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Wochenbericht des DIW Berlin 37/02

Die ökonomischen Folgen des neuen globalen Terrorismus

Bearbeiter Tilman Brück
Durch die Anschläge vom 11. September sind in den USA fast 3 000 Menschen ums Leben gekommen. Die ganze Welt wurde durch diese grauenhaften Ereignisse erschüttert. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft sind vom neuen globalen Terrorismus betroffen. In diesem Bericht werden die ökonomischen Folgen der Attentate analysiert.

Ein Jahr nach den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 werden die ökonomischen Auswirkungen des neuen globalen Terrorismus deutlich. Eine internationale Konferenz [1] am DIW Berlin kam zu dem Ergebnis, dass es - neben den unmittelbaren Schäden - in erheblichem Maße zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft gekommen ist. Für Fluggesellschaften, Versicherungen und den internationalen Handel sind sie am höchsten. Der Charakter der Anschläge hat in den Folgemonaten das ohnehin fragile Verbrauchervertrauen in den USA und in Europa geschwächt und zu einem Nachfrageschock geführt. Unmittelbar nach den Anschlägen wurden massive zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im privaten und öffentlichen Sektor ergriffen. Es ist zu erwarten, dass infolge des neuen globalen Terrorismus die Sicherheit einen zunehmenden Stellenwert erhalten wird. Dies führt zu höheren Transaktionskosten, die insbesondere den internationalen Handel belasten. Als Kompensation für die Beeinträchtigungen gilt es, weltweit ausgleichende Wachstumsimpulse zu schaffen. Dazu gehört auch ein beschleunigter Abbau von Handelsbarrieren im Rahmen der WTO-Verhandlungen.

Durch den Einsturz des World Trade Center und die Beschädigung des Pentagon wurde in beträchtlichem Umfang Sachkapital vernichtet. Schätzungen zufolge lassen sich die direkten Schäden auf 0,1 % des gesamten nationalen Vermögens beziffern. [2] Im Vergleich zur Kapitalvernichtung durch das Erdbeben in Kobe im Jahre 1995 (mit einer Kapitalzerstörung von rund 2,5 %) und dem Hurrikan Andrew im Jahre 1992 (über 1 %) ist dies nicht sehr hoch gewesen. [3]

Weitaus stärker haben sich die indirekten Effekte ausgewirkt. Dazu gehören die erhöhten weltweiten Transaktionskosten, die vielfältigen Rückkoppelungseffekte über verschiedene Märkte und Länder, der negative Nachfrageschock, die Zunahme der volkwirtschaftlichen Risiken und der Unsicherheit sowie die fiskalischen Belastungen durch die Anschläge. Die echten und die vermeintlichen Anthrax-Attacken haben diese Effekte verstärkt.

Sicherheits- maßnahmen Weltweit haben Unternehmen und Regierungen ihre Sicherheitsmaßnahmen seit den Anschlägen deutlich verstärkt. Zum Teil beruhen diese Maßnahmen auf neuen Vorschriften, z. B. einer strengeren Kontrolle bei der Einreise von Personen oder der Einfuhr von Waren in die USA. Viele Firmen haben darüber hinaus freiwillig zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Dieser Sicherheitsgewinn kann über die Anschaffung neuer Geräte, die Verarbeitung zusätzlicher Informationen, bessere Koordination und mehr Personal erreicht werden. Insgesamt senken diese Maßnahmen die Produktivität der betroffenen Firmen, z. B. durch die genaueren Pass- und Sicherheitskontrollen von Fluggästen beim Einchecken. Es gibt allerdings auch expansive gesamtwirtschaftliche Effekte, denn die Mehrnachfrage nach Investitionsgütern und Dienstleistungen im Sicherheitsbereich führt zu mehr Produktion und Wertschöpfung.

Diese Sicherheitsmaßnahmen entsprechen zusätzlichen Kosten, wie sie auch durch einen verbesserten Umweltschutz entstehen. Durch derartige Auflagen und Initiativen entstehen aber keine zusätzlichen Staatseinnahmen, mit denen die erforderlichen Ausgaben finanziert werden könnten. Zwar werden Ausgaben für mehr Sicherheit und Umweltschutz als eine Belastung angesehen, können aber die gesellschaftliche Wohlfahrt steigern, wenn mehr Umweltschutz und Sicherheit für die Gesellschaft wichtig sind.

Auflagen für mehr Sicherheit haben langfristige Rückkoppelungseffekte. Strukturell werden sich Verschiebungen zugunsten von Produkten und Dienstleistungen ergeben, bei denen Sicherheit ein wichtiges Merkmal ist. Außerdem können neue Geschäftsfelder oder Firmen entstehen, die Bedürfnisse nach Sicherheit befriedigen.

