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Wochenbericht des DIW Berlin 30/01

Zur Rolle der privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen in europäischen Innovationssystemen

Bearbeiter Brigitte Preißl
Ulrich Wurzel
Das DIW Berlin hat im Auftrag der Europäischen Kommission nationale Forschungs- und Innovationssysteme in Europa untersucht. Die Studie wurde zusammen mit Forscherteams aus sechs europäischen Ländern durchgeführt. [1] Die Analyse ergab, dass die staatliche Grundfinanzierung für die öffentlichen Forschungseinrichtungen in allen beteiligten Ländern abnimmt. Dies geht einher mit einer deutlichen Zunahme der Auftragsforschung. In Projekten für industrielle und öffentliche Auftraggeber deutet sich dadurch eine verstärkte Konkurrenz zwischen öffentlichen/halböffentlichen Forschungsinstituten und privaten Dienstleistungsfirmen an. Je nach den länderspezifischen Eigenheiten der Innovationssysteme ist die Ausrichtung des Outputs der Forschungsinstitute auf akademische Publikationen, Beiträge zu industriellen Innovationsprozessen, Lehre und Ausbildung sowie staatliche Forschungsaufträge und Politikberatung sehr unterschiedlich. Auch gibt es länderspezifische Muster für die jeweiligen Funktionen von Dienstleistungsfirmen und Forschungsinstituten in industriellen Innovationsprozessen. Infolge der Straffung des Systems öffentlicher Forschungseinrichtungen einerseits und veränderter Bedürfnisse innovierender Unternehmen andererseits entsteht eine neue Arbeitsteilung zwischen den an Innovationsprozessen Beteiligten.
Nationale Innovationssysteme und Forschungsförderung Effizienz und Intensität der Innovationstätigkeit in einer Volkswirtschaft hängen nicht nur von unternehmerischen Entscheidungen ab, sondern auch von institutionellen Rahmenbedingungen, der öffentlichen Forschungslandschaft, den Transferinstituten sowie dem Zugang zu Kapital und zu qualifizierten Arbeitskräften. Volkswirtschaften weisen historisch gewachsene und politisch geprägte Besonderheiten in ihren "Nationalen Innovationssystemen" [2] auf, deren Wirkungsweise Gegenstand wirtschafts- und forschungspolitischer Analysen ist. Dabei geht es nicht zuletzt um die Legitimation der öffentlichen Forschungsförderung im Hinblick auf die Verwertbarkeit von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in industriellen Innovationsprozessen. [3] Angesichts angespannter Haushaltslagen kommt einer Steigerung der Effektivität und Effizienz der Forschungsförderung große Bedeutung zu. Folge ist eine stärkere Förderung der anwendungsbezogenen Forschung zulasten der Grundlagenforschung. [4] Weitere Instrumente zur Effizienzsteigerung werden in der Förderung der Konkurrenz zwischen privaten und öffentlichen Anbietern von Forschungsdienstleistungen sowie in der Privatisierung von Forschungsaktivitäten gesehen. Dadurch sollen marktwirtschaftliche Anreize in den Innovationssystemen verstärkt werden.

Die Ergebnisse stützen sich auf schriftliche Befragungen von öffentlichen bzw. öffentlich geförderten Forschungs- und Technologieinstituten (ÖFI) und privaten wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen (WDL) in Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Portugal und Großbritannien. [5] Die Befragungen hatten Pilotcharakter. Wegen der geringen Zahl der antwortenden WDL können die Ergebnisse für diese Gruppe nicht als repräsentativ angesehen werden, während sie im Fall der ÖFI durchaus generalisiert werden können.

Ein breites Spektrum von Organisationsformen Die untersuchten Forschungseinrichtungen weisen in allen Ländern eine große Bandbreite von Organisationsformen auf. Es handelt sich dabei um private Unternehmen, halböffentliche oder öffentliche Einheiten. Sie können sowohl profitorientiert als auch nicht profitorientiert sein und besitzen unterschiedliche juristische Organisationsformen (z. B. Stiftungen, GmbHs, Vereine). So sind etwa in Deutschland von den öffentlichen Organisationen einige als Stiftungen, die übrigen als eingetragene Vereine organisiert. [6] In den Niederlanden, in denen nur ÖFI befragt wurden, sind 53 % öffentliche, 12 % halböffentliche und 7 % private Einrichtungen mit Stiftungscharakter. In Schweden sind alle 19 ÖFI halböffentliche Organisationen. Die Befragungsteilnehmer in Großbritannien wurden in sechs Kategorien eingeteilt: staatliche Forschungslaboratorien (20 % der Stichprobe), Hochschulinstitute (13 %), öffentliche (staatliche) Unternehmen (3 %), not-for-profit companies (29 %) und private Unternehmen (42 %). Die ersten drei dieser Kategorien werden hier als öffentlich (ÖFI), die anderen beiden als privat (WDL) klassifiziert. Die ÖFI in Portugal sind zu 41 % Universitätszentren, zu 35 % staatliche Laboratorien, zu 8 % private not-for-profit-Organisationen und zu 14 % Ministerialabteilungen oder Regierungsorganisationen. [7]

Die fachliche Ausrichtung der hier untersuchten ÖFI hat ebenfalls eine große Bandbreite. So können in Norwegen zwei große Gruppen von ÖFI unterschieden werden: technisch-industrielle Einheiten (30 Fälle) und Lebensmittelforschungsinstitute (22 Fälle). In Portugal gehören die ÖFI ausschließlich dem Biotechnologiesektor an. In den anderen Ländern ist ein breiteres Spektrum von Forschungsrichtungen vertreten.

