Website Archive

Wochenbericht des DIW Berlin 26/04

Länder- und Kommunalhaushalte in Ostdeutschland: Trotz Konsolidierungsbemühungen hohe Finanzierungsdefizite

Bearbeiter Dieter Vesper
Im ostdeutschen Anpassungsprozess hat die Finanzpolitik eine herausragende Rolle gespielt. Nicht nur wurden riesige Beträge in den Ausbau und die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur investiert. Auch mussten erhebliche Mittel aufgewendet werden, um die Folgen des Einbruchs bei Produktion und Beschäftigung sozialpolitisch abzufedern. All dies hat die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden sowie der Sozialversicherungsträger erheblich belastet, denn der Finanzbedarf stand in keinem Verhältnis zu den in Ostdeutschland erzielbaren Steuereinnahmen. Ein großer Teil dieser Lasten wurde über Kredite finanziert, so dass die Staatsverschuldung kräftig stieg. Mit der massiven Kreditfinanzierung war die Hoffnung verbunden, dass die Wirtschaft in Ostdeutschland rasch aufholt und Länder und Gemeinden dort bald über ähnlich hohe Einnahmen disponieren können wie in Westdeutschland. Diese Hoffnung hat getrogen, und die ostdeutschen Länder- und Kommunalhaushalte haben nun mit erheblichen Finanzproblemen zu kämpfen, die durch konjunktur- und reformbedingte Einnahmenausfälle verstärkt werden. Eine Folge ist der massive Rückgang der öffentlichen Investitionsausgaben.
Ausgabenseitige Konsolidierung nach 1996 Bis Mitte der 90er Jahre war die Entwicklung in den Haushalten der ostdeutschen Länder und Gemeinden [1] von einer starken Ausgaben- und Schuldenexpansion gekennzeichnet. Erst 1996, nachdem der wirtschaftliche Aufholprozess in Ostdeutschland zum Erliegen gekommen war, setzte sowohl bei den Ländern als auch bei den Gemeinden eine Phase der Konsolidierung ein. Vor allem die Kommunen kürzten ihre Ausgaben kräftig, von 1996 bis zum Jahr 2001 immerhin um 14 % (Tabelle 1). Sie setzen den Rotstift insbesondere bei den Investitionsausgaben an, die um 30 % zurückgefahren wurden. Doch auch die Personalausgaben waren stark rückläufig (-16 %), der Personalstand wurde um ein Viertel reduziert. Nicht zuletzt war dies Reflex eines beachtlichen Modernisierungsprozesses in den Rathäusern; zudem wurden kommunale Einrichtungen aus den Kernhaushalten ausgegliedert. [2] Die Finanzierungsdefizite der Gemeinden wurden abgebaut, zwischenzeitlich - im Jahre 2000 - konnte sogar ein geringer Überschuss verbucht werden; dies gelang auch deshalb, weil Ende der 90er Jahre das konjunkturelle Umfeld recht günstig war. Dennoch lagen auch die Einnahmen der Gemeinden 2001 deutlich unter dem Niveau von 1996. Zwar expandierten die Steuereinnahmen - von einem extrem niedrigen Niveau ausgehend - kräftig, doch wurde das Plus durch die rückläufigen, quantitativ viel bedeutsameren Zuweisungen der Länder überkompensiert.

Die Ausgaben der ostdeutschen Länder wurden von 1996 bis 2001 ebenfalls zurückgeführt, doch fiel der Rückgang mit 2 % weit schwächer aus als auf der kommunalen Ebene (Tabelle 2). Einen Teil der Konsolidierungslasten wälzten die Länder auf die Gemeinden ab, indem sie ihre Zuweisungen - die investiven noch stärker als die laufenden - kappten. Bei den Personalausgaben, die den größten Block bei den Ländern darstellen, errechnet sich ein moderates Plus. Auch auf Landesebene wurde in dieser Zeit die Zahl der Beschäftigten deutlich reduziert. Die Einnahmen sind per saldo lediglich um 4 % gestiegen; dabei haben sich die Steuereinnahmen der ostdeutschen Länder um 8 % und damit schwächer als die gesamtwirtschaftliche Bemessungsgrundlage [3] erhöht. Dies lag auch daran, dass 2001 die deutsche Wirtschaft in eine Stagnation geraten war und zudem eine breit angelegte Steuerreform in Kraft trat. Wirtschaftliche Abschwächung und Steuerentlastungen zogen - wie in den Kommunalhaushalten - erhebliche Einnahmenausfälle nach sich.

In der Vergangenheit haben die ostdeutschen Länder und Gemeinden das Instrument der Verschuldung extensiv genutzt. Trotz der Konsolidierungsbemühungen hat der Schuldenstand je Einwohner das Niveau der westdeutschen Gebietskörperschaften überschritten (Abbildung 1). Eine Folge davon war, dass die Zinsausgaben kräftig expandierten und einen immer größeren Teil der Einnahmen absorbierten. Damit wurde der finanzpolitische Handlungsspielraum erheblich eingeschränkt, zumal die Einnahmen aus den originären Steuerquellen gering sind und die finanzielle Abhängigkeit vom Bund und von den westdeutschen Ländern hoch ist. Zwar können die finanziellen Lasten der Wiedervereinigung nicht nur von einer Generation getragen werden, denn auch künftige Generationen nutzen die neu geschaffene Infrastruktur. Und jede Generation empfängt von der Vorgeneration einen Mix aus steuer- und kreditfinanzierten Kapitalgütern und gibt entsprechend finanzierte Kapitalgüter an die nächste Generation weiter. Jedoch würde eine dauerhafte Verschiebung in Richtung kreditfinanzierte Güter diesen "Vertrag" zulasten künftiger Generationen ändern.

Rapide Verschlechterung der Finanzlage in den Jahren 2002 und 2003 Im Jahre 2002 sind die Finanzierungsdefizite der ostdeutschen Länder wieder kräftig gestiegen, obwohl die Ausgaben kaum ausgeweitet wurden. Tatsächlich mussten die Länder sowohl bei den Steuereinnahmen als auch bei den Mitteln aus dem Länderfinanzausgleich erhebliche Einbußen hinnehmen. Diese Verluste waren weitaus höher als das leichte Plus bei den Zuweisungen vom Bund. [4] Neben konjunkturellen Gründen waren Auswirkungen der Steuerreform ausschlaggebend. Einen Teil davon wälzten die Länder im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs, dessen Volumen weitgehend von der Entwicklung der Ländereinnahmen bestimmt wird, auf die Gemeinden ab. Auch bei den Sachausgaben sparten die Länder erhebliche Beträge ein, und die Personalausgaben wurden trotz der Tarifsteigerungen nicht weiter ausgedehnt. Kräftig ausgeweitet wurden indes die Zahlungen an Unternehmen und die Zinsausgaben. Bei den Zuschüssen an die Unternehmen haben Soforthilfen für die Beseitigung von Hochwasserschäden eine Rolle gespielt, während die höheren Zinsausgaben Folge der hohen Defizite und auch der Tatsache waren, dass die Möglichkeiten, hochverzinsliche Altschulden durch niedrig verzinste neue Kredite abzulösen, geringer werden.

