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| Wochenbericht des DIW Berlin 47/02 Nachhaltige Verkehrsentwicklung erfordert verstärktes Handeln | |||
| Bearbeiter | Rainer Hopf Ulrich Voigt | ||
| Mit der Entwicklung der Verkehrsleistungen war in den 90er Jahren auch eine Zunahme des verkehrsbedingten Energieverbrauchs und der Emissionen von Kohlendioxid (CO2) verbunden. So ist der Anteil des Verkehrsektors am gesamtwirtschaftlichen Endenergieverbrauch in Deutschland seit 1991 von 26 % auf 30 % gestiegen. Als einziger Wirtschaftsbereich hatte der Verkehr darüber hinaus bis 1999 auch einen in absoluten Größen steigenden Energieverbrauch und zunehmende CO2-Emissionen aufzuweisen. In den vergangenen beiden Jahren gab es allerdings einen leichten Rückgang. Derzeit kann noch nicht zuverlässig beurteilt werden, ob dafür überwiegend die schwache Konjunktur eine Rolle gespielt hat, ob sich Sättigungstendenzen abzeichnen oder ob es sich um Verhaltensänderungen aufgrund von Kraftstoffpreisveränderungen handelt. Das DIW Berlin hat im vergangenen Jahr im Rahmen einer Studie zur nachhaltigen Energieversorgung im Bereich Mobilität verschiedene Instrumente und Maßnahmen zur deutlichen Reduktion verkehrsbedingter CO2-Emissionen bewertet. [1] Die vorrangig unter Klimaschutzgesichtspunkten ausgewählten Maßnahmen des Nachhaltigkeitsszenarios - vor allem die unterstellte kräftige Energieverteuerung - bewirken insgesamt bis 2020 eine Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen um 16 % im Vergleich zu 1990. Allerdings trägt dazu ausschließlich der Personenverkehr bei, während es im Güterverkehr nach wie vor zu einem Emissionsanstieg kommt. Will man die langfristigen Minderungsziele beim Kohlendioxid nicht weiter verfehlen, sind insbesondere im Güterverkehr zusätzliche Maßnahmen erforderlich. | |||
| Rahmenbedingungen für die künftige Verkehrsentwicklung | Als Referenz für die Bewertung der Maßnahmen wurde das Verkehrsmengengerüst der Trendprognose für die Bundesverkehrswegeplanung (BVWP) [2] verwendet, das den Zeitraum vom Basisjahr 1997 bis zum Jahr 2015 abdeckt. [3] Im Nachhaltigkeitsszenario (Kasten) wird eine Vielzahl von Maßnahmen aus den Bereichen Preis-, Investitions- und Ordnungspolitik untersucht, die zusammen mit erheblichen Verbesserungen der organisatorischen Abläufe dazu beitragen sollen, das Verkehrssystem insgesamt umweltverträglicher zu gestalten. | ||
| Personenverkehr | In dem auf der Prognose für die Bundesverkehrswegeplanung
beruhenden Trendszenario nehmen im Zeitraum von 1997 bis 2020 die
gesamten Personenverkehrsleistungen von 997 Mrd. auf 1 272 Mrd. Personenkilometer
zu. Unter den bodengebundenen Verkehrsarten wächst mit 28 % der motorisierte
Individualverkehr am stärksten. Mit nahezu derselben Rate steigen auch
die Fahrleistungen der Pkw. Da je Fahrzeug weniger Kraftstoff verbraucht
wird, nehmen der Kraftstoffverbrauch insgesamt und damit auch die CO2-Emissionen
der Pkw deutlich, um 16 %, ab (Tabelle 2).
Für die Eisenbahn ist ein Wachstum der Verkehrsleistung von 22 % zu
erwarten. Für den öffentlichen Straßenpersonenverkehr (Omnibusse,
Straßenbahnen, U-Bahnen) wird dagegen eine leichte Abnahme (7 %) vorausgeschätzt,
ebenso für den nichtmotorisierten Verkehr (4 %) (Tabelle
3).
