Website Archive

Wochenbericht des DIW Berlin 20/01

Zum infrastrukturellen Nachholbedarf in Ostdeutschland

Bearbeiter Dieter Vesper
Im Jahre 2004 laufen die Regelungen zum "Solidarpakt I" aus. Über die Neuordnung der innerstaatlichen Finanzbeziehungen - dazu gehören die Umsatzverteilung, der horizontale Finanzausgleich i. e. S. sowie die Ergänzungszuweisungen und Investitionshilfen des Bundes - wird derzeit lebhaft diskutiert. Welche Gestalt der "Solidarpakt II" annehmen wird, hängt vor allem davon ab, wie hoch im Jahre 2004 der infrastrukturelle Nachholbedarf in den ostdeutschen Ländern einzuschätzen ist. In diesem Zusammenhang war das DIW vom Bundesfinanzministerium gebeten worden, in Ergänzung zu einem im Auftrage der ostdeutschen Ministerpräsidenten erstellten Gutachten [1] einige weiterführende Fragen zu bearbeiten. [2] So sollte das Anlagevermögen der Länder und Gemeinden in den verschiedenen Aufgabenbereichen auch in jeweiligen Preisen dargestellt werden. Vor allem aber galt es, einige Zuordnungsprobleme zu klären, denn infolge von Abgrenzungsproblemen werden Vorsprünge bzw. Defizite in der Infrastrukturausstattung teilweise über- oder unterzeichnet. Ergänzende Berechnungen sind insbesondere deshalb angebracht, weil sich inzwischen die Informationsgrundlagen verbessert haben. Ein gewichtiger Teil des Nachholbedarfs errechnete sich bei den kommunalen Gemeinschaftsdiensten, Wirtschaftsunternehmen und beim Grundvermögen, also in Bereichen, die infolge des statistischen Ausgangsmaterials regional nur bedingt miteinander vergleichbar waren. Auf diese Problematik hatte seinerzeit das DIW ausdrücklich hingewiesen und festgestellt, dass die rechnerische Lücke von reichlich 200 Mrd. DM den tatsächlichen Umfang überzeichnet. In seinem Gutachten für die ostdeutschen Ministerpräsidenten hatte das DIW auch an keiner Stelle einen infrastrukturellen Nachholbedarf von 300 Mrd. DM reklamiert, wie häufig falsch zitiert wurde. Nach den hier vorgelegten Berechnungen lässt sich der Nachholbedarf beim Anlagevermögen der ostdeutschen Länder und Gemeinden auf etwa 160 Mrd. DM veranschlagen.
Zuordnungsprobleme Ein intertemporaler und interregionaler Vergleich birgt grundsätzliche Schwierigkeiten. Diese resultieren zum einen daraus, dass in einer Vielzahl von Aufgabenbereichen die Investitionsaktivitäten sich nicht unmittelbar in den öffentlichen Haushalten niederschlagen, weil sie von öffentlichen Unternehmen, die außerhalb der Etatisierungspflicht agieren, wahrgenommen werden. Zum anderen ist gerade in den 90er Jahren eine Reihe von staatlichen Aufgaben im Zuge der formalen oder materiellen Privatisierung aus den öffentlichen Haushalten ausgelagert worden. Dieser Prozess vollzog sich in den einzelnen Aufgabenbereichen wie auch regional in unterschiedlicher Intensität und in unterschiedlichem Tempo. Genauere Aussagen hierüber sind jedoch anhand des verfügbaren statistischen Materials nicht möglich.

Hinweise über die Bedeutung der Investitionsaktivitäten der öffentlichen Unternehmen erhält man aber aus den Jahresabschlüssen dieser Organisationen. Dabei konnten lediglich Daten für das Jahr 1996 zugrunde gelegt werden, weil aktuellere Ergebnisse noch nicht vorliegen. In dieser - noch im Aufbau befindlichen - Statistik werden solche Unternehmen erfasst, die nicht kameralistisch, sondern nach kaufmännischen Grundsätzen buchen. Trennlinie für die Abgrenzung zwischen öffentlichem Haushalt und Unternehmenssektor ist also nicht primär die Frage, ob diese Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher oder in privatrechtlicher Organisationsform wirtschaften, sondern die Frage, ob sie als "Bruttounternehmen" mit allen Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsplan eines Landes bzw. einer Gemeinde geführt oder nur "netto" veranschlagt werden, da sie nach kaufmännischen Gesichtspunkten geleitet werden und nur die Zuschussbedarfe bzw. Ablieferungen (Defizite/Überschüsse) haushaltsrelevant sind. Im Falle der "Nettounternehmen" werden deren Anlageinvestitionen nicht von der Finanzstatistik erfasst, wohl aber im Falle der Bruttounternehmen.

