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| Wochenbericht des DIW Berlin 34/01
Die Förderinitiative InnoRegio - Konzeption und erste Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung | |||
| Bearbeiter | Alexander Eickelpasch Martina Kauffeld Ingo Pfeiffer Ulrich Wurzel Thomas Bachmann | ||
| Zehn Jahre nach der deutschen Vereinigung ist die wirtschaftliche Situation in den neuen Bundesländern immer noch unbefriedigend. Die Politik sucht nach neuen Förderansätzen, die bekannte oder vermutete Schwachstellen zielgenauer beseitigen können. Eine dieser Schwachstellen ist die niedrige Forschungsintensität, die mit einer geringen Innovationskraft der Unternehmen einhergeht. Eine weitere ist der nur unzureichend ausgebildete regionale Zusammenhalt der Unternehmen und der wirtschaftsnahen Einrichtungen. Als ein wesentliches Moment zur Stärkung der Innovationskraft der Unternehmen und der regionalen Wirtschaftspotentiale wird die formelle und die informelle Zusammenarbeit der verschiedenen regionalen Akteure angesehen, d. h. die Netzwerkbildung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Verwaltung und Politik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im April 1999 eine Förderinitiative, InnoRegio genannt, begonnen. Die Akteure wurden aufgerufen, sich mit Konzepten zur Entwicklung innovativer regionaler Kooperationsverbünde an einem Förderwettbewerb zu beteiligen. Die Umsetzung der InnoRegio-Initiative wird bis zum Jahre 2004 wissenschaftlich begleitet. [1] Das Förderkonzept sowie erste empirische Befunde zur Etablierung und Entwicklung der InnoRegio-Netzwerke werden in diesem Bericht dargestellt.
Seit Ende der 90er Jahre stockt der Aufholprozess in Ostdeutschland: Das gesamtwirtschaftliche Wachstum bleibt hinter dem in Westdeutschland zurück, die registrierte Arbeitslosigkeit ist nach wie vor erheblich höher als im Durchschnitt der alten Länder und ändert sich kaum. Als eine wesentliche Schwachstelle im Wirtschaftsprozess in den ostdeutschen Ländern wird von vielen die unzureichende Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschung und wirtschaftsnahen Einrichtungen auf regionaler Ebene angesehen. Hier setzt die Initiative InnoRegio des BMBF an. Sie will die Innovationsfähigkeit der Unternehmen in den neuen Ländern durch die Förderung der Netzwerkbildung stärken und damit mittelbar Impulse für das Wachstum und die Beschäftigung in den Regionen Ostdeutschlands geben. Bei diesem Ansatz steht der Aufbau tragfähiger Kooperationsbeziehungen der Unternehmen untereinander sowie zwischen diesen und anderen wirtschaftsnahen Akteuren wie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Technologietransferstellen in der jeweiligen Region im Vordergrund. [2] Die Gebiets- und Themenabgrenzung stand den Interessenten frei. Abweichend von der traditionellen Förderpolitik sind die Adressaten für dieses Förderungsangebot nicht einzelne Unternehmen, sondern regionale Kooperationsgemeinschaften, die sich zu Projektverbünden zusammenschließen. Die Empfänger der Fördermittel wurden im Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Das Konzept baut auf theoretisch fundierten und empirisch belegten Zusammenhängen zwischen Vernetzung und Innovationsfähigkeit auf. Die Vernetzung regionaler Akteure im Innovationsprozess - auch als regionale Innovationssysteme bezeichnet - sollte sich grundsätzlich spontan und selbst gesteuert aus den Interessen und Bedürfnissen der Akteure entwickeln. Wegen zahlreicher Hemmnisse wie hoher Anlaufkosten, unzureichenden Vertrauens und der damit zusammenhängenden "Free-Rider"-Problematik kann jedoch in der Startphase eine staatliche Förderung hilfreich sein. Sie ist dann auch ordnungspolitisch vertretbar. Die in die Förderung einbezogenen Netzwerke wurden in einem dreistufigen Verfahren ermittelt. In einer Qualifizierungsphase (April 1999 bis Oktober 1999) haben sich Akteure aus den Regionen mit ersten Konzepten um die Förderung ihrer Projektverbünde beworben. Von 444 Bewerbungen wurden im November 1999 im Hinblick auf Kriterien wie Bedeutung für die Region, Komplementarität der Akteure und Innovationsansatz 25 Netzwerke für die anschließende Entwicklungsphase ausgewählt und für die Präzisierung ihrer Konzepte mit Fördermitteln bis zu 300 000 DM ausgestattet. [3] In dieser Phase haben die InnoRegios zudem durch Moderatoren, die den Kommunikations- und Organisationsprozess begleiteten, sowie durch Beratung in fachlichen und fördertechnischen Fragen durch die Projektträger auch immaterielle Unterstützung erhalten. Die Konzepte mussten bis zum 30. Juni 2000 eingereicht werden. Im Oktober 2000 hat die Jury zunächst 19 InnoRegios aus allen neuen Ländern zur Förderung in der Umsetzungsphase empfohlen (Übersicht). Sie soll über einen Zeitraum von vier Jahren gewährt werden. Weitere sechs InnoRegios erhielten die Möglichkeit, ihre Konzepte bis Juni 2001 weiterzuentwickeln und nach erneuter Begutachtung ebenfalls gefördert zu werden. Im Zeitraum 1999 bis 2004 stellt das BMBF für diese Initiative insgesamt 500 Millionen DM zur Verfügung. | |||
