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Wochenbericht des DIW Berlin 27/00

Defizit im Handel mit Ostasien nimmt zu

Bearbeiter/in Herbert Lahmann
Eva Vega Gordaliza
Seit Jahresbeginn 1999 stiegen die Exporte Deutschlands nach Ostasien ebenso zügig, wie sie zuvor - im Sog der Wirtschafts- und Währungskrise - zurückgegangen waren. Im ersten Quartal dieses Jahres hatten die Lieferungen nach Ostasien bereits den Anschluss an das hohe Niveau der Exporte vom Sommer 1997 erreicht (Abbildung 1); gegenüber dem Tiefpunkt im Jahresendquartal 1998 entsprach dies einer Zunahme um 29 %. Schwerpunkt im Handel mit Ostasien sind nach wie vor Investitionsgüter. Die Einfuhr aus Ostasien ist in dieser Zeit nur wenig zurückgegangen. Seit dem ersten Quartal 1999 expandierte sie noch kräftiger als die Ausfuhren. Bei dem traditionell wesentlich höheren Niveau der Importe im Vergleich mit den deutschen Exporten nach Ostasien ist damit das Defizit in der Leistungsbilanz erheblich ausgeweitet worden.

Steigendes Defizit in der Leistungsbilanz Im Warenhandel mit Ostasien war seit 1998 mit dem dramatischen Rückgang der deutschen Exporte im Gefolge der Krise der Einfuhrüberschuss sprunghaft gestiegen. Erstmals war dabei der Handel mit den ostasiatischen Schwellenländern defizitär geworden. Das Defizit konnte trotz der seit Anfang 1999 wieder deutlich zunehmenden Warenausfuhren nur etwas zurückgeführt werden; hier spielte eine Rolle, dass auch die Einfuhren weiterhin deutlich gestiegen waren (Tabelle 1). Die Schwellenländer hatten durch die Abwertung der Währungen vorübergehend erhebliche Wettbewerbsvorteile, die sie zum Ausbau ihrer Marktpositionen nutzen konnten (Abbildung 2). [1] Auch gegenwärtig ist die Parität zum Euro im Vergleich mit dem Wert vor der Krise im Durchschnitt noch deutlich niedriger.

Bei dem wichtigsten Handelspartner Japan war das Defizit im Jahre 1999 zwar etwas geringer als im Jahr davor, nahm aber im Laufe des Jahres wieder deutlich zu, da die Exporte infolge der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche - trotz der Stärke des Yen und des dadurch bestehenden Wettbewerbsvorteils der deutschen Exporteure - geringer ausgeweitet wurden als die Importe bei anziehender Konjunktur in Deutschland (Abbildung 3). Die deutschen Importe aus Japan sind nach wie vor etwa doppelt so hoch wie die Exporte dorthin. Eine ähnliche Relation hat auch der Warenhandel mit China, dem zweitwichtigsten Handelspartner in dieser Region. Das deutsche Defizit im Handel mit diesem Land hat sich 1999 wegen des unterschiedlichen Niveaus von Export und Import bei etwa gleichen jährlichen Zuwachsraten dieser Aggregate weiter erhöht. Im ersten Quartal 2000 sind die deutschen Exporte stärker ausgeweitet worden als die Importe.

Im Dienstleistungsverkehr mit Ostasien kam es für Deutschland ebenfalls wieder zu einem Defizit. Mit 2,6 Mrd. DM war dies jedoch - im Vergleich mit dem im Warenhandel - gering (Anteil knapp 7 %). Die höheren deutschen Ausgaben im Dienstleistungssektor entstehen überwiegend im Reiseverkehr. Bemerkenswert ist, dass im Dienstleistungsverkehr mit Japan sowohl im Reiseverkehr als auch bei den Transportleistungen ein Überschuss erzielt wurde.