Die Aufgabenbereiche, in denen öffentliche "Nettounternehmen" tätig sind, konzentrieren sich auf die Ver- und Entsorgung sowie den Verkehr (Tabelle 1). Etwa 85 % des Anlagevermögens dieser Unternehmen, die kaufmännisch buchen, entfallen hierauf. Ein Ost-West-Vergleich zeigt, dass im Bereich der Abwasserbeseitigung (Ortsentwässerung) das Anlagevermögen der westdeutschen Länder nur unwesentlich höher ist. Während sich das Anlagevermögen der hier tätigen öffentlichen Unternehmen in den westdeutschen Flächenländern im Jahre 1996 auf 784 DM je Einwohner belief, errechnen sich für die ostdeutschen Flächenländer 754 DM. Größer waren die Unterschiede in der Abfallbeseitigung mit 231 DM je Einwohner in den westdeutschen Flächenländern gegenüber 53 DM in Ostdeutschland.

Ein völlig anderes Bild zeigt sich dagegen im Versorgungsbereich, also bei den öffentlichen Elektrizitäts-, Gas- und Wasserunternehmen, und den Verkehrsunternehmen: Hier verfügten die ostdeutschen Unternehmen im Jahre 1996 über ein Anlagevermögen von insgesamt 2 548 DM je Einwohner, während sich für die westdeutschen Länder ein Wert von 1 905 DM errechnet. Der Vorsprung Ostdeutschlands im Versorgungsbereich vergrößert sich noch, wenn man allein die finanzschwachen westdeutschen Flächenländer Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland - also die Nehmerländer im Finanzausgleich - als Bezugsmaßstab wählt; für sie belief sich der Pro-Kopf-Wert nur auf 1 409 DM.

Der Wohnungsbau wird im Rahmen dieser Analyse nicht berücksichtigt. Dieser Bereich ist zwar in besonderem Maße der politischen Einflussnahme unterworfen, und öffentliche Unternehmen sind hier aktiv. Doch bleibt er ausgeklammert, weil nur der staatliche Kapitalstock betrachtet und der Wohnungsbau in der Sta-tistik als eigenständiger Wirtschaftssektor behandelt wird. Im Aufgabenbereich "Wohnungswesen, Raumordnung und Städtebauförderung" der Finanzstatistik spielt der Wohnungsbau zahlenmäßig keine Rolle; zu Buche schlagen hier die städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Quantitativ bedeutsamer für den Wohnungsbau ist hingegen der Bereich "Allgemeines Grundvermögen". Hierzu gehört insbesondere die kommunale Wohnungsbautätigkeit, soweit sie nicht den Wirtschaftsunternehmen zugerechnet wird; die Veranschlagungspraxis in den einzelnen Ländern ist freilich sehr unterschiedlich. Um Verzerrungen zu vermeiden, wird das "Allgemeine Grundvermögen" nicht berücksichtigt.

Für einen aussagekräftigen Stadtstaatenvergleich ist es sinnvoll, das Anlagevermögen der Seehäfen in Hamburg und Bremen unberücksichtigt zu lassen. Ansonsten würde Berlins Anlagevermögen relativ zu niedrig ausgewiesen. Im finanzstatistischen Ausgangsmaterial finden sich Daten zur Investitionstätigkeit in den Seehäfen an unterschiedlichen Stellen. Während für Hamburgs Hafen die Investitionsausgaben im Verkehrssektor - unter der Rubrik Wasserstraßen und Häfen - verbucht werden, sind die Daten für Bremen dem Bereich Wirtschaftsunternehmen zugeordnet worden.

Bei einer Gegenüberstellung der Wirtschaftsunternehmen, die kaufmännisch buchen, und der Unternehmen, die von der Finanzstatistik als "Bruttounternehmen" erfasst sind, ergibt der Ost-West-Vergleich - auf das Jahr 2005 hochgerechnet - ein gegenläufiges Bild: Bei den Unternehmen in der Finanzstatistik beträgt die Relation zwischen Ost und West je Einwohner 376 DM zu 1 875 DM, bei den kaufmännisch buchenden Unternehmen indes 6 322 DM zu 4 292 DM. Per saldo weisen die ostdeutschen Einrichtungen und Unternehmen also ein etwas höheres Anlagevermögen auf. Ähnlich sind die Relationen, wenn man allein die westdeutschen Nehmerländer als Bezug wählt.