Insgesamt führt dies bei den CO2-Emissionen des bodengebundenen Verkehrs zu einem Rückgang um 15 %. Diese Reduktion wird jedoch kompensiert durch die Zunahme der Emissionen infolge des drastisch steigenden Luftverkehrs (nach dem Standortprinzip um etwa 220 %). [4] Gegenüber der Trendprognose ergibt sich im Nachhaltigkeitsszenario eine um 14 % niedrigere Verkehrsleistung des motorisierten Individualverkehrs. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Erhöhung der Mineralölsteuer zurückzuführen, die bei allen Fahrtzwecken Verminderungen verursacht. Die angenommene Abschaffung der Pendlerpauschale sowie die verteuerte Parkraumbewirtschaftung haben - bezogen auf die gesamten Verkehrsleistungen - dagegen ein deutlich geringeres Gewicht. Bei den Fahrleistungen der Pkw ist die Verminderung mit 18 % noch etwas stärker ausgeprägt (Tabelle 4). Dies liegt vor allem daran, dass wegen der Verteuerungen im motorisierten Individualverkehr die Fahrzeuge besser ausgelastet werden. Aufgrund des weiter sinkenden durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs ist die Verminderung der CO2-Emissionen mit 38 % deutlich größer als die der Fahrleistungen. Diese steigen im Vergleich zum Basisjahr 1997 auch im Nachhaltigkeitsszenario noch geringfügig (4 %). Die Emissionen sinken - wegen der drastisch zurückgehenden Verbrauchswerte - gegenüber 1997 um nahezu die Hälfte (Tabelle 2). Die Personenkilometer bei der Eisenbahn und dem öffentlichen Straßenpersonenverkehr nehmen als Folge der Verlagerungen vom Pkw-Verkehr jeweils um rund ein Drittel gegenüber der Trendentwicklung zu. Davon profitieren Nah- und Fernverkehr sowie Schienen- und Busverkehr gleichermaßen. Im öffentlichen Straßenpersonenverkehr ist für die Trendentwicklung ein Rückgang um 7 % gegenüber 1997 prognostiziert worden. Die unterstellten Maßnahmen im Nachhaltigkeitsszenario führen zu einem Zuwachs der Verkehrsleistungen im Vergleich zu 1997 um rund ein Viertel, wobei der Fernverkehr etwas stärker zunimmt als der Nahverkehr. Kräftig wächst auch der nichtmotorisierte Verkehr, dessen Leistungen gegenüber dem Trendszenario um rund ein Drittel zulegen. Für den Luftverkehr ergibt sich dagegen ein Rückgang der Verkehrsleistungen gegenüber der Trendentwicklung von rund 20 % (Tabelle 5). [5] Die Verkehrsleistungen des gesamten Personenverkehrs vermindern sich im Nachhaltigkeitsszenario gegenüber der Trendentwicklung um 6 %, zurückzuführen größtenteils auf die preispolitischen Maßnahmen für den motorisierten Individualverkehr. Die Wirkung dürfte sich in einem gewissen Umfang durch Verzicht auf einige Fahrten, zum größten Teil aber durch eine Aktivitätsverlagerung auf näher liegende Fahrtziele ergeben. Im Vergleich zu 1997 bedeutet dies immer noch eine Zunahme der gesamten Verkehrsleistungen um 20 %. Die CO2-Emissionen vermindern sich wegen der starken Reduktion bei den Pkw insgesamt um ein Drittel (Tabelle 2). | ||
| Verkehrsausgaben der privaten Haushalte |
Der Anteil der Verkehrsausgaben am gesamten Haushaltskonsum betrug in den 90er Jahren durchweg 14 % bis 15 %. [6] Im Jahre 1997 gaben die privaten Haushalte 148 Mrd. Euro für Verkehrsleistungen aus. Davon entfielen 129 Mrd. Euro (87 %) auf den motorisierten Individualverkehr und etwa 19 Mrd. Euro auf die öffentlichen Verkehrsmittel. [7] Etwa jeder achte Euro des privaten Konsums wurde damit für das eigene Auto ausgegeben. Die hier vorgelegten Berechnungen für die künftige Entwicklung der Verkehrsausgaben der Haushalte basieren auf folgenden Grundannahmen: - Zunahme des Pkw-Bestands auf 52 Mill. für das Trendszenario 2020; - deutliche Zunahme des Anteils von Fahrzeugen mit Dieselmotor sowohl für das Trend- als auch für das Nachhaltigkeitsszenario. Aus den etwas höheren Preisen für Dieselfahrzeuge resultiert im Durchschnitt eine gewisse Verteuerung bei den Fahrzeugbeschaffungen; - eine Optimierung des Kraftstoffverbrauchs in Richtung sehr niedriger Verbrauchswerte (Drei-Liter-Auto) durch neue Motorkonzepte, Leichtbau, Verringerung des Luft- und Rollwiderstands wird in beiden Szenarien - wenn auch in unterschiedlichem Umfang - berücksichtigt und geht mit leichten Kostensteigerungen einher; [8] - im Nachhaltigkeitsszenario wird unterstellt, dass die Fahrzeuge tendenziell kleiner und leistungsschwächer ("down-sizing") und damit billiger werden. Als Nettowirkung ergibt sich für die Trendentwicklung eine Steigerung der Ausgaben zur Anschaffung von Pkw um 30 %, die vor allem durch die Zunahme der Motorisierung bedingt ist. Im Nachhaltigkeitsszenario nehmen die Ausgaben gegenüber dem Trend kaum noch zu. Die etwas höheren Anschaffungskosten der verbrauchsoptimierten Fahrzeuge und ihr steigender Anteil am Bestand werden durch ein stärkeres "down-sizing" und einen geringeren Fahrzeugbestand nahezu ausgeglichen (Tabelle 6). Die Ausgaben für