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| Wochenbericht des DIW Berlin 6/01 Zunehmende Dynamik im Handel Deutschlands mit der EWU | |||
| Bearbeiter | Herbert Lahmann Eva Vega Gordaliza | ||
| Von der Etablierung des Binnenmarktes in der EU wurden seinerzeit kräftige Impulse für den Handel zwischen den Partnerländern erwartet. Diese Erwartung hat sich weitgehend erfüllt. So ist die nominale Ausfuhr Deutschlands in die übrigen EWU-Länder von 1993 bis 2000 um 73 % gestiegen. Zwar hat der Außenhandel der EWU in dieser Zeit in ähnlichem Tempo wie der Intrahandel expandiert (Abbildung 1), was dafür spricht, dass der Austausch innerhalb der EWU nicht stärker zugenommen hat als die allgemeine weltwirtschaftliche Verflechtung. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass sich viele osteuropäische Länder erst in letzter Zeit in den Welthandel integriert haben und sich der Handel mit ihnen daher besonders dynamisch entwickelte. Deutschland ist mit einem Gewicht von reichlich einem Fünftel der wichtigste Handelspartner im Intra-EWU-Handel. [1] Die Exporte Deutschlands in die übrigen EWU-Länder sind in nominaler Rechnung in der zweiten Hälfte der 90er Jahre weniger stark gestiegen als der Intrahandel der anderen EWU- Länder (Abbildung 2). Diese Entwicklung ist zunächst überraschend, denn in dieser Zeit hatte sich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen infolge deutlich niedrigerer Lohnstückkosten als beim Durchschnitt der übrigen EWU-Länder erheblich verbessert (Abbildung 3). Dies kann dazu geführt haben, dass die Exportpreise Deutschlands weniger stark gestiegen sind als bei den anderen EWU-Ländern, so dass der Wert der Ausfuhr entsprechend schwächer zunahm. In realer Rechnung könnte sich ein anderes Bild ergeben. Eine weitere Erklärung für den schwächeren Intrahandel der inländischen deutschen Unternehmen kann darin gesehen werden, dass die Märkte in den einzelnen EWU-Ländern von deutschen Tochterunternehmen im Land selbst oder von einem anderen EWU-Land aus beliefert wurden. Im Extrahandel waren die deutschen Unternehmen erfolgreicher als diejenigen der übrigen EWU-Länder; dies dürfte vor allem auf die besonders engen Handelsverflechtungen mit den osteuropäischen Ländern zurückzuführen sein. | |||
| Defizit in der Leistungsbilanz zurückgegangen | Im Warenhandel mit der EWU erzielt Deutschland traditionell einen hohen Überschuss. Seit Schaffung des Binnenmarktes hat sich dieser von 38 Mrd. DM (1993) [2] auf 73 Mrd. DM (1999) erhöht und damit nahezu verdoppelt; in den ersten drei Quartalen des Jahres 2000 wurden bereits 62 Mrd. DM erreicht (Tabelle 1). Der gestiegene Überschuss im Warenverkehr gleicht die Defizite in den anderen Teilbilanzen der Leistungsbilanz inzwischen fast aus. Das hohe Defizit in den Jahren 1995 bis 1997 wurde bereits 1998 deutlich abgebaut. Im Jahr 2000 dürfte die Leistungsbilanz nur noch mit einem Fehlbetrag von 2 Mrd. DM abgeschlossen haben, und dies, obwohl die Einfuhr durch die Verteuerung bei den Energierohstoffen, die zum großen Teil aus den Niederlanden importiert werden, im Laufe des Jahres 2000 beschleunigt gestiegen ist. Eine nach Ländern differenzierte Betrachtung zeigt, dass sich die Ausfuhr nach Spanien, Portugal, Finnland und Irland - also in Länder, die sich erst allmählich in die EWU integrierten - seit 1997 besonders dynamisch entwickelt. Dies ist vor dem Hintergrund des überdurchschnittlichen