Allerdings basiert der Vergleich zum Teil auf Schätzungen. Da für die kaufmännisch buchenden Unternehmen keine neueren Daten existieren, muss das Wachstum ihres Anlagevermögens für die Jahre 1997 bis 1999 geschätzt werden. Dabei wurde angenommen, dass diese Unternehmen ihr Anlagevermögen im gleichen Umfang wie die Unternehmen im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, nämlich um insgesamt 6,5 % in diesem Zeitraum, ausweiteten. Weiterhin ist unterstellt worden, dass die ostdeutschen Unternehmen ihre Investitionen stärker erhöhten.

Das Anlagevermögen in jeweiligen Preisen In seinem Gutachten für die ostdeutschen Ministerpräsidenten hatte das DIW das staatliche Anlagevermögen in Preisen von 1991 berechnet. Aus finanzpolitischer Perspektive interessieren aber in erster Linie die nominalen Werte, d. h. das Anlagevermögen zu Wiederbeschaffungspreisen, da die staatlichen Einnahmen- und Ausgabenströme - also auch die Transferzahlungen an die ostdeutschen Länder - stets in jeweiligen Preisen ausgedrückt sind. Auch das Anlagevermögen der kaufmännisch buchenden Unternehmen wird von der Statistik zu jeweiligen Preisen erfasst. Zur Umrechnung des Anlagevermögens der Länder und Gemeinden in nominale Werte werden die verschiedenen Komponenten des (realen) Anlagevermögens - Tiefbauten, Hochbauten und Ausrüstungen - mit den jeweiligen Preisindizes gewichtet (Tabelle 2). Beim Anlagevermögen der kaufmännisch buchenden Unternehmen muss neben dem geschätzten Wachstum der Preisanstieg im Zeitraum 1997 bis 1999 berücksichtigt werden. Allerdings war er gering, denn im Tiefbausektor, der für die hier betrachteten Unternehmen von besonderer Bedeutung ist, stagnierten die Preise per saldo. Auch im Hochbau und bei den Ausrüstungen sind die Preise nur moderat gestiegen. Für eine Fortschreibung bis zum Jahre 2005 ist unterstellt, dass das nominale Anlagevermögen der westdeutschen Unternehmen um jährlich 3 % und in Ostdeutschland um 5 % zunimmt; für Berlin wurde ein "mittlerer" Pfad angenommen.

In den folgenden Berechnungen werden die jeweiligen Werte des gesamten Anlagevermögens miteinander verglichen, d. h. es werden jene Bereiche, in denen Ostdeutschland einen Ausstattungsvorsprung aufweist, mit den Defizitbereichen saldiert. Freilich gibt es Argumente, die gegen ein solches Vorgehen sprechen. Überausstattungen in einzelnen Bereichen stellen langfristig zwar Potential für Umschichtungen dar, kurz- und mittelfristig sind solche Veränderungen im Kapitalstock aber nur in begrenztem Maße realisierbar. Möglicherweise verursacht der Abbau von Überausstattungen selbst wieder Kosten. Betrachtet man nur die Defizitbereiche, so errechnet sich gegenüber den westdeutschen Nehmerländern jeweils ein weitaus höherer Nachholbedarf. Freilich ist es problematisch, den Nachholbedarf allein anhand der Defizitbereiche zu messen - hier wird die Politik einen Kompromiss finden müssen.

Vergleicht man die Ausstattungsgrade in Ost und West, so zeigen sich bei den Relationen sowohl in nominaler wie in realer Rechnung nur geringe Unterschiede (Tabelle 3). Nach beiden Rechnungen verfügen die ostdeutschen Länder und Gemeinden über ein Anlagevermögen, das etwas mehr als zwei Drittel des westdeutschen Pro-Kopf-Niveaus ausmacht.

Der Nachholbedarf der ostdeutschen Flächenländer - ausgedrückt in Wiederbeschaffungspreisen - hängt wesentlich von dem jeweilig unterstellten Referenzwert in Westdeutschland ab. Für einen Vergleich mit den ostdeutschen Flächenländern kommen entweder der Durchschnitt der westdeutschen Flächenländer oder allein die westdeutschen Nehmerländer im Finanzausgleich (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland) in Frage. Bei den Stadtstaaten wird Berlin mit Bremen und Hamburg verglichen.

• Gegenüber allen westdeutschen Flächenländern errechnet sich ein Nachholbedarf in Höhe von 193 Mrd. DM oder 13 866 DM je Einwohner. Für Berlin ergibt sich gegenüber den westdeutschen Stadtstaaten ein Wert von fast 70 Mrd. DM. Der gesamte Nachholbedarf Ostdeutschlands beläuft sich demnach auf 263 Mrd. DM.

• In Vergleich zu den westdeutschen Nehmerländern beträgt der Nachholbedarf Ostdeutschlands 153 Mrd. DM oder 10 950 DM je Einwohner; mit Berlin sind es 223 Mrd. DM.