Kraftstoffe ändern sich im Trendszenario mit 32 Mrd. Euro gegenüber 1997 kaum. [9] Die Zunahme der Fahrleistungen und der Kraftstoffpreise wird durch den deutlichen Rückgang des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs kompensiert. Im Nachhaltigkeitsszenario steigen die Kraftstoffausgaben gegenüber der Trendentwicklung um 11 % auf 35 Mrd. Euro. Die Auswirkungen des weiter zurückgehenden mittleren Kraftstoffverbrauchs sowie der Verminderung der Fahrleistungen werden durch die vorwiegend steuerbedingt kräftige Erhöhung des Kraftstoffpreises übertroffen. Die von den Haushalten zu zahlende Mineralölsteuer steigt im Nachhaltigkeitsszenario gegenüber dem Trend um 27 %. Die Haushaltsausgaben für sonstige Verkehrsleistungen nehmen im Trendszenario gegenüber 1997 um etwa 6 % und im Nachhaltigkeitsszenario um rund zwei Fünftel zu. Die gesamten Ausgaben der Haushalte für Verkehrsleistungen steigen im Trend von 1997 bis 2020 um 21 % auf 179 Mrd. Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Zunahme um 0,8 %; diese Rate liegt deutlich unter dem mittleren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (knapp 2 %). Im Nachhaltigkeitsszenario steigen die Verkehrsausgaben gegenüber 1997 um 27 % auf 191 Mrd. Euro und damit im Jahresdurchschnitt um 1,1 %. Auch in diesem Szenario nehmen somit - trotz der zugrunde gelegten kräftigen Verteuerungen bei den Kraftstoffen - die Verkehrsausgaben, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, unterdurchschnittlich zu. | ||
| Güterverkehr | Die höchste Wachstumsrate im Trendszenario
für das Verkehrsaufkommen weisen die Verbrauchsgüter auf (119
%). [10] Auch bei den Investitionsgütern
sind die Wachstumsraten weit überdurchschnittlich (78 %), während
Montangüter (Kohle, Eisen, Stahl, NE-Metalle, Eisenerze) innerhalb
des gesamten Güterverkehrsmarktes weiter an Bedeutung verlieren. Wie
in der Vergangenheit nehmen die durchschnittlichen Transportweiten zu, so
dass bis 2020 die Verkehrsleistungen mit 73 % stärker wachsen als das
Verkehrsaufkommen (46 %). Infolge dieser Strukturverschiebungen und der
Tatsache, dass Bahn und Binnenschifffahrt ihre Leistungsprofile häufig
den Anforderungen der Verlader nicht hinreichend anpassen, ist künftig
eher der Straßengüterverkehr begünstigt.
Insgesamt ergibt sich aus dem BVWP-Trendszenario gegenüber 1997 eine Steigerung des Verkehrsaufkommens (t) im Straßengüterfernverkehr um fast zwei Drittel, eine Leistungssteigerung (tkm) um 93 % und eine Fahrleistungszunahme von gut zwei Dritteln, ein Anstieg von 50 % bei den Verkehrsleistungen der Binnenschifffahrt und ein Wachstum der Leistungen bei der Bahn von 30 % (Tabelle 7). Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Verkehrsleistungen im Güterverkehr (tkm) bis 2020 liegt mit 2,4 % deutlich über der des Bruttoinlandsprodukts (2,0 %). Die angestrebte Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Verkehrszunahme im Güterverkehr scheint damit in weite Ferne gerückt. Anders als bei Pkw kann bei den schweren Nutzfahrzeugen nur noch mit geringen technischen Möglichkeiten zur Minderung des durchschnittlichen Verbrauchs gerechnet werden. Die Rückgänge im spezifischen Verbrauch von Neufahrzeugen werden überwiegend durch den steigenden Anteil größerer Fahrzeuge und Gewichtszunahme infolge eines zunehmenden Auslastungsgrades der Lkw kompensiert. Unter diesen Voraussetzungen ist im Trendszenario bis 2020 mit keiner Verringerung der CO2-Emissionen zu rechnen, selbst wenn alle nach dem derzeitigen Erkenntnisstand möglichen technischen Verbesserungen an den Fahrzeugen realisiert werden. Insgesamt steigen die CO2-Emissionen im Güterverkehr um etwa 43 % (Tabelle 2). Im Nachhaltigkeitsszenario wurde eine Vielzahl von Maßnahmen aus verschiedenen Politikbereichen untersucht, die transportvermeidende, transportverlagernde und fahrleistungsmindernde Wirkungen haben. Insgesamt verändern sich die Transportzeitrelationen im Nachhaltigkeitsszenario deutlich zugunsten der Bahn. Für die Bahn wird angenommen, dass alle potentiell transportzeitsenkenden Maßnahmen sich in einer entsprechenden Anhebung der Systemgeschwindigkeit (Haus-zu-Haus-Transportzeit) umsetzen. Dies gilt für den binnenländischen Güterverkehr, ist besonders aber auf den langen (grenzüberschreitenden [11]) Transportwegen unabdingbar. Als die wichtigsten preispolitischen Instrumente wurden im Rahmen der Untersuchung die Mineralölsteuer und die Straßenbenutzungsgebühren angesehen. Durch den Einsatz dieser Instrumente werden Anreize geschaffen, verbrauchsärmere Nutzfahrzeuge herzustellen, zu kaufen und zu nutzen. Gleichzeitig werden die Transportunternehmer stimuliert, ihre Fahrzeuge besser auszulasten und den Leerfahrtenanteil zu verringern (Flottenmanagement). Die verladende Wirtschaft wiederum wird veranlasst, aus Kostengründen Verkehre auf die