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| Wochenbericht des DIW Berlin 15/02 Rohölpreise im Zeichen von Konjunkturhoffnungen und Kriegsängsten | |||
| Bearbeiter | Manfred Horn | ||
| Der Preis für Rohöl [1] ist Ende vergangenen Jahres aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur und der rückläufigen Ölnachfrage innerhalb von drei Monaten um etwa 10 US-Dollar auf 18 US-Dollar je Barrel gefallen. Verstärkt wurde dieser konjunkturelle Effekt durch den Einbruch des Treibstoffverbrauchs im Luftverkehr als Folge der Ereignisse vom 11. September. Der Preisverfall wurde erst Anfang 2002 gestoppt, nachdem die OPEC angekündigt hatte, zusammen mit Ölproduzenten außerhalb des Kartells die Ölgewinnung um knapp 3 % (2 Mill. Barrel pro Tag [mbd]) zu senken und damit an den niedrigeren Verbrauch anzupassen. Anzeichen für einen einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung in den USA und Europa, die zunehmende Quotendisziplin der OPEC-Länder und Spekulationen um eine militärische Intervention der USA im Irak, von der eine Verknappung der Ölversorgung befürchtet wird, lösten im ersten Quartal 2002 einen unerwartet starken Preisauftrieb aus. Der Preis für Rohöl hat Anfang April bereits 27 US-Dollar je Barrel überschritten. Bei einer Beruhigung der Lage dürften der im zweiten Quartal saisonal bedingt sinkende Ölverbrauch und die vorhandenen Lagerbestände dazu beitragen, dass die Ölpreise zunächst eher wieder etwas abbröckeln (auf 20 bis 25 US-Dollar pro Barrel). Sollte sich die Krise im Nahen Osten hingegen ausweiten, sind weitere Preissteigerungen auf über 30 US-Dollar je Barrel wahrscheinlich. | |||
| Ursachen und Folgen der starken Ölpreisschwankungen |
Die Entwicklung der Rohölpreise hängt von der Entwicklung des Ölverbrauchs, den verfügbaren Ressourcen und ihren Erschließungskosten sowie vom Verhalten des OPEC-Kartells ab. Von Mitte der achtziger bis Mitte der neunziger Jahre waren die Rohölpreise relativ stabil; danach haben die Preisschwankungen deutlich zugenommen, da sich Überschuss- und Knappheitslagen auf dem Mineralölmarkt mehrfach abgelöst haben (Tabelle 1). Der tiefste Preis betrug Anfang 1999 knapp 10 US-Dollar, der höchste Preis im Herbst 2000 etwa 36 US-Dollar je Barrel Rohöl (Abbildung 1). So kräftige Preisausschläge innerhalb einer kurzen Zeitspanne sind bei anderen Rohstoffen, die ebenfalls starken saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen und bei denen die Produktion aufgrund technischer Restriktionen und hoher Fixkosten nur wenig preiselastisch ist, eher selten. Hauptverantwortlich für diese Ausschläge ist die OPEC, die ihre dominierende Stellung auf dem Weltölmarkt - ihr Anteil an der Weltölgewinnung lag im Jahre 2000 bei 41 %, an den nachgewiesenen Ölreserven sogar bei 78 % - zu nutzen versuchte, um die Ölpreise deutlich über den Grenzkosten der Ölgewinnung zu halten. Damit eröffnen sich - zumindest kurzfristig - erhebliche Preissenkungsspielräume, die den Ölmarkt für Spekulationen besonders anfällig machen. Spekulativ überhöhte Ölpreise haben gesamtwirtschaftlich negative Auswirkungen in den Ölimport- wie in den Ölexportländern. So könnten anhaltende Preissteigerungen den derzeit beginnenden Aufschwung in den Importländern drosseln, bevor er seine volle Kraft entfaltet hat. Das würde auch den Ölverbrauch kurzfristig dämpfen. Gleichzeitig stimulieren überhöhte Ölpreise zusätzliche Investitionen in die Ölgewinnung außerhalb der OPEC und in sonstige alternative Energiequellen; dadurch würde auch das Einkommen der OPEC-Länder mittelfristig beeinträchtigt. Es liegt daher grundsätzlich im Interesse sowohl der Verbraucher- als auch der Ölexportländer, die Preisausschläge für Rohöl zu dämpfen. Allerdings gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten über das "richtige" Niveau der Rohölpreise. | ||
| Versuche der Preisstabilisierung durch die OPEC |
