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| Wochenbericht des DIW Berlin 41/03
Fremdsprachenkenntnisse als wichtige Zusatzqualifikation im Dienstleistungssektor |
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| Bearbeiter | Ingrid
Tucci Gert G. Wagner |
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| Nach Daten des Europäischen Haushaltspanels
(ECHP) und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) benötigt im Durchschnitt
etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Europa eine Fremdsprache am
Arbeitsplatz. Bei den ausländischen Erwerbstätigen [1]
mit der Nationalität eines der Mitgliedstaaten sind es fast zwei Drittel. Die Fremdsprachennutzung beschränkt sich heute nicht mehr allein auf Führungskräfte, Ingenieure und Wissenschaftler, sondern wird auch von kaufmännischen Fachkräften erwartet. Besondere Bedeutung hat sie im Bereich der Dienstleistungen, wo idealerweise die Sprache des Kunden gesprochen werden sollte. In der Gastronomie bzw. im Hotelbereich geben überdurchschnittlich viele Arbeitnehmer an, eine Fremdsprache am Arbeitsplatz zu nutzen (28 %); im gesamten Dienstleistungssektor sind es 24 %. Hier ist auch der Anteil der Erwerbstätigen mit einem niedrigen Bildungsniveau hoch. Es zeigt sich, dass Fremdsprachenkenntnisse auch für Niedrigqualifizierte eine wichtige Zusatzqualifikation sind, die vor Arbeitslosigkeit schützt. Umgekehrt können fehlende Fremdsprachenkenntnisse auch im Niedrigeinkommensbereich eine Barriere für die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit darstellen. Mit der Vollendung des europäischen Binnenmarktes im Jahre 1992 haben die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union die Möglichkeit, sich in jedem EU-Land niederzulassen und zu arbeiten. Fremdsprachenkenntnisse begünstigen in diesem Zusammenhang den Prozess räumlicher Mobilität. Gleichzeitig sind sie durch vermehrte Unternehmenskooperationen und die Globalisierung der Wirtschaft zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor geworden. Dies gilt nicht nur für die Exportindustrie, sondern auch für inländische Dienstleistungen. |
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| Auch Deutsch ist in Europa eine bedeutende Fremdsprache | Nach den Daten des vom DIW Berlin in Zusammenarbeit
mit Infratest Sozialforschung erhobenen SOEP gab im Jahre 2000 etwa ein
Fünftel der Erwerbstätigen in Deutschland an, eine Fremdsprache
am Arbeitsplatz zu nutzen. Dieser Anteil liegt - wie das ECHP (Kasten)
zeigt - im europäischen Durchschnitt. [2]
In den kleinen Ländern Luxemburg, Dänemark und den Niederlanden
sind die Anteile mit jeweils 90 %, 45 % und 43 % deutlich höher. Dagegen
geben nur 8 % bzw. 6 % der Erwerbstätigen in Großbritannien und
Irland an, eine Fremdsprache am Arbeitsplatz zu benötigen (Abbildung
1). Ein Grund für diesen niedrigen Anteil liegt in der Etablierung
der englischen Sprache als Lingua franca. [3]
Insgesamt nennen in den hier berücksichtigten EU-Ländern 76 %
der Erwerbstätigen Englisch als erste Fremdsprache. Ingenieure, Wissenschaftler
und Führungskräfte nutzen mit 84 %, 81 % und 80 % am häufigsten
die englische Sprache am Arbeitsplatz; 10 % der Erwerbstätigen verwenden
Französisch und 7 % Deutsch (Tabelle
1). Im Zuge der weiter fortschreitenden Globalisierung dürfte der
Bedarf an sprachlich Qualifizierten noch steigen. [4]