umweltverträglicheren Verkehrsträger Bahn und Binnenschifffahrt zu verlagern sowie über eine erhöhte Fertigungstiefe und/oder veränderte Bezugs- und Absatzquellen zu einer Verminderung von Verkehrs- und Fahrleistungen beizutragen. Dem Verbraucher oder Konsumenten als letztem Glied in der Kette wird durch eine Erhöhung des Preises des nachgefragten Konsumgutes verdeutlicht, dass der Apfel aus Neuseeland eben mit höheren Transportkosten belastet ist als der aus der näheren Umgebung. Die relativen Transportkosten haben im Nachhaltigkeitsszenario aufgrund der unterstellten Maut und der erhöhten Mineralölsteuer das bei weitem größte Gewicht. Danach sind die Transportkosten des Straßengüterfernverkehrs im Jahre 2020 um etwa 35 % bis 40 % höher als im Trendszenario. Bei diesem Wert ist unterstellt, dass die verladende Wirtschaft und die Fuhrunternehmer auf die preislichen Maßnahmen durch eine bessere Auslastung der Nutzfahrzeuge, durch kürzere Distanzen zwischen Versender und Empfänger und durch Wegfall von Transporten (z. B. erhöhte Fertigungstiefe) reagieren. Bei Bahn und Binnenschifffahrt sind gegenüber dem Trend keine Veränderungen angenommen worden. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der preispolitischen Maßnahmen ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Transportkosten bzw. -preise nur einen geringen Anteil am Produktionswert der Güter haben. Selbst bei Berücksichtigung der in den jeweiligen Vorleistungen der Güterproduktion indirekt enthaltenen Transportkosten bleibt der Kostenanteil des Güterfernverkehrs bei vielen Wirtschaftsbereichen unter 3 %. Nur in wenigen Bereichen dürften Transportpreiserhöhungen spürbar sein; neben der Forstwirtschaft und der Fischerei sind dies die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, der Baustoffsektor, die Glasindustrie, die Chemische Industrie, die Holzbearbeitung sowie die Papierindustrie und natürlich der Transportsektor selbst. Weitaus stärker wirkt sich der Preis - allerdings nur in Verbindung mit angebotsverbessernden Maßnahmen für die alternativen Verkehrsträger - auf die Konkurrenzsituation zwischen den Verkehrsarten aus. Um ruinöse Auswirkungen für das heimische Transportgewerbe zu vermeiden, ist angenommen worden, dass die preispolitischen Maßnahmen europaweit harmonisiert zur Anwendung kommen. Nur unter diesen Voraussetzungen gelten die hier ermittelten Ergebnisse. Wichtig für die angestrebten Verkehrsverlagerungen sind die generelle Kapazitätserweiterung sowie eine deutlich verbesserte Angebotsqualität bei den Konkurrenten des Straßengüterfernverkehrs. Die preispolitischen Maßnahmen können nur im Zusammenhang mit entsprechenden Kapazitätsmaßnahmen sowie jenen Maßnahmen, die die Pünktlichkeit, die Zuverlässigkeit, die Informationen für Verlader sowie die Serviceleistungen (Logistik) für alle am Transportprozess Beteiligten deutlich erhöhen bzw. verbessern, ihre volle Wirksamkeit entfalten. Anderenfalls bleibt das Nachhaltigkeitsszenario Wunschdenken. Durch die Preiserhöhungen bedingt werden die Verkehrsleistungen des gesamten Güterfernverkehrs gegenüber dem Trendszenario um 4 % geringer ausfallen. Die stärksten Veränderungen ergeben sich bei den Güterbereichen "Landwirtschaftliche Erzeugnisse" (-5,7 %), "Nahrungs- und Futtermittel" (-3,5 %) sowie "Verbrauchsgüter" (-6,1 %). Die durchschnittlichen Transportweiten, die im Trendszenario um fast ein Fünftel zunehmen, sind im Nachhaltigkeitsszenario demgegenüber um 2,4 % geringer. Transportverlagerungs- und -vermeidungseffekte führen beim Straßengüterfernverkehr zu einer Verringerung des Verkehrsaufkommens um ein Siebtel; die Verkehrsleistung geht sogar um fast ein Fünftel zurück. Das Verminderungspotential von 83 Mrd. tkm (Nachhaltigkeits- gegenüber Trendszenario) beim Straßengüterfernverkehr wirkt sich am stärksten bei der Bahn aus. Gegenüber dem Trendszenario kann sie noch einmal um 45 Mrd. tkm zulegen. Bezogen auf das Basisjahr 1997 entspräche dies fast einer Verdoppelung der Verkehrsleistungen. Bahn und Binnenschifffahrt ersetzen die Straße vor allem auf den längeren (grenzüberschreitenden) Transportwegen (Abbildung 2). Insgesamt liegen die Fahrleistungen im Straßengüterverkehr unter den Nachhaltigkeitsbedingungen um 14 % niedriger als im Trend, im Fernverkehr sogar um mehr als ein Viertel unter den im Trendszenario ermittelten Werten (Tabelle 8). Im Nachhaltigkeitsszenario geht der Durchschnittsverbrauch der schweren Nutzfahrzeuge um knapp 5 % zurück. Bei Bahn und Binnenschifffahrt werden jeweils Verminderungen beim spezifischen Energieverbrauch von 20 % erwartet. Per saldo liegen die CO2-Emissionen des gesamten Güterverkehrs zwar noch immer um 16 % über dem Ausgangswert von 1997, jedoch um ein Fünftel unter dem Trendwert (Tabelle 2). | ||
| Fazit |