Diese Werte sind niedriger, wenn man die kaufmännisch buchenden öffentlichen Unternehmen in die Betrachtung einschließt und den Wohnungsbau wie auch die Seehäfen ausklammert (Tabelle 4).

Dann ergibt sich folgendes Bild:

• Der Nachholbedarf Ostdeutschlands gegenüber den westdeutschen Flächenländern verringert sich auf 159 Mrd. DM oder 11 373 DM je Einwohner, unter Einschluss Berlins auf 198 Mrd. DM.

• Wählt man allein die westdeutschen Nehmerländer als Bezugsbasis, reduziert sich der Nachholbedarf Ostdeutschlands auf 118 Mrd. DM oder 8 465 DM je Einwohner; mit Berlin sind es 157 Mrd. DM.

Bei der Bewertung dieser Varianten spricht vieles für die zuletzt genannte. Denn ein Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland, bei dem auch die wirtschaftsstarken westdeutschen Geberländer eingeschlossen sind und aufgrund ihres Gewichts dominieren, ist deshalb problematisch, weil aufgrund der Wechselwirkung zwischen wirtschaftlichem Aktivitätsniveau und dem hierzu erforderlichen Infrastrukturkapital die Messlatte zu hoch gelegt wäre. Deshalb scheint es angemessen, die westdeutschen Nehmerländer als Bezugsgröße für die Berechnung des Nachholbedarfs zu wählen.

Ob die errechnete Lücke von 157 Mrd. DM den Nachholbedarf tatsächlich spiegelt, muss vor allem deshalb offen bleiben, weil nicht exakt ermittelt werden kann, bis zu welchem Grad die öffentlichen Aufgaben von den in der Finanzstatistik sowie in der Jahresabschlussstatistik erfassten öffentlichen Unternehmen wahrgenommen werden. Vermutlich gibt es hier eine Grauzone, weil in letzter Zeit verstärkt Aktivitäten aus den Kernhaushalten von Ländern und Gemeinden ausgelagert worden sind. So ist beispielsweise denkbar, dass in der Abwasserbeseitigung in Ostdeutschland mehr private Unternehmen agieren. Fraglos wird durch die fortschreitende - formale, aber auch materielle - Privatisierung in den verschiedenen Aufgabenbereichen wie auch durch das Nebeneinander unterschiedlicher Organisationsformen der Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland erschwert. Der Statistik ist es jedenfalls noch nicht gelungen, diesen Prozess nachzuzeichnen. Dennoch liefern die Berechnungen wertvolle Informationen über das Anlagevermögen der Länder und Gemeinden in West- und Ostdeutschland.

Fazit Nachholbedarf in der Infrastruktur der ostdeutschen Länder und Gemeinden besteht insbesondere in den Bereichen Straßenbau, kommunale Gemeinschaftsdienste (Abwasserbeseitigung) und Schulen. Aber es gibt auch Überschussbereiche, insbesondere in der kulturellen und sozialen Infrastruktur. Der Überschuss bei den Wirtschaftsunternehmen dürfte indes auf noch bestehende Zuordnungsprobleme zurückzuführen sein. [3]

Bei der genannten Größenordnung von fast 160 Mrd. DM ist in Rechnung zu stellen, dass damit allein der infrastrukturelle Nachholbedarf abgedeckt wäre, der im Anlagevermögen der Länder und Gemeinden und deren Unternehmen seinen Ausdruck findet; das Vermögen des Bundes bleibt ausgeklammert. Ebenso wenig sind Maßnahmen berücksichtigt, die nach wie vor in Ostdeutschland notwendig sind, um die immensen Umweltschäden zu beseitigen oder auch die städtebauliche Entwicklung (einschließlich der Verbesserung der Wohnqualität und des Wohnumfeldes) voranzutreiben. Ebenso ist in Rechnung zu stellen, dass die ostdeutschen Kommunen nur eine extrem niedrige Steuerkraft haben, die als eine ausgleichsrelevante Sonderlast zu qualifizieren ist. Doch weder in seinem Gutachten für die ostdeutschen Ministerpräsidenten noch in seiner Expertise für das Bundesfinanzministerium hat das DIW den - sicherlich hohen - Finanzbedarf quantifiziert, der aus diesen Anforderungen resultiert.