| Die wissenschaftliche Begleitung von InnoRegio - Aufgaben und erste Befunde |
Die Aufgaben der wissenschaftlichen Begleitung der InnoRegio-Initiative sind, Erstellung und Umsetzung der InnoRegio-Vorhaben in den Regionen zu analysieren und Erfolgsfaktoren zu identifizieren, den Erfahrungsaustausch zwischen den Regionen wissenschaftlich zu untermauern, Vorschläge für eine Übertragung erfolgreicher Ansätze auf andere Regionen zu entwickeln, das BMBF bei der Umsetzung der Förderschwerpunkte zu beraten, den Förderansatz zu bewerten und Empfehlungen für zukünftige Förderprogramme herauszuarbeiten. Die theoretische Grundlage des InnoRegio-Konzepts lässt sich folgendermaßen skizzieren: (1) Innovationen beruhen auf Wissensproduktion und -austausch. Sie werden insbesondere durch die Weitergabe informellen Wissens (tacit knowledge) beschleunigt. (2) Gemeinsame Interessen und komplementäre Kompetenzen sind Voraussetzung, Vertrauen ist die Grundlage dieses Prozesses. (3) Räumliche Nähe begünstigt gemeinsame Erfahrung, diese wiederum die Vertrauensbildung und damit die Zusammenarbeit. (4) Die Stärkung der Innovationsfähigkeit steigert die wirtschaftliche Leistung der individuellen Akteure, erzeugt Spill-over-Effekte und Externalitäten, die mittel- bis langfristig Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit weiterer Akteure in der Region begünstigen. Zentrale Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind: - Ist durch InnoRegio eine dauerhaft tragfähige Vernetzung regionaler Akteure entstanden? Mit anderen Worten: Welche Faktoren bestimmen den Prozess der Netzwerkbildung im Allgemeinen und speziell im Fall der InnoRegio-Initiative? - Hat die Vernetzung die Bildung leistungsfähiger regionaler Innovationssysteme initiiert, oder sind bestehende Systeme gestärkt worden? Anders ausgedrückt: Leistet die Vernetzung den erwarteten Beitrag zur Bildung oder zur Stärkung regionaler Innovationssysteme? - Welche Auswirkungen hat die gegebenenfalls veränderte Innovationsfähigkeit der Netzwerkakteure auf die Wertschöpfung, die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung in der Region insgesamt? Die Wirkungszusammenhänge werden auf verschiedenen Ebenen untersucht: bei den einzelnen Akteuren, bei den Projektverbünden, bei den durch die Zusammenarbeit der Projekte gebildeten Netzwerken und in den Regionen, denen die Netzwerke zugehören. In der vom November 1999 bis Juni 2000 durchgeführten zweiten Stufe des InnoRegio-Wettbewerbs, der Entwicklungsphase, mussten die an den Kooperationsverbünden beteiligten Akteure in erster Linie funktionierende Netzwerkstrukturen etablieren. Aufgabe der empirischen Untersuchungen durch die wissenschaftliche Begleitung war es zunächst, diesen Prozess zu analysieren. Im Zentrum standen die Ausgangsbedingungen sowie der Verlauf der Netzwerkbildungs- bzw. -konsolidierungsprozesse. Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen über Entstehungs- und Entwicklungsbedingungen von Netzwerken sowie der Informationen über die Innovationsprojekte in den einzelnen InnoRegios wurden Einflussfaktoren für die Netzwerkbildung abgeleitet: interne Faktoren wie die Leistungsfähigkeit der einzelnen Akteure, das Vorhandensein von komplementären Kompetenzen und die Fähigkeit der Akteure, diese in innovativen Projekten zu nutzen (wirtschaftliche Kompetenz), daneben die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten der Akteure und ihre Bereitschaft, diese in das Netzwerk einzubringen (Interaktionskompetenz), und die Organisation der Netzwerkabläufe (Koordinierungskompetenz). Als wesentliche Einflussfaktoren sind zudem externe Faktoren wie das institutionelle Umfeld und die regionale Infrastruktur und schließlich auch die relevanten Märkte zu berücksichtigen. Im ersten Untersuchungsschritt wurde die Konstellation dieser Faktoren in den einzelnen InnoRegios auf der Basis von rund 300 Interviews mit ausgewählten Akteuren sowie einer schriftlichen Befragung ermittelt, an der 765 von 1 350 Befragten teilgenommen haben. Zusätzlich wurde die Regionaldatenbank des DIW Berlin mit Daten aus amtlichen und anderen Quellen zu Bevölkerung, Wirtschaft, Innovationspotential und Arbeitsmarkt für die InnoRegios herangezogen. Eine weitere Datenquelle stellten andere Unternehmensbefragungen des DIW Berlin in den neuen Ländern dar. | ||