Die vorrangig unter Klimaschutzgesichtspunkten ausgewählten Maßnahmen für das Nachhaltigkeitsszenario bewirken - vor allem durch die kräftige Energieverteuerung - insgesamt eine Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen gegenüber 1997 um 19 %. (im Vergleich zu 1990 sind es 16 %). Dabei unterscheiden sich die Entwicklungen im Personen- und im Güterverkehr grundlegend. Während die Emissionen im Personenverkehr um ein Drittel zurückgehen, nehmen sie im Güterverkehr noch um 16 % zu (Tabelle 2). Das langfristige Minderungsziel bei Kohlendioxidemissionen für 2020 - vom Rat der Sachverständigen für Umweltfragen mit 40 % gegenüber 1990 angegeben [12] - wird damit deutlich verfehlt. Insbesondere im Güterverkehr sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Wenn man sich allerdings vergegenwärtigt, dass die im Nachhaltigkeitsszenario zugrunde gelegten Maßnahmen aus heutiger Sicht als sehr weitgehend und der Öffentlichkeit sowie den unmittelbar Betroffenen als nur schwer vermittelbar anzusehen sind, so werden die Schwierigkeiten deutlich, die für die Gestaltung einer an ökologischen Zielen orientierten Verkehrspolitik bestehen. Dennoch sind konkrete Teilschritte einer solchen Strategie zur Verminderung der Klimarisiken durch das Verkehrssystem notwendig und möglich. Ein zentrales Instrument der Bundesregierung zur Gestaltung der Verkehrsentwicklung ist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Der in den wichtigsten Eckdaten völlig überholte BVWP '92 ist zügig durch einen Investitionsplan zu ersetzen, der mit der Finanzplanung besser koordiniert ist [13] und auch umweltpolitisch klare Prioritäten setzt. Wichtig ist, dass der Grundsatz der integrierten Verkehrswegeplanung, die Netze des Straßenverkehrs, der Bahn und der Binnenschifffahrt unter Berücksichtigung der jeweiligen spezifischen Leistungsfähigkeit aufeinander abgestimmt zu entwickeln, in der Praxis stärker als bisher berücksichtigt werden muss. Dann könnte auf ökologisch problematische Vorhaben zugunsten von Lückenschließungen, des Ausbaus von Knoten und Schnittstellen, der Telematik, der Fernverkehrslogistik sowie integrierter Transportketten verzichtet werden. Die Inhalte der Koalitionsvereinbarung zwischen den Regierungsparteien sind hinsichtlich einer nachhaltigen Mobilität in der Zukunft sehr ehrgeizig. [14] Dies gilt vor allem für die Aussage, die EU in ihrer Absicht zu unterstützen, bei den Preisen der Mobilität auch externe Effekte einzubeziehen. Auch folgende Ziele sind im Hinblick auf die Nachhaltigkeit grundsätzlich positiv zu beurteilen: - die insgesamt umweltfreundlichere Gestaltung des Verkehrssystems; - die stärkere Förderung des Eisenbahnverkehrs (kombinierter Verkehr, Abbau von Hemmnissen im grenzüberschreitenden Verkehr); - der diskriminierungsfreie Zugang zur Eisenbahninfrastruktur; - der Abbau von Belastungen durch Verkehrslärm; - die generelle europaweite Harmonisierung der Sozialvorschriften vor allem im Straßengüterverkehr; - Sicherheitsstandards und Umweltvorschriften auf der Grundlage der in Deutschland erreichten hohen Standards sowie - die Einführung von flugstreckenbezogenen Emissionsabgaben. Allerdings handelt es sich bei den meisten Zielen um Absichtserklärungen. Eine konkrete Unterfütterung durch ein schlüssiges preis-, investitions- und ordnungspolitisches Gesamtkonzept steht noch aus. Die Bundesregierung will z. B. den Güterverkehr auf der Schiene bis 2015 verdoppeln. Es bleibt offen, wie das zu erreichen ist. | ||
| Kasten Annahmen und Maßnahmen im Nachhaltigkeitsszenario |
• Reale Kraftstoffverteuerung um durchschnittlich 3 % p. a. durch Zunahme des Rohölpreises und Anhebung der Mineralölsteuer; • Abschaffung der Pendlerpauschale; • Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung in Städten und Ballungsgebieten; • fahrleistungsabhängige Straßenbenutzungsgebühr für Lkw und Sattelzüge ab 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht auf dem gesamten Straßennetz (in Anlehnung an das Schweizer System): [1] - 3,5 bis unter 12 t: 20 Cent/km, - 12 bis unter 18 t: 30 Cent/km und - 18 bis 40 t: 50 Cent/km; • qualitativer und quantitativer Ausbau der Eisenbahninfrastruktur, verbesserte Gestaltung der Betriebsabläufe, Entmischung von Personen- und Güterverkehr, Intensivierung des Wettbewerbs auf dem Netz; • kein genereller Ausbau des Straßennetzes, lediglich Engpassbeseitigung; • Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkw auf Autobahnen (120 km/h);
• Attraktivitätsverbesserung des öffentlichen Nahverkehrs (Infrastruktur, Vorrangregeln, modernes Verkehrsmanagement). [1] Vgl. R. Hopf und U. Voigt: Instrumente und Maßnahmen zur Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung - Entwicklungspfade im Bereich Mobilität. Gutachten im Auftrag des Deutschen Bundestages, vorgelegt dem Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. Berlin 2001.
