Kommentar , Nachricht vom 11.02.2015

Olympia 2024: Aufklärung über die wirtschaftlichen Effekte statt Sympathiekampagnen. Kommentar von Karl Brenke

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Deutschland soll sich für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 und der damit verbundenen Paralympics bewerben – so die Interessen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). In der Auswahl sind Hamburg und Berlin, abgestimmt mit den politisch Verantwortlichen in den beiden Städten. Mitte März wird entschieden, wen der DOSB in das internationale Bewerber rennen schickt. Allerdings sollen erklärtermaßen sowohl in Hamburg als auch in Berlin letztlich die Bürger darüber befinden, ob die Sportgroßveranstaltungen überhaupt in ihre Stadt geholt werden. Angesichts der damit verbundenen hohen Kosten und anderer Belastungen wäre es weise, die Einwohner rasch und ehrlich über die wirtschaftlichen Konsequenzen zu informieren, sodass alsbald ein Bürgerentscheid durchgeführt werden kann. Das lehrt auch die vergangene Fußballweltmeisterschaft, als es in manchen Austragungsorten zu Massenprotesten kam, weil die Veranstaltung als ein Eliteprojekt auf Kosten der Bevölkerung angesehen wurde.