Berechnungen für die USA zeigen allerdings, dass der Anstieg der Staatsausgaben für zusätzliche Sicherheit im Verhältnis zu dem aktuellen Militärbudget klein ist. [4] Zwar haben sich die geplanten Ausgaben für homeland security in den USA für das Jahr 2002 von 0,1 % des nominalen Bruttoinlandsprodukts Anfang September 2001 innerhalb von sechs Monaten auf 0,35 % mehr als verdreifacht, die um inländische Sicherheitsmaßnahmen erweiterten Verteidigungsausgaben der USA sind aber immer noch niedriger als in den Jahren des Kalten Krieges.

Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen sind die Transaktionskosten z. B. im Verkehr, Tourismus und internationalen Handel unmittelbar nach den Anschlägen deutlich gestiegen. Schätzungen reichen von 1 bis 3 % des Werts der gehandelten Güter für den internationalen Warenverkehr. [5] Hobijn berechnet für die USA, dass die Erhöhung der Sicherheitsausgaben der privaten amerikanischen Wirtschaft eine Senkung der Arbeitsproduktivität um 1,12 % und der totalen Faktorproduktivität um 0,63 % bewirkt hat. [6] Dies entspräche, für sich genommen, einem Verlust an amerikanischem Bruttosozialprodukt von rund 70 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Bei diesem Wert ist zu berücksichtigen, dass die Sicherheitsmaßnahmen langfristig effizienter gestaltet werden können und damit die Produktivität wieder steigt.

Finanzmärkte Die Geschwindigkeit, mit der sich Nachrichten und Bilder heute verbreiten, die Tiefe der Integration der Finanzmärkte sowie die größere Abhängigkeit anderer Märkte von den Finanzmärkten erhöhten die Marktrelevanz politischer Ereignisse deutlich. Die Terroristen haben mit ihren Anschlägen vom 11. September deshalb viele negative Folgewirkungen ausgelöst.

Die Finanzmärkte spielten auch bei der Übertragung der indirekten Auswirkungen eine besondere Rolle. So haben Investoren ihre Portfolios den neuen Risikostrukturen anpassen müssen; gleichzeitig haben sich die Renditen bestimmter Aktien verändert, während Kapital aus den Aktienmärkten in sicherere Anlageformen geflossen ist.

Insgesamt haben sich die internationalen Finanzmärkte nach den Anschlägen als sehr robust erwiesen, wobei die Widerstandskraft der einzelnen Börsen stark variiert hat (Abbildung 1). [7] Im Vergleich zu vergangenen Schocks (wie den Börsencrashs 1929 oder 1987, der Ermordung Kennedys 1963 oder der Invasion Kuwaits 1990) hat der amerikanische Dow-Jones-Index nach der Katastrophe vom 11. September schnell wieder das alte Niveau erreicht (Abbildung 2).

Nachfrageschock Eine Folge des 11. September war ein weltweiter Nachfrageschock. Hierfür kann als Beispiel der Flugverkehr herangezogen werden. Dort war die Nachfrage angesichts der veränderten Bedrohungslage stark zurückgegangen. Ein weiterer Effekt war der Kursverfall der Aktien fast aller Fluggesellschaften. [8] Vor dem 11. September waren Aktien von Fluggesellschaften eher "defensive" Papiere, d. h. als Teil eines Portfolios hatten diese Aktien das Gesamtrisiko des Portfolios gesenkt. Seit dem 11. September sind Aktien von Fluggesellschaften auch außerhalb der USA nun als "aggressive" Aktien anzusehen, ihr Marktrisiko hat sich mehr als verdoppelt.

Defensive Fondsmanager nehmen seit den Anschlägen Luftfahrtaktien aus den Portfolios. Außerdem müssen die Fluggesellschaften zur Kompensation des gestiegenen Risikos höhere Renditen erwirtschaften. So wird der Strukturanpassungsprozess in der Luftfahrtbranche weiter beschleunigt.