Für die meisten OPEC-Länder machen die Einnahmen aus den Ölexporten einen Großteil der Exporterlöse aus und tragen entscheidend zur Finanzierung der Staatsausgaben bei. Diese Länder versuchen daher, ihre dominante Position auf den Ölmärkten dazu zu nutzen, die Rohölpreise auf einem Niveau zu stabilisieren, das ihre Gewinne aus den Ölexporten maximiert. Dieses Preisniveau liegt nach ihrer eigenen Einschätzung deutlich über den langfristigen Grenzkosten der Ölgewinnung von etwa 15 US-Dollar je Barrel und erst recht über den kurzfristigen Grenzkosten von deutlich unter 10 US-Dollar je Barrel. Um die Rohölpreise mit geringen Schwankungen auf einem solchen Niveau zu halten, müssen die Ölbestände knapp gehalten werden. Eine exakte Steuerung der Ölbestände ist aber angesichts der unzureichenden Informationen über die Entwicklung der Weltölmärkte nicht möglich. Marktinterventionen auf Basis unzureichender Informationen können Preisschwankungen unter Umständen sogar verstärken. Zu solchen Fehlentwicklungen haben offenbar die - aus späterer Sicht überzogenen - Förderkürzungen der OPEC Anfang 1999 beigetragen, da sich die Ölpreise danach bis zum Frühjahr 2000 auf 30 US-Dollar verdreifachten. Die OPEC beschloss daraufhin im März 2000, ihre Produktion zu steigern. Gleichzeitig kündigte sie an, die Rohölpreise künftig in einem Korridor von 22 bis 28 US-Dollar je Barrel zu stabilisieren. [2] Dies sollte dadurch erreicht werden, dass sie ihre Produktion automatisch erhöht oder senkt, sobald der Preis für OPEC-Rohöl an zwanzig aufeinander folgenden Handelstagen über 28 oder an zehn aufeinander folgenden Handelstagen unter 22 US-Dollar je Barrel gelegen hat. Obwohl die Produktionsquoten der OPEC im Laufe des Jahres 2000 mehrfach um insgesamt 3,7 mbd erhöht wurden, stiegen die Rohölpreise noch bis September 2000. Danach setzte ein Preisrückgang ein. Nachdem Ende 2000 die untere Preisschwelle von 22 US-Dollar je Barrel unterschritten wurde, schränkte die OPEC im Januar 2001 ihre Produktion wieder ein. Nach einem vorübergehenden Preisauftrieb fielen die Preise erneut. [3] Aus diesem Grund reduzierte die OPEC im März und im Juni 2001 ihre Produktionsquoten weiter, und zwar jeweils bevor die Preise den unteren Rand des Preiskorridors durchbrochen hatten. Dadurch gelang es erneut, einen temporären Preisanstieg herbeizuführen. Nach den Terroranschlägen vom 11. September fielen die Ölpreise stark, weil sich die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung im vierten Quartal zerschlugen und der Flugverkehr - und damit auch der Kraftstoffverbrauch - drastisch einbrach. Am 8. Oktober hatte der Preis für Rohöl bereits zehn Tage unter der Preisuntergrenze von 22 US-Dollar je Barrel gelegen, ohne dass die OPEC darauf reagiert hätte. Sie wollte keine weiteren Erlöseinbußen mehr hinnehmen, da diese aus ihrer Sicht alleinige Anpassungslasten für sie wären. [4] Um die Preise wieder zu erhöhen, erklärte die OPEC auf ihrer Konferenz am 14. November 2001 in Wien, ihre Ölgewinnung mit Wirkung zum 1. Januar 2002 um weitere 1,5 mbd zu reduzieren. Voraussetzung war, dass einige Ölförderländer, die nicht der OPEC angehören (Mexiko, Norwegen, Russland, Oman und Angola), ihre Ölförderung ebenfalls um insgesamt 0,5 mbd senken. [5] Diese Länder hatten in den letzten Jahren ihre Förderung deutlich erhöht und planten dies auch für das Jahr 2002. Vor allem Russland, das den größten Beitrag zur Förderbegrenzung unter den Nicht-OPEC-Ländern erbringen sollte, hatte sich zunächst dagegen gesträubt. Nach Drohungen Saudi-Arabiens mit einem Preiskrieg erklärte es sich letztlich aber bereit, seine Ölexporte im ersten Quartal 2002 gegenüber den bisherigen Planungen um 0,15 mbd zu reduzieren. Insgesamt haben diese Länder Kürzungen von insgesamt 0,46 mbd zugesagt. Obwohl in einigen Fällen die Basis, auf die sich die Kürzungen beziehen, nicht eindeutig definiert ist, hat die OPEC auf ihrem Konsultationstreffen am 28. Dezember in Kairo ihre am 14. Dezember bedingt beschlossenen Förderkürzungen in Kraft gesetzt. Die versprochenen Förderkürzungen wurden allerdings im Januar weder von der OPEC noch von ihren Kooperationspartnern voll umgesetzt, so dass die Weltölproduktion sogar leicht stieg. [6] Im Februar näherte sich die Produktion den Quoten deutlich (Tabelle 2). Auf der OPEC-Konferenz am 15. März 2002 haben sich dann auch die betroffenen fünf Nicht-OPEC-Förderländer damit einverstanden erklärt, die vereinbarten Kürzungen bis zum 30. Juni fortzusetzen. | ||