Das steigende deutsche Defizit bei den Erwerbs- und Vermögenseinkommen lässt sich mit den Veränderungen bei den Nettokapitalanlagen erklären. Die erheblichen Schwankungen bei der Kreditgewährung und den Wertpapieranlagen schlugen sich deutlich in der Kapitalbilanz nieder. Mit Beginn der Asienkrise überstiegen in der Kapitalertragsbilanz mit den Schwellenländern 1997 erstmals die Ausgaben die Einnahmen. Die deutsche Kreditgewährung war bereits 1998 stark eingeschränkt worden, die Wertpapieranlagen waren 1999 merklich geschrumpft. Ähnliches galt hinsichtlich der Kreditgewährung auch für Japan. Diese Entwicklung hat sich am aktuellen Rand bereits umgekehrt, die Kreditgewährung an die Schwellenländer nimmt bereits seit dem Sommer 1999 wieder zu; dies gilt ebenso für die deutschen Wertpapieranlagen in Japan. Das Vertrauen der Kapitalanleger in diese Märkte ist überraschend schnell zurückgekehrt.

Insgesamt hat der hohe negative Saldo in der Warenbilanz die Entwicklung des Saldos der Leistungsbilanz bestimmt. Das Defizit ist hier 1999 in Ostasien um knapp 2 Mrd. DM auf 45 Mrd. DM gestiegen. Bereits im ersten Quartal dieses Jahres zeichnet sich eine weitere Verschlechterung der Leistungsbilanz ab, das Defizit hat sich gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um reichlich 1 Mrd. DM erhöht.

Deutliche Erholung der Exporte von Investitionsgütern Investitionsgüter sind traditionell die wichtigsten Exportgüter nach Ostasien. Im Gefolge der Wirtschaftskrise war dort bei zunehmender Unterauslastung der Fertigungskapazitäten und einem hohen realen Zinsniveau eine erhebliche Investitionsschwäche zu verzeichnen, die nur allmählich abgebaut wird. Eine Analyse der Einfuhren der Länder in Ostasien bei wichtigen Konkurrenten Deutschlands auf diesem Markt zeigt, dass daher die Bezüge aus Deutschland mit deutlicher Verzögerung gegenüber denen aus der EU (14) und den USA - erst im zweiten Quartal 1999 - zugenommen haben. Das Tempo der Erholung bei den Importen Ostasiens aus Deutschland war sogar langsamer als das aus den anderen EU-Ländern (Abbildung 4).

Elektrotechnische Erzeugnisse sind im Jahre 1999 zum wichtigsten Exportgut nach Ostasien geworden; der Anteil an der gesamten Ausfuhr nach Ostasien war mit 20,6 % allerdings nur wenig höher als der für Maschinenbauerzeugnisse. Bei den elektrotechnischen Gütern handelt es sich überwiegend um Produkte, die der Infrastrukturverbesserung dienen (Elektrizitätserzeugung, Telekommunikation); die Nachfrage wurde hier durch internationale Finanzierungsprogramme gestützt. Die Ausfuhr von elektrotechnischen Erzeugnissen hatte gegen Jahresende 1999 bereits wieder Anschluss an das hohe Niveau von 1997 gefunden. Die Exporte von Maschinenbauerzeugnissen sind von der Krise am stärksten getroffen worden: Der Anteil dieser Gütergruppe am gesamten Export nach Ostasien hat sich von rund einem Drittel (1997) auf etwa ein Fünftel (1999) verringert. Besonders ausgeprägt war dabei der Rückgang der Nachfrage in den Schwellenländern (Tabelle 2).