Wachstums in diesen Ländern zu sehen. Allerdings sind die Exporte in die Niederlande, wo das Wirtschaftswachstum im Durchschnitt der Jahre 1997 bis 1999 ähnlich kräftig war wie in Spanien, kaum ausgeweitet worden. Offenbar spielt hier die Struktur der Exporte eine wichtige Rolle; Spanien ist ein wichtiger Produktionsstandort der Automobilindustrie. Der Warenverkehr mit industriellen Vorprodukten bestimmt in hohem Maße den Intrahandel, z. B. mit Spanien und Irland. [3] Die Ausweitung des Überschusses im Warenhandel mit der EWU resultiert im Wesentlichen aus dem Austausch mit den großen Handelspartnern, hauptsächlich mit Frankreich. Im Warenverkehr mit den Niederlanden und Irland werden dagegen seit 1997 regelmäßig Defizite ausgewiesen. Dabei spielen bei den Niederlanden die hohen Importe von Energieerzeugnissen (Erdgas) und bei Irland - im Gefolge hoher deutscher Direktinvestitionen - die boomenden Bezüge von chemischen Erzeugnissen eine Rolle. Der Dienstleistungshandel Deutschlands mit der EWU hat insgesamt deutlich langsamer zugenommen als der Warenverkehr (Abbildung 4). In diesem Zusammenhang muss an die schwierige statistische Erfassung von Dienstleistungen erinnert werden; das gilt auch für den Tourismusverkehr, den wichtigsten Posten in der Dienstleistungsbilanz mit den EWU-Partnern. Etwa die Hälfte der deutschen Dienstleistungsausgaben an die EWU-Länder entsteht im Tourismus. Am höchsten sind die Zahlungen an die klassischen Urlaubsländer Italien, Spanien und Österreich; es folgen mit deutlichem Abstand Frankreich, Griechenland und die Niederlande. Hinzu kommt bei diesen Ländern - mit Ausnahme der Niederlande -, dass auch bei der zweitwichtigsten Dienstleistungsposition, den Transportleistungen, ein deutscher Ausgabenüberschuss zu verzeichnen ist. Auf die sechs wichtigsten Reiseländer entfielen im Jahr 1999 rund 87 % des Dienstleistungsverkehrs mit der EWU. Am gesamten Defizit in der Dienstleistungsbilanz Deutschlands gegenüber der EWU haben diese Länder einen Anteil von 97 %. In der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die ein Spiegelbild des Handels mit Waren und Dienstleistungen ist, wird seit 1994 ein Defizit ausgewiesen, da das im Handel akkumulierte Kapital wieder exportiert wird. In den Jahren 1995 und 1999 ist das Defizit sprunghaft gestiegen. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der Veränderung des Saldos der deutschen Nettokapitalanlagen; die Nettoposition hatte sich jeweils im Jahr zuvor deutlich zu Gunsten der Partnerländer verschoben (Tabelle 2). Gegenüber der Mehrzahl der EWU-Länder wurde seit 1995 zwar ein Überschuss in der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen erzielt; dieser war aber - mit Ausnahme Italiens - jeweils gering. Das hohe Defizit bei den Vermögenseinkommen mit Belgien/Luxemburg und den Niederlanden hat zum negativen Saldo der gesamten Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen geführt. Bemerkenswert ist, dass die Zinszahlungen für Kredite, die von den EWU-Partnern gewährt wurden, 1999 um reichlich 7 Mrd. DM höher waren als die empfangenen Zinsen für deutsche Kredite. Dies ist auf starke Verschiebungen bei den Nettokapitalanlagen im Kreditsektor im Jahr zuvor zurückzuführen. Bei den Wertpapieranlagen errechnete sich 1999 ein Defizit für Deutschland von rund 13 Mrd. DM. Der Saldo der Nettokapitalanlagen hatte sich 1998 bei den Wertpapieranlagen ebenfalls sprunghaft zu Ungunsten Deutschlands erhöht. Die nochmalige Verschlechterung in dieser Bilanz im Jahre 1999 lässt auf eine weitere Erhöhung des Defizits der Vermögenseinkommen bei dieser Anlageform im Jahr 2000 schließen. | ||