Je nach geographischer Nähe und kultureller Verbundenheit wird die Sprache des Nachbarlandes mehr oder weniger häufig benötigt. In Luxemburg und England herrscht z. B. mit 65 % bzw. 48 % Französisch als Fremdsprache vor, während Deutsch in Dänemark und in den Niederlanden neben Englisch genutzt wird. In Deutschland geben 78 % der Erwerbstätigen, die eine Fremdsprache nutzen, Englisch als erste Fremdsprache an (Französisch 9 %, andere EU-Sprachen 7 % und Nicht-EU-Sprachen 5 %). In Irland und England werden - im Vergleich zu den anderen EU-Ländern - nichteuropäische Fremdsprachen deutlich häufiger benötigt (Tabelle 2). [5] Offenbar spiegelt sich am Arbeitsplatz auch der multikulturelle Charakter eines Landes wider, der dadurch geprägt ist, dass sich in unterschiedlichem Ausmaß verschiedene sprachliche Gemeinschaften niedergelassen haben. Insgesamt werden in Europa zwischen 60 und 70 moderne Sprachen gesprochen. [6] |
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| Struktur der Fremdsprachennutzung | Im gesamten Europa gibt ein Viertel der 26- bis
35-Jährigen an, Fremdsprachen am Arbeitsplatz zu benötigen; mit
zunehmendem Alter sinkt dieser Anteil (Tabelle
3). Insbesondere hoch qualifizierte junge Menschen können bereits
im Rahmen ihrer Ausbildung an Austauschprogrammen (z. B. Erasmus, Sokrates,
Leonardo da Vinci) teilnehmen, die es ihnen ermöglichen, in einem anderen
EU-Land ihre Fremdsprachenkenntnisse auszuweiten. [7]
Die Fremdsprachennutzung am Arbeitsplatz in Europa hängt stark von der Bildung ab. Nur 13 % der Erwerbstätigen mit niedrigem Bildungsniveau in diesen Ländern nutzen eine Fremdsprache am Arbeitsplatz, gegenüber 20 % derer, die ein mittleres Bildungsniveau aufweisen, und 40 % der Erwerbstätigen mit einem hohen Bildungsniveau. In Spanien werden diese Zusammenhänge besonders deutlich. Hier nutzen Hochqualifizierte achtmal öfter Fremdsprachen als Niedrigqualifizierte. Tabelle 4 zeigt, dass in Europa zwar der Anteil Erwerbstätiger, die eine Leitungsfunktion haben und eine Fremdsprache nutzen, sehr hoch ist; dennoch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Fremdsprachennutzung nicht allein eine Angelegenheit von Führungskräften ist. [8] |
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| Über ein Drittel der ausländischen Erwerbstätigen spricht eine Fremdsprache am Arbeitsplatz | Ausländische Erwerbstätige mit einem
niedrigen Bildungsniveau benutzen fast viermal öfter Fremdsprachen
als inländische Erwerbstätige mit den gleichen Qualifikationen.
Entweder sind sie aufgrund dieser Zusatzqualifikationen eingestellt worden,
oder es handelt sich um Personen, die im Betrieb untereinander ihre Heimatsprache
sprechen (Kasten).
Im Durchschnitt nimmt die Fremdsprachennutzung von den höheren Berufen bis zu den eher einfachen Tätigkeiten ab. Bei Ausländern steigt sie dagegen bei einfachen Tätigkeiten. [9] In diesem Bereich wird hauptsächlich Französisch (48 %) und Portugiesisch (25 %) verwendet. 8 % nutzen nichteuropäische Fremdsprachen. Die englische Sprache verliert in den niedrigeren beruflichen Stellungen zugunsten anderer europäischer bzw. nichteuropäischer Sprachen an Bedeutung. Dies liegt u. a. am höheren Anteil von Zuwanderern aus europäischen bzw. Drittländern in diesen Tätigkeiten. Insgesamt geben Ausländer öfter an, eine Fremdsprache am Arbeitsplatz zu nutzen, als Inländer (47 % gegenüber 21 %). Fast zwei Drittel der ausländischen Beschäftigten, die die Nationalität eines der Mitgliedstaaten haben, nutzen eine Fremdsprache am Arbeitsplatz. Bei den Erwerbstätigen aus Drittländern sind es 27 % (Tabelle 4). |