Auch bei der drittwichtigsten Gütergruppe, den Kraftfahrzeugen, hatten die Exporte im Jahre 1999 kräftig expandiert und im zweiten Halbjahr wieder das hohe Niveau vom ersten Halbjahr 1997 erreicht. Der wichtigste Absatzmarkt für Kraftfahrzeuge in Ostasien ist Japan; knapp zwei Drittel der gesamten Fahrzeugexporte nach Ostasien wurden allein nach dorthin geliefert. Die Nachfrageschwäche in Ostasien hat dazu geführt, dass der Anteil dieser Region an den gesamten Exporten der Automobilbranche nur noch knapp 6 % beträgt. Auch in den anderen vier großen Exportbranchen hat sich die Bedeutung dieses Absatzmarktes verringert. Einen bemerkenswert hohen Anteil am gesamten Export der Uhrenindustrie hatte mit rund 23 % der ostasiatische Markt. Allerdings wurden knapp zwei Drittel der Uhren bzw. deren Bauteile nach Hongkong geliefert.

Bemerkenswert ist der Exporterfolg von pharmazeutischen und kosmetischen Erzeugnissen in Japan. Mit einem Anteil von 9 % an den gesamten Exporten dorthin war das Exportvolumen dieser Güter nur wenig geringer als das von Maschinen und elektrotechnischen Erzeugnissen. Das Wachstumstempo war in dieser Gütergruppe im zweiten Halbjahr 1999 sehr hoch; rund 60 % mehr pharmazeutische und kosmetische Erzeugnisse als noch im Vorjahreszeitraum wurden nach Japan geliefert.

Einfuhren von elektrotechnischen Erzeugnissen expandieren kräftig Bei den Importen aus Ostasien hat die Bedeutung von elektrotechnischen Erzeugnissen weiter zugenommen; mit reichlich 27 % ist dieses die mit Abstand wichtigste Warengruppe im Importsortiment. Auch bei der zweitwichtigsten Importgütergruppe, den ADV-Geräten, war im zweiten Halbjahr 1999 eine kräftige Erholung zu verzeichnen. Diese war zwar wesentlich stärker als bei elektrotechnischen Erzeugnissen. Im Jahre 1999 insgesamt ist die Zuwachsrate der elektrotechnischen Erzeugnisse aber mit 13 % deutlich höher gewesen als die bei den ADV-Geräten. Bemerkenswert schwach waren die Importe von Kraftfahrzeugen; die Bezüge lagen sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr 1999 unter dem Vorjahrsniveau. Der Anteil dieser Gütergruppe am gesamten Import aus Ostasien hat sich im Zeitraum 1992 bis 1999 deutlich verringert und betrug 1999 noch knapp 10 %. Eine schwache Entwicklung war 1999 auch bei den Einfuhren von Strickwaren und Kleidung zu beobachten. Der Anteil dieser Gütergruppe an der gesamten Einfuhr verringerte sich ebenfalls weiter.
Ausblick auf das zweite Halbjahr 2000 Die Aussichten für eine dauerhafte Aufwärtsentwicklung der Volkswirtschaften in Ostasien haben sich zwar deutlich verbessert. [2] In einigen Ländern sind jedoch die Probleme ungesicherter Kredite im Bankensektor noch nicht endgültig gelöst worden. [3] Der Finanzsektor ist in den meisten Schwellenländern weiterhin labil. In den kommenden Jahren gilt es vorrangig, die hohe Verschuldung abzubauen. Die rasche Erholung der Krisenländer ist auf die dynamische Exportentwicklung zurückzuführen; dabei dürften die bereits sehr hohen Exportquoten dieser Länder weiter gestiegen sein. Die Impulse vom Export stimulieren in zunehmendem Maße auch den Binnenmarkt. Damit gewinnt der Aufschwung bei weiterhin niedrigen Inflationsraten an Breite und die Auslastung der Fertigungskapazitäten steigt deutlich (Tabelle 3).

Die Absatzchancen für die deutschen Exporteure, insbesondere bei den Lieferungen von Investitionsgütern, dürften sich weiter verbessern. Daher werden die Ausfuhren nach Ostasien auch im zweiten Halbjahr 2000 zügig expandieren. Im gesamten Jahr 2000 wird die Zuwachsrate der Exporte nach Ostasien mit rund 20 % (1999: 6,8 %) weit über dem Durchschnitt der gesamten deutschen Exporte liegen.