Versicherungs- wirtschaft Die Anschläge vom 11. September 2001 haben wahrscheinlich den größten Einzelschaden in der Versicherungsgeschichte verursacht. [9] Die Versicherungen versuchten, der neuen Bedrohungslage gerecht zu werden, indem sie den ihren Berechnungen zugrunde liegenden wahrscheinlichen Maximalschaden dramatisch erhöht haben. Infolgedessen haben sie in vielen Verträgen die Kompensation der durch Terror verursachten Schäden eingeschränkt oder ausgeschlossen oder die Prämien dafür drastisch erhöht. Eine Erhöhung der Unsicherheit für die Versicherungsnehmer ist dadurch unvermeidbar geworden. Diese Unsicherheit ist abhängig von dem Ausmaß möglicher Terrorschäden. Gerade extrem große Schäden sind seit dem 11. September 2001 nicht mehr rein privatwirtschaftlich versicherbar. [10]

Versicherungen befanden sich nach den Anschlägen in einer besonders schwierigen Lage, da sie an drei Fronten gleichzeitig betroffen waren und handeln mussten. Versicherungsfirmen sind als Vertragspartner der Versicherten gehalten, in Kooperation mit den Rückversicherungsunternehmen die Schäden zu kompensieren. Außerdem galt für den Anleger, die Rücklagen auch angesichts der Reaktionen auf den 11. September an den Aktienbörsen effizient zu verwalten. Schließlich hatten die Versicherungen als Unternehmen, deren eigene Aktien auf den Finanzmärkten gehandelt wurden, auf eine angemessene Dividende und hohe Aktienkurse zu achten.

Infolge der Anschläge vom 11. September flossen bis Mitte April 2002 mindestens 25 Mrd. US-Dollar in die Versicherungsbranche. [11] Das Ausmaß der neuen Kapitalzuflüsse in diesen Sektor kann als Indiz für die unerwartet hohe Schadenssumme und auch für die knappen Reserven der Versicherungen gewertet werden.

Welthandel Der neue globale Terrorismus beeinträchtigt neben den Fluggesellschaften und der Versicherungswirtschaft auch den Welthandel über höhere Transaktionskosten. So liegt die Elastizität von Handelsströmen (gemessen am Volumen) in Bezug auf die Transportkosten (gemessen am Warenwert) bei etwa -3. [12] Das heißt, eine einprozentige Erhöhung der Transportkosten reduziert den internationalen Warenhandel um 3 %. Berechnungen zeigen, dass eine Verzögerung der Grenzkontrollen von einem Tag Kosten in Höhe von 0,5 % des Warenwertes verursacht. [13]

In einer auf der Konferenz am DIW Berlin präsentierten Simulationsrechnung für die Weltwirtschaft wird eine durchschnittliche Erhöhung der Transaktionskosten im internationalen Handel von einem Prozentpunkt des gehandelten Warenwertes unterstellt - eine Annahme, die den Autoren für die Abschätzung der Terrorschäden plausibel erscheint. [14]

Die Erhöhung der Transaktionskosten beeinträchtigt den internationalen Warenhandel, wobei Agrarprodukte, Textilien, nichtmetallische Mineralien und Maschinen am stärksten betroffen sind, da diese ein geringes Wert-Gewicht-Verhältnis haben und so besonders anfällig für erhöhte Transaktionskosten sind.

Nach Regionen unterscheiden sich die Effekte ebenfalls stark (Abbildung 3). Absolut betrachtet entstehen die höchsten Wohlfahrtsverluste in Westeuropa, Nordamerika und Nordasien, da diese Regionen am meisten vom neuen globalen Terrorismus bedroht sind. [15] Südasien, Nordafrika und der Nahe Osten haben geringere Wohlfahrtsverluste. In Relation zum Bruttosozialprodukt sind die Verluste hier von weit größerem Gewicht als in den anderen Regionen, nicht zuletzt aufgrund der hohen Importabhängigkeit. Insgesamt ergibt sich eine Verringerung des Weltbruttosozialprodukts um rund 75 Mrd. US-Dollar, das sind 0,24 % des Weltsozialprodukts für das Jahr 2001.

Verbrauchervertrauen Die Terroranschläge vom 11. September haben die amerikanischen Verbraucher nachhaltig erschüttert. Besonders schwerwiegend war die Ungewissheit über die politischen und ökonomischen Folgen des Terrors und über die Reaktionen der Regierungen, der Taliban und des Al-Qaida-Netzwerks.

Mittlerweile dürften in den USA die Folgen der Anschläge vom 11. September gegenüber den Wirkungen der amerikanischen Bilanzierungsskandale als Wachstumsbremse in den Hintergrund getreten sein. Dies überdeckt, dass die Terroranschläge die Konjunktur bis heute merklich beeinträchtigt haben. Belastend könnte außerdem sein, dass die amerikanische Regierung im Zuge ihrer Anti-Terror-Politik offenbar einen Krieg gegen den Irak ins Auge fasst.

