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Übersicht 2005
Pressemitteilungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)
   
17. August 2005 Steuerliche Familienförderung: Mehr Umverteilung in Deutschland als in Frankreich
   
  Die steuerliche Familienförderung führt in Deutschland zu mehr Umverteilung als in Frankreich, wie ein Vergleich der beiden Systeme der steuerlichen Familienförderung zeigt, den das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 33/2005 veröffentlicht.
 
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20. Juli 2005 Deutliche Mehrheit der Bevölkerung empfindet Besteuerung von Top-Managern als zu niedrig
   
  Selbst die Bezieher hoher Einkommen sehen mit einer deutlichen Mehrheit die Steuerlast von Topmanagern als zu niedrig an. Dies gehört zu den vorläufigen Ergebnissen einer Befragung zur Gerechtigkeit der Einkommensteuer, die das DIW Berlin im Rahmen seiner Langzeitstudie „Sozio-oekonomisches Panel“ (SOEP) im aktuellen Wochenbericht des DIW Berlin 29/2005 veröffentlicht. Die steuerliche Belastung ungelernter Arbeiter schätzen dagegen fast zwei Drittel aller Befragten als zu hoch ein. Die Belastung von Vorstandsmitgliedern großer Unternehmen wird sogar von drei Vierteln als zu niedrig angesehen; selbst zwei Drittel der befragten leitenden Angestellten glauben dies. Insgesamt sind die Befragten für eine geringere Spreizung der Einkommen.
 
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13. Juli 2005 Zunehmende Einkommensungleichheit und Armut in den neuen Ländern
   
  Einkommensungleichheit und Armut haben im Jahr 2004 in Ostdeutschland weiter - wenngleich geringfügig - zugenommen, während sie in Westdeutschland konstant geblieben sind. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 28/2005 auf der Basis von Untersuchungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Ursache dafür ist vor allem die in Ostdeutschland weiter stark gestiegene Arbeitslosigkeit.
 
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23. Juni 2005 Zusammenleben macht Paare ähnlicher: Je länger man zusammen lebt, desto eher unterstützt man die selbe Partei
   
  Ein gemeinsames Interesse an der selben politischen Partei bringt Paare nicht zusammen. Aber je länger Paare, die ursprünglich unterschiedliche Ansichten hatten, zusammenleben, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie dieselbe Partei unterstützen. Kurze Ehen haben allerdings kaum einen Effekt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Politikwissenschaftler Alan S. Zuckerman, der auch Forschungsprofessor am DIW Berlin ist, Jennifer Fitzgerald und Josip Dasovic „Do Couples Support the Same Political Parties?“, die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) des DIW Berlin beruht. Die amerikanischen Wissenschaftler stellen fest, dass in Deutschland jung frisch verheiratete Ehepaare oder zusammengezogene Paare meist nicht die selbe Partei unterstützen; oft hat ein Partner keine ausgeprägte Parteipräferenz. Aber es ist auch selten, dass Paare zwei unterschiedliche Parteien explizit unterstützen.
 
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23. Mai 2005

Der 1000. SOEP-Nutzer forscht in Kanada.
Die Daten sind Teil einer weltweiten Forschungs-Infrastruktur.

   
  Die am DIW Berlin beheimatete Längsschnittstudie Sozio-ökonomisches Panel (SOEP) erhebt seit 1984 Daten zur sozialen Lage in Deutschland, die von möglichst vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern analysiert werden sollen. Jetzt hat sich der 1000. aktive Nutzer registriert: Dr. Blair Wheaton von der University of Toronto in Kanada setzt die SOEP-Daten im Rahmen seines Forschungsprojekts zu den beruflichen Vorstellungen junger Menschen ein ("Adolescents' future occupational plans: What are the intervening processes that matter?").
 