Bei den Einfuhren aus Ostasien werden die elektrischen und elektronischen Produkte überdurchschnittlich von der steigenden Nachfrage in Deutschland profitieren. In anderen wichtigen Produktgruppen - das gilt für Strickwaren und Bekleidung sowie für Kraftfahrzeuge - büßten die ostasiatischen Länder im scharfen Preiswettbewerb Marktanteile ein. Bei diesen beiden Gütergruppen macht das Angebot aus Osteuropa den Lieferungen aus Ostasien zunehmend Konkurrenz. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich die Waren aus vielen Schwellenländern in Ostasien wegen der Aufwertung der Währungen für deutsche Importeure merklich verteuert haben. Das Tempo der Importzunahme aus Ostasien wird allerdings nur wenig schwächer sein als das der Exporte. Damit zeichnet sich ab, dass das Defizit in der Leistungsbilanz weiter steigen wird und im Jahr 2000 voraussichtlich 50 Mrd. DM betragen dürfte. Gegenüber 1997 hätte es sich dann innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt.

[1] Vgl. Asian devalutations add sharply to United States trade deficit (www.iie.com/press/pa56pr.htm).

[2] Vgl. The Road to a Sustainable Recovery in Asia (www.imf.org/external/up/speeches/1999/101899.htm).

[3] Zu den Risiken einer Prognose für Ostasien schreibt die Weltbank: The greatest internal risk to the current forecast is the persistent weakness of bank and corporate balance sheets. Global Development Finance. Hrsg.:The World Bank. Washington 05/2000, S. 199.


                                                                             
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Tabelle 1
                                                                       
Leistungsbilanz Deutschlands mit ausgewählten Ländern in Ostasien               
Mill. DM                                                                        
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
                       Warenhandel (1)         Dienstleistungen (2)             
                                                                                
                                                                                
                 Ausfuhr  Einfuhr     Saldo Einnahmen Ausgaben   Saldo          
                  (fob)    (fob)                                                
                                                                                
                                         Länder in Ostasien                     
                                                                                
1997              78 667   99 193   -20 526   12 739   14 095   -1 356          
1998              65 643  103 007   -37 364   12 223   15 182   -2 959          
1999              70 120  108 421   -38 301   12 446   15 061   -2 615          
1999 (3) 1. Qu.   16 406   24 917    -8 511    2 933    3 776     -844          
         2. Qu.   16 951   25 996    -9 045    3 013    3 619     -606          
         3. Qu.   17 786   27 807   -10 021    2 846    3 570     -724          
         4. Qu.   19 070   29 599   -10 529    3 609    4 073     -464          
2000 (3) 1. Qu.   20 320   31 870   -11 550                       -590          
                                                                                
                             Südostasiatische Schwellenländer (4)               
                                                                                
1997              47 952   39 663     8 289    7 449    9 897   -2 448          
1998              35 893   40 076    -4 183    6 463   10 073   -3 610          
1999              36 435   41 642    -5 207    6 024    9 466   -3 442          
1999 (3) 1. Qu.    8 405    9 555    -1 149    1 552    2 543     -991          
         2. Qu.    8 705   10 088    -1 383    1 475    2 305     -830          
         3. Qu.    9 231   10 710    -1 479    1 310    2 250     -940          
         4. Qu.   10 155   11 232    -1 077    1 670    2 373     -703          
2000 (3) 1. Qu.   10 745   11 930    -1 185                       -850          
                                                                                
                                    China (ohne Hongkong)                       
                                                                                
1997              10 555   21 279   -10 724    1 016    1 258     -242          
1998              11 816   22 511   -10 695    1 100    1 510     -410          
1999              13 530   25 783   -12 253    1 175    1 593     -418          
1999 (3) 1. Qu.    3 364    5 721    -2 357      282      381      -99          
         2. Qu.    3 348    6 019    -2 671      294      396     -103          
         3. Qu.    3 433    6 670    -3 236      296      365      -69          
         4. Qu.    3 420    7 361    -3 941      303      451     -148          
2000 (3) 1. Qu.    3 825    7 790    -3 965                       -120          
                                                                                