Im vergangenen Jahr fiel der Ausgabenanstieg bei den Ländern noch knapper aus (0,4 %). Das Ausgabemuster ähnelte dem im Jahr zuvor: Die Personalausgaben stagnierten und die Sachausgaben wurden gekürzt; auch die Überweisungen an die Gemeinden gingen, allerdings nur geringfügig, zurück. Hingegen wurden die Zahlungen an Unternehmen abermals deutlich aufgestockt. Bei den Einnahmen konnten die Länder ein deutliches Plus verzeichnen (3,2 %), so dass deren Finanzierungsdefizit von 6,4 Mrd. Euro auf 5,1 Mrd. Euro sank. Allerdings waren hierfür Sonderfaktoren ausschlaggebend; vor allem Sachsen und Sachsen-Anhalt flossen Hilfen zur Beseitigung der Hochwasserschäden zu. Die Steuereinnahmen wiesen ein nur bescheidenes Plus auf, und die Zuweisungen des Bundes wie auch die Mittel aus dem Länderfinanzausgleich waren rückläufig.

Im Gegensatz zu den ostdeutschen Ländern verschlechterte sich die Finanzlage der Gemeinden im vergangenen Jahr. Während auch hier die Ausgaben stiegen - die Zunahme blieb jedoch mit 0,8 % unter der vom Finanzplanungsrat vorgegebenen Rate -, sanken die Einnahmen. Zwar erzielten die Kommunen bei den Steuern ein leichtes Plus, doch veräußerten sie weniger Vermögen und erhielten auch geringere Investitionszuschüsse als im Jahr zuvor. Auf der Ausgabenseite sticht der starke Anstieg der sozialen Leistungen ins Auge (10 %). Diese Entwicklung ist zum einen Folge der zunehmenden Langzeitarbeitslosigkeit und des Abbaus von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Ostdeutschland; zum anderen fielen 2003 erstmals Ausgaben für die Grundsicherung [5] an. Hingegen stagnierten Personal-, Sach- und Zinsausgaben, während die Investitionsausgaben wiederum, allerdings abgeschwächt, zurückgingen.

Ost-West-Vergleich: Noch immer große strukturelle Unterschiede bei den Einnahmen ... Ein Vergleich der Pro-Kopf-Einnahmen zwischen Ost- und Westdeutschland [6] zeigt noch immer nahezu unverändert große Unterschiede. Dabei ist in Rechnung zu stellen, dass sich die Bevölkerung disparat entwickelt hat: In den westdeutschen Flächenländern ist die Zahl der Einwohner seit 1996 um 1,3 Mill. auf 63,2 Mill. gestiegen, während sie in Ostdeutschland von 14,2 Mill. auf 13,6 Mill. geschrumpft ist. Pro Kopf der Bevölkerung verfügten die ostdeutschen Länder im Jahre 2003 über Finanzmittel, die um 43 % über denen in Westdeutschland lagen. Jedoch betrugen die Steuereinnahmen nur 84 % des Westniveaus. Die Unterschiede in der originären Finanzkraft waren noch viel ausgeprägter; durch den Modus der Umsatzsteuerverteilung wird die Steuerkraft erheblich angenähert. [7]

Von erheblicher Bedeutung sind zudem die Mittel aus dem Länderfinanzausgleich, die dafür sorgen, dass die finanzschwachen Flächenländer auf 95 % der durchschnittlichen Finanzkraft der Länder kommen. Aus diesem Topf flossen im Jahre 2003 rund 2,7 Mrd. Euro an die ostdeutschen Länder; dies waren immerhin 5,6 % ihrer Einnahmen. Ein noch weitaus größeres Gewicht kommt den Zuweisungen des Bundes zu. So gewährt er den finanzschwachen Ländern so genannte Fehlbetrags-Ergänzungszuweisungen. [8] Darüber hinaus erhalten die ostdeutschen Länder so genannte Sonderbedarfs-Ergänzungszuweisungen zum Ausgleich ihrer "teilungsbedingten Lasten". Ausgeglichen werden damit vor allem der Finanzbedarf für den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur sowie die extrem niedrige Steuerkraft der ostdeutschen Gemeinden. [9] Diese Zuweisungen beliefen sich im Jahre 2003 auf insgesamt 9,9 Mrd. Euro, das waren über ein Fünftel aller Einnahmen.

In welchem Maße die ostdeutschen Länder auf Hilfen des Bundes angewiesen sind, wird deutlich, wenn man diesen Zahlungen jenen Betrag gegenüberstellt, der aus dem Bundeshaushalt an die westdeutschen Länder fließt. Neben den Ergänzungszuweisungen handelt es sich vor allem um Mittel für die Gemeinschaftsaufgaben von Bund und Ländern, um Finanzhilfen des Bundes nach Art. 104a Abs. 4 Satz 1 GG für besonders bedeutsame Investitionen der Länder und Gemeinden, um Finanzhilfen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse sowie für die Stadtsanierung und -entwicklung, um Hilfen für den Wohnungsbau und um Mittel des Bundes im Rahmen seiner Beteiligung an den so genannten Geldleistungsgesetzen. Im Jahre 2003 erhielten die westdeutschen Flächenländer je Einwohner 229 Euro für diese Zwecke. Für Ostdeutschland errechnen sich 1 171 Euro, d. h. die Differenz betrug 942 Euro; dies entsprach 27 % aller Einnahmen der ostdeutschen Länder. In den letzten Jahren ist die Quote etwas zurückgegangen.

Noch krasser als bei den Ländern fallen die Unterschiede bei den Gemeinden aus. Gemessen an den westdeutschen Verhältnissen ist die Steuerkraft der ostdeutschen Gemeinden noch immer extrem niedrig, auch wenn sich der Abstand seit 1996 verringert hat. Während damals die ostdeutsche Steuerkraft bei nur 35 % der westdeutschen lag, betrug sie zuletzt knapp 45 %: Pro Kopf der Bevölkerung konnten die ostdeutschen Gemeinden 302 Euro an Steuereinnahmen auf ihren Konten verbuchen, in Westdeutschland waren es 675 Euro. Auf der kommunalen Ebene treten die Unterschiede in der Einkommens- und Wirtschaftskraft "ungeschminkt" - weil nicht durch den Finanzausgleich verzerrt - zutage. Vor allem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer differieren, auch deshalb, weil die weitgehend von der Wirtschaftskraft abhängigen Hebesätze deutlich niedriger sind als in Westdeutschland. [10] Infolge der niedrigen Steuerkraft und ihres hohen Finanzbedarfs für infrastrukturelle Maßnahmen sind die ostdeutschen Gemeinden in hohem Maße - und weit mehr als die westdeutschen - auf Zuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs angewiesen. Fast 60 % der kommunalen Einnahmen sind Zuweisungen der Länder; in Westdeutschland liegt die Quote bei nur knapp 30 %. Inzwischen verfügen die ostdeutschen Kommunen nicht mehr über höhere Finanzmittel als die westdeutschen Gemeinden. Während 1996 die Einnahmen im Osten bei 1 984 Euro je Einwohner und im Westen bei 1 877 Euro lagen, hat sich inzwischen das Verhältnis - auf niedrigerem Niveau - umgekehrt: Im Jahre 2003 verfügten die ostdeutschen Gemeinden über 1 813 Euro und die westdeutschen Kommunen über 1 848 Euro.