| Akteure |
In der Entwicklungsphase der InnoRegio Netzwerke, über die hier berichtet wird, standen Projekte und Beteiligte noch nicht definitiv fest. Die Konzepte zeigen jedoch erhebliche Unterschiede nicht nur nach Zielsetzung, sondern auch nach Größe, d. h. nach der Zahl der geplanten Projekte und der Zahl sowie der Zusammensetzung des Teilnehmerkreises. Neben Netzwerken mit drei bis fünf Themenfeldern, acht bis zehn Projektausarbeitungen und zehn bis zwanzig Teilnehmern finden sich Netzwerke mit über zwei Dutzend Projektideen und mehr als hundert potentiellen Teilnehmern. Die Zusammensetzung der Teilnehmerkreise orientiert sich grundsätzlich am Prinzip der Komplementarität, also der Ergänzung von Fähigkeiten und Aktivitäten. Dies gilt sowohl für Netzwerke, die möglichst vollständige Wertschöpfungsketten in der Region etablieren wollen, als auch für Akteursgruppen, die unterschiedliche Technologiefelder (z. B. Spezialmaschinenbau, Lasertechnik, Mikrosystemtechnik, Werkstoff-Forschung) für grundsätzlich neue Produkte oder Prozesstechnologien kombinieren wollen. Es haben sich aber auch Akteure mit ganz unterschiedlichem Hintergrund (z. B. Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Einrichtungen, Bildungs- und Technologietransfer-Einrichtungen, lokale Verwaltung) zusammengeschlossen, um die Rahmenbedingungen für Innovationen in der Netzwerkregion insgesamt oder in speziellen Technologiebereichen zu verbessern. [4] | ||
| Innovations- und Wettbewerbskraft |
Die Leistungsfähigkeit der Einzelakteure wurde für die Gruppe der Unternehmen zunächst anhand einer Selbsteinschätzung ihrer Konkurrenzposition geprüft. Dabei wurden die Ergebnisse aus der Befragung der InnoRegio-Akteure den Ergebnissen einer Befragung der Unternehmen in den neuen Ländern insgesamt gegenübergestellt. Danach schätzen sich die rund 450 Unternehmen der Befragung, die in InnoRegio-Netzwerken tätig sind, als weitaus konkurrenzfähiger ein, als dies bei den ostdeutschen Unternehmen insgesamt der Fall ist: Von den produzierenden Unternehmen in Ostdeutschland insgesamt halten sich 31 % ihren Konkurrenten für überlegen, bei den InnoRegio-Unternehmen trifft dies auf 41 % zu. Noch deutlicher wird der Unterschied bei den Dienstleistungsunternehmen, wo sich von den InnoRegio-Unternehmen 60 % und im Durchschnitt der ostdeutschen Länder 37 % für besser halten als ihre Konkurrenz (Tabelle 1). Der gegenüber der Industrie erheblich höhere Anteil der Unternehmen mit positiver Selbsteinschätzung ist auffällig. Ein Grund dürfte sein, dass sich die Dienstleistungsunternehmen als Anbieter auf lokalen Märkten in der Regel vor allem an der lokalen Konkurrenz messen. Die in den InnoRegio-Netzwerken zusammengeschlossenen Unternehmen weisen auch überdurchschnittlich hohe FuE-Kapazitäten auf. Rund 60 % aller Unternehmen der Befragung betreiben FuE, von den produzierenden Unternehmen (70 %) mehr als von den Dienstleistungsunternehmen (50 %). In Ostdeutschland insgesamt liegen diese Anteile bei 60 % der Unternehmen des produzierenden Gewerbes und 45 % der Dienstleistungsunternehmen (Tabelle 2). Bemerkenswert ist die hohe Personalintensität des FuE-Prozesses. Rund 60 % der in FuE engagierten Unternehmen setzen dafür mehr als ein Fünftel ihres Personals ein, bei den Dienstleistungsunternehmen sind es, den Umfrageergebnissen zufolge, sogar 85 %. [5] Das Bild einer generell positiven Selbsteinschätzung wird durch die Entwicklung von Beschäftigung und Umsatz in den Jahren 1997 bis 1999 in den befragten Unternehmen bestätigt. Der überwiegende Teil der Unternehmen, der in den InnoRegio-Netzwerken aktiv ist, zeichnet sich durch ein überdurchschnittliches Umsatz- und Beschäftigungswachstum aus. So berichten 55 % der Unternehmen von einem starken und 6 % von einem leichten Wachstum von Umsatz und Beschäftigung. 