Die WDL umfassen mit unterschiedlichem Gewicht Anbieter von Software, FuE-Dienstleistungen, technologischen Analysen und Tests, Ingenieurdienstleistungen und Beratung. In der deutschen Befragung war beispielsweise eine größere Gruppe von EDV-Dienstleistern und Softwareanbietern vertreten; in Schweden sind die WDL vor allem Anbieter von FuE-Leistungen.

Größenstruktur sehr unterschiedlich Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Größenverteilung der ÖFI und WDL nach Umsatz/Budget und Beschäftigten. Während in der portugiesischen und schwedischen Stichprobe kleine und mittelgroße Einheiten überwiegen, besteht in Deutschland und Großbritannien bei den ÖFI ein Übergewicht der größeren Organisationen; bei den privaten Dienstleistern überwiegen eindeutig kleinere Firmen. Auch Norwegen hat einen hohen Anteil kleiner Institute, insbesondere bei den staatlichen Einrichtungen. Akademische und Universitätsinstitute scheinen generell deutlich kleiner zu sein als andere ÖFI. WDL sind in der Regel eher kleine Unternehmen, während unter den ÖFI häufiger auch große Organisationen zu finden sind (Tabelle 1). [8]
Organisatorische Anbindung:
Große Vielfalt der institutionellen Arrangements

Die organisatorische Zugehörigkeit von ÖFI und WDL zu größeren Organisationen kann einen positiven Einfluss auf die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen haben, gleichzeitig jedoch auch die Selbständigkeit und Selbstbestimmung bei FuE-Aktivitäten, Finanzierung und unternehmerischen Initiativen einschränken.

Deutschland und die Niederlande unterscheiden sich hier klar von den übrigen beteiligten Ländern. In den Niederlanden sind 67 % der ÖFI an einer Universität angesiedelt, 14 % gehören zu den größeren Forschungsgesellschaften (z. B. TNO oder TTI), 5 % sind an ein Ministerium angebunden und weitere 5 % an andere Organisationen - nur 9 % sind unabhängig. Auch 74 % aller deutschen ÖFI und WDL sind auf die eine oder andere Art mit anderen Organisationen verbunden: 41 % der Institutionen gehören zu einer Forschungsgesellschaft, 28 % zu einer Universität, 20 % zu einem Ministerium, 4 % zu Unternehmen und 6 % zu anderen Institutionen. [9] Die meisten ÖFI in Schweden und in Großbritannien sind unabhängig; für Portugal und Norwegen ergaben sich keine spezifischen Muster der Anbindung an andere Organisationen.

Unterschiede in den Finanzierungsstrukturen Die Budgets der Forschungseinrichtungen beruhen in der Regel auf vier Finanzierungsquellen:

- Institutionelle staatliche (oder gemeinnützige) Grundfinanzierung,
- Aufträge staatlicher Institutionen (einschließlich staatlicher   Forschungsförderung auf Projektbasis),
- Projekte für andere nichtgewerbliche Institutionen (z. B.   Stiftungen) sowie
- Projekte für die private Wirtschaft.

In einigen europäischen Ländern wird die institutionelle staatliche Grundfinanzierung der ÖFI zugunsten einer Finanzierung auf Projekt- oder Programmbasis zurückgefahren. Die Regierungen versuchen auf diesem Wege auch, eine bessere Kontrolle der FuE-Aktivitäten und der dafür aufgewandten Ressourcen zu erlangen sowie den Wettbewerb zwischen den ÖFI zu erhöhen und die Flexibilität bei der Mittelverwendung zu steigern. Infolgedessen nehmen die den ÖFI für langfristige Projekte von grundlegender wissenschaftlicher Bedeutung zur Verfügung stehenden Ressourcen ab.

Auch die privaten WDL beziehen ihre Finanzierung meist aus mehreren Quellen, unter anderem aus Aufträgen für staatliche oder öffentliche Institutionen. In einigen wenigen Fällen (in Deutschland und Großbritannien) erhalten ausgewählte WDL sogar eine institutionelle Grundfinanzierung aus öffentlichen Geldern (Tabelle 2).

