielt einen enormen Überschuss in der Handelsbilanz, und seine Importe, u. a. von Reisedienstleistungen, tragen als Gegenposten dazu bei, dass das Ausland Nachfrage nach deutschen Produkten entfalten kann. Wie die Tabelle 2 zeigt, entfällt der Großteil der Tourismusausgaben Deutschlands (64 %) auf "ferne" Länder, d. h. solche, die nicht an Deutschland grenzen. Überlegungen, die Freizeitmobilität unter ökologischen Gesichtspunkten durch preisliche Anreize im Flugverkehr umzulenken oder zu beschränken, sollten auch in Rechnung stellen, dass davon die Zielländer in ihren Einnahmeströmen und folglich auch in den Möglichkeiten für Importe aus Deutschland und anderen Industrieländern betroffen wären, wenn es sich hier überhaupt angesichts starker Präferenzen um preiselastische Nachfrage handelt. | ||
| Besucherzahlen | Eine Betrachtung der Reiseausgaben in realen Größen steht vor der Schwierigkeit, die Daten auf dieser Aggregatebene einer Preisbereinigung zu unterwerfen. Der statistische Aufwand dafür wäre unvertretbar hoch. Es können jedoch Angaben aus der Beherbergungsstatistik des Statistischen Bundesamtes herangezogen werden, und es scheint vertretbar, die Zahl der Übernachtungen von Ausländern als Indikator für die "Reiselust" in realen Größen anzusehen. Freilich sind diese Angaben nur sehr grob und auf den "Incoming Tourism" beschränkt. [5] Die Zahl der Übernachtungen von Ausländern in Deutschland hat über den Zeitraum 1991 bis 1988 betrachtet stagniert; für 1998 errechnet sich ein Indexwert von 101 (1991 = 100). Nach einem Rückgang in der ersten Hälfte der 90er Jahre ist jedoch für die Zeit von 1995 bis 1998 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Die Kluft zwischen nominal deutlich gestiegenen Reiseeinnahmen und einer nahezu stagnierenden Zahl der Übernachtungen dürfte nicht zuletzt daraus resultieren, dass das Gastgewerbe als personalintensive Dienstleistungsbranche leicht unterproportional produktiver wird und dies in der Regel durch eine überproportionale "Inflationierung" seines Beitrags zum BIP kompensieren kann. Tabelle 3 zeigt für ausgewählte europäische Zielländer und die USA die Bedeutung der Reiseausgaben, darunter von Deutschen, in Bezug auf die gesamten Einnahmen aus dem Reiseverkehr und das Bruttoinlandsprodukt. Hierfür wurden Angaben der Deutschen Bundesbank mit Zahlen des Internationalen Währungsfonds und der OECD verknüpft. Spanien ist führend beim Anteil der Tourismuseinnahmen am BIP, annähernd gleichauf liegt Österreich. Aber selbst in diesen Ländern übersteigt die Relation von Tourismuseinnahmen zum BIP nicht nennenswert die 5%-Marke. Und es ist zu bedenken, dass die Einnahmen noch nicht um trourismusbedingte Importe bereinigt sind. Die USA nehmen im internationalen Vergleich eine Sonderstellung ein: Sie verzeichneten mit 83,4 Mrd. US $ im Jahre 1998 Einnahmen, wie sie noch nicht einmal von Deutschland, Italien, Spanien und Dänemark zusammen (79 Mrd. US $) erzielt wurden. In Bezug auf das BIP der USA ist dieser Betrag aber eher unbedeutend: Mit 1 % haben die Einnahmen kein wesentlich höheres Gewicht als für Deutschland, das mit einer Relation von 0,8 % das "Schlusslicht" in der hier aufgeführten Länderliste ist. Die Ausgaben der Amerikaner im Ausland (57,8 Mrd. US $) übertreffen diejenigen Deutschlands (46,9 Mrd. US $). "Weltmeister" im Verreisen sind in absoluten Größenordnungen die USA. Bezogen auf das BIP sind die USA bei den Ausgaben mit nur 0,7 % selbst das Schlusslicht, noch hinter Spanien und der Türkei (0,9 %). Die USA weisen ebenso wie Spanien mit 25 Mrd. US $ einen beachtlichen Aktivsaldo in der Reisebilanz auf, gefolgt von Frankreich und Italien mit jeweils 12 Mrd. US $. Neben Deutschland wiesen im Jahre 1998 auch die Niederlande, Großbritannien und Dänemark beachtliche Defizite im internationalen Reiseverkehr auf. Der Anteil Deutschlands an den gesamten Tourismuseinnahmen der ausgewählten Zielländer - auf die im Jahre 1998 rund 33 Mrd. US $ bzw. 70 % der Ausgaben von Deutschen entfielen - ist beachtlich. [6] In Österreich tragen die Deutschen mit fast 50 % zu den Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr bei; es folgen die Niederlande (34 %), Griechenland (ebenfalls 34 %), Dänemark (24 %), Italien (22 %) und Spanien (21 %). Mit Ausnahme Griechenlands dürfte diese Bedeutung im Wesentlichen dem Individualreiseverkehr zuzuschreiben sein, ohne dass es freilich möglich wäre - wegen fehlender Kontinuität in den Erhebungen -, diese Aussagen im Einzelnen zu belegen. Allerdings zeigen weitere Berechnungen auf der Basis internationaler Statistiken (siehe Kasten), dass es noch immer an Sorgfalt in der Erhebung, an Konsistenz und vor allem an Tiefe der Datenpräsentation fehlt, um weiter gehende Aussagen zum Tourismus treffen zu können, aus dem im Durchschnitt weltweit rund 10 % des BIP erwirtschaftet werden. | ||
| Zu Inkonsistenzen in internationalen Tourismusstatistiken | Trotz seit langem bestehender Forderungen nach Verbesserungen auf dem Gebiet der Tourismusstatistik stehen für eine aktuelle Berichterstattung für Deutschland nach wie vor im Prinzip nur die monatlichen Veröffentlichungen der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank und die Beherbergungsstatistik des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung. Diese Daten sind bei weitem nicht hinreichend, um auch nur für die grenzüberschreitenden Bewegungen einen befriedigenden Überblick zu ermöglichen. Gleichwohl erscheinen sie in der Verzahnung mit anderen Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, wie es u. a. in einem Input- Output based Tourism Economic Account (IOTEA) für das Jahr 1995 möglich war, geeignet für Deutschland plausible Anhaltspunkte zu liefern. Angaben zur Übernachtung von Ausländern und zu den Zahlungsströmen im internationalen Reiseverkehr sind auch für die Beurteilung des touristischen Geschehens in anderen Ländern die einzigen allgemein verfügbaren Quellen. Allerdings weist ein Versuch, diese Datenreihen zu verknüpfen, auf erhebliche Inkonsistenzen in den von der Welttourismusorganisation (WTO) veröffentlichten Angaben hin: Eine interessante Frage ist es u. a., wie hoch der reale Gegenwert der Einnahmen aus dem Reiseverkehr zu veranschlagen sei. Hier wurde der Versuch unternommen, anhand der Angaben zu den jeweiligen Einnahmen aus dem Reiseverkehr und der Zahl der Übernachtungen von Ausländern auf die Ausgaben in US-Dollar je "Touristentag" bzw. die "Touristennacht" zu schließen. Dies ist ein anderer