| Kraftfahrzeuge wichtigste Exportgütergruppe ... | Mit einem Anteil von knapp einem Fünftel an der gesamten Ausfuhr in die EWU waren Kraftfahrzeuge im ersten Halbjahr 2000 die wichtigste Gütergruppe (Tabelle 3). Auch bei den deutschen Direktinvestitionen in der EWU nimmt diese Branche eine überragende Stellung ein. Durch Investitionen in ausländische Produktionsstätten und vor allem in Handels- und Instandhaltungsbetriebe sichern die Fahrzeughersteller ihre Marktposition ab. [4] Mit deutlichem Abstand zu den Kraftfahrzeugexporten folgen elektrotechnische Erzeugnisse (Exportanteil 12 %) und Maschinenbauerzeugnisse (10 %). Zusammen bestreiten diese drei Gütergruppen rund 60 % der gesamten deutschen Lieferungen von Fertigwaren- Enderzeugnissen innerhalb der EWU. Die Entwicklung des Exports in den einzelnen Branchen war zuletzt sehr unterschiedlich. Nach dem deutlichen Anstieg im ersten Halbjahr 1999 sind die Lieferungen von Kraftfahrzeugen in die EWU bis zum ersten Halbjahr 2000 nur noch wenig gestiegen. Ähnlich war die Entwicklung im Maschinenbau, wo die Exporte nach dem sprunghaften Anstieg im ersten Halbjahr 1999 im weiteren Verlauf sogar gesunken sind. Dagegen haben die Ausfuhren von elektrotechnischen Erzeugnissen sowie Büro- und Datenverarbeitungsmaschinen zügig expandiert. Bemerkenswert ist die dynamische Entwicklung der Exporte von Luftfahrzeugen; deren Anteil am gesamten Export hat sich von 2,7 % (1995) auf 3,8 % (1. Halbjahr 2000) erhöht. Unter den EWU-Partnern konzentriert sich dieser Export auf Frankreich und steht im Zusammenhang mit der Airbus- Fertigung. Hier handelt es sich um einen typischen länderübergreifenden arbeitsteiligen Produktionsprozess. Deshalb ist bei der Einfuhr dieser Branche ebenfalls eine kräftige Erhöhung zu verzeichnen. Die starke Stellung der chemischen Industrie in Deutschland lässt sich im Intrahandel mit der EWU wegen der Heterogenität der Güter nicht so deutlich wie bei den anderen Branchen zeigen. Ebenso wie beim Maschinenbau haben sich die Anteile dieser Branche am gesamten Export in den letzten Jahren kaum verändert. | ||
| ... und wichtigste Importgütergruppe | Auch bei der Einfuhr waren Kraftfahrzeuge mit einem Anteil an den gesamten Bezügen aus der EWU von reichlich 12 % im ersten Halbjahr 2000 die wichtigste Gütergruppe. Es folgen an zweiter und dritter Stelle - wie bei der Ausfuhr - die Elektroindustrie und der Maschinenbau. Bei den Kraftfahrzeugen war die Zuwachsrate im Jahr 1999 und im ersten Halbjahr 2000 unterdurchschnittlich; dabei muss allerdings beachtet werden, dass die statistische Erfassung der Einfuhren beim Intrahandel besondere Schwierigkeiten bereitet. [5] Die hohe Dynamik in der Gruppe "Sonstiges", in der die Rückwaren und Ersatzlieferungen sowie die Anmeldeausfälle nachgewiesen werden, verzerrt die Aussagekraft der Daten zu den Branchenstrukturen des Imports. Der Anteil der Position "Sonstiges" ist von 8 % (1995) auf knapp 20 % im ersten Halbjahr 2000 gestiegen. Ähnlich wie beim Export entwickelten sich die Importe von elektrotechnischen Erzeugnissen und Büromaschinen/ADV äußerst dynamisch. Das hohe Tempo der Importe von pharmazeutischen Erzeugnissen hat sich dagegen zuletzt nicht mehr fortgesetzt. Der