                                           Japan                                
                                                                                
1997              20 160   38 251   -18 091    4 274    2 940    1 334          
1998              17 934   40 420   -22 486    4 660    3 599    1 061          
1999              20 155   40 996   -20 841    5 247    4 002    1 245          
1999 (3) 1. Qu.    4 637    9 641    -5 005    1 099      853      246          
         2. Qu.    4 898    9 889    -4 991    1 244      918      327          
         3. Qu.    5 122   10 428    -5 306    1 241      956      285          
         4. Qu.    5 495   11 006    -5 511    1 635    1 249      386          
2000 (3) 1. Qu.    5 750   12 150    -6 400                        380          
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                          Erwerbs-                                              
                             und         Saldo der Saldo der                    
                     Vermögenseinkommen  laufenden Leistungs-                   
                                          Übertra-   bilanz                     
                  Einnahmen Ausgaben Saldo gungen                               
                                                                                
                             Länder in Ostasien                                 
                                                                                
1997                4 511   6 860   -2 349   -555   -24 786                     
1998                5 389   7 543   -2 154   -617   -43 094                     
1999                5 073   8 264   -3 192   -541   -44 648                     
1999 (3) 1. Qu.     1 092   1 823     -731   -118   -10 203                     
         2. Qu.     1 235   1 923     -688   -161   -10 499                     
         3. Qu.     1 264   2 238     -975   -118   -11 838                     
         4. Qu.     1 680   2 273     -594   -134   -11 721                     
2000 (3) 1. Qu.                       -885   -126   -13 151                     
                                                                                
                      Südostasiatische Schwellenländer (4)                      
                                                                                
1997                  737   3 180   -2 443   -382     3 016                     
1998                1 974   3 560   -1 586   -312    -9 691                     
1999                2 106   4 289   -2 183   -295   -11 127                     
1999 (3) 1. Qu.       355     872     -517    -70    -2 728                     
         2. Qu.       522     987     -465    -88    -2 765                     
         3. Qu.       518   1 177     -659    -64    -3 142                     
         4. Qu.       914   1 244     -330    -70    -2 180                     
2000 (3) 1. Qu.                       -500    -70    -2 605                     
                                                                                
                             China (ohne Hongkong)                              
                                                                                
1997                  850     148      702   -102   -10 366                     
1998                  718     163      555   -121   -10 671                     
1999                  554     194      359   -129   -12 440                     
1999 (3) 1. Qu.       180      41      139    -16    -2 333                     
         2. Qu.       136      46       91    -31    -2 714                     
         3. Qu.       113      48       65    -36    -3 276                     
         4. Qu.       124      60       65    -36    -4 060                     
2000 (3) 1. Qu.                         65    -15    -4 035                     
                                                                                
                                      Japan                                     
                                                                                
1997                2 924   3 532       -608   -71  -17 436                     
1998                2 697   3 820     -1 123  -184  -22 732                     
1999                2 413   3 781     -1 368  -117  -21 081                     
1999 (3) 1. Qu.       558     910       -352   -32   -5 142                     
         2. Qu.       577     890       -313   -42   -5 020                     
         3. Qu.       632   1 013       -381   -18   -5 420                     
         4. Qu.       641     969       -328   -28   -5 481                     
2000 (3) 1. Qu.                         -450   -41   -6 511                     
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
(1) Spezialhandel nach der amtlichen Außenhandelsstatistik, einschließlich      
Ergänzungen zum Warenverkehr, abzüglich Fracht- und Versicherungskosten.        
(2) Einschließlich Fracht- und Versicherungskosten der Einfuhr.                 
(3) Saisonbereinigt nach dem Berliner Verfahren (BV4).                          
(4) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Südkorea, Thailand, Singapur, Taiwan,    
Brunei, Hongkong.                                                               
Quellen: Statistisches Bundesamt; Deutsche Bundesbank.                          
=============================================================================== 
                                                                                