Beim Umfang der staatlichen institutionellen Finanzierung bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Dabei befinden sich Deutschland und Großbritannien am oberen Ende, die Niederlande besetzen einen mittleren Platz, und Schweden findet sich am unteren Ende der Skala. Der hohe Anteil von etwa 70 % der Budgets deutscher ÖFI aus Mitteln der staatlichen institutionellen Grundfinanzierung erklärt sich zum großen Teil aus der hohen Zahl von öffentlichen bzw. öffentlich geförderten Organisationen in der deutschen Stichprobe (etwa 35 % der ÖFI gehören zu dieser Kategorie). Im Gegensatz dazu umfasst die schwedische Stichprobe keine staatlichen oder staatlich kontrollierten Organisationen oder Universitätsinstitute. Britische Organisationen beziehen geringere Finanzierungsbeiträge aus Aufträgen staatlicher Institutionen als die deutschen Institute. In den Niederlanden ist der öffentliche Finanzierungsanteil beachtlich, wobei ein relativ hoher Teil auf die Auftragsforschung entfällt. Während in Schweden der öffentliche Anteil an den Budgets der Institute außerordentlich gering bleibt, speisen portugiesische ÖFI fast ihre gesamten Budgets aus öffentlichen Quellen.

Die institutionelle staatliche Grundfinanzierung verringerte sich in allen Ländern von 1995 bis 1999 (mit Ausnahme Großbritanniens, wo sich für die öffentlichen Institute eine leichte Erhöhung des relativen Anteils ergab). In Portugal wurde diese Entwicklung durch ein größeres Gewicht von Aufträgen staatlicher Institutionen kompensiert, während in den Niederlanden und in Deutschland die Abnahme der öffentlichen Finanzierung durch höhere Anteile von Aufträgen seitens der Industrie abgefangen wurde.

Die meisten ÖFI erwarten, dass der Anteil der staatlichen Grundfinanzierung in Zukunft weiter abnimmt, wobei mit den stärksten Einschnitten in Deutschland und den Niederlanden gerechnet wird. Entsprechend werden Aufträge für die Industrie bis zum Jahre 2002 ein höheres Gewicht bei der Finanzierung haben. ÖFI und WDL werden also in Zukunft intensiver sowohl um staatliche Forschungsaufträge als auch um Industrieverträge konkurrieren.

Die Angaben über die Finanzierungsanteile zeigen, dass die traditionelle Unterscheidung zwischen ÖFI und WDL, bei der Erstere hauptsächlich für den öffentlichen und Letztere überwiegend für den Privatsektor arbeiten, im Prinzip noch immer Gültigkeit hat. Die Veränderungen waren in den vergangenen fünf Jahren eher gradueller als radikaler Natur.

Funktionale Differenzierung beim Output ÖFI und WDL unterscheiden sich unabhängig von institutionellen Merkmalen vor allem nach ihren Funktionen im Innovationssystem. Diese können an der Struktur ihres Outputs gemessen werden. Die Befragungsteilnehmer wurden deshalb gebeten, den Arbeitsaufwand der Einrichtung für fünf grundlegende Output-Arten zu nennen. Gleichzeitig sollten sie Veränderungen in der Output-Struktur von 1995 bis 1999 angeben und die Zusammensetzung der Arbeitsergebnisse für das Jahr 2002 schätzen [10] (Tabelle 3).

Bei den ÖFI sind Beiträge zur Diskussion in der "Scientific Community" der wichtigste Output in allen beteiligten Ländern. Selbst in Schweden, einem Land mit relativ geringer öffentlicher Finanzierung, werden auf derartige Aktivitäten große Teile der Arbeitsinputs verwendet. Während deutsche, niederländische und portugiesische ÖFI 20 bis 25 % ihres Outputs für Bildung und Ausbildung im öffentlichen Interesse aufwenden, spielen diese Tätigkeiten in Schweden keine große Rolle. Studien für die gewerbliche Wirtschaft absorbieren in Deutschland, den Niederlanden und Portugal etwas weniger als ein Fünftel des Arbeitsinputs, in Schweden etwa zwei Fünftel. Mit Blick auf Projekte für öffentliche Körperschaften unterscheiden sich Schweden und Portugal deutlich von den anderen Ländern: Hier fallen nur rund 4 % des Arbeitsvolumens in diese Kategorie, während in Deutschland und den Niederlanden etwa ein Fünftel der Arbeitsinputs für diese Form der Politikberatung aufgewendet wird.

Gemessen am Gewicht der staatlichen institutionellen Grundfinanzierung entfallen in Deutschland im Vergleich etwa mit den Niederlanden und Schweden relativ geringe Teile der Forschungsaktivitäten auf wissenschaftliche Publikationen. Hier nehmen Bildung und Ausbildung im öffentlichen Interesse sowie die Politikberatung für öffentliche Körperschaften einen höheren Anteil ein als in anderen Ländern. Bei den privaten Dienstleistungsfirmen in Deutschland und Schweden dominieren beim Output, wie erwartet, Studien für die gewerbliche Wirtschaft.