17 % der Unternehmen konnten Umsatz und Beschäftigung auf einem gleich bleibenden Niveau halten, und 22 % der befragten Unternehmen gaben eine negative Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung an (Tabelle 3). Bei den befragten produzierenden Unternehmen fällt das Beschäftigungswachstum überraschend stark aus: Der Anteil der Unternehmen, die einen Zuwachs von mehr als 5 % erreichten, beträgt über 60 %. Die Überzeugung, mit den richtigen Produktideen auf Wachstumsmärkten Fuß fassen zu können, dürfte ein wesentliches Motiv für die Unternehmen darstellen, sich am InnoRegio-Wettbewerb zu beteiligen. Daher überrascht es nicht, dass drei Viertel der Unternehmen - dies ist deutlich mehr als im Durchschnitt der neuen Bundesländer - ein Wachstum der Märkte erwarten, auf denen sie tätig sind (Tabelle 4). Gleichwohl sehen die Unternehmen die Notwendigkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken (Tabelle 5). Ihre individuellen Maßnahmen entsprechen dem Ziel der InnoRegio-Initiative: neue Produkte oder Leistungen zu entwickeln (80 % der Unternehmen) und dafür FuE auszuweiten (60 % der produzierenden und 40 % der Dienstleistungsunternehmen), Kooperationen einzugehen (gut 60 %) und in die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren (gut 50 %). Eine wesentliche Voraussetzung für die Stärkung der Innovationsfähigkeit ist die Qualifizierung der Mitarbeiter. Dies wird von den Unternehmen offenbar auch so gesehen. Weiterbildung betreiben fast alle in den InnoRegio-Netzwerken aktiven Unternehmen (Tabelle 6). Der überwiegende Teil - zwei Drittel der Unternehmen - bietet seinen Mitarbeitern Weiterbildungsmöglichkeiten sowohl im Unternehmen als auch durch externe Weiterbildungseinrichtungen an. Eine Ausnahme bilden allein Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, die erst in den Jahren 1999 und 2000 gegründet wurden. Dort ist das Weiterbildungsangebot deutlich geringer, vor allem aber wohl deshalb, weil unmittelbar nach der Gründung und den damit verbundenen Personaleinstellungen in der Regel keine Qualifikationsengpässe auftreten. Das Qualifizierungsverhalten der produzierenden Unternehmen unterscheidet sich weder nach der Intensität noch nach der Art der Qualifizierung von dem der Dienstleistungsunternehmen. Qualifizierungsmaßnahmen allein reichen zur Stärkung des Humankapitals nicht immer aus. Auch Neueinstellungen sind erforderlich. Dass die InnoRegio-Initiative bereits Personalbedarf ausgelöst hat, war zu diesem frühen Zeitpunkt zwar nicht zu erwarten. Eine Bestandsaufnahme war indes schon aus methodischen Gründen erforderlich, um später prüfen zu können, ob mit der InnoRegio-Initiative auch die Ausweitung der Beschäftigung gelungen ist. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten etwa 40 % der Unternehmen offene Stellen, die aufgrund von Qualifikationsengpässen noch nicht besetzt werden konnten. Die produzierenden Unternehmen haben dabei einen größeren Personalbedarf als die Dienstleistungsunternehmen. Dies resultiert wahrscheinlich auch aus der zum Zeitpunkt der Befragung günstigen konjunkturellen Situation im verarbeitenden Gewerbe in den neuen Ländern. Bei den jungen Kleinunternehmen ist, ähnlich wie beim Weiterbildungsbedarf und wohl aus dem gleichen Grund, der Anteil der Firmen, die neue Mitarbeiter einstellen wollen, unterdurchschnittlich. Bei dem gesuchten Personal handelt es sich überwiegend um qualifizierte Angestellte und erst an zweiter Stelle um Facharbeiter (Tabelle 7). | ||
| Regionales Umfeld | Eine wesentliche Determinante für den Erfolg der InnoRegio-Netzwerke sind die regionalen Umfeldbedingungen. Aus der Sicht der InnoRegio-Akteure sind die für sie wesentlichen Standortfaktoren nicht immer ausreichend vorhanden. Als wichtigster Standortfaktor wird das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften eingestuft, und ausgerechnet an diesem Faktor mangelt es. An zweiter Stelle steht nach der Häufigkeit der Nennungen die politische Unterstützung (z. B. durch die Landesregierung); sie wird mit gut bis befriedigend eingeschätzt. Das an dritter Stelle rangierende Image der Region wird ebenfalls nur als gut bis befriedigend bezeichnet. Ein ähnlicher Befund ergibt sich für den aus der Sicht der Akteure viertwichtigsten Faktor, die Anbindung an die Verkehrswege (vor allem Autobahnen). Dagegen wird die an fünfter Stelle rangierende Verfügbarkeit von Hochschulen in der Region als gut bezeichnet. | ||
| Netzwerk-Management und Kommunikation |