Alle genannten Faktoren erfordern noch auf lange Zeit erhebliche innerstaatliche Transfers von West nach Ost. Der "Solidarpakt II" wird in seinem Volumen keinesfalls geringer dimensioniert sein können als die bisherige Regelung. Schon von daher besteht bei der Reform des Länderfinanzausgleichs nur ein geringer finanzieller Spielraum. So sollte überlegt werden, den Umsatzsteuervorwegausgleich zu Lasten des horizontalen Ausgleichs i.e.S. aufzuwerten, um die Bedürfnisse der besonders finanzschwachen ostdeutschen Länder auf dieser Stufe stärker als bisher abzudecken - das Anreizproblem (sofern es tatsächlich existiert) könnte somit zugleich entschärft werden. In jedem Falle müssen die Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen wie auch die Investitionshilfen des Bundes für Ostdeutschland in der bisherigen Größenordnung fortgeführt werden. An dieser Tatsache ändert sich durch die modifizierten Berechnungsergebnisse nichts. Als zeitliche Perspektive sind aus heutiger Sicht bis zu 15 Jahren ins Auge zu fassen.

[1] B. Seidel, D. Vesper: Infrastrukturausstattung und Nachholbedarf in Ostdeutschland. Gutachten des DIW im Auftrage der ostdeutschen Länder, Berlin 2000. Vgl. auch: Anlagevermögen der ostdeutschen Länder - noch erheblicher Nachholbedarf. Bearb.: Bernhard Seidel und Dieter Vesper. In: Wochenbericht des DIW, Nr. 24/2000.

[2] B. Seidel, D. Vesper: Einige Ergänzungen zur Berechnung des staatlichen Anlagevermögens in Ost- und Westdeutschland. Expertise des DIW im Auftrag des Bundesfinanzministeriums, Berlin 2001.

[3] Deshalb ist es sinnvoll, die Bereiche kommunale Gemeinschaftsdienste, Energie- und Wasserwirtschaft sowie Wirtschaftsunternehmen als Block zu behandeln.

	
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 1
	
Sachanlagen öffentlicher Einrichtungen und Unternehmen (1) 1996 und 2005	
DM je Einwohner zu Wiederbeschaffungspreisen	
	
-------------------------------------------------------------------------------
	
         Westdeutsche     Finz-	
           Flächen-       schwache     Ostdeutsche   Westdeutsche       Berlin	
           l„mder         west-       Flächenländer  Stadtstaaten	
          insgesamt       deutsche 	
                          Flächen-	
                          länder(2)	
	
            1996   2005   1996   2005   1996   2005   1996   2005   1996   2005	
	
Kunst und	
Kulturpflege  13     17     21     27     41     61      0      0     32     45	
Sport und	
Erholung      31     39     36     45     25     37     61     78      0      0	
Entsorgungs-	
unternehmen	
zusammen   1 016  1 285  1 601  2 029    807  1 201  3 264  4 131  2 296  3 224	
 Abwasser-	
 beseitigung 784    992  1 407  1 783    754  1 122  1 806  2 285  2 085  2 928	
 Abfall-	
 beseitigung 231    293    194    246     53     79  1 458  1 846    211    296	
Versorgungs-	
unternehmen	
zusammen   1 331  1 684  1 033  1 309  2 059  3 062  1 544  1 955  3 077  4 321	
 Elektri-	
 zitäts-	
 unternehmen 252    319     90    114    289    430    697    882  1 921  2 697	
 Gasunter-	
 nehmen       62     78     30     38    152    226    -      -      548    770	
 Wasserunter-	
 nehmen      309    391    448    567  1 177  1 750    291    369    607    853	
 Kombinierte	
 Versorgungs-	
 unternehmen 708    897    465    590    441    656    556    704      1      1	
Verkehrs-	
unternehmen  240    304    106    135    410    610  1 058  1 339  2 522  3 542	
Kombin.	
Versorgungs- u.	
Verkehrs-	
unternehmen  334    422    270    342     79    117     -      -      -      -	
Staatsbäder,	
kommunale	
Kurbetriebe   47     60     44     56     35     52     -      -      -      -	
Übrige	
Aufgaben-	
bereiche     379    480    195    247    794  1 182    450    569    344    483	
 darunter:	
 Land- u.	
 forstwirt-	
 schaftliche	
 Unternehmen  11     14      1      1      0      0      -     -      20     28	
 Schlacht-	
 und Viehhöfe  2      3      1      1      4      6      -     -       -      -	
Ins-	
gesamt     3 391  4 292  3 306  4 189  4 250  6 322  6 377  8 071  8 270 11 615	
	
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Wohngebäude.	
(2) Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland.	
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW.	
===============================================================================
	
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 2
	
Brutto-Anlagevermögen der west- und der ostdeutschen Länder und Gemeinden 2005	
DM je Einwohner	
	
-------------------------------------------------------------------------------	
                         Westdeutsche       Finanzschwache     Ostdeutsche  	
                         Flächenländer      westdeutsche       Flächenländer	
                             (FL)               FL(1)	
                       Preise   Wieder-    Preise    Wieder-    Preise  Wieder- 
                       von      beschaf-   von       beschaf-   von     beschaf-
                       1991     fungs-     1991      fungs-     1991    fungs-  
                                preise               preise             preise  
	