Fast alle Befragten aus den ÖFI rechnen mit einer weiteren Abnahme des Anteils der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zugunsten der innovationsrelevanten Dienstleistungen für die gewerbliche Wirtschaft. Im Gegensatz dazu erwarten beispielsweise schwedische WDL eine Zunahme des wissenschaftlichen Outputs. In Großbritannien sind die Veränderungen der Output-Struktur am deutlichsten: Eine starke Erhöhung des Anteils von Studien für die gewerbliche Wirtschaft in den Jahren 1995 bis 1999 wird von einem ebenso eindrucksvollen Rückgang der Politikberatung begleitet. [11]

In der Umfrage wurden hierzu detailliertere Angaben erbeten. Dabei sind die Beiträge zur Diskussion in der "Scientific Community" in drei Untergruppen eingeteilt worden:

- Zeitschriften/Buchveröffentlichungen,
- Forschungsberichte für die Öffentlichkeit,
- Konferenzbeiträge.

Die ÖFI in Schweden halten Konferenzbeiträge und Forschungsberichte für die Öffentlichkeit für weitaus wichtiger als Zeitschriften- und Buchveröffentlichungen (Tabelle 4). Dies unterstreicht, dass schwedische ÖFI stärker auf die angewandte als die theoretische Forschung orientiert sind. Im Gegensatz dazu werden in Deutschland Publikationen als die mit Abstand wichtigste Output-Form angesehen, jedoch werden auch Konferenzbeiträge als sehr wichtig eingestuft. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Niederlande. Studien für die gewerbliche Wirtschaft wurden unterschieden in:

- Technologieberatung/Technologietransfer (z. B. Information,   Selektion und Einführung neuer Technologien, Entwicklung von   Standards),
- Konstruktion und Erprobung von neuen Produkten und   Prozessen (z. B. Design, Tests, Prototypen),
- Prozessoptimierung (z. B. Business-Engineering, Fehleranalyse), - betriebswirtschaftliche Beratung (z. B. Organisationsberatung,   Projektmanagement),
- Zertifizierung.

Die Umfrage zeigte, dass die Technologieberatung sowie Konstruktion und Erprobung in allen drei Ländern als wichtigste Aktivitäten angesehen werden. Der Prozessoptimierung wird in Deutschland und in den Niederlanden nur eine geringe bis mittlere Bedeutung zugemessen; lediglich in Schweden wird sie als wichtiger Bestandteil des Outputs angesehen. Prozessoptimierung, betriebswirtschaftliche Beratung und Zertifizierung sind für die ÖFI in allen hier betrachteten Ländern weitaus weniger wichtig als Technologieberatung/Technologietransfer sowie Konstruktion und Erprobung.

In der Kategorie Projekte für öffentliche Körperschaften sind in Deutschland und in den Niederlanden Studien und die Formulierung von politischen Programmen etwas bedeutender als die anderen beiden Untergruppen (Unterstützung/Durchführung von Programmen und deren Evaluierung). In Schweden ist für die ÖFI die Programm-Implementierung wichtiger als die anderen beiden Untergruppen (Programmdesign und -evaluierung).

Wissensintensive Dienstleister in Schweden und Deutschland im Vergleich WDL wurden detailliert nur für Deutschland und Schweden untersucht. Tabelle 5 enthält die Resultate für die disaggregierten Output-Kategorien. [12] Deutsche WDL setzen einen überraschend hohen Anteil ihrer Arbeitsinputs für Publikationen und Konferenzbeiträge ein. Offensichtlich spielt die Präsentation der Forschungsergebnisse eine wichtige Rolle für das Marketing dieser Unternehmen. Während deutsche WDL in gewissem Umfang zur Bildung und Ausbildung im öffentlichen Interesse beitragen - vorrangig durch die Durchführung von Praktika und weniger durch die Unterstützung von Postdoc-Qualifizierungsmaßnahmen -, werden diese Tätigkeiten in Schweden als weniger wichtig betrachtet. Schwedische WDL gaben eine deutliche Dominanz von Konstruktions- und Erprobungsaktivitäten für die Industrie an, während die anderen industriebezogenen Output-Kategorien weniger wichtig sind als in deutschen WDL. Die Bedeutung der betriebswirtschaftlichen Beratung wird in Deutschland signifikant höher eingeschätzt als in Schweden; Zertifizierungsaktivitäten spielen in beiden Ländern kaum eine Rolle (Tabelle 5).
Wettbewerb im Markt für Forschungsleistungen verschärft sich Organisationen, die innovationsrelevante Dienstleistungen anbieten, sehen sich zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt. Dabei haben die meisten ÖFI und WDL in allen Ländern starke Wettbewerber innerhalb ihrer eigenen Gruppe, d. h. ÖFI stehen in Konkurrenz zu ÖFI, und WDL arbeiten im selben Markt wie andere WDL (Tabelle 6). In Schweden empfinden die Befragten den Wettbewerb zwischen den ÖFI und WDL stärker als in den Niederlanden und in Deutschland. Niederländische ÖFI stehen meistens mit Universitäten im Wettbewerb, auch deutsche und schwedische ÖFI betrachten Universitäten als ihre Konkurrenten. Dies ist bei den WDL und den Forschungsabteilungen von produzierenden Unternehmen weitaus seltener der Fall.