In den InnoRegios arbeiten Akteure aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen - Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbänden, öffentlicher Verwaltung - zusammen. Wegen unterschiedlicher Organisationskulturen und divergierender Interessen liegt darin auch ein Konfliktpotential. Zu den wesentlichen Komponenten der Netzwerkentwicklung zählen fast alle Befragten (96 %) Fairness und Vertrauen der Akteure untereinander (Abbildung 1) sowie eine überschaubare Organisationsstruktur des Netzwerks (90 %). Interessenübereinstimmung, formelle und informelle Kontakte sowie die Breite des Spektrums der Beteiligten folgen in der Rangskala der wichtigen Faktoren. Die Organisation des Netzwerkes und die Wahl der Kommunikationswege und -formen sind als erfolgskritische Faktoren der Netzwerkentwicklung anzusehen. Insofern ist es sinnvoll zu untersuchen, welche Organisationsformen zum Erfolg führen. Mangels belastbarer Indikatoren für den Entwicklungsstand der Netzwerke, die es noch nicht geben konnte, wurde als Erfolgsvariable eine Hilfskonstruktion, nämlich die Entscheidung der Jury über die Förderwürdigkeit der eingereichten Konzepte, gewählt. In den schwachen InnoRegios, deren Ausformung nach dem Urteil der Auswahljury vor der Aufnahme in die Förderung noch einer Präzisierung bedurfte (zurückgestellte Netzwerke), wird das Kommunikationsklima deutlich öfter negativ beurteilt als im Durchschnitt aller Netzwerke. Auch die Organisationsstruktur wird von den Teilnehmern dort häufiger als im Durchschnitt als unübersichtlich eingestuft. Die externe Unterstützung durch Politik, Kammern und Verbände sowie durch Medien und Bevölkerung stuft ein geringerer Anteil der Akteure, gleichwohl die deutliche Mehrheit, als für den Netzwerkerfolg wichtig ein. Noch vor der Unterstützung durch Kammern und Verbände (70 %) wird die Unterstützung durch die regionalen Politiker als wichtig angesehen (78 %), häufig jedoch als mangelhaft erlebt. Dies gilt insbesondere für die (vorerst) zurückgestellten Netzwerke, d.h. deren Schwäche könnte auch auf ein schlechtes Umfeld zurückgeführt werden (Abbildung 2). Freilich muss in diesem Zusammenhang betont werden, dass es sich um die zwangsläufig subjektiven Bewertungen der Befragten handelt. Innovationsnetzwerke sind "offene soziale Systeme", deren Zusammenhalt im Wesentlichen auf gemeinsamen Aufgaben und auf gemeinsamen Zielvereinbarungen beruht, die prinzipiell jederzeit verlassen werden können. Unter dieser Bedingung Kooperation zu organisieren, stellt hohe Anforderungen an das Netzwerkmanagement. In den InnoRegios wurde für das Netzwerkmanagement eine durch Fördermittel finanzierte Koordinationsstelle eingerichtet. Die Koordinatoren (Netzwerkmanager) haben die Aufgabe, die Netzwerkentwicklung voranzutreiben, fehlende Akteure oder Akteursgruppen für das Netzwerk zu gewinnen, Informationen zu sammeln und weiterzuleiten sowie Konflikte im Netzwerk zu lösen und zum Aufbau von Vertrauen beizutragen. Mit den durch die Netzwerkkoordination auf diesen Gebieten erbrachten Leistungen waren die Befragten insgesamt zufrieden, jedoch bei einzelnen Feldern in unterschiedlichem Maße (Abbildung 3). [6] Leistungen wie Organisation, Außenvertretung, Vermittlung von Partnern und Vertrauensbildung wurden überwiegend positiv bewertet. Die Befragten in den vorerst zurückgestellten Netzwerken sind mit Information, Koordination, Kommunikation, Vertrauensbildung und Konfliktmanagement in ihren Netzwerken deutlich weniger zufrieden als der Durchschnitt. Auch dieser Befund stützt die These, dass die hier untersuchten Aufgaben der Netzwerkkoordination erfolgskritisch sind. Im Umkehrschluss zeichnen sich damit Erfolgsfaktoren für die Netzwerkbildung ab. Sie wird umso besser gelingen, je besser Organisation und Kommunikation bereits in der Entstehungsphase an den Interessen, Bedürfnissen und Möglichkeiten der Akteure orientiert sind. Erfolgsfaktoren sind Transparenz und Effizienz der Organisation, Mitwirkung an Entscheidungen, offene und vertrauensvolle Kommunikation sowie ein Netzwerkmanagement, dass diese Bedingungen gewährleistet und darüber hinaus Fachkompetenz besitzt und in der Lage ist, zur einvernehmlichen Lösung möglicher Konflikte beizutragen. | ||
| Gute Bewertung aus der Sicht der Akteure |