Import aus den einzelnen Ländern lässt jeweils Branchen erkennen, bei denen vermutlich durch Direktinvestitionen enge Verbindungen mit deutschen Unternehmen bestehen. Dadurch dürfte der wirtschaftliche Aufholprozess in den kleinen Ländern an der Peripherie der EWU gefördert werden. Die Importe von pharmazeutischen Erzeugnissen und ADV-Geräten aus Irland sind boomartig gestiegen; der Anteil am gesamten Import von dort hat sich von 44 % (1995) auf 62 % (1999) erhöht. Bei den Importen aus Portugal haben elektrotechnische Erzeugnisse sowie Kraftfahrzeuge eine herausragende Bedeutung (Anteil am Import 1999: 44 %); [6] der Importanteil von Strickwaren und Bekleidung ist dagegen von 20 % (1995) auf 19 % (1999) zurückgegangen. | ||
| Zusätzliche Impulse vom Binnenmarkt | Die Lieferungen in die EWU-11 haben in nominaler Rechnung einen Anteil von 45 % am gesamten Export Deutschlands; dieser Anteil hat sich seit Etablierung des Binnenmarktes kaum verändert. Dabei spielt eine Rolle, dass die Wachstumsdynamik in den Kernländern (Frankreich, Belgien, Niederlande und Italien) im Vergleich mit den neu integrierten Ländern, insbesondere aber mit anderen Absatzmärkten (Nordamerika, Osteuropa) deutlich geringer war. Der Anteil der Kernländer der EWU am deutschen Export ist von reichlich 34 % (1993) auf 31 % (2000) zurückgegangen. Von der Einführung des Euro 1999 sowie vom ständigen Zwang zur Rationalisierung der Produktion bei dem sich verschärfenden internationalen Wettbewerb gehen starke Impulse für die weitere Ausweitung des Intrahandels im Euro-Raum aus. Hier kommt der Fahrzeugindustrie eine Schlüsselstellung zu; die EU ist vor den USA und Japan der größte Hersteller von Fahrzeugen. [7] Die Ausrichtung der Produktion auf den durch Harmonisierungsbestrebungen zusehends einheitlicheren Binnenmarkt wird Kostensenkungen begünstigen und zur Konzentration der Produktion auf wenige Standorte führen. Zwischen diesen Standorten in den einzelnen EWU-Ländern wird es jedoch intensiveren Firmenhandel geben. Ähnliche Entwicklungen werden in den anderen großen Exportbranchen (Elektroindustrie, chemische Industrie) eintreten. Es ist insgesamt mit zunehmender Dynamik beim "inter- industry trade" zu rechnen. Auch die in der Grundtendenz weiter steigenden deutschen Direktinvestitionen in der EWU (Abbildung 5) dürften die Lieferungen dorthin begünstigen. [8] Vermehrte Aufmerksamkeit muss den Dienstleistungen gelten, die statistisch immer noch schlecht nachgewiesen werden. Der Anteil des Dienstleistungssektors am Bruttoinlandsprodukt ist bei einigen EWU-Ländern bereits höher als derjenige der Industrie. Der grenzübergreifende Austausch von Dienstleistungen wird stark an Bedeutung gewinnen. Allerdings sind dabei noch höhere Schranken zu beseitigen, als es beim Warenhandel der Fall war. Die noch bestehenden Handelsbarrieren [9] dürften der Grund dafür sein, dass die Einnahmen und Ausgaben im Dienstleistungsverkehr Deutschlands mit der EWU in den 90er Jahren deutlich langsamer als der Warenhandel expandierten. Der Anteil der Einnahmen im Dienstleistungsverkehr am gesamten Außenhandel mit der EWU liegt seit 1993 unverändert bei rund 11 %; für Dienstleistungsausgaben lautet die entsprechende Relation 22 % (1999). Die erhöhte Transparenz, die mit der Einführung des Euro als Zahlungsmittel einhergeht, dürfte zu einer weiteren Intensivierung des Handels, insbesondere im Dienstleistungssektor, beitragen.