Die ÖFI in Deutschland und Schweden sehen die WDL in geringerem Maße als ihre Wettbewerber an als umgekehrt. Von den WDL wurden ÖFI, Universitäten und andere Unternehmen in beiden Ländern gleich häufig als Wettbewerber genannt.

Die meisten Anbieter von innovationsrelevanten Dienstleistungen sehen ihre Spezialisierung als wichtigsten Wettbewerbsvorteil an. Die Qualität ihrer Arbeit und die Erfahrung aus früheren Projekten sind weitere wichtige Faktoren. Das jeweilige Forschungsgebiet und langjährige Erfahrung sind für die ÖFI etwas bedeutender als für die WDL. Die angewandten Methoden unterscheiden ÖFI in Deutschland und Schweden von ihren Wettbewerbern; niederländische ÖFI sehen dies weniger als Erfolgsfaktor an. Während andere Faktoren, wie Interdisziplinarität oder Größenvorteile (Economies of Scale), nur selten als zusätzliche Wettbewerbsvorteile genannt wurden, scheint für niederländische ÖFI insbesondere die Unabhängigkeit der Institute wichtig zu sein. Überraschenderweise sind Kostenvorteile als Wettbewerbsfaktor für WDL weitaus wichtiger als für die ÖFI (Tabelle 7). [13]

Servicefunktionen im Innovationsprozess Um den Beitrag der ÖFI und WDL zu Innovationsprozessen zu untersuchen, wurden modellhaft zehn idealtypische Grundfunktionen unterschieden. Die Befragungsteilnehmer wurden gebeten, die von ihnen angebotenen Funktionen zu nennen (Tabelle 8).

Die Ergebnisse der Befragungen zeigen im Ländervergleich ein unterschiedliches Bild sowohl im Hinblick auf die Breite des Angebots der Institutionen als auch in Bezug auf die Arbeitsteilung zwischen ÖFI und WDL. Die Innovationsfunktionen, die von deutschen, niederländischen und schwedischen ÖFI am häufigsten angeboten werden, sind Grundlagenforschung und Produkt- oder Prozessentwicklung. Tests, Prototypenbau, Machbarkeits- und Marktstudien sowie die Beschaffung und Sichtung von innovationsrelevanten Informationen nehmen mittlere Plätze ein. Die WDL wiederum haben hier bei Planung, Projekt- und Personalmanagement, beim Prototypenbau und bei der Markteinführung ein wichtige Rolle.

In Großbritannien werden von einem großen Teil der ÖFI und WDL mit Ausnahme der Markteinführung alle Dienstleistungen gleichermaßen angeboten, jedoch konzentrieren sich hier die ÖFI auf Grundlagenforschung, Produktentwicklung, Tests und die Bereitstellung von Informationen, während die WDL hauptsächlich Machbarkeits- und Marktstudien, Produktentwicklung, Projektmanagement, Tests und Implementierung nannten.

Insgesamt ergibt sich daraus, dass es im Bereich von Produktentwicklung und Tests zu den meisten Überschneidungen der Aktivitäten von ÖFI und WDL kommt. Die Unterschiede in den Anteilen von ÖFI und WDL, die bestimmte Dienstleistungen anbieten, sind in Großbritannien weitaus stärker ausgeprägt als in den anderen Ländern. Aber auch in Deutschland sind die ÖFI gegenüber den WDL stärker in den früheren Phasen des Innovationsprozesses engagiert (erste drei Servicefunktionen), während bei der Umsetzung (folgende vier Funktionen) beide Organisationstypen gleich stark involviert sind. WDL haben ein deutliches Übergewicht bei den marktnäheren Servicefunktionen (letzte drei Kategorien).

Fazit Trotz unterschiedlicher institutioneller Ausgestaltung der Forschungssysteme und Dienstleistungsmärkte in verschiedenen Ländern lassen sich gemeinsame Trends in der Bereitstellung innovationsrelevanter Dienstleistungen erkennen. Im Zuge der Ausdifferenzierung der Dienstleistungsökonomie bildet sich neben dem traditionellen System, in dem öffentliche oder öffentlich geförderte Forschungs- und Technologieinstitute innovationsrelevantes Wissen hervorbringen und verbreiten, eine "zweite Wissensinfrastruktur" in Form von privatwirtschaftlichen unternehmensbezogenen, wissensintensiven Dienstleistungsfirmen heraus. Diese gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Umsetzung von Innovationen, indem sie verschiedene im Innovationsprozess relevante Funktionen kombinieren. Die Arbeitsteilung von öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen einerseits, die stärker (auch akademisch orientierte) Grundlagenforschung betreiben, und privaten Dienstleistungsfirmen andererseits, die eher unmittelbar produktionsbezogene Beratungs- und Implementierungsleistungen erbringen, bildet nach wie vor in allen untersuchten Ländern das Grundmuster für die Erbringung von Innovationsinputs.