... und auf der Ausgabenseite Noch immer geben die ostdeutschen Länder je Einwohner deutlich mehr Mittel aus als die westdeutschen. Im Jahre 2003 standen in Westdeutschland 2 783 Euro zu Buche; in Ostdeutschland waren es 3 916 Euro, also 41 % mehr. Gegenüber 1996 haben sich die Unterschiede nur wenig verringert, damals betrug die Differenz 46 %. Bei den Personalausgaben gab es kaum Veränderungen. Seit Jahren liegen die ostdeutschen Pro-Kopf-Werte um etwa 10 % unter dem westdeutschen Niveau, d. h. die Entwicklung verlief in Ost und West weitgehend parallel (Abbildung 2). Dagegen haben sich Sachaufwand und Zuweisungen etwas angenähert, doch sind die Zuweisungen, insbesondere die an die Gemeinden, noch immer extrem hoch. In den Zuschüssen an die Unternehmen schlägt sich die intensive Wirtschaftsförderung nieder. Bei den Zinsausgaben werden die Diskrepanzen zunehmend größer.

Die Unterschiede bei den Personalausgaben entsprechen dem Grad der erreichten Tarif- bzw. Besoldungsanpassung im öffentlichen Dienst. Zu berücksichtigen ist aber, dass in den ostdeutschen Länderhaushalten bisher für die Beamten kaum Versorgungsbezüge anfallen, während sie in Westdeutschland erheblich, nämlich mit 228 Euro je Einwohner, zu Buche schlagen. [11] Lässt man die Versorgungsbezüge ebenso wie die Beihilfen für die Beamten außer Acht, dann errechnen sich für die ostdeutschen Länder mit 959 Euro deutlich höhere Werte als für Westdeutschland (781 Euro). Diese Differenz entspricht etwa den Unterschieden in der Beschäftigung: Die Zahl der Bediensteten - gemessen in Vollzeitäquivalenten - ist in den ostdeutschen Ländern mit 23,5 Beschäftigten je 1 000 Einwohner noch immer um fast ein Viertel höher als im Westen (Tabelle 3).

Diskrepanzen im personellen Bereich zeigen sich insbesondere in den Schulen, in der zentralen Verwaltung und in der öffentlichen Sicherheit. Nicht nur ist die Schülerdichte in Ostdeutschland inzwischen deutlich niedriger, auch ist die quantitative Versorgung an den allgemein bildenden Schulen - ausgedrückt als Schüler-Lehrer-Relation - sehr viel günstiger; an den beruflichen Schulen hingegen ist die Relation fast identisch (Tabelle 4). An den Hochschulen zeigt sich in Westdeutschland eine merklich höhere Studentendichte, und es werden relativ mehr Studenten als in Ostdeutschland betreut. Dies schlägt sich auch in den Personalausgaben der Hochschulen bzw. in den Grundmitteln nieder, die von den Landeshaushalten überwiesen werden. Sie sind - bezogen auf die Zahl der Studierenden - in Ostdeutschland merklich höher.

Auf kommunaler Ebene sind die Pro-Kopf-Ausgaben der ostdeutschen Gemeinden Ende der 90er Jahre erstmals unter das westdeutsche Niveau gefallen; zuletzt waren sie um 5 % niedriger. Große Anpassungsfortschritte sind bei den Personalausgaben zu verzeichnen: Während sie 1996 noch um reichlich ein Fünftel über dem Niveau im Westen gelegen hatten, ist der Abstand bis 2003 infolge des Personalabbaus auf 3 % geschrumpft. Im Jahre 1996 waren in den ostdeutschen Gemeinden 21 Beschäftigte je 1 000 Einwohner tätig, 2002 waren es nur noch 14. Gleichwohl war die Relation im Westen mit 11,6 deutlich kleiner (Tabelle 6).

Markant sind die Unterschiede bei den Sozialleistungen (Sozialhilfe und Jugendhilfe), die in Ostdeutschland 2003 immerhin um fast ein Viertel niedriger waren. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass die Zahl der Teilnehmer in beschäftigungsschaffenden Maßnahmen und in beruflicher Weiterbildung - relativ gesehen - sehr viel höher ist, auch wenn diese Maßnahmen in den letzten Jahren an Bedeutung verloren haben. Da diese Personen nicht als Langzeitarbeitslose zählen, erhalten sie auch keine Sozialhilfe. Eine Rolle spielen zudem das niedrigere Einkommensniveau und die geringeren Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland, die die Ansprüche an die Sozialhilfe begrenzen. Auch die Tatsache, dass der Anteil der älteren Frauen mit einer eigenen Alterssicherung in Ostdeutschland höher ist, muss in Rechnung gestellt werden, denn dadurch werden weniger Leistungen der Pflegeversicherung und Sozialhilfe in Anspruch genommen.

Ein Teil der Ausgabenunterschiede ist institutioneller Art und hängt beispielsweise davon ab, wie die Kindertagesstätten zugeordnet sind, d. h. ob sie in privater oder kommunaler Trägerschaft arbeiten. Generell wird der institutionellen Betreuung von Kindern in Ostdeutschland ein viel höherer Stellenwert als in Westdeutschland beigemessen. Entsprechend mehr Mittel geben die ostdeutschen Kommunen für die Kinderbetreuung aus. In Ostdeutschland werden zwei Drittel der Kindergartenplätze von kommunalen und ein Drittel von freien Trägern angeboten; in Westdeutschland ist das Verhältnis umgekehrt. Entsprechend höher sind in Ostdeutschland die in den Kommunalhaushalten verbuchten Personalausgaben, entsprechend niedriger die an die freien Träger gezahlten Zuschüsse. Insgesamt gaben die ostdeutschen Kommunen im Jahre 2001 (aktuellere Daten sind nicht verfügbar) 2 140 Euro je Kind im Alter bis zehn Jahre aus, während sich für Westdeutschland lediglich ein Betrag von 1 080 Euro, also die Hälfte, errechnet.