Die vorstehenden Befunde stützen sich ganz überwiegend auf subjektive Bewertungen der Akteure, da "harte" Daten in der Startphase noch nicht vorliegen können. Die Situationsdeutung der Akteure hat für die wissenschaftliche Begleitung darüber hinaus einen eigenständigen Informationswert, da die Bereitschaft zur Mitwirkung in den InnoRegio-Netzwerken auch von subjektiven Urteilen abhängt. Insofern sind zwei Aspekte informativ, mit denen diese Gesamtbewertung erfasst wurde: die Frage nach der Beurteilung des Förderansatzes und das Urteil über den Nutzen, den die Befragten in ihrer Teilnahme am InnoRegio-Prozess sehen. Den Unternehmen in den neuen Ländern wird ein breites Spektrum von Fördermaßnahmen angeboten. Neben der Förderung von Investitionstätigkeit und Kapitalbildung sind dies spezielle Anreize zur Existenzgründung, für Forschung und Entwicklung und zur Liquiditätssicherung sowie verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Arbeitskräfte. Den Befragungsergebnissen zufolge wurden diese Maßnahmen von den InnoRegio-Teilnehmern auch intensiv genutzt und überwiegend positiv beurteilt. Die Bewertung des InnoRegio-Ansatzes der Förderung innovativer Kooperationsverbünde durch die Befragten steht also im Zusammenhang mit der relativ breiten Fördererfahrung. Eine der zentralen Fragen von öffentlicher Förderung ist, ob die Programme reibungslos, insbesondere ohne unnötige administrative Hemmnisse umgesetzt werden können. In dem Zeitraum, über den hier berichtet wird, lagen mit InnoRegio noch keine fundierten Erfahrungen vor. Gleichwohl gaben viele Befragte die Anregung, die Förderung transparenter, einfacher und flexibler zu gestalten und die Möglichkeiten der Nutzung anderer Programme auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene übersichtlicher dargestellt zu bekommen. [7] Kritik entzündete sich auch an dem Eindruck, dass die Finanzierung der Netzwerkkoordination (Netzwerkmanagement) mit der Abgabe der Bewerbung Ende Juni 2000 auslaufen sollte. Dies erwies sich letztlich als ein Missverständnis. Gleichwohl hatten einige Koordinatoren im Laufe des Sommers eine andere Tätigkeit aufgenommen. Wertvolles Know-how ging so verloren. Grundsätzlich findet die Programmphilosophie der InnoRegio-Initiative breite Zustimmung. 75 % der Befragten sind der Meinung, dass InnoRegio für die Region von Nutzen ist (Tabelle 8). Die grundsätzliche Befürwortung des Ansatzes wurde auch in den Interviews deutlich: Die Initiative scheint die Akteure zweifellos auch dazu angespornt zu haben, neue Wege in der Kooperation zu gehen oder Vorhaben in Angriff zu nehmen, die sie schon lange geplant hatten, aber aufgrund zeitlicher oder finanzieller Restriktionen nicht realisieren konnten. Dies wird auch von den Akteuren anerkannt. Erwartet wird, dass durch die Notwendigkeit der Selbstorganisation Lernprozesse angestoßen werden und dass durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit, durch die geplanten Verbundprojekte und die Bündelung von Akteuren unterschiedlicher Kompetenz neue Verflechtungsbeziehungen entstehen. Der Initiative wird somit eine Funktion als Katalysator zuerkannt. Die Region selbst profitiere nicht nur deshalb, weil ungenutzte Potentiale aktiviert werden, sondern auch, weil damit auf der politischen Bühne regionale Bedürfnisse besser platziert werden können. Manche der Gesprächsteilnehmer hätten sich die Initiative zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht, um damit eine Abwanderung von Fachkompetenz zu verhindern. Der Nutzen für das eigene Unternehmen wird hingegen von deutlich weniger Befragten, nur rund der Hälfte, positiv eingeschätzt. Die Ablehnungsquote, d.h. der Anteil derer, die eher nicht oder gar nicht mit der Aussage übereinstimmen, dass InnoRegio für das eigene Unternehmen nützlich ist, liegt deutlich über 10 %. Gründe für diese Skepsis liegen, den Interviews zufolge, in der zu langen Vorlaufphase der Förderung. Die Bewertung des Nutzens des bisher für InnoRegio erbrachten Aufwandes ergibt ein zwiespältiges Bild: Für rund ein Viertel der Teilnehmer hat sich der bisherige Aufwand in der InnoRegio-Initiative eher nicht oder gar nicht gelohnt. Den Interviews zufolge dominiert bei dieser Gruppe die Befürchtung, nur geringe oder gar keine Förderung zu erhalten, dass also Zeit- und Kostenaufwand letztlich vergebens waren. Ein weiteres Viertel der Teilnehmer sieht dies umgekehrt: Für sie hat sich der Aufwand bereits deshalb immateriell ausgezahlt, weil neue Kontakte und Strukturen aufgebaut werden konnten. Vielfach wurde angemerkt, dass begonnene Aktivitäten wenn nötig auch ohne Förderung weitergeführt werden. Die übrigen Befragten urteilen neutral oder können noch kein Urteil abgeben. Aufgrund unterschiedlicher Zeithorizonte ist es nicht erstaunlich, dass es im Durchschnitt einen deutlichen Unterschied im Urteil zwischen den Unternehmen und den öffentlichen Forschungseinrichtungen gibt (Abbildung 4). Der Zufriedenheitsindex