Innovationen erfordern das Zusammenwirken verschiedener Institute und Unternehmen. Eine Zusammenführung von unterschiedlichen Kompetenzen über Organisationsgrenzen hinweg erleichtert die Durchführung von Innovationen gerade in kleinen und mittleren Unternehmen. Dies kann durch Kooperation und Vernetzung der Akteure geschehen oder durch eine Erweiterung des Dienstleistungsspektrums öffentlicher und privater Organisationen. Dabei sollten die spezifischen Profile öffentlich geförderter Institute nicht verloren gehen, denn Forschungsinstitute sind für die Industrie nur dann als Kooperationspartner interessant, wenn sie auf der Basis einer soliden Grundlagenforschung Ergebnisse liefern können, die weder im Unternehmen selbst noch von Unternehmensberatern zur Verfügung gestellt werden. Dennoch zeigen die Erfahrungen in anderen Ländern, dass eine ausgeprägtere Dienstleistungsorientierung von Forschungsinstituten sinnvoll ist, um die eigenen Forschungsergebnisse besser in die industriellen Innovationsprozesse einzubringen.

[1] Der Bericht beruht auf einem von der EU finanzierten Forschungsprojekt: RISE - Research Organisations in the Service Economy. Vgl. auch Brigitte Preissl: Research and Technology Institutes and the Service Economy - A functional perspective on innovation related services, DIW-RISE Report, December 2000.

[2] Vgl. C. Edquist: Systems of Innovation, Technologies, Institutions and Organisations, Pinter, London, 1997, und R. R. Nelson: National Innovation Systems, a comparative analysis, Oxford University Press, Oxford, 1993.

[3] Für eine Zusammenfassung der Debatten um öffentliche Forschungsförderung, Spill-overs und Technologietransfer siehe C. Farina und B. Preissl: Research and Technology Organisations in National Systems of Innovation, DIW Discussion Paper No. 221, July 2000.

[4] Vgl. R. C. Levin, W. M. Cohen, D. C. Mowery: Appropriating the Returns from Industrial R&D. In: Brookings Papers on Economic Activity, 3, 1987, pp. 783- 820, und H. N. Abramson, J. Encarnaçao, P. P. Reid, U. Schmoch (eds.): Technology Transfer Systems in the United States and Germany, National Academy Press, Washington, D. C. Siehe auch Senker et al.: European Comparison of Public Research Systems, TSER Project No. SOEI-CT96-1036, Final report, 1999.

[5] Angesichts der organisatorischen Vielfalt von Forschungseinrichtungen in den einzelnen Ländern war es nicht möglich, eine stark differenzierte Kategorisierung von Forschungsinstituten zu verwenden. Unter ÖFI werden daher öffentliche und halböffentliche Institute zusammengefasst, wobei als halböffentlich diejenigen Einrichtungen gelten, die eine öffentliche Grundförderung beziehen, aber auch am Markt tätig sind. Zu Letzteren zählen auch An-Institute an Universitäten, während Lehrstühle ausgeschlossen wurden.

[6] Zur Gruppe der Stiftungen bzw. Vereine gehört auch eine Anzahl von Befragungsteilnehmern, die sich selbst als privat bezeichnen. Bei diesen Unternehmen handelt es sich jedoch um nicht profitorientierte Einheiten.

[7] Angesichts der geringen Anzahl privater Firmen, die auf dem Gebiet der Biotechnologie oder benachbarter Felder tätig sind, schloss die portugiesische Befragung keine WDL ein. Wegen der Konzentration auf einen Sektor sind die Ergebnisse für Portugal nur eingeschränkt mit denen der übrigen Länder vergleichbar.

[8] Es sollte beachtet werden, daß sich der Indikator "klein" auf ÖFI und WDL bezieht, die bis zu 50 Angestellte haben, d. h. die Organisationen in dieser Kategorie können sehr klein sein, schließen aber auch den Bereich größerer Einheiten mit bis zu 50 Angestellten ein.

[9] Einige der Antwortenden gaben mehr als eine organisatorische Anbindung für ihr Institut an.

[10] Diese Vorgehensweise impliziert, dass der Arbeitsaufwand, der zur Produktion/Bereitstellung bestimmter Output-Arten aufgewandt wird, in genau demselben Verhältnis zu Arbeitsergebnissen für die verschiedenen Felder führt. Dieses Vorgehen ist für die Messung des Dienstleistungsoutputs aufgrund des Mangels an "zählbarem" Output eine häufig verwendete Annäherung.

[11] Die in Tabelle 4 erkennbaren Veränderungen in Portugal sind hauptsächlich das Ergebnis von unterschiedlichen Stichprobenzusammensetzungen in den beiden Jahren.

[12] Die Untergruppen der Output-Form "Projekte für öffentliche Körperschaften", also die Politikberatungsaktivitäten, werden hier nicht detailliert dargestellt, da deren Bedeutung seitens der WDL als vernachlässigenswert gering eingeschätzt wurde.