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 1
Leistungsbilanz Deutschlands mit der EWU (11)
Mrd. DM, saisonbereinigt (1)
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Saldo der
Erwerbs- und laufenden Leis-
Warenhandel (2) Dienstleistungen(3) Vermögenseinkommen Übertra-tungs
Ausfuhr Einfuhr Saldo Ein- Aus- Saldo Ein- Aus- Saldo gungen bilanz
(fob) (fob) nahmen gaben nahmen gaben
EWU (11)
1993 296,15 257,87 38,28 38,08 75,54 -37,47 50,54 48,16 2,38 -5,83 -2,64
1994 321,01 278,78 42,24 37,78 79,89 -42,11 46,37 49,88 -3,51 -6,24 -9,62
1995 341,75 303,07 38,68 42,87 83,49 -40,62 43,20 54,83 -11,63 -5,60 -19,16
1996 353,14 310,81 42,33 46,27 87,88 -41,60 47,24 59,45 -12,21 -5,62 -17,10
1997 379,15 337,40 41,75 48,98 93,99 -45,01 55,39 67,38 -11,98 -5,77 -21,03
1998 418,30 362,26 56,04 51,36 99,76 -48,39 61,45 69,18 -7,73 -5,89 -5,97
1999 448,21 375,22 73,00 54,06 107,53 -53,48 67,19 87,28 -20,08 -6,25 -6,81
1999
1. Qu. 105,69 89,90 15,79 12,60 25,92 -13,32 15,99 20,22 -4,23 -1,57 -3,32
2. Qu. 109,92 92,64 17,28 13,86 26,86 -13,00 17,67 21,73 -4,06 -1,54 -1,31
3. Qu. 114,22 95,35 18,87 13,52 26,78 -13,26 16,57 21,85 -5,29 -1,51 -1,19
4. Qu. 118,38 97,33 21,05 14,07 27,98 -13,90 16,98 23,48 -6,50 -1,64 -0,99
2000
1. Qu. 124,75 102,50 22,25 14,39 28,26 -13,87 19,34 23,23 -3,89 -1,64 2,85
2. Qu. 125,60 104,34 21,26 13,50 28,40 -14,90 18,92 23,66 -4,74 -1,68 -0,06
3. Qu. 128,80 109,91 18,90 13,73 27,77 -14,04 20,50 28,84 -8,34 -1,47 -4,96
EWU (6) (4)
1993 238,82 212,06 26,76 30,14 54,02 -23,88 43,75 44,29 -0,54 -3,63 -1,30
1994 260,86 227,96 32,90 29,58 57,26 -27,68 40,24 45,69 -5,45 -3,56 -3,79
1995 277,94 252,06 25,88 33,22 60,91 -27,69 36,72 50,08 -13,36 -3,22 -18,39
1996 283,87 257,92 25,94 35,22 64,72 -29,51 41,83 55,13 -13,30 -3,16 -20,02
1997 305,40 280,53 24,87 37,45 69,50 -32,05 44,09 61,66 -17,56 -3,23 -27,97
1998 335,36 295,46 39,90 39,15 74,28 -35,12 50,31 63,11 -12,80 -3,50 -11,53
1999 357,27 296,81 60,46 41,46 79,67 -38,20 56,49 80,21 -23,71 -3,75 -5,21
1999
1. Qu. 84,41 71,56 12,85 9,40 19,27 -9,87 13,33 18,48 -5,15 -0,94 -3,11
2. Qu. 87,64 74,34 13,30 10,76 19,74 -8,98 14,87 19,94 -5,07 -0,84 -1,60
3. Qu. 91,02 74,33 16,69 10,36 19,82 -9,46 13,87 20,06 -6,19 -0,95 0,09
4. Qu. 94,20 76,59 17,61 10,95 20,83 -9,89 14,42 21,73 -7,31 -1,01 -0,60
2000
1. Qu. 99,50 82,74 16,76 11,35 21,03 -9,68 16,03 21,38 -5,35 -1,06 0,66
2. Qu. 100,55 84,51 16,03 10,07 21,23 -11,16 15,50 21,76 -6,26 -1,10 -2,48
3. Qu. 103,01 89,16 13,85 10,63 20,86 -10,24 17,01 26,85 -9,85 -0,84 -7,07
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(1) Quartale saisonbereinigt nach dem Berliner Verfahren (BV4).