Ansatz als der des Statistischen Bundesamtes, das für diese Art von Betrachtung einen Umtauschwert für die D-Mark ansetzt, der sich an Kaufkraftparitäten orientiert. [7] Abweichungen vom Wert 1 deuten in diesem Konzept auf relativ "billige" oder "teure" Länder hin. Es lässt sich aber nicht erkennen, wie viele Nächte ein Besucher aus einem bestimmten Betrag in dem einen oder dem anderen Land finanzieren kann. Die Ausgaben bzw. Einnahmen je "Touristentag" sind in dieser Hinsicht aussagekräftiger. Wird in der vorletzten Zeile der Tabelle 3 die Zahl der angegebenen Übernachtungen insgesamt - sie sollen im Prinzip Ergebnis aus Ankünften (ohne Tagestouristen) und durchschnittlicher Aufenthaltsdauer sein - auf die Gesamteinnahmen aus dem Reiseverkehr bezogen, [8] so liegt Deutschland an der Spitze mit etwa 45 US $ durchschnittlichem Erlös pro Tourist und Tag. Italien, Spanien, die Niederlande, Dänemark und die Türkei erzielen zwischen 22,4 US $ (Türkei) und 29,4 US $ (Dänemark) je Tag. Österreich mit 13,8 US $, Griechenland mit 9,5 US $ (allerdings nur in Hotels und ähnlichem), Großbritannien mit 9 US $ und Frankreich gar mit nur 5,6 US $ pro Touristentag liegen deutlich unter diesen Beträgen. Die Unterschiede lassen sich nicht durch Sondereinflüsse oder strukturelle Unterschiede in den Beherbergungskategorien erklären. Auch wenn Österreich aufgrund eines großen Anteils eher ländlicher Aufenthaltsmöglichkeiten durchaus als ein real "günstiges Land" gelten kann, dürfte der ermittelte Betrag die tatsächlichen Verhältnisse unterzeichnen. Kaum plausibel erscheint der niedrige Wert bei Griechenland im Vergleich zur Türkei (für Übernachtungen in Hotels und ähnlichem errechnen sich 22,4 US $ wie bei den Übernachtungen insgesamt). Insbesondere gilt dies für Großbritannien und Frankreich. In beiden Fällen ist dies durch eine im Vergleich zu den Ankünften sehr hohe Zahl von Übernachtungen ausländischer Touristen in Beherbergungseinrichtungen bedingt. Insbesondere für Frankreich verwundert daher nicht, dass das Land als internationaler Spitzenreiter im Tourismus gilt. Möglicherweise liegen hier ein statistischer Fehler beim Herausrechnen von Tagestouristen und/oder eine Verzerrung, die auf unscharfe Abgrenzungen bei den Eintragungen von inländischen "Residents", die Angehörige fremder Nationalitäten sind, vor. Eine Überprüfung des Verhältnisses anhand der Übernachtungen allein in Hotels und ähnlichem (letzte Zeile der ergänzenden Angaben in Tabelle 3) war für Großbritannien wegen fehlender Angaben nicht möglich. Bei Frankreich käme dann mit 46,1 US $ ein plausibles Resultat zustande. Damit wäre dieses Land im Durchschnitt des ausländischen Touristentages bezogen auf die Übernachtungen in Hotels und ähnlichen Einrichtungen annähernd gleich teuer wie Deutschland (54,6 US $). Spitzenreiter wird in dieser Betrachtung Dänemark mit 71,1 US $ pro Touristennacht; allerdings ist dies im Durchschnitt aller touristischen Übernachtungen deutlich überzeichnet, da ein relativ großer Anteil der Ausländer auf Ferienhäuser zurückgreift, die merklich günstiger liegen. Die Niederlande wären - und das ist recht plausibel - gleich "teuer" wie Deutschland. Nur Österreich bleibt auch in dieser Rechnung deutlich günstiger.