[13] Offensichtlich ist dies darauf zurückzuführen, dass WDL einem stärkeren Preiswettbewerb ausgesetzt sind und ÖFI die ihnen zur Verfügung gestellten öffentlichen Finanzierungsmittel weniger als eine Möglichkeit wahrnehmen, über Preissenkungen/niedrige Preise ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

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Tabelle 1
Größenstruktur der befragten Forschungsinstitute (1)

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                        Größenstruktur (2) in %
                                                   Zahl der Antwortenden
                         Klein   Mittel   Groß

Deutschland      ÖFI       21      44      35             104
                 WDL       79      21       0              28

Schweden         ÖFI       42      47      11              19
                 WDL       73      17      10              32

Großbritannien   ÖFI       22      11      66              20
                 WDL       48      30      22              13

Portugal         ÖFI       57      29      14              37

Norwegen         WDL       90       6       4              57

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(1) Öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institute (ÖFI) und wissensintensive
 Dienstleistungsunternehmen (WDL).
(2) Anhand eines kombinierten Größenindikators zusammengestellt
 (Niederlande k. A.).

Quelle: DIW Berlin.

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Tabelle 2
Finanzierungsquellen der befragten Forschungsinstitute (1)
 in % der Budgets und Umsätze (Durchschnitt)

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               Institutionelle    Aufträge    Projekte für    Projekte für die
                 staatliche      staatlicher  nicht-gewerbl. private Wirtschaft
              Grundfinanzierung Institutionen Institutionen

                  1995   1999    1995   1999    1995   1999    1995   1999

Deutschland
   ÖFI              70     67      19     19       3      2       9     13
   WDL              17     12      13     11       5      4      65     73

Niederlande
   ÖFI              50     49      28     28      10      8      13     18

Schweden
   ÖFI              -      12      -      30      -       9      -      51
   WDL              -       0      -       9      -       2      -      81

Großbritannien
   ÖFI              64     65      13     12       9      9      13     15
   WDL               5      4      29     21       7      6      53     67

Portugal
   ÖFI              44     42      49     52       1      2       6      3

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(1) Öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institute (ÖFI) und wissensintensive
 Dienstleistungsunternehmen (WDL).

Quelle: DIW Berlin.

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Tabelle 3
Struktur der Arbeitsergebnisse in den befragten Forschungsinstituten (1)

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                              In % des Arbeitsaufwandes für ...

                 Beiträge      Bildung/
              zur Diskussion  Ausbildung    Studien      Projekte
                  in der         im         für die     für öffent-    andere
                "Scientific  öffentlichen  gewerbliche  liche Kör-  Aktivitäten
                 Community"   Interesse    Wirtschaft   perschaften

                 1995  1999   1995  1999   1995  1999   1995  1999   1995  1999

Deutschland
   ÖFI             46    43     21    20     15    17     18    20     -     -
   WDL             16    19     21    17     50    48     13    15     -     -

Niederlande        44    41     25    21     12    20     20    19     -     -

Schweden
   ÖFI             46    42      8     8     41    44      4     4     -      3
                                                          (3,6) (4,4)
   WDL             -      5     -      5     -     74      4     -     -     12

Großbritannien     12    13      2     5     47    56     36    27     -     -

Portugal           58    54     27    23      9    18      4     4      2     1

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institute (ÖFI) und wissensintensive
 Dienstleistungsunternehmen (WDL).

Quelle: DIW Berlin.

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Tabelle 4
Bedeutung der Arbeitsergebnisse für Forschungs- und Technologieinstitute (1)
 in % der Antwortenden

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                         Deutschland        Niederlande            Schweden
Arbeitsergebnisse
                     Gering Mittel Hoch  Gering Mittel Hoch  Gering Mittel Hoch

Beiträge für die
 "Scientific Community"
  Veröffentlichungen     11   23   66         6   19   75        64   32    4
  Forschungsberichte     26   49   25        33   39   28        26   26   48
  Konferenzbeiträge      12   36   53         8   33   59        10   64   26

Bildung/Ausbildung im
 öffentlichen Interesse
  Praktika,
   Diplomarbeiten        17   24   59        31   19   50        48   32   20
  Promotionen,
   Habilitationen        25   17   58        28   19   54        31   42   26
                                                  (2)  (2)
Studien für die ge-
 werbliche Wirtschaft
  Technologieberatung/
   Technologietransfer   45   23   32        44   25   31         5   32   63
  Konstruktion/Erprobung 52   20   28        44   28   28        11   26   63
  Prozessoptimierung     65   16   18        73   25    2        32   16   53
  Betriebswirtschaf-
   tliche Beratung (3)   79   12   10        75   22    3        84    5   11
  Zertifizierung         90    5    5        92    3    5        78   11   11

Projekte für öffent-
 liche Körperschaften
  Studien,
   Programmdesign        55   21   24        44   31   25        68   32    0
  Hilfe bei der Pro-
   grammimplementierung  69   18   13        58   28   14        58   37    5
  Programmevaluierung    65   23   11        56   28   16        89   11    0

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(1) Öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institute.
(2) Geschätzt.
(3) In Schweden wurde diese Kategorie durch "Operational Services" ersetzt.