(2) Spezialhandel nach der amtlichen Außenhandelsstatistik, einschließlich
Ergänzungen zum Warenverkehr, abzüglich Fracht- und Versicherungskosten.
(3) Einschließlich Fracht- und Versicherungskosten der Einfuhr.
(4) Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Spanien.
Quellen: Statistisches Bundesamt; Deutsche Bundesbank; Berechnungen des DIW.
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Tabelle 2
Kapitalverkehr Deutschlands mit der EWU (10) (1)
In der Abgrenzung der Zahlungsbilanzstatistik
Mill. DM
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Nettokapitalanlagen
Deutschland EWU in Saldo
in der EWU (2) Deutschland (3)
Insgesamt
1995 -44 016 49 509 -93 525
1996 -53 285 43 869 -97 154
1997 -127 143 50 831 -177 974
1998 -291 810 130 506 -422 316
1999 -372 742 93 156 -465 898
2000 1.-3. Qu. -260 420 -49 680 -210 740
Direktinvestitionen
1995 -17 621 5 402 -23 023
1996 -16 672 3 107 -19 779
1997 -19 911 8 143 -28 054
1998 -40 782 13 686 -54 468
1999 -21 954 63 171 -85 125
2000 1.-3. Qu. 17 385 40 716 -23 331
Wertpapieranlagen
1995 -11 407 -20 003 8 596
1996 -14 516 -737 -13 779
1997 -85 857 -16 973 -68 884
1998 -162 605 -20 170 -142 435
1999 -238 660 -9 795 -228 865
2000 1.-3. Qu. -208 445 -126 028 -82 417
Kreditgewährung (4)
1995 -14 987 64 109 -79 096
1996 -22 097 41 499 -63 596
1997 -21 375 59 661 -81 036
1998 -88 423 136 990 -225 413
1999 -112 130 39 778 -151 908
2000 1.-3. Qu. -69 360 35 631 -104 991
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(1) EWU ohne Griechenland.
(2) Kapitalausfuhr:(-).
(3) Kapitaleinfuhr: (+).
(4) Einschließlich sonstiger Kapitalanlagen.
Quelle: Deutsche Bundesbank.