   
   
11. Mai 2005 Demografische Entwicklung erfordert Bildungsreform
   
  Der demografische Wandel erfordert Reformen im deutschen Bildungssystem – und dabei vor allem einen Orientierung hin zu lebenslangem Lernen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 19/2005 und fordert eine Verkürzung der universitären und beruflichen Ausbildungszeit bei höherer Ausbildungsqualität und einen konsequenten Ausbau der Weiterbildungsaktivitäten.
 
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10. Mai 2005 SOEP Prize 2005 für die besten Publikationen auf Basis des SOEP. Vereinigung der Freunde des DIW Berlin vergibt Preise an taz und Capital
   
  Am 11. Mai 2005 vergibt die Vereinigung der Freunde des DIW Berlin die Preise für die besten Publikationen, die außerhalb des DIW Berlin auf Basis der Längsschnittsdaten des Sozio-oekonomischen Panels – weltweit kurz SOEP genannt – erarbeitet werden. Das SOEP ist eine im DIW Berlin beheimatete Serviceeinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Die SOEP-Daten sind Teil der weltweiten Forschungs-Infrastruktur der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Für Journalisten-Arbeiten werden gleichrangig zwei Preise in Höhe von je 300 € vergeben.
 
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04. Mai 2005 Ostdeutschland fällt bei der Einkommensentwicklung zurück
   
  Bei den Haushaltseinkommen hat sich die Schere zwischen Ost- und West seit Mitte der 90er Jahre wieder geöffnet. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 18/2005 auf der Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Insbesondere die Erwerbseinkommen nahmen nur noch wenig zu. Das ist allein in der schwachen Beschäftigungsentwicklung begründet. Dagegen haben sich die Löhne und Gehälter in Ostdeutschland seit 1995 weiter - wenn auch in immer kleineren Schritten - an das westdeutsche Niveau angeglichen. Dementsprechend ist die Annäherung der Haushaltseinkommen an das westdeutsche Einkommensniveau in jenen Haushalten am weitesten fortgeschritten, in denen ein Erwerbseinkommen erzielt wird.
 
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06. April 2005 Große Versorgungslücke bei Kinderbetreuungsplätzen
   
  In Deutschland besteht eine massive Überschussnachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin nach einer Schätzung auf der Basis von Mikrodaten in seinem aktuellen Wochenbericht 14/2005. Für Kinder bereits erwerbstätiger Mütter werden rund 250 000 Plätze benötigt, dieser Bedarf kann mit dem von der Bundesregierung geplanten Ausbau der Betreuungsplätze annähernd gedeckt werden. Darüber hinaus besteht jedoch ein Bedarf für Kinder von Müttern mit einem starken Erwerbswunsch. Insgesamt könnten in ganz Deutschland über 1,2 Mill. Kinderbetreuungsplätze tatsächlich nachgefragt werden.
 
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11. März 2005 Führende amerikanische Ökonomen nutzen SOEP-Daten für eine vergleichende Studie zur Selbständigkeit
   
  In den USA ist der Anteil der Selbständigen höher als in Deutschland, was vor allem darauf zurückzuführen sei, dass amerikanische Existenzgründer schneller und einfacher Kredite erhalten als deutsche. Zu diesem Ergebnis kommen Harvey S. Rosen, der neu ernannte ökonomische Chef-Berater des Präsidenten der USA, und Douglas Holtz-Eakin, der das Forschungsinstitut des amerikanischen Kongresses leitet. Sie haben die vom DIW Berlin erhobenen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet und die Ergebnisse jüngst unter dem Titel "Cash Constraints and Business Start-Ups: Deutschmarks Versus Dollars" veröffentlicht.
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7. Februar 2005 Die meisten Menschen sind gleichbleibend zufrieden.
SOEP-Studie untersucht Stabilität und Veränderung der Lebenszufriedenheit
   
  Die meisten Menschen sind gleichbleibend zufrieden mit ihrem Leben. In siebzehn Jahren ändert sich nur bei einem Viertel die Zufriedenheit nachhaltig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die auf Basis der Längsschnittsdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für Deutschland untersucht, ob es eine permanent gleichbleibende individuelle Lebenszufriedenheit gibt. Faktoren wie die genetische Veranlagung und Kindheit führen bei den meisten erwachsenen Menschen zu einer langfristigen stabilen individuellen Lebenszufriedenheit.
 