Im Jahre 1996 betrug der Abstand bei den kommunalen Investitionsausgaben noch zwei Drittel, ist inzwischen aber auf ein Drittel geschrumpft. Zum weitaus größten Teil haben die rückläufigen Investitionsausgaben zum Rückgang der kommunalen Gesamtausgaben beigetragen. Das Tempo der Anpassung in der Ausstattung mit Infrastrukturkapital hat sich dadurch jedoch spürbar verlangsamt. Der kommunale "Eigenanteil" an der Finanzierung der Investitionsausgaben - Sachinvestitionen abzüglich investiver Zuweisungen der Länder - hat sich von 143 Euro je Einwohner auf
117 Euro vermindert. In Westdeutschland schlug dieser Wert zuletzt mit 187 Euro zu Buche, war also erheblich höher. Auch hieran zeigt sich, wie stark die Zuweisungsabhängigkeit der ostdeutschen Gemeinden bei den "freiwilligen" Aufgaben ist.

Ausblick Trotz zurückhaltender Ausgabenpolitik - in Ostdeutschland noch mehr als in Westdeutschland - ist es in den letzten Jahren weder den westdeutschen noch den ostdeutschen Ländern und Gemeinden gelungen, die Finanzierungsdefizite zu verringern. Im Gegenteil, seit 2000 sind sie per saldo gestiegen. Dabei hat sich der Abstand in den Pro-Kopf-Schulden zwischen Ost- und Westdeutschland vergrößert. Allerdings wäre es eine verkürzte Sichtweise, die hohen Defizite in Ost wie in West als Ausdruck unsoliden Finanzgebarens zu interpretieren. Die fundamentale Steuerschwäche in Ostdeutschland wurde durch die Belastungen im Zusammenhang mit der Steuerreform und den Steuerausfällen aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation verstärkt. Ein weiterer Defizitabbau in dieser Schwächephase wäre nur unter hohen Opportunitätskosten möglich gewesen.

Bedenklich ist vor allem die Tatsache, dass der Rotstift primär bei den Investitionsausgaben angesetzt wurde, auch wenn diese pro Kopf gerechnet in Ostdeutschland noch immer höher als im Westen sind. Weitere Kürzungen bei den kommunalen Investitionsausgaben und bei den Ausgaben der Länder für das Humankapital (Schulen, Hochschulen, Forschung) sind programmiert, wenn wie in diesem auch im nächsten Jahr nochmals Steuerentlastungen wirksam werden. Ein solches Vorgehen steht im Kontrast zu wachstumsorientierten Überlegungen, denn zu geringe Ausgaben für die Infrastruktur wirken als Wachstumsbremse, zumal noch immer Netzengpässe und Qualitätsmängel in wichtigen Bereichen wie den kommunalen Verkehrswegen bestehen. Der Ausweg in die Verschuldung steht den ostdeutschen Ländern und Gemeinden kaum noch offen; die Belastungen mit Zinsen ist bereits sehr hoch.

Nachdem die avisierte Stärkung der Finanzkraft der Gemeinden durch eine Reform der Kommunalfinanzen gescheitert ist, kommt es umso mehr darauf an, dass die ostdeutschen Länder und Gemeinden versuchen, Haushaltsmittel in eine produktivere Verwendung umzuschichten. Noch immer weisen die ostdeutschen Länder und Gemeinden in vielen "konsumptiven" Bereichen Ausstattungsvorsprünge auf, die zum Teil ungerechtfertigt erscheinen. Dies betrifft sowohl die personelle Ausstattung bei der Polizei und in den Länder- und Gemeindeverwaltungen. Dies gilt auch für die Transferausgaben einschließlich der Ausgaben für die Investitionszulagen und -zuschüsse, die durchaus reduziert und dabei zielgerichteter eingesetzt werden könnten. [12] Die Mittel für den Städtebau gehören ebenfalls dazu, denn gerade hier hat sich das Gefälle zu Westdeutschland - vor allem wenn man die strukturschwächeren Regionen und Städte zum Maßstab nimmt - deutlich verringert oder sogar nivelliert.

Letztlich werden sich die Finanzprobleme der ostdeutschen Länder- und Kommunalhaushalte nur lösen lassen, wenn die Wirtschaft endlich wieder Tritt fasst und ein länger anhaltender Aufschwung in Ost- wie in Westdeutschland einsetzt. Und nur in einem gesamtwirtschaftlich günstigen Umfeld besteht die Chance, dass die ostdeutsche Wirtschaft gegenüber Westdeutschland aufholt, die originäre Steuerkraft in Ostdeutschland steigt und die Abhängigkeit von den westdeutschen Transfers kleiner wird. Eine Voraussetzung wäre freilich, dass die öffentlichen Haushalte einen Beitrag hierzu leisten und weniger restriktiv ausgerichtet sind, also vorübergehend höhere Defizite hinnehmen. Die Crux dabei ist, dass in dieser Hinsicht die Handlungsspielräume in Ostdeutschland weitgehend ausgereizt sind. Umso mehr wiegt, dass es nicht gelungen ist, durch eine Gemeindefinanzreform die Finanzkraft der Kommunen - auch in Westdeutschland - nachhaltig zu stärken. Von den jetzt geplanten zusätzlichen Mitteln für die Gemeinden ist keine finanzielle Besserstellung zu erwarten, denn mit ihnen werden lediglich die Belastungen gedeckt, die sich aus der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe ergeben.

In jedem Falle benötigt der Anpassungsprozess in Ostdeutschland noch viel Zeit. Erst wenn sich die Disparitäten in der originären Steuerkraft - gemessen an der Steuerkraft der finanzschwachen westdeutschen Länder - aufgelöst haben, wird man davon sprechen können, dass der Prozess abgeschlossen ist. Mit dem Solidarpakt II wurden die Weichen gestellt, dass die Anpassung weiter vorankommt. Grundsätzlich sind die Maßnahmen positiv zu werten, zumal den Ländern frühzeitig eine Planungsgrundlage gegeben wurde. Allerdings ist zu fragen, ob man den Zeitraum der Mittelvergabe nicht verkürzen, den Finanztransfer also beschleunigen sollte. Ebenso ist zu fragen, ob es eine angemessene Entscheidung war, die Mittel - auf Drängen der ostdeutschen Länder - keinerlei Zweckbindung zu unterwerfen. Damit ist eine vorrangig investive Verwendung nicht gewährleistet. Nach den Erfahrungen mit der Umsetzung des Solidarpakts I wird man auch sehr genau darauf achten müssen, dass die Gemeinden adäquat an den Mitteln aus dem Solidarpakt II beteiligt werden.

[1] Berlin bleibt in dieser Analyse ausgeklammert.

[2] Diese Ausgliederung ist mit ein Grund für den starken Rückgang der Investitionsausgaben. Wie stark dieser Effekt tatsächlich war, lässt sich nicht ermitteln.

[3] Das nominale Bruttoinlandsprodukt war in dieser Zeit in Ostdeutschland (ohne Berlin) um 12 % gestiegen.

[4] Hier wurden die Finanzhilfen des Bundes nach dem "Investitionsförderungsgesetz Aufbau Ost" in die so genannten Sonderbedarfs-Ergänzungszuweisungen des Bundes umgeschichtet, so dass über diese Mittel die Länder nunmehr frei disponieren können, d.h. die an einen investiven Zweck gebundene Vergabe aufgehoben ist.