Die Berechnungen zum Energieverbrauch und zu den CO2-Emissionen wurden von IFEU Heidelberg mit dem Transport Emission Estimation Model (TREMOD) durchgeführt. Die Annahmen zu den spezifischen Energieverbrauchswerten wurden im Rahmen dieses Modells von IFEU Heidelberg getroffen.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 1 Demographische und ökonomische Leitdaten 1997, 2015 und 2020 ------------------------------------------------------------------------------- Variablen 1997 2015 2020 Einwohner in 1 000 82 053 83 487 83 195 Haushalte in 1 000 37 457 39 745 39 685 Erwerbstätige in 1 000 33 962 34 473 34 715 Bruttoinlandsprodukt zu Preisen von 1991 in Mrd. Euro 1 586 2 321 2 525 ------------------------------------------------------------------------------- Quellen: ifo/BBR; Prognos; Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin. DIW Berlin 2002 =============================================================================== |
-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 2
Kohlendioxidemissionen 1990, 1997 und 2020 (1)
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1990 1997 Trend- Nachhaltig-
szenario keitsszenario
2020 2020
in kt
Güterverkehr 55 950 66 980 95 790 77 790
Straße 45 200 58 000 78 900 65 500
Schiene 4 900 2 930 2 980 2 980
Wasser 2 400 2 230 3 310 3 090
Luft 3 450 3 820 10 600 6 220
Personenverkehr 163 480 160 260 160 690 105 180
Straße 142 000 136 000 114 000 73 100
Schiene 8 280 7 160 7 490 6 480
Luft 13 200 17 100 39 200 25 600
Gesamtverkehr 219 400 227 230 256 610 183 350
Straße 187 000 194 000 193 000 139 000
Schiene 13 300 10 100 10 500 9 460
Wasser 2 400 2 230 3 310 3 090
Luft 16 700 20 900 49 800 31 800
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Veränderungsraten 2020/1997
Trend Nachhaltigkeit Nachhaltig-
keit 2020/
gesamter gesamter jährlicher Trend 2020
Zeitraum Zeitraum Durchschnitt
in %
Güterverkehr 43,0 16,1 0,7 -18,8
Straße 36,0 12,9 0,5 -17,0
Schiene 1,7 1,7 0,1 0,0
Wasser 48,4 38,6 1,4 -6,6
Luft 177,5 62,8 2,1 -41,3
Personenverkehr 0,3 -34,4 -1,8 -34,5
Straße -16,2 -46,3 -2,7 -35,9
Schiene 4,6 -9,5 -0,4 -13,5
Luft 129,2 49,7 1,8 -34,7
Gesamtverkehr 12,9 -19,3 -0,9 -28,5
Straße -0,5 -28,4 -1,4 -28,0
Schiene 4,0 -6,3 -0,3 -9,9
Wasser 48,4 38,6 1,4 -6,6
Luft 138,3 52,2 1,8 -36,1
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(1) Emissionen im Luftverkehr nach dem Standortprinzip.
Quelle: Berechnungen des IFEU Heidelberg.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 3
Verkehrsleistungen im Personenverkehr 1997 und 2020
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Trend- Nachhaltig-
1997 szenario keitsszenario
2020 2020
in Mrd. Pkm
Motorisierter
Individualverkehr 750 957 824
Eisenbahn 74 90 121
davon:
Nahverkehr 39 39 52
Fernverkehr 35 52 69
Öffentlicher
Straßenpersonenverkehr 83 77 103
davon:
Nahverkehr 56 52 69
Fernverkehr 27 25 34
davon:
Schienenverkehr 14 14 19
Omnibusverkehr 68 63 84
Nicht
motorisierter Verkehr 54 52 70
Verkehr insgesamt 960 1 177 1 117
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Veränderungsraten 2020/1997
Trend Nachhaltigkeit Nachhaltig-
keit 2020/
gesamter gesamter jährlicher Trend 2020
Zeitraum Zeitraum Durchschnitt
in %
Motorisierter
Individualverkehr 27,7 9,9 0,4 -14,0
Eisenbahn 22,0 63,0 2,1 33,5
davon:
Nahverkehr -0,9 33,2 1,3 34,5
Fernverkehr 47,8 96,3 3,0 32,8
Öffentlicher
Straßenpersonenverkehr -6,8 24,6 1,0 33,6
davon:
Nahverkehr -8,1 23,7 0,9 34,6
Fernverkehr -3,8 26,4 1,0 31,5
davon:
Schienenverkehr -3,5 29,2 1,1 33,9
Omnibusverkehr -7,4 23,6 0,9 33,5
Nicht
motorisierter Verkehr -3,9 29,6 1,1 34,8
Verkehr insgesamt 22,5 16,3 0,7 -5,0
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Quellen: BVU; ifo; ITP; Planco; Prognos; Berechnungen des DIW Berlin.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 4
Fahrleistungen im Straßenpersonenverkehr 1997 und 2020