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------------------------------------------------------------------------------- Tabelle 1 Daten zum internationalen Reiseverkehr für Deutschland 1991 bis 1999 ------------------------------------------------------------------------------- 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999(2) Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Mrd. DM, jeweilige Preise 2 938 3 155 3 235 3 394 3 523 3 586 3 667 3 784 3 864 Veränderung gegenüber Vorjahr in % 7,4 2,5 4,9 3,8 1,8 2,3 3,2 2,1 1991 = 100 100 107 110 116 120 122 125 129 132 1995 = 100 100 102 104 107 110 Ausgaben im internationalen Reiseverkehr (ohne grenzüberschreitenden Transport) in Mrd. DM 59,4(1) 64,3 67,6 73,4 74,6 76,8 80,3 82,6 86,4 1991 = 100 100 108 114 124 126 129 135 139 145 1995 = 100 100 103 108 111 116 Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr (ohne grenzüberschreitenden Transport) in Mrd. DM 25,0 (1) 24,9 24,6 24,0 25,6 26,3 28,6 28,9 30,0 1991 = 100 100 100 98 96 102 105 114 116 120 1995 = 100 100 103 112 113 117 Relation der Ausgaben zum BIP (%) 2,0 2,0 2,1 2,2 2,1 2,1 2,2 2,2 2,2 Relation der Einnahmen zum BIP (%) 0,9 0,8 0,8 0,7 0,7 0,7 0,8 0,8 0,8 Zahl der Übernachtungen in Beherbergungsstätten insgesamt in Tausend 277 845 293 827 288 930 291 159 300 411 299 695 287 181 294 544 1991 = 100 100 106 104 105 108 108 103 106 Zahl der Übernachtungen von Ausländern in Tausend 34 039 33 822 31 067 31 199 32 007 32 188 33 387 34 468 1991 = 100 100 99 91 92 94 95 98 101 1995 = 100 100 101 104 108 ------------------------------------------------------------------------------- (1) Die Werte für 1991 bis 1994 wurden rückwirkend stark nach oben revidiert; in der Fassung der Zahlungsbilanzstatistik vom Dezember 1995 lag der Wert beispielsweise für die Ausgaben im Jahr 1991 bei 51,9 Mrd. DM, für die Einnahmen bei 17,7 Mrd. DM. (2) Geschätzt. Quellen: Statistisches Bundesamt FS 18, Reihe 1.3, Konten und Standardtabellen 1998; Tourismus in Zahlen 1998; FS 6, Reihe 7.1, Beherbergung im Reiseverkehr, jeweils Dezember und Jahr, Deutsche Bundesbank, Statistisches Beiheft zum Monatsbericht 3, Zahlungsbilanzstatistik Januar 2000; Berechnungen des DIW. =============================================================================== ------------------------------------------------------------------------------- Tabelle 2 Ausgaben Deutschlands im internationalen Reiseverkehr nach Ländergruppen ------------------------------------------------------------------------------- 1995 1998 Mrd. DM % Mrd. DM % Ausgaben insgesamt 74,6 100,0 82,6 100,0 EU-Länder insgesamt 50,5 67,7 55,5 67,2 ... angrenzend (1) 22,3 29,9 22,8 27,6 Sonst. Europäische Industrieländer 7,2 9,7 7,9 9,6 ... angrenzend 4,9 6,6 5,2 6,3 Reformländer 3,0 4,0 3,9 4,7 ... angrenzend 1,0 1,3 1,4 1,7 Außereuropäische Industrieländer 5,4 7,2 6,0 7,3 Entwicklungsländer 8,5 11,4 9,3 11,2 Nicht angrenzende Länder zusammen 46,4 62,2 53,2 64,4 ------------------------------------------------------------------------------- (1) Nachbarländer Deutschlands. Quelle: Deutsche Bundesbank: Statistisches Beiheft zum Monatsbericht 3, Zahlungsbilanzstatistik Januar 