[5] Das entsprechende Gesetz sieht vor, dass über 65-Jährige und voll erwerbsgeminderte Personen auf Antrag Grundsicherungsleistungen erhalten, die der Sozialhilfe entsprechen. Träger sind in der Regel die Kommunen. Für diese Zwecke stellt der Bund über die Länder rund 400 Mill. Euro jährlich zur Verfügung, und in Thüringen wurde die Zuständigkeit für die überörtliche Sozialhilfe vom Land auf die kommunale Ebene übertragen. Vgl. M. Wohltmann: Kreisfinanzen 2003: Sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben führen zu Milliardendefizit in den Kreishaushalten. In: Der Landkreis, Februar/März 2004, S. 102.

[6] Aufgrund ihrer strukturellen Besonderheiten werden die Stadtstaaten in dieser Analyse nicht berücksichtigt.

[7] Drei Viertel des Länderanteils an der Umsatzsteuer werden nach der Einwohnerzahl verteilt; ein Viertel wird vorab zur Auffüllung der Steuerkraft der extrem finanzschwachen (also der ostdeutschen) Länder verwendet.

[8] Im Ergebnis verfügen dadurch alle ursprünglich steuerschwachen Länder über 99,5 % der durchschnittlichen Finanzkraft aller Länder.

[9] Zudem gibt es Mittel zum Ausgleich der überproportionalen "Kosten politischer Führung" der kleineren Länder. Sie beliefen sich 2003 auf 330 Mill. Euro; mit Ausnahme Sachsens erhalten alle ostdeutschen Flächenländer diese Zuweisungen.

[10] In Westdeutschland betrug 2002 der durchschnittliche Hebesatz 389 %, in Ostdeutschland 358 %.

[11] Freilich müssen auch die ostdeutschen Länder Versorgungslasten tragen, nämlich Leistungen für die Versorgungsempfänger aus den Sonder- und Zusatzversorgungssystemen der DDR; sie sind je Einwohner gerechnet ähnlich hoch wie die Versorgungsbezüge in den westdeutschen Landeshaushalten, werden aber nicht als Personalausgaben, sondern als Übertragungen gebucht.

[12] Vgl.: Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. In: Sonderheft des IWH, Nr. 7/2003, S. 241 f.

-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 1

Ausgaben und Einnahmen der west- und ostdeutschen Gemeinden

-------------------------------------------------------------------------------
                                    1996    2001    2002    2003

Mrd. Euro

                                           Westdeutschland

Personalausgaben                    31,1    32,0    32,7    33,1
Laufender Sachaufwand               21,1    23,8    24,5    24,4
Zinsausgaben an andere Bereiche      4,8     4,3     4,2     4,2
Laufende Zuweisungen an             12,7    14,9    15,5    15,6
  öffentliche Haushalte              5,9     5,9     6,1     6,1
  Unternehmen                        2,2     3,0     3,7     3,5
  soziale Einrichtungen              4,5     6,0     5,7     6,0
Soziale Leistungen u. Ä.            24,8    23,7    24,3    26,2
Sachinvestitionen                   19,1    19,0    18,7    16,6
Zuweisungen für Investitionen        2,1     2,0     2,0     2,1
Sonstige Ausgaben                    2,6     3,2     2,1     2,3

Bereinigte Ausgaben                118,4   122,7   124,0   124,4

Steuern u. Ä.                       40,8    45,1    43,4    42,7
Einnahmen aus wirtschaftl.
Tätigkeit                            6,0     6,9     8,5     8,0
Laufende Zuweisungen                28,3    30,0    29,7    28,3
  von Ländern                       27,7    29,6    29,3    27,8
  vom Bund                           0,6     0,4     0,4     0,5
Gebühren                            16,4    14,5    14,1    14,2
Zuweisungen für Investitionen        7,4     5,7     4,8     4,8
Veräußerung von Vermögen             5,5     6,0     5,9     6,0
Sonstige Einnahmen                  12,0    11,0    13,1    12,9

Bereinigte Einnahmen               116,3   119,3   119,6   116,8

Finanzierungssaldo                  -2,1    -3,5    -4,5    -7,7

Euro je Einwohner

Personalausgaben                     502     510     520     525
Laufender Sachaufwand                340     379     389     386
Zinsausgaben an andere Bereiche       78      69      66      66
Laufende Zuweisungen an              204     237     246     247
  öffentliche Haushalte               96      94      97      97
  Unternehmen                         36      48      58      55
  soziale Einrichtungen               73      95      90      95
Soziale Leistungen u. Ä.             400     377     386     415
Sachinvestitionen                    308     303     297     263
Zuweisungen für Investitionen         34      32      32      33
Sonstige Ausgaben                     43      50      33      36

Bereinigte Ausgaben                1 911   1 955   1 968   1 970

Steuern u. Ä.                        659     718     689     675
Einnahmen aus wirtschaftl.
Tätigkeit                             97     110     135     127
Laufende Zuweisungen                 456     478     471     448
  von Ländern                        447     472     465     441
  vom Bund                             9       6       6       7
Gebühren                             264     231     224     224
Zuweisungen für Investitionen        120      91      77      76
Veräußerung von Vermögen              88      96      93      95
Sonstige Einnahmen                   194     175     208     203

Bereinigte Einnahmen               1 877   1 900   1 897   1 848

Finanzierungssaldo                   -34     -55     -71    -122

-------------------------------------------------------------------------------
                                    1996    2001    2002    2003

Mrd. Euro

                                           Ostdeutschland

Personalausgaben                     8,7     7,3     7,3     7,3
Laufender Sachaufwand                5,2     4,7     4,8     4,8
Zinsausgaben an andere Bereiche      0,9     0,9     0,8     0,8
Laufende Zuweisungen an              1,8     2,3     2,4     2,3
  öffentliche Haushalte              0,3     0,3     0,3     0,3
  Unternehmen                        0,9     1,1     1,1     1,2
  soziale Einrichtungen              0,7     0,9     1,0     0,9
Soziale Leistungen u. Ä.             4,0     3,7     3,8     4,2
Sachinvestitionen                    7,4     5,2     4,9     4,8
Zuweisungen für Investitionen        0,7     0,7     0,7     0,7
Sonstige Ausgaben                    0,6     0,4     0,3     0,3

Bereinigte Ausgaben                 29,4    25,2    25,2    25,4

Steuern u. Ä.                        3,3     4,0     4,0     4,1
Einnahmen aus wirtschaftl.
Tätigkeit                            1,2     1,2     1,2     1,2
Laufende Zuweisungen                12,1    11,2    11,3    11,2
  von Ländern                       12,1    11,2    11,2    11,1
  vom Bund                           0,1     0,0     0,1     0,0
Gebühren                             2,5     2,1     2,0     2,1
Zuweisungen für Investitionen        5,3     4,5     3,4     3,2
Veräußerung von Vermögen             1,5     0,9     0,9     0,7
Sonstige Einnahmen                   2,1     0,8     2,1     2,1