beträgt im Durchschnitt 3,0 Punkte, bei den Unternehmen nur 2,9, bei den öffentlichen Forschungseinrichtungen aber 3,4 Punkte. [8] Die Ergebnisse der Interviews machen dies unmittelbar deutlich. So wünschten sich Unternehmen vor allem Kontakte zu anderen Unternehmen, um beispielsweise neue Lieferantenbeziehungen oder Kooperationen herzustellen. Vertreter öffentlicher Einrichtungen wünschten sich dagegen eher eine Plattform, auf der gemeinsame FuE-Aktivitäten unternommen oder neue Ideen generiert werden können. Mit Hilfe einer multiplen Regressionsanalyse wurde festgestellt, dass im Detail dieses Ergebnis auf Unterschiede in der Bewertung des Netzwerkmanagements zurückzuführen ist. Die Unternehmen in den Netzwerken sind mit dem Ergebnis ihrer bisherigen Teilnahme vor allem dann zufrieden, wenn durch die Koordinatoren gute Vermittlungsleistungen (Kooperationspartner, Projektpartner u. a.) erbracht werden. Für Vertreter öffentlicher Forschungseinrichtungen war die Teilnahme dann lohnenswert, wenn die Netzwerkkoordination die Aktivitäten im Netzwerk (Arbeitskreise, Projekte u. a.) gut organisiert hat. | ||
| Fazit |
Insgesamt scheinen Größe, regionale Ausdehnung und die Komplementarität der an InnoRegio beteiligten Akteure eine gute Ausgangsbasis für die geplanten Projektaktivitäten der Netzwerke darzustellen. Das überdurchschnittliche Leistungspotential der Unternehmen und die Investitionen in die Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit bilden gute Voraussetzungen für die Entwicklung der Netzwerke. Die bisherige Förderung scheint einen messbaren Beitrag zur Netzwerkbildung geleistet zu haben, und zwar nicht nur durch die Bereitstellung der finanziellen Mittel in der Entwicklungsphase und die Aussicht auf die über fünf Jahre laufende Förderung, sondern auch durch das Angebot der externen Moderation von Kommunikationsprozessen. Kritisch wurde seitens der Akteure zudem angemerkt, dass das regionale Umfeld in vielen Punkten nicht den Erwartungen entspricht. Als verbesserungsfähig wurde von mehreren Akteuren auch die Rolle der lokalen Politik angesehen. In der Zwischenzeit hat jedoch die Unterstützung, auch und vor allem die ideelle, zugenommen. Im Mittelpunkt der Ende 2000 gestarteten dritten Förderphase, also der Umsetzungsphase, stehen die Innovationsprozesse in den einzelnen Netzwerken. Die Maßstäbe für den Erfolg sind letztlich die Stärkung der Innovationsfähigkeit sowie deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Akteure und die mittel- bis längerfristige Erhöhung von Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in den Regionen.
Darüber, in welchen konkreten Strukturen sich die einzelnen Netzwerke jeweils entwickeln, welche technologischen und sozialen Innovationen sich aus den Kooperationen in den Netzwerken ergeben und inwieweit diese zur wirtschaftlichen Konsolidierung in den neuen Ländern beitragen, wird die wissenschaftliche Begleitung der InnoRegio-Initiative auch in den kommenden vier Jahren berichten.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 1
Einschätzung der eigenen Konkurrenzposition durch die Unternehmen
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Wir sind gegenüber unseren Konkurrenten Position
deutlich etwas etwa etwas deutlich nicht
schwächer schwächer gleich stärker stärker absehbar Fallzahl
stark
Anteile in %
Produzierendes
Gewerbe 2,3 15,0 31,9 23,9 16,9 9,8 213
Dienstleistungs-
unternehmen 0,5 5,1 25,6 37,2 22,3 9,3 215
Handwerksbetriebe 7,1 7,1 42,9 28,6 - 14,3 14
Insgesamt 1,6 10,0 29,2 30,5 19,0 9,7 442
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 2
Forschung und Entwicklung (FuE) der Unternehmen
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davon: mit einem Anteil des FuE-
Personaleinsatzes am gesamten
Unterne- Personaleinsatz Unterneh-
men mit von ... % men ohne
eigener unter 20 20 bis 50 bis 80 und eigene FuE Fallzahl
FuE unter 50 unter 80 mehr
Anteile in %
Produzierendes
Gewerbe 71,7 40,6 15,1 10,5 5,5 28,3 219
Dienstleistungs-
unternehmen 50,0 15,0 11,8 12,3 10,9 50,0 220
Handwerksbetriebe 14,3 14,3 - - - 85,7 14
Insgesamt 59,4 27,4 13,0 11,0 7,9 40,6 453
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 3
Entwicklung der Beschäftigung 1999 gegenüber 1997 in den Unternehmen
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Anteil der Unternehmen,
in denen die Beschäftigung ...
abnahm gleich wenig wuchs stark wuchs Fallzahl
blieb (unter 5%) (über 5%)
Anteile in %
Produzierende Unternehmen
Unternehmen mit ...
