Produktivität und Innovation

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Abteilung
Unternehmen und Märkte

Forschungsbereich

Produktivität und Innovation


Kurzportrait

Aufgabe des Forschungsbereichs "Produktivität und Innovation" ist es, die empirischen Kenntnisse zu den input- und outputbezogenen Faktoren des Unternehmenserfolgs zu erhöhen. Dazu werden in erster Linie repräsentative Branchen- und Mikrodaten der amtlichen Statistik analysiert. Ein besonderes Merkmal ist hierbei die Entwicklung und Auswertung vergleichbarer nationaler Datensätze in internationalen Konsortien beispielsweise zu kleinen und mittleren Unternehmen und immateriellen Kapitalgütern.

Methodisch stützen sich die Arbeiten zur Produktivität vorwiegend auf parametrische und nicht-parametrische Dekompositions- und Effizienzanalysen sowie die strukturelle Schätzung von Produktionsfunktionen. Besonderes Erkenntnisinteresse gilt der Effizienz- und Produktivitätsentwicklung in forschungsintensiven Industrien und wissensintensiven Dienstleistungen. Die Methoden der Effizienzanalysen nutzen wir zudem zur Untersuchung und Bewertung von Entwicklungen in regulierten Netzwerkindustrien. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei die im Leibniz-Projekt zu analysierenden kommunalen Infrastrukturbereiche.

Wesentlicher Motor der Produktivitätsentwicklung sind Forschung, Entwicklung und Innovationen. Der Forschungsbereich befasst sich dabei insbesondere mit dem Forschungsverhalten von Unternehmen und mit den Auswirkungen unterschiedlicher Instrumente der Innovationsförderung auf die Entwicklung und Leistungsfähigkeit von Unternehmen, Branchen und Regionen. Einen besonderen Schwerpunkt stellen hier solche Innovationen dar, die durch die Verringerung des Einsatzes endlicher Ressourcen zu Effizienzsteigerungen und zu geringeren Umweltbelastungen führen. Ihre ökonomischen Auswirkungen insbesondere im Hinblick auf Wachstum und Beschäftigung werden vertieft untersucht. Räumlich gebundene Wissens-Spillovers schaffen Agglomerationseffekte, die die Produktivität erhöhen. Der räumlichen Struktur der Wirtschaft kommt damit eine wichtige Bedeutung für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft zu. Die Identifikation von räumlichen Spezialisierungsmustern und Untersuchungen zu regionalen Innovationssystemen in Deutschland und Europa bildet daher einen weiteren Schwerpunkt des Forschungsbereichs.

Repräsentative Projekte

Kommunale Infrastrukturunternehmen zwischen Energiewende und demografischem Wandel (KOMIED)
Projekt gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen der Förderlinie 5 "Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen" des Paktes für Forschung und Innovation (Leibniz-Wettbewerb 2013), 2013-2016

Smart Public Intangibles (SPINTAN)
Projekt im Auftrag der Europäischen Kommission, 7. Forschungsrahmenprogramm, 2013-2016

SME performance review
Projekt im Auftrag der GD Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, 2013, 2014
Den ausführlichen Bericht 2012/2013 finden Sie hier: SME Performance Review

FuE-intensive Industrien und wissensintensive Dienstleistungen im internationalen Wettbewerb
Projekt im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung (EFI)

Volkswirtschaftliche Bedeutung der Technologie- und Innovationsförderung im Mittelstand
Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland: Ausbau und Betrieb - heute und morgen
Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, 2011-2014

Repräsentative Publikationen

Temporary Agency Work and Firm Competitiveness: Evidence from German Manufacturing Firms
Sebastian Nielen, Alexander Schiersch
In: Industrial Relations (2013), im Ersch.

Intangibles, Can They Explain the Dispersion in Return Rates?
Bernd Görzig, Martin Gornig
In: The Review of Income and Wealth, 59 (2013), 4, 648-664.
Abstract

R&D Efficiency and Barriers to Entry: A Two Stage Semi-Parametric DEA Approach
Astrid Cullmann, Jens Schmidt-Ehmcke, Petra Zloczysti
In: Oxford Economic Papers, 64 (2012), 1, 176-196.
Abstract

Green Jobs?: Economic Impacts of Renewable Energy in Germany
Ulrike Lehr, Christian Lutz, Dietmar Edler
In: Energy Policy, 47 (2012), 358-364.
Abstract