Bereinigte Einnahmen                28,1    24,7    25,0    24,6

Finanzierungssaldo                  -1,3    -0,5    -0,2    -0,8

Euro je Einwohner

Personalausgaben                     613     531     536     540
Laufender Sachaufwand                369     344     352     352
Zinsausgaben an andere Bereiche       62      64      62      60
Laufende Zuweisungen an              129     167     178     173
  öffentliche Haushalte               19      24      23      24
  Unternehmen                         63      77      82      86
  soziale Einrichtungen               48      66      74      63
Soziale Leistungen u. Ä.             286     267     281     313
Sachinvestitionen                    520     376     360     354
Zuweisungen für Investitionen         52      48      51      55
Sonstige Ausgaben                     44      26      23      25

Bereinigte Ausgaben                2 076   1 824   1 842   1 870

Steuern u. Ä.                        232     288     296     302
Einnahmen aus wirtschaftl.
Tätigkeit                             87      90      90      91
Laufende Zuweisungen                 857     815     826     823
  von Ländern                        853     814     821     820
  vom Bund                             4       2       4       4
Gebühren                             179     149     146     151
Zuweisungen für Investitionen        377     327     250     237
Veräußerung von Vermögen             106      65      67      54
Sonstige Einnahmen                   147      55     152     153

Bereinigte Einnahmen               1 984   1 789   1 826   1 813

Finanzierungssaldo                   -91     -35     -16     -58

-------------------------------------------------------------------------------
                                         Veränderung in %

Mrd. Euro                             2001/1996        2003/2001

                                    West     Ost    West     Ost

Personalausgaben                     2,9   -15,5     3,6     0,0
Laufender Sachaufwand               12,8    -9,0     2,4     0,4
Zinsausgaben an andere Bereiche    -11,2     0,9    -3,3    -7,8
Laufende Zuweisungen an             17,3    26,0     5,1     1,5
  öffentliche Haushalte             -0,8    20,5     3,8    -1,5
  Unternehmen                       35,5    19,8    16,6    10,0
  soziale Einrichtungen             32,1    36,4     0,7    -7,2
Soziale Leistungen u. Ä.            -4,7    -8,9    10,7    15,1
Sachinvestitionen                   -0,6   -29,4   -12,6    -7,5
Zuweisungen für Investitionen       -5,2   -10,2     3,6    11,3
Sonstige Ausgaben                   19,1   -43,4   -27,2    -5,3

Bereinigte Ausgaben                  3,7   -14,3     1,4     0,9

Steuern u. Ä.                       10,4    21,2    -5,4     3,2
Einnahmen aus wirtschaftl.
Tätigkeit                           15,6     0,6    16,2    -0,1
Laufende Zuweisungen                 6,2    -7,2    -5,8    -0,7
  von Ländern                        7,1    -6,9    -6,1    -0,9
  vom Bund                         -33,6   -57,3    17,6      .
Gebühren                           -11,5   -18,4    -2,2    -0,3
Zuweisungen für Investitionen      -22,8   -15,5   -16,7   -28,5
Veräußerung von Vermögen            10,5   -40,4    -0,8   -18,5
Sonstige Einnahmen                  -8,2   -63,7    16,8      .

Bereinigte Einnahmen                 2,5   -12,1    -2,1    -0,3

Finanzierungssaldo                    .       .       .       .

                                 Ostdeutschland in % Westdeutschlands
Euro je Einwohner
                                    1996    2001    2002    2003

Personalausgaben                   122,2   104,3   103,1   103,0
Laufender Sachaufwand              108,4    90,8    90,6    91,2
Zinsausgaben an andere Bereiche     78,6    92,9    92,9    90,6
Laufende Zuweisungen an             63,4    70,7    72,6    69,9
  öffentliche Haushalte             19,9    25,1    23,3    24,3
  Unternehmen                      176,1   161,8   140,5   156,2
  soziale Einrichtungen             65,3    70,0    82,0    66,0
Soziale Leistungen u. Ä.            71,4    70,9    72,8    75,4
Sachinvestitionen                  168,5   124,3   121,3   134,6
Zuweisungen für Investitionen      154,2   151,7   160,2   166,7
Sonstige Ausgaben                  103,4    51,0    69,6    67,9

Bereinigte Ausgaben                108,6    93,3    93,6    94,9

Steuern u. Ä.                       35,2    40,1    42,9    44,8
Einnahmen aus wirtschaftl.
Tätigkeit                           89,9    81,2    66,3    71,5
Laufende Zuweisungen               187,9   170,5   175,2   183,9
  von Ländern                      190,9   172,4   176,6   186,1
  vom Bund                          46,2    30,8    70,9    49,8
Gebühren                            67,6    64,7    65,5    67,5
Zuweisungen für Investitionen      314,9   358,2   324,7   314,4
Veräußerung von Vermögen           120,9    67,7    71,2    56,9
Sonstige Einnahmen                  75,9    31,2    73,2    75,3

Bereinigte Einnahmen               105,7    94,1    96,2    98,1

Finanzierungssaldo                    .       .       .       .

-------------------------------------------------------------------------------
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 2

Ausgaben und Einnahmen der west- und ostdeutschen Flächenländer

-------------------------------------------------------------------------------
                                        1996    2001    2002    2003

Mrd. Euro

                                              Westdeutschland

Personalausgaben                        64,8    68,9    71,1    71,6
Laufender Sachaufwand                   11,4    13,2    13,2    12,8
Zinsausgaben                            11,8    12,8    13,1    13,5
Laufende Zuweisungen                    43,6    49,9    53,9    52,5
  an Unternehmen                         7,0    10,5    11,4    12,0
  Länderfinanzausgleich                  3,1     3,7     2,9     2,7
  an Gemeinden                          27,7    29,6    29,5    27,7
  an andere öffentliche Haushalte        1,0     1,0     1,0     1,2
  an soziale Einrichtungen               4,7     5,1     5,1     5,3
Soziale Leistungen u. Ä.                 4,1     4,7     5,4     6,0
Sachinvestitionen                        4,2     4,5     4,1     3,9
Zuweisungen für Investitionen           13,8    12,3    12,1    11,6
  an Gemeinden                           7,0     5,5     5,9     5,7
  an andere Bereiche                     6,7     6,7     6,3     5,9
Sonstige Ausgaben                        6,3     7,5     2,0     4,0

Bereinigte Ausgaben                    160,0   173,9   174,9   175,8

Steuern u. Ä.                          117,0   124,4   123,4   122,2
Einnahmen aus wirtschaftl. Tätigkeit     2,6     2,2     3,2     3,2
Laufende Zuweisungen                    13,7    16,2    15,6    15,8
  vom Bund                               9,8    11,5    11,1    11,3
  Länderfinanzausgleich                  0,5     1,2     0,8     0,9
  von Gemeinden                          3,2     3,3     3,6     3,5
Gebühren                                 3,2     3,1     3,5     3,6
Vermögensübertragungen vom Bund          4,6     3,1     3,1     3,1
Veräußerung von Vermögen                 0,4     1,1     0,7     0,9
Sonstige Einnahmen                       7,1     6,9     7,2     7,5