| Möglichkeiten der Dämpfung von Preisschwankungen |
Um spekulativ bedingte Preisschwankungen für Rohöl und Ölprodukte zu dämpfen, könnten die Ölbestände in den Verbraucherländern eingesetzt werden. In der OECD betragen die Lagerbestände derzeit 3,8 Mrd. Barrel. Das reicht, um den aktuellen Verbrauch in diesen Ländern 80 Tage lang zu decken. Angesichts dieser Größenordnung könnte mit gezielten Bestandsveränderungen die Preisentwicklung auf den Ölmärkten temporär beeinflusst werden. Eine solche Politik würde allerdings Veränderungen der Vereinbarungen notwendig machen, die im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA) getroffen worden sind, nach denen die staatlichen Vorräte (1,2 Mrd. Barrel in der OECD) dem Ausgleich von Versorgungsstörungen, nicht aber der Dämpfung von Preisschwankungen dienen sollen. Nach den vorliegenden Daten entfallen etwa zwei Drittel der weltweiten Ölbestände auf die OECD-Länder; das entspricht etwa dem Anteil dieser Länder am Weltölverbrauch. Diese Lager haben im vierten Quartal 2001 einen nahezu ähnlich hohen Wert wie 1998 erreicht; auch deshalb brachen damals die Ölpreise dramatisch ein. Das macht deutlich, wie dringlich es aus Sicht der OPEC ist, die Produktion im laufenden Jahr zumindest nicht über den Verbrauch steigen zu lassen. Die statistisch erfassten Ölbestände stiegen vom zweiten Quartal 2000 bis zum dritten Quartal 2001, [7] im vierten Quartal waren sie leicht rückläufig (Tabelle 3). Erfolgreiche Marktinterventionen setzen - neben ausreichend disponiblen Ölbeständen - allerdings voraus, dass die intervenierenden Stellen über bessere Informationen verfügen als die Märkte. Das wäre allenfalls denkbar, wenn Ölförder- und Verbraucherländer eng zusammenarbeiten würden. Preisschwankungen auf den Rohölmärkten können auch durch den Handel auf Märkten für künftige Öllieferungen (Future-Märkte) gedämpft werden. Liegen diese Preise (Future-Preise) unter den Preisen für sofortige Lieferungen (Spot-Preise), besteht kein Anreiz, die Ölbestände über das für den reibungslosen Betrieb unbedingt notwendige Maß hinaus zu erhöhen. Es ist dann günstiger, sich die niedrigeren Preise für künftige Lieferungen zu sichern, als Ölbestände teurer zu erwerben und zusätzliche Lagerkosten in Kauf zu nehmen. Das reduziert die Nachfrage nach sofortigen Lieferungen und kann zu einer Beruhigung der Spot-Preise beitragen. Die erhöhte Nachfrage nach künftigen zu Lasten von sofortigen Lieferungen müsste dann zu einer Reduktion der Preisschere zwischen Future- und Spot-Märkten führen. Im Jahre 2000 fielen die Spot-Preise tatsächlich mehrfach auf das deutlich niedrigere Niveau der Future-Preise zurück, allerdings konnte dadurch die Auftriebstendenz zunächst nicht dauerhaft gebremst werden. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Marktteilnehmer die reduzierten Bestände als Zeichen einer Verknappung deuteten. Im Jahre 2001 und verstärkt seit Anfang 2002 haben sich Spot- und Future-Preise stark angenähert und schwanken weitgehend synchron. Das erhöht die Unsicherheit über die weitere Entwicklung und reduziert die Chancen der Marktteilnehmer, sich gegen Preisrisiken abzusichern. | ||
| Ölpreisentwicklung im laufenden Jahr |
Nach den Prognosen der IEA dürfte in der ersten Hälfte des laufenden Jahres etwas weniger Rohöl verbraucht werden als im gleichen Vorjahreszeitraum. Erst in der zweiten Jahreshälfte wird der Ölverbrauch bei einer wieder anziehenden Konjunktur stärker zunehmen. Im zweiten Quartal wird der Verbrauch zunächst saisonal bedingt zurückgehen; die OPEC könnte dadurch noch einmal unter Druck geraten, bevor sich die Lage für sie im weiteren Verlauf des Jahres entspannt. Zur Stabilisierung der Preise im zweiten Quartal muss die Förderdisziplin der OPEC gestärkt und die tatsächliche Produktion noch weiter auf die derzeit geltende Quote (21,7 mbd) gesenkt werden. [8] Im zweiten Halbjahr könnte die OPEC - vorausgesetzt, das Wirtschaftswachstum zieht wie erwartet an - ihre Produktion wieder erhöhen.