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| Hoher Fremdsprachenbedarf im Dienstleistungsbereich, insbesondere in der Hotel- und Gastronomiebranche | Fremdsprachenkenntnisse nehmen erwartungsgemäß in der Hotel- und Gastronomiebranche einen hohen Stellenwert ein (Tabelle 5). Hier werden häufiger Fremdsprachen genutzt als in allen anderen Dienstleistungsbranchen. Dies ist sowohl für Europa insgesamt (28 %) als auch für die einzelnen hier näher untersuchten Länder der Fall (Niederlande 56 %, Deutschland 39 % und Spanien 18 %). Auch wenn die Fremdsprachennutzung mit abnehmendem Berufsstatus und Bildungsniveau sinkt, benötigen Geringqualifizierte in der Hotel- und Gastronomiebranche fast doppelt so oft eine Fremdsprache wie ihre Kollegen in anderen Branchen (Abbildung 2 und Tabelle 5). Solche Arbeitsplätze, die möglicherweise zum "Niedriglohnsektor" gehören, stellen zwar formal niedrige, praktisch gesehen aber hohe Anforderungen. | ||
| Fremdsprachennutzung und Arbeitslosigkeit |
Die Nutzung einer Fremdsprache schützt vor Arbeitslosigkeit. Dies zeigen Analysen, die die Bildung der Befragten berücksichtigen. Insgesamt waren von den Vollerwerbstätigen in Deutschland, die im Jahre 2000 angaben, eine Fremdsprache in ihrem Beruf zu nutzen, nur 3 % im Jahr davor arbeitslos gewesen, gegenüber 6 % der Erwerbstätigen ohne Fremdsprachennutzung. In den letzten fünf Jahren waren ungefähr 83 % der Erwerbstätigen, die im Jahre 2000 eine Fremdsprache nutzten, nie arbeitslos, gegenüber 77 % jener ohne Fremdsprachennutzung. Fremdsprachenkenntnisse sind also in jedem Fall eine wichtige Zusatzqualifikation und können einen positiven Effekt auf den Verbleib am Arbeitsmarkt haben. | ||
| Bildungspolitische Schlussfolgerungen | Mit dem im Jahre 2000 vom Europäischen Rat dargelegten "Common European Framework of Reference for Languages" wurde erkannt, dass das Erlernen von mindestens zwei Fremdsprachen sowohl für die Zukunft der europäischen Jugend als auch für die Zukunft der europäischen Wirtschaft von großer Bedeutung ist. [10] Mit Kenntnissen in mindestens zwei Fremdsprachen kann jede Form beruflicher Ausbildung im Ausland gefördert werden. Die Diversifizierung des Fremdsprachenunterrichts im Hinblick auf eine Förderung der Mehrsprachigkeit wird also vom Europäischen Rat unterstützt. Schließlich kann die mit der Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes entstandene Freizügigkeit der Arbeitsplatzwahl nur mit einer Förderung des Fremdsprachenunterrichts einhergehen. Auch wenn das Lernen der englischen Sprache heute unentbehrlich ist, sollte anderen europäischen Sprachen ein größerer Platz in der Schule eingeräumt werden. | ||
| Kasten
Datenbasis und Methode |
Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine seit 1984 jährlich durchgeführte Wiederholungsbefragung der Wohnbevölkerung in Deutschland. [1] Diese repräsentative Stichprobe umfasste im hier ausgewerteten Erhebungsjahr 2000 etwa 13 000 Haushalte mit mehr als 24 000 befragten Personen. Das Europäische Haushaltspanel (ECHP) wurde 1994 im Auftrag des Statistischen Amtes der EU-Kommission (Eurostat) als Wiederholungsbefragung in den ursprünglich zwölf Mitgliedstaaten begonnen und bis 2001 auf alle europäischen Mitgliedstaaten erweitert. In der hier vorwiegend ausgewerteten Welle 6 [1999] umfasste die Stichprobe etwa 63 000 Haushalte und 130 000 Befragungspersonen. [2] Die Fremdsprachennutzung wird im ECHP über folgende Frage erhoben: "Nutzen Sie bei Ihrer Arbeit eine andere Sprache als die Amtssprache des Landes, in dem Sie arbeiten?" Die Frage kann mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden. Weiterhin wird anhand einer Vorgabeliste erfragt, welche Sprache als erste Fremdsprache genutzt wird. Im SOEP lautet die Frage: "Benutzen Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit neben Deutsch noch irgendeine [andere] Sprache?" Auch hier kann die Frage mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden. Wird die Frage bejaht, lautet die Vorgabe: "Und zwar: Englisch, Sonstige Sprache, und zwar: 1 ..., 2 ..., 3 ..." In beiden Erhebungen geben Ausländer, die am Arbeitsplatz ihre