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2. Februar 2005 Einkommensarmut bei Zuwanderern überdurchschnittlich gestiegen
   
  Die wirtschaftliche Lage der in Deutschland lebenden Zuwandererbevölkerung hat sich seit 1998 im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung verschlechtert. Besonders betroffen von Armut sind jüngere und ältere Personen mit Migrationshintergrund, so der aktuelle Wochenbericht Nr. 5/2005 des DIW Berlin. Vor allem alarmierend ist, dass Armut für viele der Zuwanderer kein vorübergehendes Phänomen ist, sondern einen Dauerzustand darzustellen scheint.
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1. Februar 2005 Die Bildungsbeteiligung von Kindern hängt weniger vom Einkommen als vom Schulabschluss der Eltern ab
   
  Weniger das Einkommen als vielmehr die eigene Bildung der Eltern hat einen Einfluss auf die Entscheidung, ob ein Kind im Anschluss an die Grundschule die Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium besuchen wird. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Thorsten Schneider vom DIW Berlin auf Basis der Längsschnittsdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) veröffentlicht hat. Er zieht folgendes Fazit: „Die empirischen Ergebnisse legen den Schluss nah, dass eine Steigerung des Familieneinkommens durch höhere Transferleistungen wie etwa das Kindergeld nicht die Chancengleichheit im Bildungssystem erhöhen wird.
Die Benachteiligung von Kindern kann nur dann stärker korrigiert werden, wenn das Bildungssystem sich ändert.“
 
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25. Januar 2005 Geburt eines Kindes erhöht die Lebenszufriedenheit von Frauen nur kurzfristig - Geringe Lebenszufriedenheit insbesondere bei türkischen und ostdeutschen Müttern
   
  Erwerbsmuster und Lebenszufriedenheit der in Deutschland lebenden Mütter unterscheiden sich erheblich nach der Herkunft, so der aktuelle Wochenbericht 4/2005 des DIW Berlin. Türkische Mütter weisen die geringste Erwerbsbeteiligung auf; ostdeutsche Mütter sind dagegen am häufigsten nach der Geburt ihres ersten Kindes wieder berufstätig und üben auch in höherem Umfang Vollzeittätigkeiten aus. Beide Gruppen sind mit ihrem Leben weniger zufrieden als westdeutsche und andere ausländische Mütter.

Die Geburt eines weiteren Kindes stellt offenbar eine besondere Herausforderung dar, so dass es bei den Müttern meist zu einem Rückgang der Lebenszufriedenheit kommt. Die weitaus geringste Lebenszufriedenheit in dieser Phase weisen ostdeutsche Mütter auf.
 
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  Wochenbericht des DIW Berlin 4/2005
   
   
25. Januar 2005 Armut in Deutschland gestiegen, aber kein weitreichender Abbau des Sozialstaates
   
  Seit dem Jahr 2000 ist in Deutschland ein neuerlicher Anstieg der Ungleichheit der Einkommen und der relativen Einkommensarmut zu beobachten, so der aktuelle Wochenbericht 4/2005 des DIW Berlin. Der Anteil der in relativer Armut lebenden Menschen ist im langjährigen Vergleich von 13,2 Prozent 1985 auf 15,3 Prozent im Jahre 2003 gestiegen, der Bevölkerungsanteil mit höherem und gehobenem Einkommen ist im gleichen Zeitraum von 16 Prozent auf 20 Prozent gestiegen. Jedoch verläuft dieser Trend nicht gleichmäßig im Sinne einer kontinuierlichen Zunahme von Ungleichheit, sondern er folgt der konjunkturellen Entwicklung und insbesondere der Entwicklung der Arbeitslosigkeit.
 
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  Wochenbericht des DIW Berlin 4/2005