Aus Sicht der Verbraucher ist die Lage auf den Ölmärkten derzeit eher entspannt, da die Lagerbestände einen komfortablen Stand erreicht haben. Der deutliche Anstieg der Rohölpreise seit Anfang 2002 dürfte daher eher auf Erwartungen über mögliche Entwicklungen im laufenden Jahr zurückzuführen sein. Dazu gehört, dass im zweiten Halbjahr die Konjunktur - vor allem in den USA - wieder anspringen könnte und dass die OPEC ihre Politik der Förderbegrenzung sowie der Kooperation mit wichtigen Förderländern bis zum Ende des Jahres fortsetzen wird. Hinzu kommt, dass die Befürchtung einer möglichen militärischen Intervention der USA im Irak und einer Ausweitung der Nahost-Krise bereits jetzt für einen Risikoaufschlag auf den Rohölpreis sorgt. Sollte die Lage militärisch eskalieren, dürften die Rohölpreise die 30 US-Dollar-Schwelle überschreiten. Lassen sich die Konflikte beherrschen, würden sich die Märkte aber sehr bald wieder beruhigen, da bei vielen OPEC-Staaten nach wie vor erhebliche Überkapazitäten bestehen (Abbildung 2). [9]
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 1
Globale Ölbilanz sowie Veränderungen der Bestände von 1998 bis 2001 (1)
In Mill. Barrel pro Tag
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1998 1999
I II III IV I II III IV
Ölverbrauch
OECD 47,3 45,5 46,7 48,1 48,8 45,8 47,1 49,0
Nordamerika 22,6 23,0 23,5 23,5 23,5 23,4 24,1 24,1
Europa (2) 15,4 14,7 15,2 15,9 15,9 14,5 14,8 15,7
Pazifik 9,2 7,8 8,0 8,8 9,5 7,9 8,2 9,2
Sonstige 27,7 27,5 27,2 27,2 27,0 27,2 27,1 27,5
Frühere Sowjetunion 4,6 4,2 4,1 4,1 3,6 3,3 3,4 3,7
China 4,4 4,2 4,0 4,0 4,4 4,6 4,3 4,6
Sonstiges Asien 6,8 6,7 6,7 6,9 7,0 7,1 7,1 7,1
Welt 75,0 73,0 73,9 75,3 75,9 73,0 74,1 76,5
Ölgewinnung (3)
OECD 22,6 22,0 21,3 21,6 21,5 20,9 21,3 22,0
Nordamerika 14,9 14,7 14,2 14,3 14,1 13,9 13,9 14,1
Europa (2) 6,9 6,6 6,3 6,8 6,8 6,5 6,7 7,1
Sonstige ohne OPEC 22,8 22,7 22,8 23,1 23,2 23,1 23,2 23,5
Frühere Sowjetunion 7,3 7,2 7,3 7,4 7,4 7,4 7,5 7,6
OPEC (4) 31,3 31,1 30,2 30,3 30,6 29,1 29,1 29,0
Welt 76,7 75,8 74,3 75,0 75,3 73,1 73,6 74,5
Differenz (5)
Insgesamt, jährlich 1,7 2,8 0,4 -0,3 -0,6 0,1 -0,5 -2,0
Nettoveränderung der
Lagerhaltung
OECD, jährlich -0,1 2,0 0,3 -0,8 -0,7 0,5 -0,4 -2,6
-------------------------------------------------------------------------------
2000 2001
I II III IV I II III IV
Ölverbrauch
OECD 48,2 46,6 48,0 48,6 48,9 46,5 47,5 48,0
Nordamerika 23,7 23,8 24,5 24,4 24,2 23,7 24,0 23,7
Europa (2) 15,2 14,6 15,2 15,4 15,2 14,8 15,5 15,5
Pazifik 9,4 8,1 8,3 8,8 9,4 8,0 8,1 8,8
Sonstige 27,8 27,8 28,5 28,2 28,1 28,7 28,0 28,3