Muttersprache nutzen, diese als Fremdsprache an. [1] Ausländische Erwerbstätige können hier sowohl Nicht-EU-Bürger als auch EU-Bürger aus einem anderen EU-Mitgliedstaat sein. Die Nationalität wurde also als Grundlage für die Bildung dieser Kategorie gewählt. [2] Grundsätzlich werden die Daten des ECHP für das Jahr 1999 für alle Länder bis auf Schweden und Belgien ausgewertet, wobei die Variable über die Fremdsprache für Großbritannien und Luxemburg nur in der Erhebung des Jahres 1996 des ECHP zur Verfügung stand. Für Deutschland werden außerdem die ECHP- bzw. SOEP-Daten des Jahres 2000 analysiert. [3] Weitere multivariate Untersuchungen zum Einfluss ländertypischer Charakteristika zeigen, dass die Fremdsprachennutzung am Arbeitsplatz in Luxemburg, Dänemark und den Niederlanden am höchsten, in England, Irland und Spanien am niedrigsten ist. [4] Vgl. Holger Konrad: Entwurf einer "europäischen Sprachenordnung". In: Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht, Jg. 8, Nr. 2/3, 2003, S. 1-19. [5] Dabei handelt es sich um moderne Fremdsprachen, die nicht die russische, die chinesische, die japanische und die arabische Sprache sind. Vermutlich spielen hier die Heimatsprachen der Zuwanderer in diesen Ländern eine wichtige Rolle. Dies konnte aufgrund des hohen Aggregationsniveaus der Daten nicht genauer untersucht werden. [6] Vgl. Ingrid Gogolin: Diversité linguistique et nouvelles minorités en Europe. Europäischer Rat. Straßburg 2002, S. 7. [7] Für ausführliche Informationen vgl. www. europa.eu.int/comm/education/index_en.html [8] Vgl. Sigrid Schöpper-Grabe: Go global: Fremdsprachen als Standortvorteil. Institut der Deutschen Wirtschaft. Köln, 2000, S. 6. [9] Handwerks- und verwandte Berufe, Anlagen- und Maschinenbediener sowie Montierer und Hilfsarbeitskräfte. [10] Vgl. www.coe.int/T/E/Cultural_Co-operation/education/Languages |
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 1
Erste am Arbeitsplatz benutzte Fremdsprache in der EU (1)
nach beruflicher Stellung
In %
-------------------------------------------------------------------------------
Englisch Französisch Deutsch
Leitende in der Verwaltung,
Führungskräfte 80 8 6
Wissenschaftler 81 8 5
Techniker und gleichrangige
nichttechnische Berufe 84 5 7
Bürokräfte und kaufmännische Angestellte 75 12 8
Dienstleistungsberufe 71 14 8
Fachkräfte in der Landwirtschaft und
Fischerei (2) 52 18 11
Handwerker und verwandte Berufe 60 13 12
Anlagenbediener 53 18 16
Hilfsarbeitskräfte 50 20 14
-------------------------------------------------------------------------------
EU-Sprache Andere Sprache
Leitende in der Verwaltung,
Führungskräfte 3 3
Wissenschaftler 2 4
Techniker und gleichrangige
nichttechnische Berufe 2 2
Bürokräfte und kaufmännische Angestellte 2 3
Dienstleistungsberufe 3 4
Fachkräfte in der Landwirtschaft und
Fischerei (2) 5 14
Handwerker und verwandte Berufe 9 6
Anlagenbediener 6 7
Hilfsarbeitskräfte 7 9
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Belgien, Schweden und Deutschland.
(2) n < 100.