Politische Führung,	
zentrale Verwaltung     1 073    1 270      1 011     1 193    1 309      1 545	
Öffentliche  	
Sicherheit und Ordnung    735       858       687       801      831        964	
Rechtsschutz              255       303       205       244      243        288	
Schulen                 4 990     6 001     5 093     6 127    3 486      4 163	
Hochschulen,  	
sonstige Forschung      2 044     2 418     1 561     1 842    1 480      1 721	
Kultur                    525       629       363       435      819        978	
Soziale Sicherung         569       683       466       560      666        797	
Sport und Erholung      1 065     1 282       946     1 138      928      1 155	
Krankenanstalten        1 722     2 049     1 462     1 739    2 140      2 526	
Wohnungswesen  	
und Raumordnung           898     1 082       777       937    1 208      1 453	
Ernährung;  	
Landwirtschaft	
und Forsten               365       475       466       607      313        412	
Verkehr und  	
Nachrichtenwesen        9 343    12 482     9 625    12 883    6 021      8 051	
 darunter: Straßen      9 085    12 162     9 381    12 560    5 544      7 417	
	
Zusammen               23 583    29 532    22 662    28 505    19 444    24 052	
	
Kommunale Gemein-	
schaftsdienste          6 545     8 736     5 612     7 492     1 720     2 347	
 darunter:	
 Ortsentwässerung       4 805     6 434     3 955     5 296     1 193     1 597	
Energie,	
Wasserwirtschaft          693       901       817     1 065       665       866	
Wirtschaftsunternehmen  1 555     1 875       949     1 144       314       376	
Allgemeines	
Grundvermögen           1 119     1 352     1 059     1 279       738       889	
	
Insgesamt              33 495    42 395    31 098    39 479    22 881    28 529	
	
-------------------------------------------------------------------------------
	
	
-------------------------------------------------------------------------------
                         Westdeutsche            Berlin	
                         Stadtstaaten	
                        Preise   Wieder-    Preise    Wieder-	
                         von     beschaf-   von       beschaf-	
                        1991     fungs-     1991      fungs-	
                                 preise               preise	
	
Politische Führung,    	
zentrale Verwaltung     1 252     1 476       481       565	
Öffentliche            	
Sicherheit und Ordnung    703       826       747       886	
Rechtsschutz              397       473       356       427	
Schulen                 5 488     6 609     3 216     3 878	
Hochschulen,           	
sonstige Forschung      2 442     2 882     3 384     4 029	
Kultur                    372       445       550       658	
Soziale Sicherung         905     1 083     1 077     1 298	
Sport und Erholung        723       872       848     1 036	
Krankenanstalten        2 252     2 665     2 024     2 406	
Wohnungswesen          	
und Raumordnung           244       293       124       148	
Ernährung;             	
Landwirtschaft         	
und Forsten                 8        11        26        33	
Verkehr und            	
Nachrichtenwesen        9 638    12 845     4 560     6 116	
 darunter: Straßen      5 331     7 142     4 371     5 865	
                       	
Zusammen               24 425    30 481    17 393    21 479	
                       	
Kommunale Gemein-      	
schaftsdienste          5 893     7 880     1 170     1 589	
 darunter:             	
 Ortsentwässerung       4 282     5 733       411       552	
Energie,               	
Wasserwirtschaft        3 005     3 928       229       299	
Wirtschaftsunternehmen  2 841     3 427     1 691     2 044	
Allgemeines           	
Grundvermögen             752       910       793       961	
                       	
Insgesamt              36 916    46 571    21 275    26 365	
                       	
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland.	
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen und Schätzungen des DIW.	
===============================================================================
	
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 3
	
Brutto-Anlagevermögen der ostdeutschen Länder und 	
Gemeinden im Vergleich zu Westdeutschland 2005	
	
-------------------------------------------------------------------------------	
	
                          Ostdeutsche FL       Ostdeutsche FL   Berlin zu west-
                              zu west-         zu finanzschwa-    deutschen    
                                               chen west-         Stadtstaaten 
                          deutschen FL(1)      deutschen FL(1)	
	
                          Preise   Wieder-   Preise  Wieder-   Preise  Wieder- 	
                          von      beschaf-  von     beschaf-  von     beschaf-	
                          1991     fungs-    1991    fungs-    1991    fungs-  	
                                   preise            preise            preise  	
                     	