                                                                                
------------------------------------------------------------------------------- 
Tabelle 2
                                                                       
Struktur des deutschen Außenhandels                                             
in %                                                                            
------------------------------------------------------------------------------- 
                                                                                
                                         Südost-                                
                          Ostasien      asiatische China, Japan EU-6 (3) Alle   
                                        Schwellen- Hongkong             Länder  
                                        länder (1)                              
                                                                                
                       1992   1998   1999                 1999                  
                                                                                
                                                                                
                                                  Ausfuhr                       
                                                                                
Ernährungsgüter         1,6    2,2    2,0    2,1    1,6    2,5    5,6    4,4    
                                                                                
Rohstoffe               0,5    0,6    0,8    0,8    1,2    0,3    0,7    0,7    
                                                                                
Halbwaren               3,0    2,9    3,4    4,0    3,7    2,4    4,5    4,2    
                                                                                
Vorerzeugnisse         13,4   12,4   13,4   14,6   14,0   10,9   13,3   13,2    
                                                                                
Enderzeugnisse (2)     79,5   83,5   79,8   77,9   79,0   83,5   68,7   73,2    
 Elektrotechnische                                                              
 Erzeugnisse           12,9   20,3   20,6   25,8   21,8   11,5   11,3   12,6    
 Maschinen             24,7   23,9   20,5   22,6   27,7   10,4    9,7   13,6    
 Kraftfahrzeuge        19,2   15,1   15,9    7,4    9,4   35,2   19,7   19,5    
 Pharmaz. u. kosmet.                                                            
 Erzeugnisse            4,6    3,7    4,2    2,7    1,7    9,0    2,4    3,6    
 Feinmech. u. opt.                                                              
 Erzeugnisse            2,8    3,4    3,4    3,2    2,5    4,7    2,2    2,5    
 Eisenwaren             2,0    1,9    1,7    1,8    2,1    1,1    2,4    2,6    
 Luftfahrzeuge          0,8    1,6    1,8    1,8    2,0    1,8    4,5    3,3    
 ADV/Büromaschinen      1,0    1,3    1,8    2,0    2,3    1,1    2,9    2,5    
 Waren aus Kunststoffen 0,8    1,1    1,2    1,8    0,7    0,7    1,6    1,7    
 Wasserfahrzeuge        0,5    0,7    0,5    0,8    0,6    0,0    0,0    0,5    
 Strickwaren/Kleidung   0,6    0,5    0,5    0,3    0,4    0,8    1,7    1,4    
 Uhren                  0,5    0,2    0,3    0,1    0,7    0,2    0,1    0,1    
 Edelmetallwaren        0,2    0,1    0,2    0,1    0,2    0,3    0,1    0,1    
 Kinderspielzeug        0,1    0,1    0,1    0,0    0,1    0,1    0,2    0,2    
                                                                                
Insgesamt             100,0  100,0  100,0  100,0  100,0  100,0  100,0  100,0    
Insgesamt in Mrd. DM   47,4   67,4   71,2   30,7   20,1   20,5  430,1  984,1    
                                                                                