2000. =============================================================================== ------------------------------------------------------------------------------- Tabelle 3 Bedeutung des internationalen Reiseverkehrs für ausgewählte Länder ------------------------------------------------------------------------------- Deutschland Italien Spanien Österr.Niederl.Frankr. Daten für 1998 Bruttoinlandsprodukt in Mrd. US $ 2 135,7 1 172,3 553,3 212,5 377,5 1 433,9 Einnahmen aus dem Reiseverkehr (Export) in Mrd. US $ 16,4 29,8 29,9 11,2 6,8 30,0 in Relation (%) zum BIP 0,8 2,5 5,4 5,3 1,8 2,1 Ausgaben im Ausland (Import) in Mrd. US $ 46,9 17,6 5,0 9,5 11,0 17,8 in Relation (%) zum BIP 2,2 1,5 0,9 4,5 2,9 1,2 Saldo: Export minus Import, in Mrd. US $ -30,5 12,2 24,9 1,7 -4,2 12,2 Ausgaben von Deutschen in Mrd. US $ 6,6 6,4 5,4 2,3 3,6 in % der Einnahmen des jeweiligen Ziellandes aus dem intern. Reiseverkehr 22 21 48 34 12 Ergänzende Angaben für 1997 Ankünfte (von "overnight visitors"), in Mill. 15,8 34,1 43,3 16,6 7,8 67,3 Übern. in Hotels u.ä. in Mill.30,2 84,8 105,4 53,4 11,6 60,8 Durchsc in Mill. 36,4 117,7 113,3 80,6 21,4 497,5 Einnahmen im Jahre 1997,2) in Mrd. US $ 16,5 29,7 26,7 11,1 6,2 28,0 Einnahmen bezogen auf Übernachtungen insgesamt je Tag, in US $ 45,3 25,2 23,6 13,8 29,0 5,6 Einnahmen bezogen auf Übernachtungen in Hotels u. ä. je Tag, in US $ 54,6 35,0 25,3 20,8 53,4 46,1 ------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------- Großbrit.Griechenl.Dänem.Türkei USA Daten für 1998 Bruttoinlandsprodukt in Mrd. US $ 1 357,2 120,5 174,9 198,7 8 230,9 Einnahmen aus dem Reiseverkehr (Export) in Mrd. US $ 24,0 3,8(1) 3,3 7,2 83,4 in Relation (%) zum BIP 1,8 3,2 1,9 3,6 1,0 Ausgaben im Ausland (Import) in Mrd. US $ 33,3 1,3 (1 ) 4,6 1,8 57,8 in Relation (%) zum BIP 2,5 1,1 2,6 0,9 0,7 Saldo: Export minus Import, in Mrd. US $ -9,3 2,5 -1,3 5,4 25,6 Ausgaben von Deutschen in Mrd. US $ 2,5 1,3 0,8 1,1 2,4 in % der Einnahmen des jeweiligen Ziellandes aus dem intern. Reiseverkehr 10 34 24 15 3 Ergänzende Angaben für 1997 Ankünfte (von "overnight visitors"), in Mill. 25,5 10,1 2,2 9,0 47,8 Übern. in Hotels u.ä. in Mill o. A. 40,0 4,5 36,0 o. A. Durchschnittl. Aufenthalt, in Tagen 8,7 o. A. o. A. 3,8 o. A. Zahl der Übernachtungen von Ausländern insgesamt, in Mill. 222,5 o. A. 10,9 36,2 o. A. Einnahmen im Jahre 1997,2) in Mrd. US $ 20,0 3,8 3,2 8,1 73,3 (3) Einnahmen bezogen auf Übernachtungen insgesamt je Tag, in US $ 9,0 ú 29,4 22,4 Einnahmen bezogen auf Übernachtungen in Hotels u. ä. je Tag, in US $ 9,5 71,1 22,4 ------------------------------------------------------------------------- ------ (1) 1997. (2) Quelle: WTO. (3) Unerklärliche Differenz zwischen der internationalen Zahlungsbilanzstatistik 1998 und Angaben der WTO für 1997. Quellen: OECD: Main Economic Indicators, Nov. 1999, IMF: Balance of Payment Statistics, Jahrbuch 1999; Deutsche Bundesbank: Statistisches Beiheft zum Monatsbericht 3, Zahlungsbilanzstatistik Januar 2000; WTO: Compendium of Tourism Statistics 1993-1997, Madrid 1999. =============================================================================== © DIW Berlin Wochenbericht 10/00 |

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