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Trend- Nachhaltig-
1997 szenario keitsszenario
2020 2020
in Mrd. km
Motorisierter
Individualverkehr
insgesamt 539,2 685,1 562,6
Personenkraftwagen 524,8 660,7 542,3
Zweiräder 14,4 24,5 20,3
Omnibusse 3,7 3,6 4,5
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Veränderungsraten 2020/1997
Trend Nachhaltigkeit Nachhaltig-
keit 2020/
gesamter gesamter jährlicher Trend 2020
Zeitraum Zeitraum Durchschnitt
in %
Motorisierter
Individualverkehr
insgesamt 27,1 4,3 0,2 -17,9
Personenkraftwagen 25,9 3,3 0,1 -17,9
Zweiräder 69,8 41,0 1,5 -17,0
Omnibusse -3,4 21,6 0,9 26,0
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Quellen: BVU; ifo; ITP; Planco; Prognos; Berechnungen des DIW Berlin.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 5
Luftverkehr 1997 und 2020
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Trend- Nachhaltig-
1997 szenario keitsszenario
2020 2020
Territorialprinzip (1)
Passagiere
Beförderte Personen in Mill. 121 300 234
Verkehrsleistungen in Mrd. Pkm 36 95 74
Luftfracht
Beförderte Tonnen in Mill. 1,9 6,4 4,5
Verkehrsleistungen in Mrd. tkm 0,9 3,2 2,2
Standortprinzip (2)
Passagiere
Beförderte Personen in Mill. 53 141 113
Verkehrsleistungen in Mrd. Pkm 119 385 310
Luftfracht
Beförderte Tonnen in Mill. 0,9 3,0 2,1
Verkehrsleistungen in Mrd. tkm 4,9 17,7 12,9
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Veränderungsraten 2020/1997
Trend Nachhaltigkeit Nachhaltig-
keit 2020/
gesamter gesamter jährlicher Trend 2020
Zeitraum Zeitraum Durchschnitt
Territorialprinzip (1) in %
Passagiere
Beförderte Personen in Mill. 147,9 93,4 2,9 -22,0
Verkehrsleistungen in Mrd. Pkm 163,9 105,6 3,2 -22,1
Luftfracht
Beförderte Tonnen in Mill. 242,6 140,9 3,9 -29,7
Verkehrsleistungen in Mrd. tkm 242,6 135,5 3,8 -31,3
Standortprinzip (2)
Passagiere
Beförderte Personen in Mill. 164,0 111,6 3,3 -19,9
Verkehrsleistungen in Mrd. Pkm 223,5 160,5 4,3 -19,5
Luftfracht
Beförderte Tonnen in Mill. 242,5 139,7 3,9 -30,0
Verkehrsleistungen in Mrd. tkm 261,2 163,3 4,3 -27,1
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(1) Verkehrsleistungen innerhalb der Grenzen Deutschlands.
(2) Von Deutschland abgehender Verkehr bis zum Zielflughafen.
Quellen: BVU; ifo; ITP; Planco; DSF/DLR; Berechnungen des DIW Berlin.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 6
Verkehrsausgaben (1) der privaten Haushalte in Deutschland 1997 und 2020
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Ausgabenkategorien 1997 Trendszenario Nachhaltigkeitszenario
2020 2020
In Mrd. Euro
Pkw insgesamt 128,7 158,1 163,3
Pkw-Anschaffung 59,5 77,5 78,6
Kraftstoffe 31,8 31,9 35,3
darunter: Mineralölsteuer 18,9 18,5 23,5
Übrige Pkw-Ausgaben 37,5 48,8 49,4
Parkraumbewirtschaftung x 0,4 0,7
Sonstige Verkehrsleistungen 19,2 20,5 27,4
Verkehrsausgaben insgesamt 148,0 178,6 190,7
Haushaltsausgaben insgesamt 1 023,5 x x
Index 1997 = 100
Pkw insgesamt 100,0 122,8 126,8
Pkw-Anschaffung 100,0 130,3 132,1
Kraftstoffe 100,0 100,3 111,1
darunter: Mineralölsteuer 100,0 97,7 124,5
Übrige Pkw-Ausgaben 100,0 130,1 131,9
Parkraumbewirtschaftung x x x
Sonstige Verkehrsleistungen 100,0 106,3 142,4
Verkehrsausgaben insgesamt 100,0 120,7 128,9
Anteil an den Verkehrsausgaben in %
Pkw insgesamt 87,0 88,5 85,6
Pkw-Anschaffung 40,2 43,4 41,2
Kraftstoffe 21,5 17,8 18,5
darunter: Mineralölsteuer 12,8 10,3 12,3
Übrige Pkw-Ausgaben 25,3 27,3 25,9
Parkraumbewirtschaftung x x x
Sonstige Verkehrsleistungen 13,0 11,5 14,4
Verkehrsausgaben insgesamt 100,0 100,0 100,0
Anteil an den Haushaltsausgaben in %
Pkw insgesamt 12,6 x x
Pkw-Anschaffung 5,8 x x
Kraftstoffe 3,1 x x
darunter: Mineralölsteuer 1,8 x x
Übrige Pkw-Ausgaben 3,7 x x
Parkraumbewirtschaftung x x x
Sonstige Verkehrsleistungen 1,9 x x
Verkehrsausgaben insgesamt 14,5 x x
Haushaltsausgaben insgesamt 100,0 x x
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(1) Zu Preisen von 1997.