	
                                     Westdeutschland = 100   	
	
Politische Führung, zentrale	
Verwaltung                   121,9   121,7    129,4    129,5      38,4     38,3	
Öffentliche Sicherheit und	
Ordnung                      113,1    112,3    121,0    120,3    106,5    107,2	
Rechtsschutz                  95,5     95,1    118,7    118,3     89,9     90,2	
Schulen                       69,8     69,4     68,4     67,9     58,7     58,7	
Hochschulen, sonstige	
Forschung                     72,4     71,2     94,7     93,4    138,7    139,8	
Kultur                       156,0    155,5    225,9    225,0    148,1    147,9	
Soziale Sicherung            117,0    116,6    142,8    142,3    119,2    119,9	
Sport und Erholung            87,2     90,1     98,2    101,5    117,4    118,9	
Krankenanstalten             124,3    123,3    146,3    145,2     90,0     90,3	
Wohnungswesen und	
Raumordnung                  134,5    134,3    155,4    155,1     51,1     50,6	
Ernährung; Landwirtschaft	
und Forsten                   85,7     86,8     67,1     67,9    315,7    297,3	
Verkehr und Nachrichtenwesen  64,4     64,5     62,5     62,5     47,4     47,6	
  darunter: Straßen           61,0     61,0     59,1     59,1     82,1     82,1	
	
Zusammen                      82,4     81,4     85,8     84,4     71,3     70,5	
	
Kommunale Gemeinschafts-	
dienste                       26,3     26,9     30,6     31,3     19,9     20,2	
  darunter: Ortsentwässerung  24,8     24,8     30,2     30,2      9,6      9,6	
Energie, Wasserwirtschaft     95,9     96,2     81,4     81,4      7,6      7,6	
Wirtschaftsunternehmen        20,2     20,0     33,0     32,8     59,6     59,6	
Allgemeines Grundvermögen     65,9     65,8     69,7     69,5    105,6    105,6	
	
Insgesamt                     68,3     67,3     73,6     72,3     57,7     56,6	
	
	
-------------------------------------------------------------------------------
	
	
-------------------------------------------------------------------------------
	
                           Ostdeutsche FL     Ostdeutsche FL    Berlin zu west-	
                           zu west-           zu finanzschwa-   deutschen	
                           deutschen FL       chen west-        Stadtstaaten	
                                              deutschen FL	
	
                           Preise   Wieder-   Preise  Wieder-   Preise  Wieder-	
                           von      beschaf-  von     beschaf-  von    beschaf-	
                           1991     fungs-    1991    fungs-    1991    fungs-	
                                    preise            preise            preise	
	
                                         Unterschiede in DM je Einwohner    	
Politische Führung, zentrale	
Verwaltung                      235      275      297      352     -771    -911	
Öffentliche Sicherheit und	
Ordnung                          96      105      144      163       45      59	
Rechtsschutz                    -12      -15       38       45      -40     -46	
Schulen                      -1 505   -1 838   -1 608   -1 965   -2 267  -2 731	
Hochschulen, sonstige	
Forschung                      -565     -697      -82     -121      946   1 146	
Kultur                          294      349      457      543      179     213	
Soziale Sicherung                97      114      199      237      173     215	
Sport und Erholung             -137     -127      -17       17      126     164	
Krankenanstalten                418      477      678      786     -226   - 259	
Wohnungswesen und	
Raumordnung                     310      371      430      516     -119    -145	
Ernährung; Landwirtschaft	
und Forsten                     -52      -63     -153     -194       18      22	
Verkehr und Nachrichtenwesen -3 323   -4 431   -3 605   -4 832   -5 071  -6 730	
  darunter: Straßen          -3 542   -4 745   -3 839   -5 143     -954  -1 277	
	
Zusammen                     -4 142   -5 480   -3 223   -4 453   -7 007  -9 002	
	
Kommunale Gemeinschafts-	
dienste                      -4 825   -6 389   -3 893   -5 145   -4 722  -6 291	
  darunter: Ortsentwässerung -3 612   -4 837   -2 762   -3 699   -3 869  -5 181	
Energie, Wasserwirtschaft       -28      -35     -152     -198   -2 775  -3 629	
Wirtschaftsunternehmen       -1 241   -1 499     -635     -768   -1 148  -1 383	
Allgemeines Grundvermögen      -381     -463     -321     -390       42      51	
	
Insgesamt                   -10 618   -13 866  -8 223  -10 950  -15 610 -20 206	
	
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland.	
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen und Schätzungen des DIW.	
===============================================================================
	
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 4
	
Brutto-Anlagevermögen der west- und der ostdeutschen Länder und
Gemeinden(1) 2005	
Wiederbeschaffungspreise	
                           	