Quelle: DIW Berlin.

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Tabelle 5
Bedeutung der Arbeitsergebnisse für private wissensintensive 
 Dienstleistungsunternehmen in % der Antwortenden

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                                          Deutschland           Schweden
Arbeitsergebnisse
                                      Gering Mittel Hoch   Gering Mittel Hoch

Beiträge für die "Scientific Community"
   Veröffentlichungen                     43   18   39         97    0    3
   Forschungsberichte                     64   21   14         88   12    0
   Konferenzbeiträge                      32   32   36         94    6    0

Bildung/Ausbildung
 im öffentlichen Interesse
   Praktika, Diplomarbeiten               32   46   21         77   23    0
   Promotionen, Habilitationen            75   14   11         94    6    0

Studien für die gewerbliche Wirtschaft
   Technologieberatung/
    Technologietransfer                   29   29   43         49   32   19
   Konstruktion/Erprobung                 29   36   36         29   13   58
   Prozessoptimierung                     43   25   32         45   42   13
   Betriebswirtschaftliche Beratung       50   25   25         74   19    6
   Zertifizierung                         75   14   11         83   13    3

-------------------------------------------------------------------------------
Quelle: DIW Berlin.

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-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 6
Konkurrenz der befragten Forschungsinstitute (1) in % der jeweils Antwortenden

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                        Deutschland    Schweden     Niederlande   Norwegen (2)
Konkurrenten
                         ÖFI   WDL     ÖFI   WDL        ÖFI          ÖFI

Andere ÖFI                81    54      95    72         86           41

Universitäten (3)         75    50      89    72         88           34

Andere WDL                48    61      63    76         81            9

FuE-Abteilungen in Pro-
duktionsunternehmen       43    54      21    68         79

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institute (ÖFI) und wissensintensive
 Dienstleistungsunternehmen (WDL).
(2) In der norwegischen Umfrage wurde nach "mittlerer und starker Konkurrenz"
 gefragt, es wurde nicht zwischen WDL und Produktionsunternehmen unterschieden.
(3) ÖFI enthalten in den hier genannten Ländern angeschlossene Institute,
 aber keine Universitätslehrstühle.

Quelle: DIW Berlin.

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Tabelle 7
Wichtige Wettbewerbsvorteile der befragten Forschungsinstitute (1)
 in % der Antwortenden

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                                      Deutschland   Schweden   Niederlande

                                       ÖFI   WDL    ÖFI   WDL      ÖFI

Forschungsrichtung/Spezialisierung
des Instituts                           98    44    100    90       95

Arbeitsweise                            50    26     63    42       29

Qualität der Arbeit                     80    82     79    58       83

Frühere Erfahrungen                     52    46     95    90       88

Kostenvorteile                          33    44     16    23       20

Anforderungen an Vertraulichkeit        11    11     -     -        20

-------------------------------------------------------------------------------
(1) Öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institute (ÖFI) und wissensintensive
 Dienstleistungsunternehmen (WDL).

Quelle: DIW Berlin.

-------------------------------------------------------------------------------
-------------------------------------------------------------------------------
Tabelle 8
Anteil aller Antwortenden, die diese Dienstleistungsfunktion anbieten (in %)

-------------------------------------------------------------------------------
                                    Forschungsinstitute (1)
Funktion                      Land
                                     WDL   ÖFI   Alle

                              D       32    60    54
Grundlagenforschung           NL      -    100   100
                              S       64    95    77
                              GB      56   100    68

                              D       63    65    64
Beschaffung und Sichtung der  NL      -     88    88
notwendigen Informationen     S       11    26    55
                              GB      76    78    76

                              D       58    57    57
Machbarkeitsstudien und       NL      -     64    64
Marktstudien                  S       55    63    59
                              GB      84    56    76

                              D       45    67    62
Produkt- und Verfahrens-      NL      -     72    72
entwicklung                   S       93    95    94
                              GB      76    67    74

                              D       58    35    40
Planung, Projektmanagement,   NL      -     32     8
Personalmanagement            S       -     -     -
                              GB     84     56    76

                              D      58     51    52
Prototypenbau                 NL     -      44    44
                              S      50     58    53
                              GB     68     56    65

                              D      40     60    55
Tests                         NL     -      52    52
                              S      46     74    57
                              GB     80     89    82

                              D      50     46    47
Realisierung und Implementa-  NL     -      -     16
tion der Innovation           S      80     -     -
                              GB     16     67    76

                              D      37     36    36
Dokumentation und Zertifizie- NL     -      28   -
rung                          S      21     11    17
                              GB     68     56    65

                              D      45     18    24
Markteinführung               NL     -       4    -
                              S      36     21    30
                              GB     52     44    50

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(1) Öffentliche bzw . öffentlich geförderte Institute (ÖFI) und
 wissensintensive Dienstleistungsunt ernehmen (WDL).
 
Quelle: DIW Berlin.

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