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW Berlin.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 7
Güterverkehr nach Verkehrsträgern und Hauptverkehrsbeziehungen 1997 und 2020
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Trend- Nachhaltig-
1997 szenario keitsszenario
2020 2020
Verkehrsaufkommen in Mill. t
Eisenbahn (1) 295 319 446
darunter: Kombinierter Verkehr 34 69 94
Straßengüterfernverkehr (2) 869 1 419 1 225
Binnenschifffahrt 234 303 339
Fernverkehr insgesamt 1 397 2 041 2 010
Binnenverkehr 874 1 070 1 054
Grenzüberschreitender Versand 188 362 355
Grenzüberschreitender Empfang 264 458 449
Transit 71 151 151
Straßengüternahverkehr (2) 2 324 2 725 2 785
nachrichtlich:
Straßengüterverkehr insgesamt 3 193 4 144 4 010
Verkehr insgesamt 3 721 4 766 4 795
Verkehrsleistungen in Mrd. tkm
Eisenbahn (1) 73 95 140
darunter: Kombinierter Verkehr 15 31 44
Straßengüterfernverkehr (2) 236 454 371
Binnenschifffahrt 62 93 106
Fernverkehr insgesamt 371 642 617
Binnenverkehr 197 271 260
Grenzüberschreitender Versand 55 121 114
Grenzüberschreitender Empfang 73 148 140
Transit 45 102 102
Straßengüternahverkehr (2) 67 85 91
nachrichtlich:
Straßengüterverkehr insgesamt 302 540 462
Verkehr insgesamt 437 727 708
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Veränderungsraten 2020/1997
Trend Nachhaltigkeit Nachhaltig-
keit 2020/
gesamter gesamter jährlicher Trend 2020
Zeitraum Zeitraum Durchschnitt
Verkehrsaufkommen in %
Eisenbahn (1) 8,2 51,2 1,8 39,7
darunter: Kombinierter Verkehr 105,7 178,9 4,6 35,6
Straßengüterfernverkehr (2) 63,3 41,0 1,5 -13,7
Binnenschifffahrt 29,7 45,2 1,6 11,9
Fernverkehr insgesamt 46,1 43,9 1,6 -1,5
Binnenverkehr 22,4 20,5 0,8 -1,5
Grenzüberschreitender Versand 92,8 89,3 2,8 -1,8
Grenzüberschreitender Empfang 73,0 69,9 2,3 -1,8
Transit 114,5 114,4 3,4 0,0
Straßengüternahverkehr (2) 17,3 19,8 0,8 2,2
nachrichtlich:
Straßengüterverkehr insgesamt 29,8 25,6 1,0 -3,2
Verkehr insgesamt 28,1 28,9 1,1 0,6
Verkehrsleistungen in Mrd. tkm
Eisenbahn (1) 30,1 92,0 2,9 47,6
darunter: Kombinierter Verkehr 108,4 195,9 4,8 42,0
Straßengüterfernverkehr (2) 92,7 57,3 2,0 -18,4
Binnenschifffahrt 49,1 70,7 2,4 14,5
Fernverkehr insgesamt 73,1 66,4 2,2 -3,9
Binnenverkehr 37,7 32,0 1,2 -4,1
Grenzüberschreitender Versand 118,9 107,6 3,2 -5,1
Grenzüberschreitender Empfang 101,5 91,3 2,9 -5,1
Transit 125,8 125,7 3,6 0,0
Straßengüternahverkehr (2) 28,4 37,4 1,4 7,0
nachrichtlich:
Straßengüterverkehr insgesamt 78,6 52,9 1,9 -14,4
Verkehr insgesamt 66,3 62,0 2,1 -2,6
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(1) Frachtpflichtiger Wagenladungsverkehr im Netz der DB AG.
(2) Institutionelle Abgrenzung, bis einschließlich 1997 gültig.
Quellen: BVU; ifo; ITP; Planco; Prognos; Berechnungen des DIW Berlin.
DIW Berlin 2002
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 8
Fahrleistungen im Straßengütervekehr 1997 und 2020
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Trend- Nachhaltig-
1997 szenario keitsszenario
2020 2020
in Mill. km
Lastkraftwagen 54,6 70,3 64,0
Sattelzugmaschinen 10,6 21,2 15,0
Güterverkehr insgesamt 65,2 91,5 79,0
darunter: Fernverkehr 21,2 35,8 26,3
(1)
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Veränderungsraten 2020/1997
Trend Nachhaltigkeit Nachhaltig-
keit 2020/
gesamter gesamter jährlicher Trend 2020
Zeitraum Zeitraum Durchschnitt
in %
Lastkraftwagen 28,8 17,2 0,7 -9,0
Sattelzugmaschinen 100,0 41,5 1,5 -29,2
Güterverkehr insgesamt 40,3 21,2 0,8 -13,7
darunter: Fernverkehr 68,9 24,1 0,9 -26,5
(1)
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(1) Institutionelle Abgrenzung, bis einschließlich 1997 gültig.
Quellen: BVU; ifo; ITP; Planco; Prognos; Berechnungen des DIW Berlin.
DIW Berlin 2002
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