Frühere Sowjetunion 3,6 3,5 3,6 3,8 3,8 3,6 3,6 3,8
China 4,7 4,6 5,1 4,8 4,7 5,2 4,7 5,0
Sonstiges Asien 7,2 7,4 7,4 7,3 7,3 7,4 7,2 7,3
Welt 75,9 74,4 76,4 76,8 77,0 75,2 75,6 76,3
Ölgewinnung (3)
OECD 22,3 21,8 21,8 21,8 21,8 21,5 21,8 22,3
Nordamerika 14,3 14,4 14,3 14,1 14,2 14,2 14,5 14,6
Europa (2) 7,1 6,6 6,6 6,9 6,8 6,5 6,5 6,9
Sonstige ohne OPEC 23,8 23,9 24,2 24,6 24,7 24,6 25,0 25,3
Frühere Sowjetunion 7,7 7,8 8,0 8,2 8,3 8,5 8,7 8,8
OPEC (4) 29,3 30,7 31,3 31,9 31,3 29,9 30,3 29,2
Welt 75,4 76,4 77,3 78,4 77,8 76,1 77,1 76,7
Differenz (5)
Insgesamt, jährlich -0,5 2,0 0,9 1,6 0,8 0,9 1,5 0,4
Nettoveränderung der
Lagerhaltung
OECD, jährlich -0,4 1,1 0,4 0,0 0,1 0,4 0,7 -0,2
-------------------------------------------------------------------------------
Abweichungen zwischen Einzel- und Summenwerten sind rundungsbedingt.
(1) Nach IEA.
(2) Einschließlich Türkei.
(3) Einschließlich Kondensat, Natural Gas Liquids, unkonventionellen Öls,
volumetrischer Nettogewinne beim Raffinierungsprozeß und flüssiger
Energieträger auf Basis von Alkohol oder Kohle.
(4) Einschließlich Natural Gas Liquids.
(5) Ölgewinnung minus Ölverbrauch.
Quelle: IEA (Hrsg.): Oil Market Report, Paris, 12. März 2002, und diverse
frühere Ausgaben.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 2
Entwicklung der Ölgewinnung (1) in der OPEC
vom 1. Quartal 1999 bis Februar 2002
In Mill. Barrel pro Tag
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1999 2000
I II III IV I II III IV
OPEC
Saudi-Arabien 7,9 7,4 7,4 7,5 7,5 7,9 8,2 8,5
Iran 3,8 3,4 3,3 3,5 3,6 3,6 3,7 3,8
Irak 2,5 2,6 2,8 2,3 2,3 2,8 2,8 2,4
VAE (2) 2,2 2,1 2,0 2,0 2,1 2,2 2,2 2,4
Kuwait 1,7 1,5 1,6 1,6 1,6 1,7 1,9 1,9
Neutrale Zone 0,5 0,5 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 0,7
Qatar 0,7 0,6 0,6 0,6 0,7 0,7 0,7 0,7
Nigeria 2,0 2,1 1,9 2,0 2,0 2,0 2,0 2,2
Libyen 1,4 1,3 1,4 1,4 1,4 1,4 1,4 1,5
Algerien 0,8 0,8 0,7 0,7 0,8 0,8 0,8 0,9
Venezuela 3,0 2,7 2,7 2,8 2,8 2,9 2,9 3,0
Indonesien 1,4 1,3 1,3 1,3 1,2 1,2 1,1 1,3
Insgesamt 27,8 26,3 26,2 26,1 26,5 27,8 28,4 29,0
OPEC ohne Irak
Förderung 25,3 23,8 23,4 23,8 24,2 25,0 25,6 26,6
Förderziel (3) 24,4 23,0 23,0 23,0 23,0 24,7 25,4 26,7
Differenz 0,9 0,8 0,5 0,9 1,2 0,3 0,2 -0,1
-------------------------------------------------------------------------------
2001 2002
I II III IV Januar Februar
OPEC
Saudi-Arabien 8,0 7,7 7,8 7,2 7,0 6,9
Iran 3,9 3,7 3,7 3,4 3,4 3,3
Irak 2,2 2,2 2,5 2,5 2,3 2,5
VAE (2) 2,4 2,2 2,1 2,0 1,9 1,9
Kuwait 1,8 1,7 1,7 1,7 1,6 1,5
Neutrale Zone 0,7 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6
Qatar 0,7 0,7 0,7 0,6 0,6 0,6