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Tabelle 3
Struktur des deutschen Außenhandels mit der EWU (10)1)
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Anteile in % Veränderungen in % (2)
Jahre Halbjahre Jahr Halbjahre
1995 1998 1999 1999/I 99/II 2000/I 1999 99/I 99/II 00/I
Ausfuhr
Ernährungsgüter 6,4 6,1 5,8 5,6 6,0 5,5 0,7 -5,1 6,5 16,9
Rohstoffe, Halbwaren 1,4 0,9 0,8 0,8 0,8 0,9 -5,2 -13,2 3,9 25,7
Fertigwaren-
Vorerzeugnisse 22,5 20,2 18,5 18,3 18,8 19,6 -3,3 -11,9 6,5 27,1
darunter:
Sonstige chemische
Erzeugnisse 3,0 2,4 2,3 2,3 2,4 2,4 2,5 -6,8 13,4 23,7
Stahlröhren, Eisen,
Blech 2,7 2,3 1,8 1,9 1,8 1,9 -15,9 -22,4 -7,9 20,3
Fertigwaren-
Enderzeugnisse 65,4 66,4 67,8 68,6 67,0 65,2 7,3 6,9 7,8 12,9
darunter:
Kraftfahrzeuge 16,9 18,7 19,0 20,2 17,9 18,2 7,1 11,8 2,4 7,0
Elektrotechnische
Erzeugnisse 11,4 10,6 11,3 10,7 11,9 11,5 11,5 5,0 17,7 27,9
Maschinen 10,4 10,3 10,8 12,4 9,3 9,8 10,3 25,2 -4,5 -6,3
Luftfahrzeuge 2,7 3,8 4,3 4,8 3,9 3,8 19,7 21,4 17,7 -5,8
Büromaschinen/ADV 2,4 2,5 2,6 2,4 2,8 2,8 9,3 1,7 16,5 39,3
Eisenwaren 2,9 2,8 2,6 2,6 2,6 2,5 -2,1 -5,6 1,4 15,2
Pharmaz. u. kosmet.
Erzeugnisse 2,2 2,3 2,4 2,4 2,4 2,2 6,4 9,1 4,0 11,0
Sonstiges (3) 4,3 6,4 7,1 6,7 7,4 8,8 15,4 -4,2 40,6 55,9
Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0)
) 5,2 1,2 9,3 18,7
Insgesamt in Mrd. DM 335,7 408,7 429,9 211,7 218,2 251,3)
Einfuhr
Ernährungsgüter 12,9 11,5 10,7 10,9 10,6 9,7 -3,5 -3,4 0,1 3,8
Rohstoffe, Halbwaren 1,1 0,8 0,7 0,7 0,7 0,7 -9,5 -13,4 -5,1 16,0
Fertigwaren-
Vorerzeugnisse 26,5 22,7 20,1 19,9 20,3 22,2 -8,4 -14,0 -2,3 30,7
darunter:
Sonstige chemische
Erzeugnisse 2,3 2,1 1,9 1,8 2,0 1,9 -6,6 -16,3 3,9 26,2
Stahlröhren, Eisen,
Blech 3,5 2,7 2,4 2,4 2,4 2,5 -10,6 -11,8 -9,4 23,0
Fertigwaren-
Enderzeugnisse 51,6 51,0 51,7 52,5 50,9 47,8 4,7 3,4 6,1 6,5
darunter:
Kraftfahrzeuge 14,2 13,9 13,4 13,9 13,0 12,3 0,2 0,0 0,4 3,8
Elektrotechnische
Erzeugnisse 7,6 7,3 7,3 7,3 7,4 7,5 3,3 2,8 3,7 20,2
Maschinen 5,4 5,2 5,3 5,4 5,1 4,9 4,6 4,5 4,8 5,0
Luftfahrzeuge 2,2 3,9 3,9 4,0 3,8 4,1 3,8 -7,5 18,9 18,0
Büromaschinen/ADV 1,9 2,4 2,7 2,6 2,8 2,3 14,7 22,9 8,2 3,3
Eisenwaren 2,5 2,2 2,1 2,1 2,1 2,0 -1,2 -4,1 1,8 9,7
Pharmaz. u. kosmet.
Erzeugnisse 2,1 2,5 4,0 4,0 3,9 2,9 65,0 70,8 59,7 -14,3
Sonstiges (3) 8,0 14,1 16,7 16,0 17,5 19,5 22,8 11,0 35,8 42,7
Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
Insgesamt in Mrd. DM 301,5 352,0 363,4 179,1 184,3 209,4 3,2 -0,8 7,5 16,9
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(1) Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Spanien, Österreich,
Portugal, Irland, Finnland.
(2) Veränderung der absoluten Werte im Vorjahresvergleich.
(3) Rückwaren und Ersatzlieferungen sowie Anmeldeausfälle im Intrahandel.
Quellen: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des DIW.
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| © DIW Berlin Wochenbericht 6/01 |

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