Bericht , Nachricht vom 12.11.2014

Wirkung von Bildungsprogrammen in kolumbianischen Konfliktgebieten

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Copyright: Michael Kempf

Politikprogramme in Entwicklungsländern, die bestimmte Bevölkerungsschichten in einzelnen Bereichen unterstützen sollen, spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein Beispiel sind Programme, die den Zugang zu Bildung verbessern sollen. Doch was können solche Programme bewirken? Die vorliegende Studie des DIW Berlin untersucht den Einfluss eines Wohlfahrtsprogramms auf Bildungserfolg und -teilnahme von Kindern in kolumbianischen Konfliktgebieten. Sie zeigt, dass das Programm zwar die Schulbesuchsquote erhöht, den Lernerfolg allerdings kaum verbessert. Eine mögliche Erklärung: Der Schulbesuch ist eine Voraussetzung für den Lernerfolg, reicht allein aber nicht aus. Weil Kinder in Konfliktgebieten häufig mithelfen müssen, den Lebensunterhalt für ihre Familien zu sichern, bleibt ihnen unter dem Strich weniger Zeit für Hausaufgaben und somit insgesamt für schulische Aktivitäten.

Nina Wald: Wirkung von Bildungsprogrammen in kolumbianischen Konfliktgebieten: Kinder gehen häufiger zur Schule, bringen aber kaum bessere Leistungen | PDF, 197.99 KB