Nigeria 2,2 2,0 2,1 2,1 2,0 1,9
Libyen 1,4 1,4 1,4 1,3 1,3 1,3
Algerien 0,8 0,8 0,9 0,8 0,8 0,8
Venezuela 3,0 2,8 2,8 2,7 2,6 2,6
Indonesien 1,3 1,2 1,2 1,2 1,2 1,1
Insgesamt 28,4 27,0 27,4 26,2 25,1 24,9
OPEC ohne Irak
Förderung 26,2 24,8 24,9 23,6 22,8 22,4
Förderziel (3) 25,2 24,2 23,2 23,2 21,7 21,7
Differenz 1,0 0,6 1,7 0,4 1,1 0,7
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(1) Ohne Natural Gas Liquids (NGL).
(2) Vereinigte Arabische Emirate.
(3) Ende März wurden die Quoten ohne Iran auf 21,2 mbd festgelegt, das
entspricht einschließlich Iran 24,7 mbd. Im 4. Quartal 2000 wurden die Quoten
auf 26,2 (Oktober) und auf 26,7Mill. Barrel (November) pro Tag erhöht, die
Quotenerhöhung im 1. Quartal 2001 trat im Februar in Kraft.
Quellen: IEA (Hrsg.): Oil Market Report, Paris, 12. März 2002, und diverse
frühere Ausgaben.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 3
Lagerbestände und Reichweiten von Mineralöl
Jeweils am Ende des angegebenen Zeitraums
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1998 1999 2000 I/2001 II/2001 III/ 2001 IV/2001
In Mill. Barrel
OECD 3 947 3 675 3 737 3 731 3 803 3 860 3 840
Industrievorräte 2 698 2 446 2 527 2 521 2 596 2 655 2 617
Nordamerika 1 283 1 127 1 145 1 152 1 227 1 262 1 262
Westeuropa 962 881 927 919 914 920 911
Pazifik 454 438 454 448 457 473 444
Staatliche Vorräte 1 249 1 228 1 210 1 210 1 207 1 206 1 222
Nordamerika 571 567 543 544 545 547 552
Westeuropa 362 346 353 350 347 345 353
Pazifik 315 315 313 314 314 313 316
Sonstige Bestände 1 056 983 999 998 1 017 1 031 1 027
Öl auf Tankern 859 808 876 913 834 863 n. v.
Welt insgesamt (1) 5 965 5 466 5 612 5 642 5 654 5 754 n. v.
In Tagen des aktuellen
Verbrauchs (2)
OECD 83 77 77 80 80 81 79
Industrievorräte 57 51 52 54 55 55 54
Nordamerika 54 47 47 49 51 53 52
Westeuropa 63 58 61 62 59 60 61
Pazifik 52 51 48 56 57 54 47
Staatliche Vorräte 26 26 25 26 25 25 25
Nordamerika 24 24 22 23 23 23 23
Westeuropa 24 23 23 24 22 23 23
Pazifik 36 36 33 39 39 36 34
Welt insgesamt 88 82 83 87 85 87 n. v.
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n. v. = nicht verfügbar. - Differenzen zwischen Einzel- und Summenwerten sind
rundungsbedingt. Statistische Differenzen liegen bei den staatlichen Vorräten
im 1. Quartal 2001 vor.
(1) Ohne frühere kommunistische Staaten in Osteuropa (CPE).
(2) Für das 4. Quartal 2001 wurden Verbrauchsprognosen zugrunde gelegt.
Quellen: International Energy Agency: Monthly Oil Market Report, Paris,
8. Februar 2002; OPEC: Monthly Oil Market Report, Wien, 20. Februar 2002.
DIW Berlin 2002
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