-------------------------------------------------------------------------------
	
                Finanz-                                       Ostdt.           	
       West-    schwa-                               Ostdt.   FL zu     Berlin 	
       deutsche che(2)    Ost-     West-             FL zu    finanz-   zu den 	
       Flächen-  west-    deutsche deutsche Berlin   westdt.  schwa-    westdt.	
       länder   deutsche  Flächen-  Stadt-           FL       chen      Stadt- 	
       (FL)     FL        länder    staaten                   westdt.   staaten	
                          FL(2)                               FL(2)	
                      	
                     	
                     DM je Einwohner                  Westdeutschland  = 100   	
Politische	
Führung,	
zentrale	
Verwaltung  1 270   1 193   1 545   1 476     565     121,7     129,5      38,3	
Öffentliche	
Sicherheit	
und Ordnung   858     801     964     826     886     112,3     120,3     107,2	
Rechts-	
schutz        303     244     288     473     427      95,1     118,3      90,2	
Schulen     6 001   6 128   4 163   6 609   3 878      69,4      67,9      58,7	
Hochschulen,	
sonstige	
Forschung   2 418   1 842   1 721   2 882   4 029      71,2      93,4     139,8	
Kultur        646     461   1 038     445     703     160,9     225,1     157,9	
Soziale	
Sicherung     683     560     797   1 083   1 298     116,6     142,2     119,9	
Sport und 	
Erholung    1 321   1 183   1 191     949   1 036      90,2     100,7     109,2	
Kranken-	
anstalten   2 049   1 740   2 526   2 665   2 406     123,3     145,2      90,3	
Wohnungs-	
wesen und	
Raumordnung  1082     937   1 453     293     148     134,3     155,1      50,6	
Ernährung;	
Landwirtschaft	
und Forsten   475     607     412      11      33      86,8      67,9     297,3	
Verkehr	
und	
Nach-	
richten-	
wesen      12 482  12 885   8 051   8 827   6 116      64,5      62,5      69,3	
 darunter:	
Straße n   12 162  12 563   7 417   7 142   5 865      61,0      59,0      82,1	
	
Zusammen   29 587  28 582  24 149  26 541  21 524      81,6      84,5      81,1	
	
Kommunale	
Gemein-	
schafts-	
dienst e   10 021   9 522   3 548  12 011   4 813      35,4      37,3      40,1	
 darunter:	
Ortsent-	
wässerung   7 426   7 080   2 719   8 018   3 480      36,6      38,4      43,4	
Energie,	
Wasser-	
wirtschaft    901   1 065     866   3 928     299      96,2      81,4       7,6	
Wirtschafts-	
unter-	
nehmen      4 826   3 233   5 399   5 921  10 390     111,9     167,0     175,5	
	
Insgesamt  45 336  42 402  33 963  48 400  37 026      74,9      80,1      76,5	
	
	
-------------------------------------------------------------------------------
	
	
-------------------------------------------------------------------------------
                    Ostdt.   	
           Ostdt.   FL zu    Berlin	
           FL zu    finanz-  zu den	
           westdt.  schwa-   westdt.	
           FL       chen-    Stadt-	
                    westdt.  staaten	
                    FL(2)	
	
	
            Unterschiede in DM	
               je Einwohner	
	
Politische 	
Führung,	
zentrale	
Verwaltung    275     352    -911	
Öffentliche	
Sicherheit	
und Ordnung   105     162      59	
Rechts-	
schutz        -15      44     -46	
Schulen    -1 838  -1 966  -2 731	
Hochschulen,	
sonstige	
Forschung    -697    -121   1 146	
Kultur        393     577     258	
Soziale	
Sicherun      114     237     215	
Sport und 	
Erholung     -129       8      87	
Kranken-	
anstalten     477     786    -259	
Wohnungs-	
wesen und	
Raumordnung   371     516    -145	
Ernährung;	
Landwirtschaft	
und Forsten   -63    -195      22	
Verkehr	
und	
Nach-	
richten-	
wesen      -4 431  -4 834  -2 711	
 darunter:	
Straße n   -4 745  -5 146  -1 277	
	
Zusammen   -5 438  -4 433  -5 017	
	
Kommunale	
Gemein-	
schafts-	
dienst e   -6 473  -5 974  -7 198	
 darunter:	
Ortsent-	
wässerung  -4 707  -4 361  -4 538	
Energie,	
Wasser-	
wirtschaft    -35    -199  -3 629	
Wirtschafts-	
unter-	
nehmen        572   2 166   4 470	
	
Insgesamt  -11 373 -8 439 -11 373	
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Einschließlich öffentlicher Einrichtungen und Unternehmen; ohne	
Wohnungsbau und Seehäfen.	
(2) Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland.	
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen und Schätzungen des DIW.	
===============================================================================
© 20/01