Quellen: ECHP 1999; Luxemburg und Großbritannien: ECHP 1996;
eigene Berechnungen.
DIW Berlin 2003
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 2
Bedeutung verschiedener Fremdsprachen am Arbeitsplatz
in den Ländern der EU (1)
In %
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Englisch Französisch Deutsch EU-Sprache Andere Sprache
Dänemark 79 1 17 1 2
Deutschland 78 9 0 7 5
Griechenland 95 2 1 1 0
Spanien 82 14 2 2 0
Frankreich 76 0 10 9 5
Irland 0 16 7 5 72
Italien 77 10 11 1 1
Luxemburg 14 65 11 11 0
Niederlande 86 1 11 0 2
Österreich 90 1 0 1 8
Portugal 88 9 1 3 0
Finnland 95 0 2 0 2
Großbritannien 0 48 16 16 25
EU-Gesamt 76 10 7 3 4
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Belgien und Schweden.
Quellen: ECHP 1999; Deutschland: SOEP 2000;Luxemburg und Großbritannien:
ECHP 1996; eigene Berechnungen.
DIW Berlin 2003
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 3
Fremdsprachennutzung in der EU (1) nach demographischen
und sozioökonomischen Merkmalen
In %
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EU-Gesamt Deutschland Niederlande Spanien
Geschlecht
Männer 22 22 47 10
Frauen 21 20 38 14
Altersgruppen
16 bis 25 Jahre 18 23 46 14
26 bis 35 Jahre 25 26 47 13
36 bis 45 Jahre 22 21 41 11
46 bis 55 Jahre 20 18 40 8
Über 56 Jahre 15 18 32 4
Bildungsniveau
Hoch 40 37 47 26
Mittel 20 17 55 9
Niedrig 13 13 42 3
Beruflicher Status
Hoch 45 - (2) 60 29
Mittel 34 - (2) 51 21
Niedrig 20 - (2) 39 9
Insgesamt 21 21 43 11
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Belgien und Schweden.
(2) Variable nicht verfügbar.
Quellen: ECHP 1999; Deutschland: ECHP 2000; Luxemburg und Großbritannien:
ECHP 1996; eigene Berechnungen.
DIW Berlin 2003
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 4
Fremdsprachennutzung in der EU (1) nach Nationalität
und sozioökonomischen Merkmalen
In %
-------------------------------------------------------------------------------
Inländer Ausländer
Nationalität
Inländer 21 -
EU-Mitgliedstaat - 63
Drittland - 27
Bildungsniveau
Hoch 39 70
Mittel 20 37
Niedrig 12 46
Berufliche Stellung (2)
Leitende in der Verwaltung,
Führungskräfte 33 66
Wissenschaftler 41 74
Techniker und gleichrangige
nichttechnische Berufe 33 59
Bürokräfte und kaufmännische
Angestellte 25 69
Dienstleistungsberufe 17 44
Fachkräfte in der Landwirt-
schaft und Fischerei 3 30 (3)
Handwerker und verwandte Berufe 7 36
Anlagenbediener 9 34
Hilfsarbeitskräfte 5 39
Insgesamt 21 47
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(1) Ohne Belgien und Schweden.
(2) Ohne Deutschland.
(3) n < 100.
Quellen: ECHP 1999; Deutschland: ECHP 2000; Luxemburg und Großbritannien:
ECHP 1996; eigene Berechnungen.
DIW Berlin 2003
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-------------------------------------------------------------------------------Tabelle 5
Fremdsprachennutzung in der EU (1) nach Branchen
In %
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EU-Gesamt Deutschland Niederlande Spanien
Landwirtschaft und Fischerei 4 8 15 1
Industrie 15 23 40 7
Hotel- und Gastronomie 28 39 56 18
Restlicher Dienstleistungssektor 24 26 45 15
-------------------------------------------------------------------------------
(1) Ohne Belgien und Schweden.
Quellen: ECHP 1999 (Deutschland im Durchschnitt nicht enthalten);
Luxemburg und Großbritannien: ECHP 1996;
Deutschland: SOEP 2000; eigene Berechnungen.
DIW Berlin 2003
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