Lektionen zur Reduzierung der ökonomischen Schäden Der wichtigste Baustein zur Begrenzung der Schäden vom 11. September sowie möglicher zukünftiger Terroranschläge ist die genaue Analyse der zu erwartenden Reaktionen der Märkte. Eine Wiederholung der Anthrax-Anschläge oder andere biologische Angriffe, großflächige Computerviren-Attacken oder die Explosion nuklearer Kampfstoffe sind allerdings neuartige Bedrohungen. Hierfür müssen Vorbeugungs- sowie Katastrophenschutzmaßnahmen entwickelt werden. Entscheidend für die Minimierung von negativen ökonomischen Konsequenzen ist die schnelle Verbreitung von Informationen gerade auch zwischen politischen Instanzen, Regulierungsbehörden und Zentralbanken im Falle eines Terroranschlags.

Zur Kompensation der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen insbesondere beim internationalen Handel sollten die Mitglieder der Welthandelsorganisation WTO versuchen, eine beschleunigte Senkung weiterer Handelsbarrieren zu vereinbaren. Dies dürfte auch Entwicklungsländer motivieren, die ursprüngliche Anti-Terror-Koalition weiter zu unterstützen.

Transaktionskosten können auch durch die effiziente Organisation von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen minimiert werden. So sollte die Umsetzung neuer Sicherheitsstandards möglichst von privaten Unternehmen vorgenommen werden, um im Wettbewerb effiziente Lösungen zu erreichen. Bei der Kompensation von betroffenen Sektoren bzw. der Regulierung dieser Sektoren, z. B. in der Luftfahrtbranche oder im Rückversicherungswesen, sollte ebenfalls der Grad des Wettbewerbs so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

Gleichzeitig sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass Terrorakte zwar nicht generell zu verhindern sind, dass aber die Häufigkeit und ihre Tragweite deutlich eingeschränkt werden können. Die Anreize zur Risikovorbeugung sollten gestärkt und die Erwartung gedämpft werden, der Staat würde künftige Terrorschäden ex post kompensieren.

Die vorgelegten Berechnungen zeigen, dass die größten indirekten Schäden des neuen globalen Terrorismus von den Westeuropäern getragen werden. Eine enge Koordination der Maßnahmen der Anti-Terror-Koalition ist erforderlich, damit Kosten und Nutzen der Terrorbekämpfung gleichmäßig verteilt und die Schäden von Terrorismus weltweit eingedämmt werden. Dies stellt auch eine wichtige Herausforderung für die Politik der Europäischen Union dar, wenn die EU-Staaten mit einer Stimme auftreten wollen, um mit den Amerikanern und in internationalen Organisationen wirtschafts- und sicherheitspolitische Anti-TerrorMaßnahmen abzusprechen.

Kasten

Die internationale Konferenz "The Economic Consequences of the New Global Terrorism" am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002


Die folgenden Beiträge wurden auf der Konferenz des DIW Berlin präsentiert:
                 (Siehe Tabelle 1.)

Alle Beiträge können auf der Homepage der Veranstaltung http://www.diw.de/consequences heruntergeladen werden.

Das DIW Berlin dankt dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft für die großzügige Unterstützung der Konferenz.



[1] Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Ergebnisse der internationalen Konferenz über "Die wirtschaftlichen Folgen des neuen globalen Terrorismus" am DIW Berlin vom 14. bis 15. Juni 2002 zusammen. Die Konferenz wurde durch die großzügige Unterstützung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermöglicht. Die Konferenzbeiträge können auf der Webseite des DIW Berlin unter http://www.diw.de/consequences heruntergeladen werden.

[2] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Für Stetigkeit - Gegen Aktionismus. Jahresgutachten 2001/02, Dezember 2001, S. 19-21.

[3] Ebenda.

[4] B. Hobijn: What Will Homeland Security Cost? Vortrag am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002.

[5] OECD: The Impact of the Terrorist Attacks of 11 September 2001 on International Trading and Transport Activities, Paris 2002; OECD: The Economic Consequences of Terrorism. OECD Economic Outlook, Nr. 71, Paris 2002; J. Leonard: Impact of the September 11, 2001 Terrorist Attacks on North American Trade Flows. Manufacturers Alliance E-Alert, Arlington/VA 2001.

[6] B. Hobijn, a. a. O.

[7] T. Siems: An Empirical Analysis of the Capital Markets' Response to Cataclysmic Events. Vortrag am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002.

[8] K. Drakos: The Financial and Employment Impact of 9/11: The Case of the Aviation Industry. Vortrag am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002.

[9] M. Wolgast: Global Terrorism and the Insurance Industry: New Challenges and Policy Responses. Vortrag am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002.