Bereinigte Einnahmen                   148,6   157,0   156,6   156,3

Finanzierungssaldo                     -11,4   -16,8   -18,4   -19,5

Euro je Einwohner

Personalausgaben                       1 045   1 098   1 129   1 133
Laufender Sachaufwand                    183     210     209     203
Zinsausgaben                             191     204     208     213
Laufende Zuweisungen                     704     795     855     831
  an Unternehmen                         114     167     181     190
  Länderfinanzausgleich                   50      58      45      43
  an Gemeinden                           447     472     468     438
  an andere öffentliche Haushalte         16      15      16      20
  an soziale Einrichtungen                76      81      81      84
Soziale Leistungen u. Ä.                  67      76      86      94
Sachinvestitionen                         67      71      65      62
Zuweisungen für Investitionen            222     195     192     184
  an Gemeinden                           114      88      93      91
  an andere Bereiche                     109     107      99      93
Sonstige Ausgaben                        102     120      31      63

Bereinigte Ausgaben                    2 581   2 769   2 776   2 783

Steuern u. Ä.                          1 888   1 982   1 957   1 934
Einnahmen aus wirtschaftl. Tätigkeit      42      35      51      51
Laufende Zuweisungen                     222     257     247     251
  vom Bund                               159     183     176     180
  Länderfinanzausgleich                    9      20      13      14
  von Gemeinden                           52      53      57      56
Gebühren                                  52      50      56      57
Vermögensübertragungen vom Bund           74      49      49      49
Veräußerung von Vermögen                   6      18      10      15
Sonstige Einnahmen                       114     110     114     118

Bereinigte Einnahmen                   2 397   2 501   2 484   2 474

Finanzierungssaldo                      -184    -268    -292    -308

-------------------------------------------------------------------------------
                                        1996    2001    2002    2003

Mrd. Euro

                                               Ostdeutschland

Personalausgaben                        13,2    13,8    13,8    13,8
Laufender Sachaufwand                    4,0     3,7     3,3     3,1
Zinsausgaben                             2,1     3,1     3,3     3,4
Laufende Zuweisungen                    17,8    18,0    18,8    18,9
  an Unternehmen                         2,9     3,1     3,5     3,9
  Länderfinanzausgleich                   -       -       -       - 
  an Gemeinden                          12,1    11,2    11,2    11,2
  an andere öffentliche Haushalte        1,6     2,4     2,9     2,7
  an soziale Einrichtungen               1,1     1,2     1,1     1,1
Soziale Leistungen u. Ä.                 1,3     1,6     1,8     1,8
Sachinvestitionen                        2,3     2,3     2,0     2,2
Zuweisungen für Investitionen           11,4     9,2     8,8     8,8
  an Gemeinden                           5,1     4,4     4,2     4,1
  an andere Bereiche                     6,3     4,8     4,5     4,7
Sonstige Ausgaben                        1,4     0,8     1,0     1,2

Bereinigte Ausgaben                     53,4    52,4    52,9    53,1

Steuern u. Ä.                           23,1    25,0    22,7    22,9
Einnahmen aus wirtschaftl. Tätigkeit     0,4     0,5     0,4     0,4
Laufende Zuweisungen                    13,3    14,3    16,1    16,0
  vom Bund                              10,0    10,5    13,2    13,2
  Länderfinanzausgleich                  3,1     3,7     2,9     2,7
  von Gemeinden                          0,1     0,1     0,1     0,1
Gebühren                                 0,6     0,5     0,6     0,6
Vermögensübertragungen vom Bund          6,9     5,5     3,1     2,7
Veräußerung von Vermögen                 0,1     0,0     0,1     0,3
Sonstige Einnahmen                       3,0     3,5     3,5     5,1

Bereinigte Einnahmen                    47,3    49,4    46,5    48,0

Finanzierungssaldo                      -6,1    -3,0    -6,4    -5,1

Euro je Einwohner

Personalausgaben                         936     999   1 011   1 017
Laufender Sachaufwand                    279     266     243     230
Zinsausgaben                             150     225     238     249
Laufende Zuweisungen                   1 256   1 302   1 378   1 390
  an Unternehmen                         204     223     254     284
  Länderfinanzausgleich                   -       -       -       - 
  an Gemeinden                           853     814     822     827
  an andere öffentliche Haushalte        116     177     215     197
  an soziale Einrichtungen                79      85      84      78
Soziale Leistungen u. Ä.                  92     117     132     133
Sachinvestitionen                        159     165     149     159
Zuweisungen für Investitionen            808     665     642     649
  an Gemeinden                           363     319     310     300
  an andere Bereiche                     444     347     332     348
Sonstige Ausgaben                         97      55      75      91

Bereinigte Ausgaben                    3 777   3 795   3 868   3 916

Steuern u. Ä.                          1 636   1 812   1 658   1 685
Einnahmen aus wirtschaftl. Tätigkeit      26      34      30      31
Laufende Zuweisungen                     944   1 040   1 179   1 182
  vom Bund                               708     765     962     975
  Länderfinanzausgleich                  219     266     210     199
  von Gemeinden                           10       6       4       4
Gebühren                                  39      38      41      42
Vermögensübertragungen vom Bund          485     399     229     196
Veräußerung von Vermögen                   4       4       7      22
Sonstige Einnahmen                       212     253     258     379

Bereinigte Einnahmen                   3 346   3 578   3 403   3 537

Finanzierungssaldo                      -431    -217    -465    -379

-------------------------------------------------------------------------------
                                             Veränderung in %

Mrd. Euro                                 2001/1996      2003/2001

                                        West     Ost    West     Ost

Personalausgaben                         6,4     4,1     3,9     0,1
Laufender Sachaufwand                   15,9    -7,1    -2,9   -14,8
Zinsausgaben                             8,6    46,1     5,0     8,5
Laufende Zuweisungen                    14,4     1,1     5,1     5,0
  an Unternehmen                        48,5     6,8    14,9    25,3
  Länderfinanzausgleich                 18,4      -    -26,2      -
  an Gemeinden                           7,1    -6,9    -6,6     0,0
  an andere öffentliche Haushalte       -2,0    49,3    29,3     9,3
  an soziale Einrichtungen               7,1     4,4     4,1    -9,7
Soziale Leistungen u. Ä.                14,7    23,8    25,7    11,2
Sachinvestitionen                        7,7     1,3   -13,1    -5,4
Zuweisungen für Investitionen          -10,9   -19,6    -5,4    -4,2
  an Gemeinden                         -21,5   -14,4     3,7    -7,3
  an andere Bereiche                     0,2   -23,9   -12,8    -1,3
Sonstige Ausgaben                       19,3   -44,9   -47,0    63,1

Bereinigte Ausgaben                      8,7    -2,0     1,1     1,5

Steuern u. Ä.                            6,4     8,0    -1,8    -8,5
Einnahmen aus wirtschaftl. Tätigkeit   -16,4    24,3    46,9    -8,8
Laufende Zuweisungen                    17,6     7,5    -1,9    11,8
  vom Bund                              16,9     5,3    -1,4    25,3
  Länderfinanzausgleich                   .     18,4   -28,9   -26,2
  von Gemeinden                          2,8   -39,2     6,6   -26,7
Gebühren                                -2,3    -5,9    15,3    10,5
Vermögensübertragungen vom Bund        -33,0   -19,8     0,0   -51,8
Veräußerung von Vermögen                  .    -13,3   -19,0      .
Sonstige Einnahmen                      -2,4    16,7     8,5    47,4

Bereinigte Einnahmen                     5,7     4,3    -0,5    -2,8

Finanzierungssaldo                        .       .       .       .