Beschäftigten
1 bis 19 12,3 15,8 - 71,9 57
20 bis unter 50 13,3 10,0 10,0 66,7 30
50 bis unter 100 11,1 5,6 7,4 75,9 54
100 und mehr 30,0 7,5 17,5 45,0 40
Insgesamt 18,0 11,2 8,7 62,1 161
Dienstleistungsunternehmen
Unternehmen mit ...
Beschäftigten
1 bis 19 17,3 30,6 1,0 51,0 98
20 bis unter 50 43,8 3,1 6,3 46,9 32
50 bis unter 100 20,0 13,3 13,3 53,3 15
100 und mehr 43,8 12,5 6,3 37,5 16
Insgesamt 25,8 22,0 2,5 49,7 159
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 4
Einschätzung der Entwicklung der für die Unternehmen wichtigsten Absatzmärkte
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Marktvolumen wird ...
Entwick-
deutlich etwas etwa etwas deutlich lung
schrumpfen schrumpfen gleich wachsen wachsen nicht Fallzahl
bleiben absehbar
Anteile in %
Produzierendes
Gewerbe 0,9 4,2 17,7 35,3 39,5 2,4 215
Dienstleistungs-
unternehmen 0,9 5,6 13,4 33,8 43,5 2,8 216
Handwerksbetriebe - 35,7 21,4 35,7 - 7,2 14
Insgesamt 0,9 5,8 15,7 34,7 40,2 2,7 445
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 5
Maßnahmen zur Verbesserung der Konkurrenzposition der Unternehmen
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Einführung Senkung Intensivie- Verbesse- Weiter- Intensivie-
neuer der rung von rung beim bildung rung der
Produkte/ Kosten FuE Vertrieb der Mit- Kooperation Fallzahl
Leistungen arbeiter
Anteile in %
Produzie-
rendes
Gewerbe 82,3 58,6 60,5 45,9 52,7 59,1 220
Dienstlei-
stungsun-
ternehmen 77,8 28,5 38,9 45,2 55,7 66,5 221
Handwerks-
betriebe 64,3 28,6 21,4 28,6 42,9 57,1 14
Insgesamt 79,6 43,1 48,8 45,1 53,8 62,6 455
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 6
Unternehmen mit Qualifizierungsmaßnahmen und Art der Maßnahmen
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Unternehmen Produzierende Dienstleistungs-
insgesamt Unternehmen unternehmen
Anteile in %
Unternehmen,
die Qualifizierungsmaßnahmen
durchführen,
insgesamt 91,7 91,0 92,5
darunter Unternehmen, die ...
neue Mitarbeiter einstellen 37,1 35,7 38,7
vorhandene Mitarbeiter
intern weiterbilden 71,3 69,7 73,1
vorhandene Mitarbeiter
extern weiterbilden 63,6 64,3 62,7
Unternehmen,
auf die dies nicht zutrifft,
bzw. ohne Angabe 8,3 9,0 7,5
Insgesamt 100,0 100,0 100,0
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 7
Offene Stellen in den Unternehmen
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Unternehmen Produzierende Dienstleistungs-
insgesamt Unternehmen unternehmen
Anteile in %
Unternehmen, die Personal suchen 44,1 47,9 39,7
darunter Unternehmen, die ... suchen
Un- und Angelernte 1,5 2,5 0,5
Facharbeiter/Meister 12,1 20,4 2,8
Angestellte für einfache
Tätigkeiten 0,9 0,4 1,4
Angestellte für qualifizierte
Tätigkeiten 33,5 32,5 34,6
Führungskräfte 14,8 17,5 11,7
Auszubildende 5,1 6,7 3,3
Unternehmen, die kein Personal suchen 55,5 51,3 60,3
Keine Angabe 0,4 0,8 0,0
Insgesamt 100,0 100,0 100,0
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 8
Bewertung der InnoRegio-Förderung durch die geförderten Netzwerke
nach ausgewählten Aspekten
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Aussage trifft ... Nicht
nicht eher teil- eher ganz ein- Keine
zu nicht weise zu und gar schätz- Angabe Insge-
zu zu zu bar samt
Anteile in %
InnoRegio ist zum ...
Nutzen für unser
Unternehmen 3,7 6,9 14,2 22,5 28,0 14,4 10,3 100,0
Nutzen für die Region 0,8 1,2 8,2 25,4 49,5 9,4 5,5 100,0
Die finanzielle
Ausstattung der
Phase 2 war ausreichend 9,9 10,5 10,1 10,1 6,1 44,4 8,9 100,0
Unser bisheriger Aufwand
hat sichgelohnt 10,6 14,2 17,1 15,7 11,0 24,2 7,2 100,0
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Quelle: Umfrage des DIW Berlin in den InnoRegio-Netzwerken im Juli/August 2000.
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