[10] Deshalb hat die deutsche Versicherungswirtschaft jünst die Gründung des Spezialversicherers Extremus angekündigt, der Terrorrisiken bis 1,5 Mrd. Euro pro Einzelrisiko über eine privatwirtschaftliche Rückversicherung von insgesamt 3 Mrd. Euro sowie eine Bürgschaft des Staates von bis zu 10 Mrd. Euro absichern kann.

[11] Vgl. Tabelle 4 in: M. Wolgast: Global Terrorism and the Insurance Industry: New Challenges and Policy Responses. Vortrag am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002.

[12] N. Limao und A. Venables: Infrastructure, Geographical Disadvantage, Transport Costs and Trade. In: World Bank Economic Review, Nr. 15, S. 451-479.

[13] D. Hummels: Time as a Trade Barrier. Purdue University, West Lafayette/Indiana.

[14] P. Walkenhorst und N. Dihel: Trade Impacts of the Terrorist Attacks of 11 September 2001: A Quantitative Assessment. Vortrag am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002.

[15] Nordasien umfasst hier China, Hongkong, Japan, Korea und Taiwan.

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Tabelle 1

Die internationale Konferenz
 "The Economic Consequences of the New Global Terrorism"
 am DIW Berlin, 14. und 15. Juni 2002

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Die folgenden Beiträge wurden auf der Konferenz des DIW Berlin präsentiert:

Teilnehmer                             Vortrag

Emmanuel Athanassio,                   Terrorism, Transaction Costs and Mode
 University of Athens                   of Governance

S. Brock Blomberg und Akila Weerapana, Terrorism from Within: An Economic
Wellesley College                       Model of Terrorism

Jurgen Brauer,                         Decomposing Violence: Political
 Augusta State University               Murder in Colombia

Konstantinos Drakos,                   Financial and Employment Effects of
 University of Essex                    Terrorism in the Aftermath of
                                        September 11: The Case of the
                                        Aviation Industry

Mario Ferrero,                         Radicalisation as a Reaction to Failure:
 University of Eastern Piedmont         An Economic Model of Islamic Extremism

Valpy FitzGerald,                      Global Financial Information, Compliance
 University of Oxford                   Incentives and Conflict Funding

Ira Gang, Rutgers University           Understanding the Development of
                                        Fundamentalism

Sanjeev Gupta,                         Fiscal Dimensions of Armed Conflicts in
 International Monetary Fund            Low- and Middle-Income Countries

Bart Hobijn,                           What Will Homeland Security Cost
 Federal Reserve Bank New York

Sanjay Jain, University of Virginia    Extremists Beliefs and Beliefs about
                                        Extremists: Common Knowledge in the
                                        Wake of Mass Terror

Simon Lüchinger, Universität Zürich    An Economic Analysis of
                                        Anti-Terrorism Policy

Donato Masciandaro,                    Inside the Black (List) Box: Money
 Bocconi University,                    Laundering, Lax Financial Regulation,
und Alessandro Portolano,               Non-Cooperative Countries
 Bank of Italy

Dennis C. Mueller, Universität Wien    Right and Citizenship in a World of
                                        Transnational Terrorism

Mansoob Murshed, UNU/WIDER, Helsinki,  The Fiscal Dimensions of Conflict and
 und Institute of Social Studies,       Reconstruction; From Conflict to
 The Hague                              Reconstruction: Reviving the Social
                                        Contract

Volker Nitsch,
 Bankgesellschaft Berlin,              Terrorism and Trade
und Dieter Schumacher, DIW Berlin

Todd Sandler,                          An Economic Perspective on
 University of Southern California      Transnational Terrorism

Friedrich Schneider,                   Money Supply for Terrorism - The Hidden
 Johannes-Kepler-Universität Linz       Financial Flows of Islamic Terrorist
                                        Organisations

Tom Siems,                             An Empirical Analysis of the Capital
 Federal Reserve Bank Dallas            Markets' Response to Cataclysmic Events

Peter Walkenhorst, OECD                Trade Impacts of Global Terrorism

Ronald Wintrobe,                       The Demand for Terrorism
 University of Western Ontario

Michael Wolgast, Gesamtverband der     Global Terrorism and the Insurance
Deutschen Versicherungswirtschaft       Industry: New Challenges and Policy
                                        Responses

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Alle Beiträge können auf der Homepage der Veranstaltung
 http://www.diw.de/consequences heruntergeladen werden.

Das DIW Berlin dankt dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
für die großzügige Unterstützung der Konferenz.

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