                                    Ostdeutschland in % Westdeutschlands
Euro je Einwohner
                                        1996    2001    2002    2003

Personalausgaben                        89,5    91,0    89,5    89,7
Laufender Sachaufwand                  152,4   126,8   116,4   113,8
Zinsausgaben                            78,9   110,2   114,7   116,6
Laufende Zuweisungen                   178,3   163,8   161,2   167,3
  an Unternehmen                       179,4   134,1   140,1   149,5
  Länderfinanzausgleich                   -       -       -       -
  an Gemeinden                         190,9   172,4   175,7   188,8
  an andere öffentliche Haushalte         .       .       .       .
  an soziale Einrichtungen             103,8   105,1   103,0    93,2
Soziale Leistungen u. Ä.               138,4   155,3   152,8   140,6
Sachinvestitionen                      237,1   231,8   228,7   258,4
Zuweisungen für Investitionen          363,6   340,7   333,6   353,0
  an Gemeinden                         319,7   362,1   333,1   331,3
  an andere Bereiche                   409,5   323,2   334,1   374,2
Sonstige Ausgaben                       95,0    45,6   238,2   143,5

Bereinigte Ausgaben                    146,3   137,0   139,3   140,7

Steuern u. Ä.                           86,7    91,4    84,7    87,2
Einnahmen aus wirtschaftl. Tätigkeit    62,3    96,2    59,8    61,2
Laufende Zuweisungen                   425,9   404,2   477,7   471,1
  vom Bund                             445,9   417,2   546,5   542,8
  Länderfinanzausgleich                   .       .       .       .
  von Gemeinden                         18,4    11,3     7,2     7,9
Gebühren                                75,2    75,3    72,6    73,8
Vermögensübertragungen vom Bund        651,9      .    470,7   399,6
Veräußerung von Vermögen                67,8    19,5    71,3   148,0
Sonstige Einnahmen                     185,9   230,9   226,2   320,8

Bereinigte Einnahmen                   139,6   143,1   137,0   142,9

Finanzierungssaldo                        .       .       .       .

-------------------------------------------------------------------------------
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 3

Beschäftigte (1) der west- und der ostdeutschen Flächenländer
nach Aufgabenbereichen
Je 1 000 Einwohner

-------------------------------------------------------------------------------
                                          Westdeutschland   Ostdeutschland

                                            1996    2002     1996    2002

Allgemeine Dienste                           8,1     7,4      9,5     9,3
  Politische Führung und zentrale
  Verwaltung                                 3,0     2,5      3,8     3,4
    darunter:
    Politische Führung                       0,4     0,4      1,0     1,1
    Steuer- und Finanzverwaltung             1,8     1,6      1,8     1,7
  Öffentliche Sicherheit und Ordnung         3,0     2,8      3,7     3,8
    Polizei                                  2,9     2,8      3,7     3,7
  Rechtsschutz                               2,2     2,0      2,0     2,2
Schulen und vorschulische Bildung (2)        8,1     7,9     10,3     9,2
Hochschulen                                  2,5     2,0      2,4     2,3
Wissenschaft, Forschung außerhalb
der Hochschulen (2)                          0,4     0,5      0,7     0,4
Soziale Sicherung                            0,3     0,3      0,4     0,3
Gesundheit, Sport, Erholung                  0,2     0,1      0,4     0,5
Wohnungswesen                                0,3     0,2      0,4     0,3
Sonstiges                                    0,5     0,4      0,5     0,5
Verkehrs- und Nachrichtenwesen               0,5     0,3      0,8     0,7

Insgesamt                                   20,9    19,0     25,5    23,5

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Voll- und Teilzeitbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte auf volle Stellen
umgerechnet.
(2) Einschließlich Verwaltung.

Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 4

Versorgungsindikatoren im schulischen Bereich
in Ost- und in Westdeutschland

-------------------------------------------------------------------------------
                                   Ost   West (1)    Ost   West (1)

                                     1996              2002

Schüler je 100 Einwohner
  Allgemein bildende Schulen      15,0   11,7       10,4   12,2
  Berufliche Schulen               3,5    2,9        3,6    3,2

Schüler je Lehrer
  Allgemein bildende Schulen      15,8   16,4       13,5   16,5
  Berufliche Schulen              26,6   22,8       23,9   24,0

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Stadtstaaten.

Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 5

Indikatoren im Hochschulbereich

-------------------------------------------------------------------------------
                                       Ost-          West-
                                   deutschland   deutschland (1)

Personalausgaben 2001
je Studierenden in Euro               10 748         9 180

Laufende Grundmittel 2001
je Studierenden in Euro                8 197         6 993

Studierende 2002 je Einwohner           18,5          22,9

Studiende 2002 je Lehrpersonal           7,5           8,5

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Stadtstaaten.

Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 6

Beschäftigte (1) der west- und der ostdeutschen Gemeinden
nach Aufgabenbereichen
Je 1 000 Einwohner

-------------------------------------------------------------------------------
                                         Westdeutschland   Ostdeutschland

                                           1996   2002      1996   2002

Allgemeine Verwaltung                       2,7    2,6       4,1    3,3
Öffentliche Sicherheit und Ordnung          1,3    1,3       1,7    1,7
Schulen                                     1,3    1,1       2,1    1,2
Wissenschaft, Forschung, Kulturpflege       0,7    0,6       1,4    0,9
Soziale Sicherung                           2,6    2,6       5,5    3,1
  darunter: Einrichtungen der Jugendhilfe   1,3    1,4       4,0    2,0
Gesundheit, Sport, Erholung                 1,0    0,8       2,0    0,9
Bau- und Wohnungswesen, Verkehr             1,8    1,4       2,1    1,6
Öffentliche Einrichtungen,
Wirtschaftsförderung                        1,5    1,2       2,0    1,1

Insgesamt                                  13,0   11,6      21,0   14,0

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Voll- und Teilzeitbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte auf volle Stellen
umgerechnet.

Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.

DIW Berlin 2004

===============================================================================
© 26/04