                                                    Einfuhr                     
                                                                                
Ernährungsgüter         3,0    2,8    2,4    4,3    3,0    0,1   10,3    8,1    
                                                                                
Rohstoffe               0,9    0,9    0,7    1,1    0,9    0,3    1,5    4,3    
                                                                                
Halbwaren               1,8    2,2    1,9    2,4    2,3    1,1    5,9    7,0    
                                                                                
Vorerzeugnisse          4,6    4,6    4,1    3,2    3,6    5,4   11,7   10,2    
                                                                                
Enderzeugnisse (2)     89,0   88,6   90,1   88,1   89,5   92,5   54,0   60,8    
 Elektrotechnische                                                              
 Erzeugnisse           23,8   25,8   27,3   30,7   22,3   27,5    8,1   11,7    
 ADV/Büromaschinen     11,7   16,6   16,7   23,9    9,7   14,8    3,8    5,5    
 Kraftfahrzeuge        14,9   10,6    9,7    3,4    0,2   22,7   13,7   11,0    
 Strickwaren/Kleidung  10,9    7,4    7,3    7,1   17,2    0,1    1,8    4,5    
 Maschinen              4,5    4,9    5,1    2,5    1,9   10,0    6,3    6,1    
 Feinmech. u. opt.                                                              
 Erzeugnisse            4,6    4,7    4,7    2,6    3,8    7,6    1,1    2,0    
 Waren aus Kunststoffen 2,4    2,5    2,8    2,6    4,5    1,7    1,4    1,5    
 Eisenwaren             1,5    2,1    2,0    2,4    3,8    0,3    2,2    2,3    
 Kinderspielzeug        1,9    1,7    1,8    0,5    5,3    0,6    0,1    0,4    
 Pharmaz. u. kosmet.                                                            
 Erzeugnisse            1,0    1,0    1,0    0,2    1,2    1,6    2,7    3,1    
 Uhren                  0,8    0,8    0,7    0,2    2,1    0,1    0,0    0,2    
 Wasserfahrzeuge        0,0    0,1    0,6    1,0    0,6    0,1    0,1    0,2    
 Luftfahrzeuge          0,1    0,6    0,5    0,4    0,8    0,3    5,0    3,8    
 Fahrräder              0,7    0,5    0,5    0,9    0,2    0,3    0,1    0,1    
 Edelmetallwaren        0,4    0,4    0,4    0,6    0,6    0,0    0,1    0,1    
                                                                                
Insgesamt             100,0  100,0  100,0  100,0  100,0  100,0  100,0  100,0    
Insgesamt in Mrd. DM   81,0  106,9  114,1   41,4   30,7   42,0  343,7  853,1    
                                                                                
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(1) Indonesien, Thailand, Südkorea, Malaysia, Philippinen, Taiwan, Singapur,    
Vietnam.                                                                        
(2) Untergruppen gegliedert nach dem Anteil (%) aller ausgewählten Länder in    
Ostasien im Jahre 1999.                                                         
(3) Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, Niederlande, Österreich.      
Quelle: Statistisches Bundesamt.                                                
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Tabelle 3
                                                                       
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts und der Verbraucherpreise in Ostasien     
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                     Gewichte(1) Bruttoinlandsprodukt, real Verbraucherpreise   
                          in %        Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %    
                                                                                
                     1998     1999    1998   1999   2000   1998   1999   2000   
                                                                                
Indonesien            5,0      2,9   -13,7   -0,5    2,0   77,6   28,2   12,0   
Thailand              4,5      4,0   -10,2    4,2    5,0    8,1    0,3    2,0   
Südkorea              7,5      8,9    -6,7   10,7    8,0    7,5    0,8    2,5   
Malaysia              5,1      4,3    -5,4    4,3    5,5    5,3    2,8    3,2   
Philippinen           2,3      2,3     0,4    3,7    4,5    9,0    6,6    3,5   
Taiwan               12,6     11,7     4,6    5,7    5,5    1,7    0,2    1,0   
Singapur              7,8      8,6     0,4    5,4    6,0   -0,3    0,0    1,8   
                                                                                
China                17,9     19,3     7,8    7,0    7,0   -0,8   -1,5    0,5   
Hongkong              9,8      9,1    -5,1    2,9    5,0    2,6   -3,3    0,5   
                                                                                
Japan                27,5     28,9    -2,4    0,3    1,3    0,6   -0,2   -0,2   
                                                                                
Insgesamt           100,0    100,0    -1,1    3,3    4,7    4,8    1,0    1,2   
                                                                                
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(1) Anteile am deutschen Export nach Ostasien.                                  
Quellen: Statistische Ämter der jeweiligen Länder; 2000 Prognose des DIW.       
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Wochenbericht 27/00